Abschaffung der Zeitumstellung doch nicht 2019

- Sabrina Fuchs
Abschaffung der Zeitumstellung doch nicht 2019
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Müssen wir 2019 das letzte Mal die Uhren umstellen? Das scheint jetzt sehr wahrscheinlich.

Im Frühjahr 2019 sollten laut einem Vorschlag der Europäischen Kommission das letzte Mal die Uhren umgestellt werden. Doch dazu scheint es nach Informationen der "Berliner Morgenpost" nicht zu kommen.

Erst vor kurzem haben wir alle unsere Uhren auf die Winterzeit umgestellt. Viele rechnen damit, dass das die letzte Zeitumstellung im Herbst war. Doch kommt die Abschaffung wirklich so schnell?

Update (27.11.2018): Zeitumstellung wird 2019 doch nicht abgeschafft

Nach einer aktuellen Meldung der "Berliner Morgenpost" wird die Zeitumstellung wohl doch noch nicht nächstes Jahr abgeschafft. Laut den Informationen der "Berliner Morgenpost"-Redaktion wurde der Vorschlag der EU-Kommission, die Uhren im März 2019 in ganz Europa das letzte Mal umzustellen, abgelehnt. Grund sei die fehlende Unterstützung der EU-Staaten für den Vorschlag, da sie den vorgeschlagenen Zeitplan dem Bericht nach für zu ehrgeizig halten.

Scheinbar stehe nun der 28. März 2021 als Termin für die letzte Umstellung im Raum. Doch sicher ist das alles scheinbar noch nicht.

Die letzte Zeitumstellung 2019?

Die Europäische Kommission hat Konsequenzen aus den Ergebnissen ihrer Abstimmung zur Zeitumstellung für EU-Bürger gezogen. In einer Pressemitteilung schlug sie am 12. September vor, die Zeitumstellung nun endgültig abzuschaffen. 

Wenn es nach dem Vorschlag der Europäischen Kommission ginge, würden die Uhren innerhalb der Europäischen Union am 31. März 2019 das letzte Mal umgestellt werden. 

Jeder Mitgliedsstaat der EU solle bis April 2019 angeben, ob eine dauerhafte Sommerzeit oder Winterzeit eingeführt werden soll. Das heißt, jedes Land der EU soll künftig selbst entscheiden, welche Zeit dort dauerhaft herrscht. Eine Zeitumstellung gäbe es dann nicht mehr.

Damit reagiert die Europäische Kommission auf eine Abstimmung der EU-Bürger, an der 4,6 Millionen Menschen teilnahmen - allein 3 Millionen davon aus Deutschland. Das Ergebnis: 84 Prozent der Teilnehmer wünschen sich eine Abschaffung der Zeitumstellung. Der Großteil möchte, dass eine dauerhafte Sommerzeit eingeführt wird.

EU will sich mehr Zeit lassen

Viele Menschen in Deutschland wünschen sich, dass die Zeitumstellung so schnell wie möglich abgeschafft wird und auch der Vorschlag der Europäischen Kommission entspricht diesem Wunsch. So einfach wird es aber wohl nicht gehen. In anderen EU-Staaten bestehen nämlich noch Zweifel. Außerdem wird von einigen Seiten eine längere Vorbereitungszeit erwartet.

Wie die Tagesschau berichtet, fordert beispielsweise der österreichische Verkehrsminister Norbert Hofer einen Kompromiss, da einige EU-Länder noch Bedenken hätten und in bestimmten Bereichen wie beispielsweise im Luftverkehr technische Vorbereitungen getätigt werden müssten. "Das sagt uns die Airline-Industrie. Die brauchen zumindest 18 Monate zur Vorbereitung", so Hofer zur Tagesschau. 

Andere EU-Länder wünschen sich andererseits noch die Möglichkeit, die Abschaffung der Zeitumstellung zu diskutieren. So befürchtet nach Informationen der Tagesschau der dänische Verkehrsminister Ole Birk Olesen, dass die Menschen die Folgen einer Abschaffung nicht richtig einschätzen können.

Dass die Zeitumstellung bereits 2019 abgeschafft wird, scheint also nicht realistisch zu sein. Laut der Tagesschau wird sie wohl doch erst ab 2020 kommen.

Schon jetzt gibt es innerhalb der EU drei verschiedene Zeitzonen.

Zum einen gibt es die westeuropäische Zeitzone (Irland, Portugal und Großbritannien). Diese Länder sind im Vergleich zu uns eine Stunde zurück.

Außerdem existiert die mitteleuropäische Zeit, die in 17 EU-Mitgliedsstaaten herrscht und die osteuropäische Zeitzone (zum Beispiel in Rumänien, Bulgarien, Estland, Finnland und Griechenland). Diese acht Staaten sind uns eine Stunde voraus.

Zeitzonen-Chaos in der EU?

Der Vorschlag der Europäischen Kommission könnte zu einem großen Chaos innerhalb der EU führen. Immerhin wäre es dann möglich, dass manche Länder dauerhaft die Sommerzeit, andere die Winterzeit einführen. Das könnte bei vielen zu Verwirrung führen.

Die Verkehrsminister aus Luxemburg und Tschechien fordern aus diesem Grund, sich auf eine gemeinsame Zeitzone für die mitteleuropäischen Länder festzulegen. Einige Staaten sind momentan noch unentschlossen, ob sie die dauerhafte Sommer- oder Winterzeit haben wollen. Finnland und Österreich würden gerne in der dauerhaften Sommerzeit leben. Dahingegen tendiert Tschechien zur dauerhaften Standardzeit, also der Winterzeit.

Wenn wir in Deutschland die ewige Winterzeit einführen würden, würde die Sonne Anfang August zwischen 20:00 und 20:30 Uhr untergehen und zwischen 04:30 und 05:00 Uhr bereits aufgehen. 

Umgekehrt würde die Sonne bei ewiger Sommerzeit zu Weihnachten zwischen 16:45 und 17:30 Uhr untergehen und erst zwischen 09:00 und 09:45 Uhr aufgehen. 

Welche Auswirkungen eine ewige Sommerzeit beziehungsweise eine ewige Winterzeit auf unseren Alltag hätte, erfährst Du in folgendem Video:

Sommerzeit bald abgeschafft? Abstimmung der Europäischen Union in der heißen Phase
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