Homeoffice während Corona: Was du wissen musst

- Redaktion
Corona: Wichtige neue Erkenntnisse zu Ansteckungswegen in Räumen
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Die Corona-Pandemie hat Deutschland weiter fest im Griff. Viele Menschen möchten deshalb möglichst im Homeoffice arbeiten, um Kontakte zu meiden. Doch wie ist das rechtlich geregelt?

Die Coronavirus-Infektionen steigen in Deutschland weiter stark an. Dementsprechend viele Hotspots gibt es gerade, also Landkreise und Städte, in denen der 7-Tage-Inzidenzwert von 50 neuen Fällen pro 100.000 Einwohner überschritten wird. 

Das sind die Corona-Hotspots in Deutschland 

Entsprechend werden auch die Maßnahmen wieder strenger. Wo der Grenzwert überschritten wurde, gelten wieder strengere Kontaktbeschränkungen und weitere Regelungen. Bundeskanzlerin Angela Merkel rief jüngst dazu auf, so viel wie möglich zu Hause zu bleiben. Doch wie ist das mit der Arbeit? Darf ich nun wieder ins Homeoffice wechseln, wenn dies möglich ist? Oder muss ich ins Büro kommen, solange die Führungskraft dies verlangt. 

Unter anderem Webseiten wie Juraforum oder karriere.de klären darüber auf.  

Muss ich zur Arbeit gehen, wenn ich mich dabei nicht wohl fühle? 

Viele Menschen nehmen die Warnungen der Politik und Experten ernst und wollen so viele Kontakte meiden wie möglich. Jedoch reiche die Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus als Rechtfertigung, daheim zu bleiben, nicht aus, wie die Juristen erklären.  

Zudem gibt es das sogenannte Weisungsrecht. Folglich steht es dem Arbeitgeber grundsätzlich frei, den Arbeitsort festzulegen, wenn vertraglich nicht anders geregelt. 

"Falls kein konkreter Verdacht auf eine Erkrankung vorliegt, müssen Sie Ihrer Arbeitsverpflichtung nachkommen", heißt es auf 'juraforum.de'. Kommt man dieser Verpflichtung nicht nach, kann der Arbeitgeber eine Abmahnung aussprechen. Im wiederholten Fall droht eine Kündigung. Man darf also nicht einfach im Homeoffice bleiben.

Dies betrifft übrigens auch Risikogruppen. Jedoch haben Firmen für Personen aus Risikogruppen mehr Fürsorgepflichten. Generell müssen Unternehmen auch für den Schutz ihrer Angestellten sorgen und gewährleisten, dass Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten werden können. 

Übrigens: Welche wichtigen neuen Erkenntnisse es zur Übertragung des Coronavirus in Räumen gibt, erfährst du im Video oben.

Kann ich gekündigt werden, wenn ich mich vorsorglich in Quarantäne begebe?  

Grundsätzlich unterliegt jede Kündigung dem Kündigungsschutzgesetz, außer bei Betrieben, die weniger als zehn Mitarbeiter beschäftigten oder bei Arbeitnehmern, die weniger als sechs Monate im Unternehmen arbeiten.  

Nur folgende drei Szenarien sind laut 'juraforum.de' deshalb denkbar, die eine Kündigung in Bezug auf die Coronakrise rechtfertigen: 

  1. Betriebsbedingt: Das Geschäft des Unternehmens ist aufgrund der Krise so stark eingebrochen, dass einzelne Abteilungen oder der ganze Betrieb geschlossen werden müssen. 
  2. Verhaltensbedingt: Der Arbeitnehmer weigert sich, die angeordneten Corona-Schutzmaßnahmen zu befolgen und kommt beispielsweise weiter ins Büro, obwohl eine Quarantäne angeordnet wurde oder trägt keine Maske, wo es vorgeschrieben ist. 
  3. Personenbedingt: Die Erkrankung des Arbeitnehmers verläuft so, dass eine baldige Rückkehr an den Arbeitsplatz und die Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit unwahrscheinlich ist. 

Außerdem muss der Arbeitgeber das Prinzip der sozialen Rechtfertigung beachten, weshalb er sich in der Regel für eine bestmögliche Lösung für alle einsetzen wird.  

Habe ich Anspruch auf Homeoffice?  

Nein. Es gibt keine gesetzliche Regelung zum Homeoffice. Willst du lieber von zu Hause aus arbeiten, solltest du das Gespräch mit deinem Vorgesetzten suchen und deine Beweggründe erklären. Der Arbeitnehmer kann also nicht einfach Homeoffice für sich einfordern.

Grundsätzliche Voraussetzungen für die Arbeit zu Hause sind: 

  • Die Tätigkeit kann auch zu Hause erledigt werden. 
  • Die benötigte technische Ausstattung ist vorhanden. 
  • Eine einvernehmliche Regelung (ggf. Betriebsrat mit einbeziehen) 

Es ist folglich wichtig, dass im Homeoffice die gleiche Arbeitsleistung erbracht werden kann wie im Büro. Die nötigen technischen Geräte muss der Arbeitgeber dann zur Verfügung stellen. 

Am besten ist es also immer, die Regelung im Detail mit dem Chef oder der Chefin abzusprechen. Vor allem während der aktuellen Pandemie ist es auch im Sinne der Arbeitgeber, dass es keine Corona-Fälle unter den Mitarbeitern gibt. Die wenigsten werden dich also zwingen, ins Büro zu kommen, wenn du deine Arbeit in der gleichen Qualität auch von daheim aus erledigen kannst. 

Übrigens: Was du beachten musst, wenn du dich in häuslicher Quarantäne befindest, kannst du hier nachlesen: 

Was du über häusliche Quarantäne wissen musst

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