Unwetterfront verursacht Schäden in Norddeutschland

- Redaktion
Unwetterfront verursacht Schäden in Norddeutschland
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Unwetter mit Blitzen über dem Deister.

Eine schwere Unwetterfront verursachte am Samstag in Norddeutschland viele Schäden durch Überflutungen, Gewitter und Hagel.

Regenschauer und Sturmböen: Am Samstag ist eine schwere Unwetterfront über Norddeutschland gezogen. Besonders betroffen war das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern.

Zahlreiche Einsätze der Feuerwehr

Eine schwere Unwetterfront hat am Samstag in Mecklenburg-Vorpommern für zahlreiche Einsätze der Feuerwehren gesorgt. Vor allem im Nordwesten des Landkreises Rostock hätten die Rettungskräfte in Folge starker Regenschauer zu zahlreichen Einsätzen ausrücken müssen, teilte der Pressesprecher der Landkreises, Michael Fengler, mit. Die Feuerwehren seien zu rund 50 unwetterbedingten Einsätzen ausgerückt.

So war unter anderem in Neubukow ein Supermarkt vom Regenwasser überschwemmt worden, in Kösterbeck schlug wenig später ein Blitz in ein Gebäude ein. Auch in Kühlungsborn, Nienhagen, Bad Doberan und Elmenhorst waren die Feuerwehren wegen Wasserschäden im Einsatz.

Schlammlawine in Alfeld

Zu schweren Schäden kam es ebenso in Niedersachsen im Landkreis Hildesheim. Die Kleinstadt Alfeld traf eine Schlammlawine. In mehreren Häusern stand dort das Wasser und der Schlamm bis zu 30 Zentimeter hoch. Zudem beschädigten Hagelkörner mit einem Durchmesser von bis zu sechs Zentimetern mehrere Autos und Gebäude.

Am Pfingstmontag hatte es bereits ein schweres Hagelunwetter über München und dem Münchner Umland gegeben. Die Aufnahmen davon siehst Du im Video:

Die Folgen der Unwetter am Pfingstmontag sind schockierend.
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Wer bei Hagelschaden an Auto oder Haus die Kosten übernimmt, erfährst Du in einem unserer Ratgeber-Artikel.

Vollgelaufene Keller und Überflutungen in Lübeck

Stark gefordert war die Feuerwehr in Lübeck. Dort musste sie bis zum Mittag mehr als 80 Mal ausrücken. Es gab zahlreiche Einsätze wegen vollgelaufener Keller und überfluteter Straßenabschnitte.

Auch gab es mehrere Blitzeinschläge, den schwersten im Stadtteil Kücknitz. Dort entzündete ein Blitz einen Dachstuhl. Auf einer Länge von etwa 40 Metern hatte sich das Feuer unter der äußersten Schicht des Daches ausgebreitet. Rund 45 Einsatzkräfte brachten es aber schnell unter Kontrolle.

Überflutet war auch ein Teilabschnitt des für Elektro-Lkw umgebauten E-Highways auf der A1 bei Reinfeld. Hier staute sich so viel schlammiges Wasser, dass die ganze Autobahn kurzfristig in Richtung Süden gesperrt werden musste, wie ein Polizeisprecher berichtete.

DWD hatte gewarnt

Am frühen Samstagmorgen hatte der Deutsche Wetterdienst noch vor extremen Gewittern in weiten Teilen Norddeutschlands gewarnt. In Mecklenburg-Vorpommern sollten sich Anwohner vormittags auf starke Unwetter samt schwerer Gewitter- und Hagelschauer einstellen. Im gesamten Gebiet herrsche eine "Wetterlage mit hohem Unwetterpotenzial", so der DWD in einer Warnung. Zur Mittagszeit galt die amtliche Warnung vor "starkem Gewitter" jedoch vorläufig nur noch für das Gebiet um Rostock.

Unwetter beeinträchtigten am Morgen auch das 25. Stadtfest in Grevesmühlen (Nordwestmecklenburg). Nach Angaben der Organisatoren musste der Umzug absagt werden. Auch ein Feuerwehrwettkampf im benachbarten Upahl wurde aus Sicherheitsgründen abgesagt. Das Open-Air-Konzert "OpenAir2019" in Rostock konnte hingegen wie geplant stattfinden.

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