Erdbeben-Serie bei Aachen: Schon wieder mehrere Beben

- Quelle: dpa/wetter.com
Auch in Deutschland gibt es Vulkane.
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Bereits zum dritten Mal binnen weniger Wochen hat in der Region rund um Aachen die Erde gebebt. Und es könnte nicht das letzte Mal gewesen sein.

Die "Erdbeben-Serie" im Rheinland geht weiter. Nachdem bereits vor einigen Wochen mehrere kleine Erdbeben in und um die Stadt Aachen gemessen wurden, bebte am Montag (01.02) nun in Eschweiler mehrfach die Erde. Die beiden ersten Erschütterungen ereigneten sich gegen sieben Uhr mit einer Stärke von 0,4 und 1,1, gefolgt von einer weiteren nach zehn Uhr mit einer Stärke von 1,4, wie der Landeserdbebendienst auf seiner Internetseite berichtete. Den Messungen zufolge geschahen sie in einer Tiefe zwischen 5,5 und 8,5 Kilometern.

Erdbeben sind nichts ungewöhnliches

Beben dieser Stärke seien nicht ungewöhnlich, sagte Klaus Lehmann, der Leiter des Landeserdbebendienstes. Es seien keine Nachrichten eingegangen, dass das Beben fühlbar gewesen sei. "Die Aachener Nachrichten" hatten zuvor berichtet. 

Der Grund für die häufigen Beben liegt in der Lage. Die Region rund um Aachen ist Teil der niederrheinischen Bucht, in der es monatlich mehrere kleine Beben gibt, die für uns Menschen jedoch kaum spürbar sind. Die dortige Erdbebengefährdung ist für deutsche Maßstäbe verhältnismäßig hoch.

Im vergangenen Monat veröffentlichte das BBK eine Risikoanalyse, wonach bei einem Erdbeben der Stärke 6,5 westlich von Köln etwa drei Millionen Menschen mehrere Tage ohne Strom wären.

Bereits im Januar mehrere Erdbeben nahe Aachen

Bei zwei gleich starken Beben innerhalb von zwei Wochen im Januar würde er nicht mehr von Nachbeben sprechen, sagte der Leiter des Landeserdbebendienstes, Klaus Lehmann, am Freitag. "Das würde man dann als Erdbeben-Serie bezeichnen." Wie sie sich fortsetze, wisse man nicht. "Es gibt durchaus Beispiele, dass es mit diesen Beben zu Ende ist. Aber es gibt auch Beispiele, wo es sich noch länger hinzieht."

Erdbeben hatte Stärke von 2,7

Das Beben war am Donnerstag (14.01) um 19.06 Uhr registriert worden. Seine Stärke betrug 2,7 - minimal weniger als der Wert vom 2. Januar, als sich in der Region zwischen Aachen und Monschau schon einmal der Untergrund bewegt hatte. Bis zum Freitagmorgen wurden nach Angaben des Geologischen Dienstes Nordrhein-Westfalen auch Nachbeben aufgezeichnet. Das Epizentrum lag - wie schon vor zwei Wochen - in der Nähe der Ortschaft Rott in der Gemeinde Roetgen.

Angefühlt "wie eine leichte Sprengung"

Die Polizei erklärte, dass sich das Erdbeben vom 14.01. "wie eine leichte Sprengung" angefühlt habe. Bisher seien aus der Bevölkerung allerdings keine Schadensfälle gemeldet worden.

Beim Landeserdbebendienst lagen rund 100 Meldungen vor - über klapperndes Geschirr in den Schränken oder auch rumpelnde Türen. "Einige sind auch leicht aufgeschreckt worden", erklärte Lehmann. Oft hätten Bürger zudem von einem Geräusch berichtet, das sie gehört hätten. "Solche Effekte sind durchaus bekannt, dass Erdbeben akustisch wahrgenommen werden", sagte er.

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