Coronakrise: Diese Zahlen und Fakten machen trotz allem Hoffnung

- Sabrina Fuchs
Hoffnungsschimmer! Erstmals keine neuen Corona-Fälle in Wuhan
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Wenn man aktuell die Nachrichten liest, kann man wirklich Angst bekommen. Trotz allem gibt es jedoch auch positive Meldungen, die Hoffnung machen.

Die Verbreitung des Coronavirus und deren Folgen bestimmen weiterhin unseren Alltag sowie die Nachrichten. Viele Menschen haben Angst und fürchten sich vor der weiteren Entwicklung. Trotz alledem gibt es jedoch auch positive Nachrichten über das Coronavirus, die Hoffnung machen. 

So viele Menschen sind wieder geheilt

Die interaktive Karte der Johns Hopkins Universität zeigt:

  • Es gab weltweit bislang 198.170 Coronavirus-Infizierte (Stand: 18.03.2020, morgens)
  • 7.954 Menschen sind weltweit an den Folgen der Virusinfektion gestorben (Stand: 18.03.2020, morgens)
  • Eine Zahl, die dabei derzeit jedoch kaum Beachtung findet: 81.964 Menschen weltweit haben sich von der Erkrankung durch das Coronavirus komplett erholt und sind nicht mehr infiziert. Das sind immerhin über 40 Prozent.

Eine positive Nachricht ging am heutigen Donnerstag aus Wuhan um die Welt: Dort gab es einen Tag lang keine Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Alle Details dazu erfährst du im Video am Anfang dieses Artikels.

Menschen mit Vorerkrankungen und ältere Menschen sind in der aktuellen Situation besonders gefährdet. Jedoch kann auch das gemeistert werden. So meldeten chinesische Behörden beispielsweise, dass ein 100-Jähriger in Wuhan genesen ein Krankenhaus verlassen konnten. Der Patient soll mit Medikamenten behandelt worden sein, die einst gegen Ebola eingesetzt wurden. Eine solche Meldung macht Hoffnung, da offensichtlich in der Art der Behandlung auch Fortschritte erzielt werden.

Neuinfektionen gehen teilweise zurück

In Deutschland gibt es von Tag zu Tag mehr Coronafälle. Das macht vielen Angst! Mittlerweile gibt es schon fast 10.000 Corona-Infizierte in Deutschland und vermutlich werden es in den kommenden Tagen noch viel mehr. Zwar haben wurden einige Maßnahmen getroffen, indem wir Menschenansammlungen und soziale Interaktionen generell enorm einschränken, diese werden sich jedoch erst in einigen Tagen bemerkbar machen.  

In China gibt es mittlerweile immerhin deutlich weniger Neuinfektionen mit dem Coronavirus pro Tag. Durch die dort getroffenen Maßnahmen konnten Infektionsketten unterbrochen werden. Beispielsweise gab es am Donnerstag, den 12. März, im Vergleich zum Vortag nur 20 neue Coronafälle in ganz China.

Dies macht Mut und verdeutlicht, dass auch wir in Europa das Virus in den Griff bekommen können, wenn wir uns in Selbstdisziplin üben und aufeinander achten. Die folgende Karte zeigt, wie sehr die Kurve der Neuinfektionen in China abgeflacht ist, während die außerhalb Chinas noch steil nach oben zeigt. 

Quelle: Johns Hopkins Universität                                                                           

Positive Effekte für Klima und Umwelt

Die meisten Flüge wurden bereits abgesagt, unzählige Reisen storniert. Menschen bleiben weltweit zu Hause, machen Home Office und keine Ausflüge mehr. Das führt natürlich dazu, dass weniger Treibhausgase in die Atmosphäre gelangen. Dies ist positiv fürs Klima. Satelliten-Aufnahmen der NASA zeigten bereits vor einigen Wochen, dass die Luftverschmutzung in China stark zurückgegangen ist. 

Aufnahmen zeigen: Luft in China sauberer als zuvor

Das Wasser in Venedigs Kanälen ist zudem so sauber wie nie. Immerhin gibt es auch dort aktuell keine Touristenmassen und keine Kreuzfahrtschiffe, die für Verschmutzung sorgen könnten. Und auch in Sardinien sind die Auswirkungen des fehlenden Schiffverkehrs spürbar. So wurden beispielsweise im Hafenbecken der Hauptstadt Cagliari Delfine gesichtet.

Tweet aus Venedig

Auch für die Zukunft bietet die aktuelle Krise Chancen. Immerhin sind aktuell viele Menschen im Home Office, Dienstreisen wurden abgesagt. Termine finden beispielsweise über Video-Telefonie trotzdem statt. Da bleibt die Hoffnung, dass Menschen realisieren, dass sie auch in Zukunft weniger reisen müssen und trotzdem gleich produktiv sein können. Hoffentlich sinkt dadurch auch in Zukunft die Zahl der Dienstreisen.

Erste Tests von Impfstoffen

Forscher arbeiten weltweit mit Hochdruck an einem Impfstoff. Wann dieser jedoch auf den Markt kommen kann, ist noch sehr unsicher. Das Robert-Koch-Institut rechnet nicht mit einem marktfähigen Impfstoff vor nächstem Frühling. Nichtsdestotrotz laufen bereits erste Tests beispielsweise beim Robert-Koch-Institut und es gibt Hoffnung, dass ein funktionierender Impfstoff gefunden wird. Auch zu möglichen Medikamenten gegen eine bestehende Infektion soll bereits geforscht werden.

Eine 43-Jährige aus Seattle ist die erste Person, die einen experimentellen Impfstoff gegen COVID-19 erhalten hat. Der Test mit 45 Probanden wird am Kaiser Permanente Washington Research Institute in Seattle durchgeführt.

Die Gesellschaft hält zusammen

Die aktuelle Krise zeigt uns außerdem, worauf es im Leben tatsächlich ankommt und wie gut eine Gesellschaft zusammenhalten kann. Neben den ganzen Hamsterkäufen und Menschen, die trotz allem gerade zu wenig auf soziale Distanz achten, gibt es doch auch unglaublich viele, die älteren Menschen oder anderen Hilfsbedürftigen ihre Dienste anbieten. So gilt gerade: Jung hilft alt und gesund hilft krank. So werden beispielsweise Einkaufsdienste oder Hilfe bei der Kinderbetreuung angeboten.

Videos aus Italien, Spanien oder Wuhan, in denen Menschen gemeinsam von ihren Balkonen oder geöffneten Fenstern musizieren oder sich gegenseitig Mut zurufen, gehen um die Welt und zeigen, wie stark der Zusammenhalt der Menschen ist.

Gleichzeitig gibt es auch viele, die über soziale Netzwerke andere Dienste wie Kinderbetreuung oder Ähnliches anbieten. Der Zusammenhalt und die Hilfsbereitschaft unserer Mitmenschen sind gerade also sehr bewundernswert und zeigen, wozu unsere Gesellschaft imstand ist und dass nicht alle egoistisch sind.

Außerdem nutzen gerade Prominente, die in sozialen Netzwerken eine große Reichweite besitzen, diese, um auch ihren Fans mitzuteilen, dass sie besser zu Hause bleiben und aufpassen sollten. Auch dies ist ein positiver Nebeneffekt der Krise und verdeutlicht, dass die Situation uns alle trifft.

Den Menschen, die in systemrelevanten Berufen arbeiten und oft stark unterbezahlt sind, wird von allen Seiten Dank ausgesprochen. Was sie gerade leisten, erhält viel mehr Wertschätzung und rückt die Relevanz dieser Berufe in den Fokus.

Mehr Sinn für das, was wirklich wichtig ist

Gleichzeitig entschleunigt sich unser Alltag gerade enorm und wir merken, was wirklich wichtig zum Leben ist und worauf wir auch mal verzichten können. So beginnen Menschen, sich neue Hobbys zu suchen, sich weiterzubilden und wieder mehr mit den Menschen zu beschäftigen, mit denen sie zusammenleben. Schließlich muss es keine große Party jedes Wochenende geben, sondern es werden auch mal wieder Brettspiele herausgekramt, die wir mit unseren Mitbewohnern spielen. Auch die Qualität eines guten Buches wird mehr geschätzt.

Auch lernen wir wieder, unsere Freiheit viel stärker wertzuschätzen, die wir absiets der Krise eigentlich haben. Einfach aus dem Haus gehen und machen zu können, worauf man Lust hat, ist doch ein wertvolles Gut. So können wir diese kleinen Dinge, die sonst selbstverständlich waren, wieder viel mehr zu schätzen lernen.

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