Wetterlexikon

Von A bis Z

Sie benötigen eine kurze Definition oder Beschreibung eines wetterrelevanten Begriffes? Kein Problem mit dem Wetterlexikon von wetter.com. Finden Sie alles von A wie Abendrot bis Z wie Zyklone rund ums Wetter, erstellt von unseren wetter.com Meteorologen.

  • A-Z

    Abendrot

    Das Abendrot (analog: Morgenrot) wird durch ein Überwiegen des Rotanteils im Sonnenlicht hervorgerufen. Je tiefer die Sonne steht, umso länger wird der Weg des Sonnenlichtes durch die Atmosphäre. Dabei wird der kurzwellige (blau, grün) Anteil des Lichtes stärker durch Streuung an Luftmolekülen,...

  • A-Z

    Abfluss

    Abfluss Teilphase des Wasserkreislaufes: Der Teil des gefallenen Niederschlags, der in Bächen und Flüssen auf der Erdoberfläche fließt. Seine Größe wird als Wassermenge pro Zeiteinheit angegeben und aus der Messung von Fließgeschwindigkeiten bzw. Wasserständen in einem definierten Querschnitt ermittelt....

  • A-Z

    Absinken

    Abwärts gerichtete Luftbewegung. Dabei erwärmt sich die Luft und wird trockener, sichtbar z. B. durch blaue Lücken zwischen Wolken.

  • A-Z

    Absolute Feuchte

    Gibt den Gehalt an Wasserdampf pro Kubikmeter Luft an. Steigt ein Luftpaket auf, so dehnt es sich aus und in 1 Kubikmeter Luft ist nun weniger absolute Feuchte als vorher. Daher ist die absolute Feuchte kein konstanter Wert. <164>Relative Feuchte

  • A-Z

    Abwärme

    Abwärme Nebenprodukt technischer Prozesse, das an die Umwelt weitergegeben wird. Sie lässt sich in Fernheizungssystemen oder als Prozesswärme verwenden. Bei Kernkraftwerken, in denen ca. 40% mehr Wärme als in anderen Kraftwerken anfällt, ist eine Nutzung wirtschaftlich interessant. Durch die Wärmeabgabe...

  • A-Z

    Abwind

    Wenn Luft durch Erwärmung von unten aufsteigt muss an anderen Stellen zum Ausgleich Luft wieder absinken. Solche Absinkbewegung findet man meist zwischen Quellwolken, teilweise auch direkt neben Aufwindschläuchen unter Quellwolken. Großräumigerer Abwind ist im Lee von Gebirgen oder anderen...

  • A-Z

    Adiabate

    Siehe unter Trockenadiabate und Feuchtadiabate

  • A-Z

    adiabatisch

    Bezeichnung für Vorgänge in der Atmosphäre, die ohne Wärmeaustausch mit der Umgebung ablaufen.

  • A-Z

    Adria-Tief

    Häufig auftretendes Tiefdruckgebiet über der nördlichen Adria, das auf seiner Ostseite warme und feuchte Luft nach Mitteleuropa führt. Besonders im Frühjahr entstehen beim Aufgleiten auf kalte Polarluft ergiebige Niederschläge.

  • A-Z

    Advektion

    Herantransport von Luftmassen (Warm- oder Kaltluft)

  • A-Z

    Advektionsnebel

    Advektionsnebel entsteht, wenn warme, feuchte Luft über eine kühle Luftschicht oder Oberfläche gleitet. Diese Art des Nebels kann sehr mächtig und von der Sonne tagsüber nicht mehr aufgelöst werden. Advektionsnebel kann zu jeder Tageszeit...

  • A-Z

    Aerologie

    Physik der freien Atmosphäre. Die Aerologie benennt ein Teilgebiet der Meteorologie, die Erforschung der höheren Atmosphäre durch Ballone, Radiosonden und Satelliten.

  • A-Z

    Aeronomie

    Randbereich der Meteorologie an der Grenze zur solar-terrestrischen oder extraterrestrischen Physik, der sich mit den obersten Schichten der Atmosphäre, insbesondere der Ionosphäre beschäftigt.

  • A-Z

    Aerosol

    Kleine, mit dem bloßen Auge nicht sichtbare, in der Luft schwebende feste oder flüssige Teilchen mit einem Durchmesser zwischen 0,01 und 0,0000001 Zentimeter. Die Aerosol-Konzentration beträgt in der Großstadt bis zu 4 Millionen Teilchen pro Kubikzentimeter, in Grönland dagegen zum Teil weniger als...

  • A-Z

    Agrarmeteorologie

    Zweig der angewandten Meteorologie, der Wetter und Klima aus Sicht der Landwirtschaft analysiert. So können Tipps und Hinweise im Hinblick auf Dürre, Frost- und Windschäden gegeben werden. Dies ist besonders für die ertragsoptimierte Standortplanung bei Nutzpflanzen interessant.

  • A-Z

    AIRMET

    Ein AIRMET (AIRman's METeorological Information) ist eine Wetterwarnung, die für die allgemeine Luftfahrt wichtig ist. Gewarnt wird für die Fluginformationsregionen (FIR) im unteren Luftraum. In Deutschland bis FL 100 (FIR München bis FL 150), in Österreich bis FL...

  • A-Z

    Akklimatisation

    Anpassung eines Organismus an Verhältnisse anderer Klimazonen bzw. anderer klimatischer Höhenstufen.

  • A-Z

    Albedo

    Das Verhältnis zwischen reflektierter und einfallender solarer Strahlung. Je höher die Albedo, desto besser ist das Reflektionsvermögen des jeweiligen Mediums. Die Werte natürlicher Oberflächen unterscheiden sich außerordentlich stark (dunkles Gestein 0,05 oder 5 Prozent, frisch gefallener Schnee...

  • A-Z

    Albedometer

    Ein Albedometer wird zur Messung der kurzwelligen Strahlungsbilanz und der Reflexstrahlung des Bodens sowie der Globalstrahlung und der kurzwelligen, vom Boden reflektierten Strahlung benötigt. Das Albedometer mißt Strahlung im Bereich von 0 bis 2,8 µm (1µm=0,000001 m), die langwellige Strahlung...

  • A-Z

    Aleutentief

    Konstantes nordpazifisches Tiefdruckgebiet im Bereich der Aleuten.

  • A-Z

    Allgemeine Zirkulation der Atmosphäre

    Der ständige wiederkehrende Ablauf weltweiter Austauschvorgänge in der Lufthülle der Erde. Dieser mittlere Zirkulationsmechanismus wird durch die erdgeometrisch bedingte, unterschiedliche Zufuhr von Strahlungsenergie in Gang gehalten. Er führt zu einem weltweiten Austausch von Luftmassen und einem...

  • A-Z

    Alpenglühen

    Purpurroter Wiederschein von Schnee- und Kalkgipfeln der Berge. Es entsteht durch das in ca. 25 Kilometer Höhe auftretende Purpurlicht, welches kurz vor Sonnenaufgang am Osthimmel und kurz vor Sonnenuntergang am Westhimmel entsteht.

  • A-Z

    ALPFOR

    Der ALPFOR ist eine graphische Wettervorhersage, die speziell auf die Bedürfnisse der allgemeinen Luftfahrt und des Flugsportes abgestimmt ist. Die Karte wird zweimal am Tag als sogenannte "fixed time prognostic chart" erstellt, in der die zu erwartenden Wetterverhältnisse zu einem bestimmten...

  • A-Z

    Altocumulus

    Kleine Haufenwolken (Schäfchenwolken) in mittleren Atmosphärenschichten von 2000-7000 m. Mischwolke, d. h. aus Wassertropfen und teilweise aus Eiskristallen bestehende Wolkenform. Sie treten meist in Bänken auf und entstehen vor allem bei der Auflösung einer Wolkendecke.

  • A-Z

    Altostratus

    Der Altostratus ist eine Schichtwolke in mittleren Atmosphärenschichten von 2000-7000 m und besteht aus Wassertröpfchen und Eiskristallen. Zudem hat er meist eine große horizontale (mehrere 100 km) und vertikale (mehrere 100 m) Ausdehnung. Oft liegen mehrere Schichten übereinander. Wenn er mächtig...

  • A-Z

    Altweibersommer

    Regelfall der Witterung. Trocken-warme Schönwetterperiode in der zweiten Septemberhälfte. Häufig bleibt zu dieser Zeit eine unterschiedliche breite Hochdruckzone zwischen den Azoren und Sibirien für mehrere Tage ausgeprägt. Tritt dieser atmosphärische Zustand im Oktober auf, spricht man vom...

  • A-Z

    Amboss

    Oberster Teil einer Gewitterwolke (Cumulonimbus) mit dem Aussehen eines Ambosses. Die Ausbreitung der mächtigen Wolke wird durch eine Inversion verursacht, meist durch die Tropopause. Dieser obere Teil besteht ausschließlich aus Eiskristallen. <238>Cumulonimbus <475>Gewitter

  • A-Z

    Anemometer

    Gerät zur Messung von Windgeschwindigkeit und Richtung. Das klassische Windmessgerät ist das Schalenkreuzanemometer mit elektronischer Messwertübertragung. Auf die Achse des windgetriebenen Schalenkreuzes wird ein Dynamo gesetzt. Die durch die Drehung des Schalenkreuzes erzeugte Spannung ist der...

  • A-Z

    Aneroidbarometer

    Gerät zur Messung des Luftdruckes, auch Dosenbarometer genannt. Das Messprinzip beruht auf der elastischen Verformung einer vakuumierten, flachen und dünnwandigen Blechdose. Bei Luftdruckerhöhung wird die Dose gegen ihre Federkraft zusammengedrückt, bei Luftdruckabnahme dehnt sie sich aus. Diese...

  • A-Z

    antizyklonal

    Als antizyklonal bezeichnet man die Krümmung der Isobaren (Lienien gleichen Luftdrucks) als antizyklonal, wenn die konkave Seite der der Isolinie einem Hochdruckgebiet zugewendet ist beziehungsweise ist eine Luftströmung antizyklonal,wenn sie sich auf der Nordhalbkugel im Uhrzeigersinn, auf der...

  • A-Z

    Antizyklone

    Siehe unter Hochdruckgebiet

  • A-Z

    Aphel

    Das Aphel ist der entfernteste Punkt einer elliptischen Umlaufbahn von Planten zur Sonne. Am 3. Juli jeden Jahres ist die Erde mit 152,1 Millionen Kilometern am weitesten von der Sonne entfernt.

  • A-Z

    Apogäum

    Das Apogäum ist der erdfernste Punkt in der Bahn eines Satelliten.

  • A-Z

    Aprilwetter

    "Aprilwetter und Kartenglück wechseln jeden Augenblick." - Das behauptet schon der Volksmund. Aprilwetter ist, unabhängig vom Kalendermonat, durch schnell wechselnde Wettererscheinungen charakterisiert. Schuld daran sind ein durchgezogenes Tiefdruckgebiet oder eine Kaltfront, auf deren Rückseite...

  • A-Z

    Äquinoktien

    Tag- und Nachtgleiche. Die Äquinoktien sind diejenigen Zeitpunkte, an denen die Sonne direkt am Äquator im lokalen Zenit steht. Das Frühlingsäquinoktium ist am 21. März, das Herbstäquinoktium am 23. September eines Jahres. An diesen Tagen sind Tag und Nacht an allen Orten auf der Erde genau gleich...

  • A-Z

    Aridität

    Von arid (trocken) abgeleitetes Maß der Trockenheit eines Gebietes, in denen die Verdunstung größer ist als die Menge des gefallenen Niederschlags. Bei Vollaridität liegen dauernd trockene Klimabedingungen mit weniger als 100 mm Jahresniederschlag vor. Semiarid sind Gebiete, in denen die...

  • A-Z

    Arktikfront

    Winterliche Luftmassengrenze im Raum des Nordmeers. Sie entsteht durch Rücktransport von Polarluft, die über den mittleren Breiten zu gemäßigter Kaltluft erwärmt wurde.

  • A-Z

    Arktisches Klima

    Das Klima der Polargebiete, welche auf der Nordhalbkugel ihre Grenze bei etwa 60° (Labrador) und 72° N (Nordskandinavien) haben. Dies entspricht der Grenze des geschlossenen Waldes. Innerhalb des arktischen Klimas liegen subarktische und hocharktische Klimabereiche. Im subarktischen Klima der...

  • A-Z

    ATIS

    Automatic Terminal Information Service: Ein automatischer Flughafeninformationsdienst. ATIS-Meldungen werden über UKW-Drehfunkfeuer verbreitet und werden automatisch von 5.00 bis 24.00 Uhr UTC ausgestrahlt. Inhaltlich sind sie, wie VOLMETs englische Klartexte der...

  • A-Z

    Atmosphäre

    Die Atmosphäre ist die Lufthülle der Erde. Ihre wichtigsten Bestandteile sind Stickstoff, Sauerstoff und Wasserdampf. In den untersten Schichten der Atmosphäre können noch große Mengen an festen Schwebeteilchen, so genannten Aerosolen dazukommen. Der Wasserdampfgehalt der Atmosphäre liegt zwischen...

  • A-Z

    Aufgleitfläche

    Die beim Aufgleiten warmer Luftmassen über Kaltluft entstehende, schräg nach oben verlaufende Luftmassentrennfläche. Sie erreicht Ausdehnungen bis 1000 km und Höhen bis 10000 m.

  • A-Z

    Aufwind

    Aufsteigende Luftströmung, die durch unterschiedliche Erwärmung des Erdbodens entsteht (besonders an besonnten Hängen oder in Hitzeglocken über Städten). <283>Blauthermik <196>Thermik

  • A-Z

    Außertropische Westwindzone

    Der Bereich der globalen Westwinddrift im Luftdruckgefälle zwischen den subtropisch- randtropischen Hochdruckgebieten und den subpolaren Tiefdruckrinnen. Das Energiegefälle zwischen niederen und hohen Breiten verdichtet sich zum größten Luftdruckgradienten in der hohen Troposphäre der...

  • A-Z

    Auslösetemperatur

    Temperatur, die ein Luftpaket in Erdbodennähe erreichen muss, um bis zum Kondensationsniveau (trockenadiabatisch) aufsteigen zu können.

  • A-Z

    Ausstrahlung

    Abgabe von Wärme durch die Erdoberfläche im infraroten Bereich.

  • A-Z

    Azorenhoch

    Hochdruckgebiet im Bereich der Azoren, das sich bis nach Mitteleuropa ausdehnen kann.

  • A-Z

    Barisches Windgesetz

    Regel für den Zusammenhang der Luftdruckverteilung und daraus resultierendem Wind: Grundsätzlich entsteht Luftbewegung als Augleichbewegung zwischen hohem und tiefem Druck in Richtung des tiefen Drucks. Durch die Corioliskraft wird die vom Hochdruckbereich zum Tiefdruckbereich strömende Luft in...

  • A-Z

    Baroklin

    Schichtung der Atmosphäre, bei der die Flächen gleichen Drucks die Flächen gleicher Temperatur schneiden. Barokline Schichtung entsteht im Grenzbereich warmer und kalter Luftmassen. Die Baroklinität ist der Normalzustand der realen Atmosphäre.

  • A-Z

    Barometer

    Messgerät zur Bestimmung des Luftdrucks.

  • A-Z

    Barometrische Höhenstufe

    Siehe unter Höhenstufe

  • A-Z

    barotrop

    Schichtung der Atmosphäre, bei der die Flächen gleicher Temperatur und gleichen Drucks parallel zueinander verlaufen.

  • A-Z

    Bart

    In Fliegerkreisen Ausdruck für eine aufsteigende Thermikblase (Thermikschlauch). Kreist ein Segelflugzeug in dieser Thermik, kann es an Höhe gewinnen, wenn die Vertikalgeschwindigkeit der Luft größer ist als die Sinkgeschwindigkeit des Flugzeuges. Die Steigwerte in einem solchen Bart liegen...

  • A-Z

    Bauernregeln

    Unter einer Bauernregel versteht man eine volkstümliche Formulierung der Kalenderabhängigkeit regelmäßig wiederkehrender Witterungserscheinungen und -abläufe. Manche Bauernregeln können durch Klimaverschiebungen überholt sein, viele enthalten aber einen wahren Kern und können mit wissenschaftlichen...

  • A-Z

    Baumgrenze

    Grenzsaum, innerhalb dessen selbst einzelne Bäume aufgrund extremer Ökosystembedingungen längerfristig nicht mehr wachsen können. Es gibt eine montane, polare und kontinentale Baumgrenze. Die montane Baumgrenze wird in erster Linie von der Wärmeabnahme mit der Höhe und von zunehmenden Windwirkungen...

  • A-Z

    Beaufort-Skala

    Die Beaufort-Skala wurde 1806 von dem englischen Admiral Sir Francis Beaufort (1774 – 1857) erarbeitet. Mit ihrer Hilfe kann anhand der Auswirkungen des Windes die Windstärke geschätzt werden. Sie reicht von Stärke 0 (Windstille) bis Stärke 12 (Orkan)....

  • A-Z

    Behaglichkeitstemperatur

    Subjektive Temperaturangabe, die die gemessene Temperatur mit der Luftfeuchtigkeit verrechnet. Dadurch kann das menschliche Wärmeempfinden besser eingeordnet werden: bei sehr trockener Luft kann Schweiß schneller verdunsten, die Temperatur wird subjektiv als niedriger empfunden.

  • A-Z

    Bergnebel

    Der Bergnebel ist im eigentlichen Sinn kein Nebel, sondern eine Wolke. Sie bildet sich im Luv eines Gebirges, wenn die Luft dort zum Aufsteigen gezwungen...

  • A-Z

    Bergwind

    Bergwind bezeichnet die durch nächtliche Abkühlung an höher gelegenen Berghängen entstehende hang- und talwärts gerichtete Luftströmung. Es könnten so lokal ausgeprägte, regelmäßig auftretende Windsysteme entstehen.

  • A-Z

    Bermudahoch

    Das Bermudahoch ist ein Hochdruckgebiet, welches man häufig über dem Nordatlantik im Gebiet der Bermudainseln antrifft. Es gehört zu den beständigen Hochdruckzellen des subtropischen Hochdrückgürtels, ähnlich wie das Azorenhoch. Das Bermudahoch beeinflußt maßgeblich das Wetter im Südosten der USA...

  • A-Z

    Bewölkung

    Klimaelement, das die Bedeckung der Himmelsfläche mit Wolken bezeichnet. Als meteorologische Größe wird sie von einem Beobachter in Achtel geschätzt.

  • A-Z

    Bioklimatologie

    Wissenschaft vom Einfluss des Klimas auf Lebewesen, vor allem auf den Menschen. Die wichtigsten klimatischen Einflussfaktoren sind Luftzusammensetzung, Strahlung, Wärme und bestimmte atmosphärische Ereignisse. Diese werden zum Teil in Bezug auf die besonderen Bedingungen des Organismus mit seiner...

  • A-Z

    Bise

    Bise ist ein kalter und trockener Wind aus Nord bis Nordost im Schweizer Mittelland. Sie tritt bei Hochdruckwetterlagen auf und überströmt im Gegensatz zum Föhn kein Gebirge. Die Bise führt kühle Luft zu den Alpen, die sich dort staut und einen Kaltluftsee im Mittelland bilden kann. Im Sommer ist...

  • A-Z

    Blauthermik

    Thermik ohne Wolkenbildung. Die aufsteigende Luft erreicht das Kondensationsniveau nicht, daher werden die Aufwindschläuche nicht durch Wolken markiert. <20>Aufwind <196>Thermik

  • A-Z

    Blitz

    Die Teilchen in einer Gewitterwolke werden durch starke Auf- und Abwinde durch die Wolke gewirbelt, wodurch sie sich elektrisch aufladen. Aufgrund ihrer unterschiedlichen Masse sammeln sich die positiv geladenen Teilchen im oberen Teil der Wolke, die schweren negativ geladenen Teilchen im unteren...

  • A-Z

    Blitzableiter

    Schutzanlage an Gebäuden zur Sicherung vor Blitzschäden. Der Blitzableiter ist eine Zusammenfassung und Erdung aller größeren Metallmassen in und am Gebäude durch Stahl- oder Kupferbänder. Erfunden wurde der Blitzableiter 1752 von Benjamin Franklin, einem amerikanischen Politiker,...

  • A-Z

    Blizzard

    In Nordamerika ist ein Blizzard ein Eis- und Schneesturm, der als Folge plötzlicher Kaltlufteinbrüche entsteht.

  • A-Z

    Blocking-Action

    Blockierung der planetarischen Weswindströmung durch relativ stationäre Hoch- und Tiefdruckzellen, deren Zirkulation sich bis in die obere Troposphäre durchgesetzt hat.

  • A-Z

    Blutregen

    Mit gelblichem, bräunlichem oder rötlichem Staub angereicherter Niederschlag, der durch weiträumigen Staubtransport mit Luftmassen kontinentalen Ursprungs entstehen kann (z.B. Saharastaub in Mitteleuropa).

  • A-Z

    Bodenfrost

    Der Bodenfrost bezeichnet den Wetterzustand an dem die Temperatur in 5 Zentimeter über dem Erdboden unter 0°C absinkt. Besonders für Autofahrer kann der Bodenfrost gefährlich werden, da er bereits zur Vereisung der Straße führen kann obwohl es in 2 Meter Höhe (hier wird die Lufttemperatur gemessen)...

  • A-Z

    Bodenfrosttage

    Meteorologische Bezeichnung für einen Tag, an dem das Erdbodenminimum, d. h. die 5 cm über dem Boden gemessene Temperatur unter 0°C liegt.

  • A-Z

    Bodennahe Luftschicht

    Die unmittelbar über der Erdoberfläche liegende Luftschicht von 0-2 m Höhe. Sie ist der von der Erdoberfläche stark beeinflusste Klimabereich mit großen Temperatur- und Windgradienten.

  • A-Z

    Bodennebel

    Nebel, der auf dem Erdboden aufliegt und nicht dicker als 1 Meter ist. Er entsteht vor allem in Niederungen bei ruhigem Wetter und klarem Himmel. Dann kann die unterste Luftschicht infolge der ungehinderten Ausstrahlung rasch bis zum Taupunkt...

  • A-Z

    Bodenwind

    Nach internationaler Übereinkunft wird der Wind in 6 m Höhe gemessen. Seine Richtung und Stärke ist wichtig für die Start- und Landerichtung von Flugzeugen, da diese gegen den Wind erfolgen sollten.

  • A-Z

    Böe

    Einen kurzen Windstoß bezeichnet man in der Meteorologie als Böe. Er kann bezogen auf die Beaufort-Skala einige Grade über den Windgeschwindigkeiten der Umgebung liegen.

  • A-Z

    Bora

    Wind, der die Alpen östlich umströmt und anschließend über das Dalmatinische Küstengebirge als kalter Nordwind auf die Adria herunterstürzt.

  • A-Z

    Boreales Klima

    Kaltgemäßigtes bis kaltes, eher niederschlagarmes Klima mit großen Jahreszeitenunterschieden. Die Winter sind extrem kalt (bis -40°C im Januarmittel), die Sommer dagegen ausgesprochen warm und mit ihren Temperaturmitteln den Verhältnissen in Mitteleuropa vergleichbar. Daraus entstehen...

  • A-Z

    Brockengespenst

    Als Brockengespenst bezeichnet man die übergroße Projizierung des Beobachterschattens auf eine dichte Nebel- oder Wolkenwand. Der Schatten kann sich durch Wallung des Nebels gespenstisch verändern und vergrößern, ohne dass der Beobachter sich bewegt. Dieser Spuk wurde erstmals auf dem Brocken...

  • A-Z

    Brontologie

    Lehre von den Gewittern

  • A-Z

    Buys-Ballot-Windgesetz

    siehe unter Barisches Windgesetz

  • A-Z

    Castellanus

    Altocumulus castellanus sind türmchenartige Aufquellungen. Sie entstehen durch Labilität in höheren Schichten der Atmosphäre und künden Schauer oder Gewitter an.

  • A-Z

    Ceilometer

    Wolkenhöhenmesser, Gerät zur Bestimmung der Wolkenuntergrenze. Dabei wird aus einem Scheinwerfer mit einem stark gebündeltem Lichtstrahl senkrecht nach oben ein Lichtfleck an der Wolkenuntergrenze erzeugt. Aus etwa 250 Meter Entfernung wird der Höhenwinkel des Lichtflecks über dem Horizont...

  • A-Z

    Celsius-Skala

    Die in Mitteleuropa am häufigsten verwendete Temperaturskala wurde vom schwedischen Astronom Anders Celsius (1701-1744) eingeführt. Sie teilt die Temperaturdifferenz zischen den Fixpunkten "Temperatur des siedenden Wassers" und "Temperatur des frierenden Wassers" in 100 gleiche Abschnitte ein (bei...

  • A-Z

    Chamsin

    Trockenheißer, aus Süden oder Südosten wehender Wüstenwind in Ägypten, der meist reichlich mit Wüstenstaub vermischt ist. Er tritt wie der Gibli vorzugsweise im Frühjahr oder Herbst auf. Seine Bezeichnung hat er aus dem Arabischen "fünfzig", da er meist in den 50 Tagen nach der...

  • A-Z

    Chaos-Theorie

    Die Chaostheorie beschäftigt sich mit dem Verhalten von hochgradig komplexen, nichtlinearen Systemen. In der Wettertheorie ist es gerade die Chaostheorie, die eine prinzipielle Grenze der Vorhersagbarkeit des Wetters auf allen Skalen aufzeigt. Einer der Begründer dieser Theorie war der...

  • A-Z

    Chinook

    Lokaler Name für Föhn-Wind am Rand der Rocky Mountains (USA). Innerhalb von Minuten lässt er die Lufttemperatur rapide ansteigen. Z. B. erwärmte der Chinook in Spearfish, South Dakota die Luft einmal um rund 30° C - innerhalb von zwei Minuten. Der Name geht zurück auf den Namen eines Volksstammes,...

  • A-Z

    Cirrocumulus

    Der Cirrocumulus wird auch kleine Schäfchenwolke genannt und gehört zu den Wolken des oberen Stockwerkes zwischen 5 und 15 km Höhe. Er besteht fast ausschließlich aus Eiskristallen. Ihr Aussehen setzt sich aus kleinen weißen Flecken oder Bällchen zusammen, die gerippt oder gekörnt mehr oder weniger...

  • A-Z

    Cirrostratus

    Der Cirrostratus besteht hauptsächlich aus Eiskristallen. Er ist ein milchig weißer, an den Rändern faseriger Wolkenschleier. Er bedeckt entweder den ganzen Himmel oder grenzt sich vom sonst wolkenlosen Himmel glatt ab. Dabei ist er so dünn, dass die Sonne praktisch ungehindert durchscheinen kann....

  • A-Z

    Cirrus

    Eiswolken von feinfaseriger Struktur in der hohen Troposphäre. Die Cirrus-Wolken sind häufig streifenförmig angeordnet und können in einer festen Wolkenabfolge Vorboten einer Warmfront sein und auf eine bald eintreffende Wetteränderung hinweisen.

  • A-Z

    Clear Air Turbulence (CAT)

    Turbulenz tritt in freier Atmosphäre ohne sichtbare Anzeichen konvektiver Aktivität auf, meist oberhalb 5000 bis 6000 Meter. Daher auch die Bezeichnung Clear Air Turbulence (CAT). Diese Turbulenz wird ausgelöst von starken Windscherungen, d.h. zwei benachbarte Luftmassen haben unterschiedliche...

  • A-Z

    Cloud cluster

    Eigentlich ist ein Cluster ein Zusammenschluss kleinerer Einheiten zu einer größeren. Cloud cluster (dt. Wolken-Anhäufung) entstehen, wenn z. B. in den feuchten inneren Tropen aus mehreren einzelnen Gewitterzellen ein großer kompakter Wolkenverbund entsteht, der eine Größe von unter 100 km²...

  • A-Z

    CO Grenzwerte

    Seit 1.1.2005 darf der höchste 8-Stunden-Mittelwert eines Tages 10 mg/m3 nicht überschreiten.

  • A-Z

    Corioliskraft

    Die Corioliskraft ist die ablenkende Kraft der Erdrotation. Sie ist eine Beschleunigung, die bei Bewegungen auf rotierenden Körpern auftritt und gehört, da sie eine vorhandene Bewegung von Massen (von der Erde) voraussetzt, zu den Scheinkräften. Auf der Nordhalbkugel erfahren Luftmassenbewegungen...

  • A-Z

    Cumulonimbus

    Er ist eine massige sehr hohe Quellwolke, die im Laufe ihrer Entwicklung alle Wolkenstockwerke durchstößt und die anfangs vorhandenen rundlichen Quellungen entwickeln sich vor allem im oberen Bereich in eine faserige streifige Masse, die wie ein Amboß aussieht. Ein Cumulonimbus (Schauer-,...

  • A-Z

    Cumulus

    Cumuluswolken sind einzelne, voneinander isolierte, dichte und scharf abgegrenzte konvektive Wolken. Oben zeichnen sie sich durch Quellungen in Form von Hügeln und Kuppen aus. Ihre Untergrenzen verlaufen dagegen fast horizontal. Cumuli sind in der Regel reine Wasserwolken, nur in den Teilen der...

  • A-Z

    Cumuluskondensationsniveau

    Ab dieser Höhe beginnen bei ausreichender Labilität und Feuchte durch Aufwinde Cumuluswolken zu entstehen. Erwärmte Luft steigt auf und kühlt sich dabei ab. Das Cumuluskondensationsnievau ist die Höhe, in der die aufsteigende Luft Sättigung erreicht, der vorhandene Wasserdampf beginnt zu...

  • A-Z

    Cut-off-Effekt

    Die Unterbrechung der troposphärischen Westwinddrift durch mächtige zyklonale Kaltluftwirbel und Warmluftinseln, die aus großräumigen Vorstößen tropischer bzw. polarer Luftmassen abgetrennt werden. Dieser Unterbrechungseffekt führt zu einer vorübergehenden Windruhe in der unteren Troposphäre. Dabei...

  • A-Z

    Dämmerung

    Die Dämmerung ist der Zeitraum zwischen dem hellen Tag und der vollständigen nächtlichen Dunkelheit. Sie ist eine Erscheinung diffuser Lichtstreuung in verschiedenen Schichten der Atmosphäre. Dadurch wird indirektes Licht der sich wenig unter dem Horizont befindlichen Sonne auf die Erdoberfläche...

  • A-Z

    Dämmerungscirren

    Während der Dämmerung oder kurz nach Sonnenuntergang kann man noch bei restlichem Sonnenschein Dämmerungscirren als Mittelstufe zwischen Cirren und leuchtenden Nachtwolken beobachten. Sie treten in Höhe der unteren Stratosphäre auf und bestehen aus kleinsten Staubteilchen vulkanischen Ursprungs....

  • A-Z

    Dampfdruck

    Partialdruck des Wasserdampfes in feuchter Luft

  • A-Z

    Dauerfrostboden

    Dauerfrostboden findet mal vor allem in Polargebieten. Er ist eine typische Erscheinung für die baumlosen Ebenen Sibiriens. Das Porenwasser im Boden ist dauerhaft gefroren und kann bis in eine Tiefe von 300 Metern reichen. Lediglich im Sommer taut der Boden einige Meter an der Oberfläche auf.

  • A-Z

    Depression

    Andere Bezeichnung für Tiefdruckgebiet oder Tief.

  • A-Z

    Desertifikation

    Desertifikation ist ein Begriff, der vor allem in der Klimakunde oft gebraucht wird. Darunter ist die Ausweitung oder die Entstehung wüstenähnlicher Bedingungen zu verstehen.

  • A-Z

    Diabasie

    Diabatische Prozesse in der Atmosphäre sind alle die Prozesse, bei denen einem Luftpaket von außen Wärme zugeführt oder entzogen wird. Zum Beispiel kann sich ein Luftpaket durch Strahlungseinflüsse oder durch einen Wärmeübertrag vom Erdboden her diabatisch erwärmen. Im Gegensatz zu den diabatischen...

  • A-Z

    diabatisch

    Jeder Prozess, der einem Luftpaket Wärme zuführt oder entzieht, ist ein diabatischer Prozess.

  • A-Z

    Diamantschnee

    Bei sehr strenger Kälte und Windstille kann der in der Luft befindliche Wasserdampf spontan zu Eis gefrieren, also resublimieren. Diese feinen Eisnädelchen fallen dann bei klarem Himmel zu Boden. Diese Art von Schnee ist sehr selten und tritt hauptsächlich in arktischen Gebieten auf.

  • A-Z

    Die Auswirkungen von Ozon

    Ozon in Bodennähe ist bereits in geringen Konzentrationen schädlich für Mensch und Tier, da es sehr reaktionsfreudig ist und die Schleimhäute angreift. Eine erhöhte Ozonkonzentration kann zur Beeinträchtigung der Lungenfunktion und zu entzündlichen Reaktionen des Lungengewebes führen. Auch die...

  • A-Z

    Divergenz

    Das Auseinanderströmen von Luftmassen. Bei Divergenz in der unteren Troposphäre herrscht Absinken der Luft und Konvergenz in der oberen Troposphäre (Hochdruckwetter). Bei Divergenz in der oberen Troposphäre herrscht Aufsteigen der Luft und Konvergenz in der unteren Troposphäre (Tiefdruckwetter)....

  • A-Z

    Doldrums

    Auch Windstillengürtel bezeichnet. Diese ändern ihre Lage und folgen mit ein- bis zweimonatiger Verspätung der Sonne. Sie pendeln etwa um 5 Grad nördlich und südlich um ihre mittlere Lage.

  • A-Z

    Donner

    Donner ist das mit dem Blitz zusammenhängende, rollende bis krachende Geräusch. Die Erhitzung treibt die Luft in der Blitzbahn explosionsartig auseinander und schafft ein Teilvakuum, das schlagartig wieder gefüllt wird. Teilt man die Zeit, die nach der Wahrnehmung des Blitzes bis zum hörbaren...

  • A-Z

    Downburst

    Heftiger Fallwind unter einer Gewitterwolke. Kalte dichte Luft stürzt regelrecht zu Boden und bildet dort einen Wirbelring, an dem die Luft vom Boden weg wieder aufwärts aufrollt.

  • A-Z

    Drift

    Oberflächliche Meeresströmung, die durch den Wind hervorgerufen wird. Die Richtungsangabe der Drift richtet sich anders als beim Wind nach der Richtung, wohin die Strömung geht.

  • A-Z

    Dropsonde

    Eine Dropsonde (auf deutsch: Abwurfsonde) ist eine Sendeeinheit mit mehreren Messfühlern, die an einem kleinen Fallschirm meist von Flugzeugen abgeworfen wird. Sie sondiert dabei die wichtigsten Zustandsgrößen der Atmosphäre von oben nach unten und funkt die Ergebnisse zu einer Empfangsstation....

  • A-Z

    Druckfläche

    In der Meteorologie übliche Topographie: es werden die Flächen gleichen Luftdrucks, z. B. die 500 hPa-Fläche angegeben. Die Druckfläche hat eine unregelmäßig durch Wölbungen und Mulden gegliederte Gestalt, weil in Gebieten auf- bzw. absteigender Luftbewegungen die einzelnen Luftdruckschichten...

  • A-Z

    Druckgebilde

    Die aus der atmosphärischen Druckverteilung erkennbaren, zusammenhängenden Luftmassenräume mit deutlich hohem oder tiefem Luftdruck.

  • A-Z

    Dunst

    Dunst ist die Trübung der Atmosphäre durch Wasserdampf und feinste Feststoffe. Dunst bildet sich insbesondere bei windruhigen Inversionswetterlagen mit gestörtem oder unterbrochenem vertikalen Luftaustausch und bei starker sommerlicher Erhitzung mit intensiver Verdunstung.

  • A-Z

    Easterly Waves

    Bei den Easterly Waves handelt es sich um Wellenstörungen, die vom afrikanischen Kontinent Richtung Atlantik wandern. Easterly Waves sind verbunden mit vermehrter, hochreichender Konvektion, welche sich in Form tropischer Cloud Cluster eindrucksvoll in Satellitenbildern bemerkbar macht. Unter...

  • A-Z

    Eichenklima

    Das Eichenklima ist auf der Nordhalbkugel sehr verbreitet. Das es ist ein feuchtwinterkaltes Klima, das durch starke Gegensätze der Jahreszeiten charakterisiert ist. Die mittlere Temperatur des wärmsten Monats liegt zwischen 18 und 21 Grad, die des kältesten Monats zwischen minus 4 und minus 20...

  • A-Z

    Einstrahlung

    Gesamtstrahlung, die eine Atmosphärenschicht oder die Erdoberfläche erreicht. Sie wird teilweise absorbiert und teilweise reflektiert. Der absorbierte Anteil ist der Energiegewinn durch Strahlung.

  • A-Z

    Eis

    Wasser, das zu Eiskristallen erstarrt ist und sich in festem Aggregatzustand befindet. Der Gefrierpunkt des Wassers liegt bei Normaldruck bei 0°C. In der Atmosphäre kommt Eis als Eiswolken, Schnee, Hagel und abgelagert als Raureif, auf dem Land als Firn und Gletscher sowie in den Polarregionen als...

  • A-Z

    Eisglätte

    Entsteht, wenn eine nasse Oberfläche starker Abkühlung ausgesetzt ist und das Wasser gefriert.

  • A-Z

    Eisheilige

    Regelfall der Witterung. Bezeichnung für bestimmte Tage im Mai, an denen Kälteeinbrüche z. B. bei Jungpflanzen für Frostschäden sorgen können. Die Eisheiligen fallen regional unterschiedlich aus: in Norddeutschland sind es die Tage der Heiligen Mamertus, Pankratius, Servatius, vom 11.-13. Mai. In...

  • A-Z

    Eisregen

    Kalter winterlicher Regen, der auf der unterkühlten Erdoberfläche und an Bäumen, Masten, Drähten usw. sofort gefriert. Der dadurch entstehende, schwere Eisbehang kann zu erheblichen Bruchschäden führen. Die auf Straßen vorhandenen Eisschichten können zu gefährlichen Verkehrssituationen führen....

  • A-Z

    Eisstau

    Eisstau ist die Ansammlung von Eisschollen, die durch Strömung im Fluss geschieht. Dabei verkanten sich die Schollen derart, dass kein Weiterfließen des Wassers möglich ist. So kommt es im Hinterland zu Hochwasser, während an die Eisstaustelle immer mehr Eisschollen getrieben werden.

  • A-Z

    Eistag

    Meteorologische Bezeichnung für einen Tag, an dem das Tagesmaximum unter 0°C liegt.

  • A-Z

    Eiswolken

    Wolken, die ausschließlich aus Eispartikeln bestehen. Die Wolken des hohen Stockwerkes (7 bis 13 km Höhe) sind durchweg Eiswolken.

  • A-Z

    El Nino

    In jedem Jahr erwärmt sich zur Weihnachtszeit ("El Nino" = Kind, Christkind) das Wasser vor der südamerikanischen Westküste, es wird weniger nährstoffreich und dadurch wird die Fischfangsaison beendet. Etwa alle 3-5 Jahre fällt diese Erwärmung ungewöhnlich stark aus. Normalerweise weht vor der...

  • A-Z

    Elfen

    Bei den Elfen (engl.: elves) handelt es sich um Blitzentladungen, die die Gase in der Ionosphäre erleuchten. Sie treten über großen Gewitterwolken als rötlicher Ring in etwa 90 Kilometern Höhe auf und werden vermutlich durch Wolkenblitze induziert.

  • A-Z

    Elmsfeuer

    Flackernde Lichter, die scheinbar aus dem Nichts an Mastspitzen von Schiffen, an Türmen, auf Bäumen oder sogar an den eigenen Händen oder Fingern aufleuchten. Physikalisch gesehen ist das Elmsfeuer eine Art kontinuierlicher schwacher Blitz. Während oder kurz vor einem Gewitter ist die Luft stark...

  • A-Z

    Ensemble

    Eine leichte Änderung der Ausgangsdaten für ein Wettermodell kann zu einer völligen Veränderung der Prognose führen. Daher werden neben dem so genannten Hauptlauf, bei dem die Rechner mit den tatsächlich gemessenen Werten gefüttert werden, weitere Läufe durchgeführt, bei denen mit leicht...

  • A-Z

    Erdrotation

    Erdrotation ist die innerhalb von 24 Stunden von West nach Ost verlaufende Umdrehung der Erde um ihre eigene, aus der senkrechten geneigte Achse. Diese Drehung unterliegt bestimmten Schwankungen in ihrer Geschwindigkeit. Diese Schwankungen entstehen durch Ebbe und Flut, Verlagerungen im Erdinnern...

  • A-Z

    Etesien

    Vom Griechischen „etos“ (jährlich). Trockene nördliche Winde, die regelmäßig von April bis Oktober in der Ägäis und dem östlichen Mittelmeer auftreten. Sie erreichen durchschnittlich Windstärken von 5 bis 7 auf dem offenen Meer und werden von Seglern gelegentlich unterschätzt. Der Wind bringt gute...

  • A-Z

    Eulerwind

    Der Eulerwind ist eine Luftströmung, die ohne Beteiligung der Corioliskraft, Zentrifugalkraft oder Reibungskraft nur Aufgrund von Druckunterschieden stattfindet. Der Euler-Wind kommt insbesondere in Gebieten um den Äquator (wegen der fehlenden Corioliskraft) und bei lokalen Druckunterschieden vor.

  • A-Z

    Eustatische Meeresspiegelschwankungen

    Schwankungen des Meeresspiegels aufgrund von klimabedingten wasserhaushaltlichen Veränderungen. Während der Eiszeiten wurden riesige Wassermengen im Festlandeis gebunden, was ein Absinken des Meeresspiegels bis 130 m bewirkte. Der Wechsel von Eis- und Warmzeiten in der jüngsten Erdgeschichte hatte...

  • A-Z

    Evaporation

    Mit dem Begriff der Evaporation bezeichnet man die Verdunstung über einer reinen Wasserfläche oder über einer vegetationsfreien Erdoberfläche. Die Verdunstung, die in Zusammenhang mit Vegetation oder auch mit der Fauna stehen, bezeichnet man als Transpiration. Die gesamte Verdunstung setzt sich...

  • A-Z

    Exosphäre

    Die Exosphäre ist die oberste (äußere) Schicht der Erdatmosphäre ab etwa 600 bis 1000 Kilometern Höhe. Die Exosphäre bildet den Übergangsbereich zum Weltall. Hier sind nur noch einzelne Luftteilchen vorhanden, da die Diffusion in den Weltraum der Bindung an die Erde durch die Schwerkraft überwiegt....

  • A-Z

    Fahrenheit

    Hauptsächlich in den USA und Großbritannien verwendete Temperatureinheit. Sie wurde 1714 von dem Danziger Physiker und Instrumentenbauer Daniel Gabriel Fahrenheit eingeführt. Dabei teilt man die Differenz zwischen Gefrier- und Siedepunkt des Wassers in 180 Grade, die menschliche Körperwärme wird...

  • A-Z

    Fallgeschwindigkeit

    Nach unten gerichtete Geschwindigkeit von Niederschlags- oder Wolkenteilchen. Hängt von der Größe und Beschaffenheit ab. Sie liegt z.B. für Nieselregen und Schneegriesel bei 0,25 m/s bis hin zu 10 m/s bei großen Hagelkörnern.

  • A-Z

    Fallstreifen

    Auch Virga genannt. Aus den Wolken fällt gegen den Hintergrund sichtbar Niederschlag aus, der aber den Erdboden nicht erreicht, wenn es unter den Wolken sehr trocken ist.

  • A-Z

    Fallwind

    Von einem Gebirgsmassiv herabwehender Wind, der sich beim Absteigen adiabatisch erwärmt und dabei wegen der sinkenden relativen Luftfeuchtigkeit meist sehr trocken wird. Aus den meisten Fallwinden entstehen klimatisch bedeutende Föhnwinde. Kalte Fallwinde stellen im Prinzip Fallwinde dar, die nur...

  • A-Z

    Fata Morgana

    Optische Täuschung. Luftspiegelung von Bäumen, Häusern, Seen in der Wüste infolge der Überhitzung der Luft in Bodennähe. Besonders häufig über Wüsten und Meeren zu beobachten.

  • A-Z

    FCKW

    Fluor-Chlor-Kohlen-Wasserstoff. Künstlich hergestellte Gase oder Flüssigkeiten. FCKW können über Jahrzehnte in der Atmosphäre bleiben, bevor sie abgebaut werden. Sie sind eine Quelle für Chlorradikale, die mit Ozon reagieren und wesentlich zum Abbau der Ozonschicht beitragen.

  • A-Z

    Feinstaub Grenzwerte

    Seit dem 01.01.2005 gilt für Feinstaub Grenzwerte die im Jahr 1999 verabschiedete EU-Richtlinie: Der Grenzwert liegt bei 50 µg/m³ (Mikrogramm pro Kubikmeter Luft), dieser darf an maximal 35 Tagen im Jahr überschritten werden.

  • A-Z

    Fernerkundung

    Methoden der Fernerkundung liefern einen Teil der Grundlagendaten für die Wettervorhersage (z. B. Satellitenbilder, Radarbilder). Dabei erfassen Geräte nicht direkt "am Ort", sondern entfernt (engl.: remote).

  • A-Z

    Feuchtadiabate

    Typischer vertikaler Temperaturgradient innerhalb von Wolken und auch unterhalb bei Niederschlag. Die feuchtadiabatische Temperaturabnahme mit der Höhe beträgt etwa – 0,6 °C/100 m. Die feuchtadiabatische Temperaturabnahme ist deswegen geringer als bei der trockenadiabatischen, da bei Kondensieren...

  • A-Z

    Feuchter Dunst

    Auch Nebeldunst. Die Sichtweite verringert sich auf 1 bis 2 km wegen der steigenden relativen Feuchte. Seine Bildung findet zuerst nahe der Erdoberfläche statt, da dort die meisten Kondensationskerne vorhanden sind.

  • A-Z

    Feuchttemperatur

    Sie ist eine Größe zur Bestimmung der relativen Luftfeuchte. Zur Messung der Feuchttemperatur wird ein nasser Strumpf über ein Thermometer gestülpt und dieses dann mit einem Ventilator konstant angeblasen. Die an dem nassen Strumpf vorübergleitende Luft nimmt den Wasserdampf des Strumpfes auf, je...

  • A-Z

    Firn

    Durch mehrmaliges Erwärmen auf 0° C und erneutes Gefrieren entsteht grobkörniger Firnschnee. Die Wasserbrücken zwischen den Eiskörnern bilden beim Wiedergefrieren eine stabile Eisbrücke. Nimmt durch stärkere Erwärmung der Gehalt an Flüssigwasser zu, sickert dieses nach unten und gefriert dort...

  • A-Z

    Flächenblitz

    Bei einem Flächenblitz handelt es sich um die Spiegelung eines Blitzes an der Außenfläche und der Unterseite von Gewitterwolken. Ganze Wolkenflächen scheinen dabei zu "leuchten".

  • A-Z

    Flugwetter

    Für die Durchführung eines Fluges, sei es nach Sichtflug- oder Instrumentenflugregeln, müssen bestimmte Wetterbedingungen erfüllt sein. Diese bestehen aus den Parametern Sicht, Wolken, Wolkenuntergrenzen, Nebel, Niederschlag, Gewitter und Wind.

  • A-Z

    Flugzeugvereisung

    Durchfliegt ein Flugzeug eine Wolke mit Temperaturen unter Null Grad Celsius, kann sich gefährlicher Eisansatz bilden. Beim Auftreffen von unterkühlten Wassertropfen gefriert das Wasser spontan und bildet eine mehr oder weniger feste Eisschicht. Dies geschieht vor allem an der Vorderkante der...

  • A-Z

    Flüssigkeitsbarometer

    Es dient wie das Aneroidbarometer zur Bestimmung des Luftdruckes. Das Prinzip besteht darin, dass der Luftdruck auf eine Flüssigkeitssäule einen Druck ausübt. Ändert sich der Druck, ändert sich die Höhe der Säule. Evangelista Torricelli (1608 – 1647) erfand das Quecksilberbarometer. Auf der einen...

  • A-Z

    Föhn

    Im Lee von Gebirgen absteigende trockene Luft, die zur Wolkenauflösung führt. Die durch das Abregnen im Luv bedingte Aufnahme von Kondensationswärme auf der Stauseite der Gebirge und die dann einsetzende Erwärmung beim Abstieg lässt den Föhn höherer Gebirge warm und trocken werden. Der regionale...

  • A-Z

    Front

    Grenzbereich zwischen Luftmassen mit starkem thermischen Gegensatz. Fronten sind Grenzen zwischen warmen und kalten Luftmassen und demzufolge Abschnitte mit barokliner Schichtung. Sie sind typische Erscheinungen von Tiefdruckgebieten (Zyklonen). Durch sie ziehen auf der Westseite eines...

  • A-Z

    Frontalzone

    Druckgrenze, die durch den unterschiedlichen Wärmeinhalt äquatorialer und polwärtiger Luftmassen entsteht. Der Luftdruck ist äquatorwärts in der Höhe größer, weil die polwärtige kalte Luft zusammensinkt und sich dichter lagert. Dadurch entstehen zwischen 25-30° Breite (planetarische Frontalzone)...

  • A-Z

    Frontgewitter

    Gewitter, die an der Grenze heranrückender Kaltluft (Kaltfronten) entstehen. Sie werden gelegentlich aber auch an Warmfronten beobachtet. Da die heranrückende Kaltluft nicht an Tageszeiten gebunden ist, können Frontgewitter zu jeder Zeit auftreten. In Mitteleuropa treten Frontgewitter am häufigsten...

  • A-Z

    Frost

    Frosttemperaturen in Grad Celsius: geringer Frost: 0 bis - 2 leichter Frost: -2 bis -5 mäßiger Frost: -5 bis -10 strenger Frost: -10 bis -15 sehr strenger Frost: unter -15

  • A-Z

    Frostaufbruch

    Häufiger Wechsel zwischen Frost und Tauwetter führen im Winter dazu, das Straßenbeläge oder Hauswände „aufbrechen“. Es kann so zu beachtlichen Schlaglöchern führen.

  • A-Z

    Frostgare

    Schwerer Boden wird während des Winters locker, wenn er nach dem Umgraben durchfrieren kann (Frostgare). Die günstigste Zeit dafür ist im Herbst. Während des Winters dringt Wasser in die Schollen ein. Der Frost sprengt diese Erdbrocken und macht sie mürbe. Der frostgare Boden lässt sich dann im...

  • A-Z

    Frosttag

    Meteorologische Bezeichnung für einen Tag, an dem das Tagesminimum unter 0°C liegt.

  • A-Z

    Frühling

    Die Jahreszeit des Vegetationsbeginns. Astronomisch versteht man darunter die Zeit vom 21. März bis zum 21. Juni (auf der Nordhalbkugel). Meteorologisch gesehen beginnt der Frühling bereits am 1. März und dauert bis zum 31. Mai. Die Meteorologen rechnen anders, da nur volle Monate für...

  • A-Z

    Fuß

    Längenmaß, abgeleitet vom menschlichen Fuß. 1 englischer Fuß = 30,5 cm, 1 preußischer Fuß = 31,4, cm, 1 österreichischer Fuß = 31,6 cm, 1 französischer Fuß = 32,5 cm.

  • A-Z

    GAFOR

    Automatische Flugwetteransage. GAFOR steht für General Aviation Forcast. GAFOR-Berichte werden getrennt für den Bereich NORD und den Bereich SÜD herausgegeben. Der Gültigkeitszeitraum beträgt 6 Stunden und ist eingeteilt in 3 mal 2 Stunden. Es werden 5 Sichtflugstufen mit festen Grenzwerten für die...

  • A-Z

    GAMET

    (General Aviation METeorological Information). GAMET-Informationen sind entsprechend den internationalen Richtlinien Angaben über gefährliche Wettererscheinungen, die besonders für Flüge in tiefen Flughöhen (unter FL150) relevant sind. Die Bezeichnungen erfolgen in englischer Sprache unter...

  • A-Z

    Gebirgsklima

    (Auch Höhenklima). Die in Gebirgen herrschenden, durch den Einfluss des Reliefs vielfältig abgewandelten Klimabedingungen. Mit zunehmender Höhe ergeben sich eine Abnahme der Temperatur und der absoluten Luftfeuchte, Zunahme der Temperaturtagesschwankungen und der Frosthäufigkeit, Zunahme der...

  • A-Z

    Gebirgswellen

    Siehe unter Leewellen

  • A-Z

    Gefrierkerne

    Auch Kondensationskerne genannt. Tropfen wachsen im Anfangsstadium durch molekulare Anlagerung (Kondensation), wenn Übersättigung herrscht. Hierzu müssen sogenannte Gefrierkerne vorhanden sein, die eine mit dem Eis verwandte Kristallstruktur haben, z. B. Salzkristalle. In der Luft schwebende viele...

  • A-Z

    Gefühlte Temperatur

    Vielfach werden Temperatur und Wärme gleichgesetzt. Das ist aber nicht richtig. Man kann bei gleicher Temperatur mehr oder weniger frieren oder schwitzen. Diese Effekte hängen unmittelbar von der Windgeschwindigkeit und der Luftfeuchte zusammen. So kann eine Temperatur von 0 °C bei 30 km/h Wind als...

  • A-Z

    Gegensonne

    Eine sehr seltene Erscheinung eines sog. Spiegelhalos. Sie liegt der Sonne am Himmel direkt gegenüber. Die Gegensonne kommt durch eine Winkelspiegelung an einem Vierlingskristall zustande. Der an diesem Kristall einfallende Lichtstrahl wird um 180 ° gespiegelt und bildet so die Gegensonne auf der...

  • A-Z

    Gegenstrahlung

    Von der Atmosphäre an Wolken und Wasserdampf reflektierte und zur Erde zurückgerichtete Wärmestrahlung.

  • A-Z

    Genua-Zyklone

    Tiefdruckgebiet, das sich über dem Golf von Genua (Ligurisches Meer) besonders im Winter und im Frühjahr im Lee der Westalpen bildet. Ursache ist ein in große Höhen reichender Kaltlufteinbruch durch das Rhone-Tal bis zum Mittelmeer.

  • A-Z

    Geophysik

    Wissenschaft von der Physik und den Gesetzmäßigkeiten in, auf und über der Erde. Auch der Einfluss der Gestirne auf die physikalischen Vorgänge gehört mit zur Geophysik. Insgesamt beinhaltet die Geophysik die Wissenschaften Meteorologie und Ozeanographie. Man unterscheidet die Geophysik des festen...

  • A-Z

    Geostrophischer Wind

    Bei parallelen Isobaren (Linien gleichen Luftdrucks) ist der geostrophische Wind der Wind, der sich aus einem Gleichgewicht der Corioliskraft und der Druckgradientkraft ergibt. Er weht parallel zu den Isobaren.

  • A-Z

    Gerechnete Werte

    Aus Messwerten, Regenradar und Bewölkungsgrad wird das aktuelle Wetter ermittelt. Dazu werden für Deutschland über 500 Wetterstationen des DWD und der Nachbarstaaten ausgewertet, das hochaufgelöste nationale Kompositbild des Niederschlagsradars einbezogen und eine Bewölkungsanalyse über...

  • A-Z

    Gewitter

    Gewitter sind stets Cumulonimbus-Wolken. Sie entstehen in hochreichend labiler Luft. Charakteristisch für Gewitter sind elektrische Entladungen (Blitze) und der nachfolgende Donner. Diese sind darauf zurückzuführen, dass in der Gewitterwolke eine Ladungstrennung vonstatten geht. Voraussetzung dafür...

  • A-Z

    Gewitterindices

    Gewitterindizes sind Maßzahlen, die Informationen zur Gewitterneigung geben. Sie basieren auf Temp-Daten und berücksichtigen vertikale Temperatur- und Feuchteverteilung. Es gibt sehr viele solcher Indizes, aber nur wenige haben sich in der Vorhersagepraxis bewährt. Bei der Verwendung von...

  • A-Z

    Gibli

    Trockenheißer Staubsturm in Libyen mit Temperaturen über 40°C. Er tritt vorzugsweise im Frühjahr oder Herbst auf und entspricht dem Chamsin in Ägypten.

  • A-Z

    Glashauseffekt

    Siehe unter Treibhauseffekt

  • A-Z

    Glätte

    Man unterscheidet zwei Arten von Glätte. Die Eisglätte, die bei Gefrieren von nassen Oberflächen entsteht und das Glatteis, welches durch spontanes Gefrieren von Regen auf gefrorenem Boden entsteht.

  • A-Z

    Glatteis

    Entsteht, wenn Regen auf stark gefrorenen Boden fällt und sofort gefriert, z.B. bei einer Warmfront nach einer langen winterlichen Hochdrucklage, die den Boden stark ausgekühlt hat.

  • A-Z

    Glorie

    Ein farbiger Ring um den Sonnengegenpunkt. Der Sonnengegenpunkt liegt in der Verlängerung der Richtung Sonne - Beobachter. Eine Glorie zeigt sich auf einer von der Sonne beschienenen Wolken- oder Nebelwand, wobei sie den Schatten des Kopfes eines Beobachters umgibt. Die Entstehungstheorie ist sehr...

  • A-Z

    GMT

    (Mittlere Greenwich-Zeit). Sie wird am nullten Längengrad festgelegt, der durch Greenwich, nahe London verläuft. Heute benutzt man die koordinierte Weltzeit (Universal Time Co-ordinated, UTC), die sich genau wie GMT verhält. Siehe auch UTC.

  • A-Z

    Golfstrom

    Warme Meeresströmung. Er entsteht bei tropischer Wärme im Golf von Mexiko und fließt an der nordamerikanischen Ostküste entlang. Bei etwa 35 Grad Nord biegt er nach Nordosten und Osten ab und steuert in einem Arm auf den Ärmelkanal und den Golf von Biskaya zu. Der andere Arm geht nördlich an Island...

  • A-Z

    GPS

    Abkürzung für Global Positioning System. Ein System von 24 Satelliten, das es ermöglicht, für jeden Punkt der Erde die Position sehr genau zu bestimmen.

  • A-Z

    Gradientwind

    Luftmassenbewegung, die sich ohne Reibungseinfluss aus Druckgradientkraft, Zentrifugalkraft und Corioliskraft ergibt. Er ergibt sich im Bereich von Druckfeldern mit zyklonaler Krümmung der Isobaren. Die Fliehkraft wirkt im Druckfeld des Tiefdruckswirbels mit der Ablenkungskraft gemeinsam und im...

  • A-Z

    Graupel

    Undurchsichtige, weiße abgerundete Körner von schneeähnlicher Struktur (zusammendrückbar) mit einem Durchmesser von ca. 5 mm. Sie entstehen bei Temperaturen um 0 °C durch spontanes Gefrieren unterkühlter Tröpfchen an Eiskristallen bzw. Sublimation von Wasserdampf an Eiskristallen.

  • A-Z

    Griesel

    Undurchsichtige Körner aus Schneekristallen mit trübem Eisüberzug mit einem Durchmesser kleiner 1 mm. Griesel entsteht bei Temperaturen unter 0 °C durch Zusammenfrieren winziger unterkühlter Wolkentröpfchen/Eiskristalle.

  • A-Z

    Grönlandhoch

    Das Grönlandhoch ist ein winterliches Kältehoch über Grönland. Durch seine Beständigkeit sorgt es für die Bildung der grönländischen Polarluftmasse.

  • A-Z

    Großwetterlage

    Charakteristische Merkmale einer Wetterlage können über mehrere Tage erhalten bleiben. Die Zusammenfassung solcher gleichartiger Wetterlagen ergibt die Großwetterlage. Definiert ist die Großwetterlage als mittlere Luftdruckverteilung eines mehrtägigen Zeitraumes für einen Großraum etwa der Größe...

  • A-Z

    Grüner Strahl

    Der „grüne Strahl“ gehört mit in das Thema Himmelsfarben. Bei freiem Horizont und dunstfreier Sicht bis zum Horizont kann man manchmal in dem Augenblick, in dem das letzte Segment der untergehenden Sonne unter dem Horizont verschwindet für wenige Sekunden ein grünes Aufleuchten beobachten. Bei der...

  • A-Z

    Hagel

    Fester Niederschlag aus Körnern von mehr als 5 mm Durchmesser, welche aus einem Kern zusammengeballter Eiskristalle und mehreren schalenförmigen Eismantelschichten bestehen. Hagelkörner entstehen in mehreren Phasen durch schlagartiges Gefrieren angelagerter Wassertröpfchen. Sie müssen also durch...

  • A-Z

    Halo

    Schieben sich Cirruswolken flächig vor Sonne oder Mond, kann durch Lichtbrechung an den Eiskristallen der Wolken ein farbiger Ring im Winkel von 22° oder 45° entstehen.

  • A-Z

    Hangwind

    Hangwinde sind ein Teil der thermisch angetriebenen Berg- und Talwind Zirkulation. Nach Sonnenaufgang wird die Luft der sonnenzugewandten Hänge stärker erwärmt als die Luft, die sich in gleicher Höhe über dem Tal befindet. Es setzt Hangaufwind ein, der im Laufe des Vormittages von einer talaufwärts...

  • A-Z

    Harsch

    Bezeichnung für eine Eiskruste auf einer Schneedecke. Entsteht durch Schmelzen und Wiedergefrieren der Schneeoberfläche, aber auch durch Verfestigung infolge starker Windeinwirkung.

  • A-Z

    Hebungskondensationsniveau

    Auch kurz HKN. Das HKN bezeichnet die Höhe, bei der Wolkenbildung einsetzt, wenn die Luft an Fronten oder geographischen Hindernissen zum Aufsteigen gezwungen wird. Das Hebungskondensationsniveau liegt tiefer als das Cumulus-Kondensationsniveau (KKN).

  • A-Z

    Heerrauch

    Im 17. Jahrhundert brannte man in Nordwestdeutschland als Kultivierungsmethode das Heidekraut in Moorgebieten ab. Der sich entwickelnde überriechende dunkle Rauch trübte die Sonne ein und breitete sich je nach Windverhältnissen als feiner blauer Dunst in weit entfernte Gegenden wie Ungarn oder...

  • A-Z

    Heißer Tag

    Meteorologische Bezeichnung für einen Tag, an dem das Tagesmaximum mindestens bei 30°C liegt.

  • A-Z

    Hektopascal

    Druckeinheit in der Meteorologie seit dem 1. Januar 1984 (nach B. Pascal, 1623 – 1662). 1 Hektopascal [hPa] = 1 Millibar [mbar]

  • A-Z

    Herbst

    Astronomischer Beginn des Herbstes ist der 23. September, Ende der 21. Dezember. Meteorologisch gesehen dauert er vom 1. September bis zum 30. November. <473>Frühling <397>Hochsommer <212>Winter

  • A-Z

    High Index Lage

    In der Meteorologie betrachtet man die Wellenzahl (die wandernden Hochs und Tiefs) eines gesamten Breitenkreises. Im zeitlichen Mittel lassen sich so die großen, stehenden planetaren Wellen der Wellenzahl 3 in mittleren Breiten identifizieren. Eine hohe Wellenzahl deutet auf viele kurze, rasch...

  • A-Z

    Himmelsblau

    Entsteht dadurch, dass an den Luftmolekülen der kurzwellige (blaue) Anteil des Sonnenlichtes stärker gestreut wird als der langwellige (rote) Teil.

  • A-Z

    Hinderniswolken

    Sie entstehen durch Hebung von Luftmassen an der Luvseite von Bergen, im Stau. Hinderniswolken sind bei Nordwetterlagen am Nordrand der Alpen weit verbreitet.

  • A-Z

    Hitzetief

    Thermisch bedingtes Tiefdruckgebiet am Boden oder in der untersten Troposphäre. Es entsteht durch das Aufsteigen stark und langanhaltend erwärmter Luft. Ausgedehnte Hitzetiefs sind eine prägende sommerliche Klimaerscheinung der inneren Kontinentallagen.

  • A-Z

    Hochdruckbrücke

    Ein langgestreckter, in der Mitte oft etwas verschmälerter Streifen einer Luftmasse höheren Drucks, welche zwei Hochdruckzellen oder -kerne als Zentren mit den höchsten Druckwerten miteinander verbindet. Auch in der Verbindung muss der Druck dabei höher sein als in der Umgebung.

  • A-Z

    Hochdruckgebiet

    (Auch: Hoch, Antizyklone). Gebiet, in dem der Luftdruck höher ist als in seiner Umgebung (meist über 1000 Hektopascal, hPa). Hochdruckgebiete sind strukturell einfach gebaute Gebilde mit Auflösungstendenz, weil die Luft zum tieferen Druck hin abströmt. Im Innern herrschen schwache Winde, und die...

  • A-Z

    Hochdruckkeil

    Aus einem Hochdruckgebiet herausführendes Gebiet mit einer Aufwölbung der Linien gleichen Drucks in Form eines keilartigen Lappens. Diese sind typisch für die instabil gewordene planetarische Frontalzone.

  • A-Z

    Hochdruckrücken

    Langgestrecktes Höhenhoch des Luftdrucks in Form einer rückenartigen Aufwölbung der Linien gleichen Drucks.

  • A-Z

    Hochdruckzelle

    Ein abgeschlossenes und klar abgegrenztes Hochdruckgebiet mit konzentrischem Verlauf der Linien gleichen Drucks.

  • A-Z

    Hochgebirgsklima

    Die klimatischen Bedingungen der höheren Gebirgsbereiche oberhalb der Waldgrenze. Typisch sind eine hohe Strahlungsintensität bei zunehmendem Anteil der direkten Einstrahlung und UV-Strahlung. Aufgrund extremer hangexpositions- und hangneigungsbedingter lokaler Unterschiede entstehen starke...

  • A-Z

    Hochnebel

    Hochnebel entsteht in Form einer Stratuswolke unterhalb einer Inversionsschicht durch Ausstrahlung an der Dunstobergrenze. Hochnebel kann auch allmählich durch aufsteigenden Bodennebel entstehen. In der Stratusschicht besteht meist Vereisungsgefahr für...

  • A-Z

    Hochsommer

    Die Zeit von Anfang Juli bis Mitte August. <473>Frühling <479>Herbst <212>Winter

  • A-Z

    Hochwinter

    Die Zeit von Anfang Januar bis Mitte Februar.

  • A-Z

    Hof

    Nicht selten beobachtet man konzentrische Ringe um den Mond, er hat einen „Hof“. Der wissenschaftliche Name für „Hof“ ist Aureole. Solche Erscheinungen kommen durch Lichtbeugung zustanden. Bei der Lichtbeugung gehen die Strahlen anders als bei der Lichtbrechung nicht durch die Tröpfchen hindurch,...

  • A-Z

    Höhenstufe, barometrische

    Strecke, die vertikal zurückgelegt werden muss, um 1 hPa Luftdruckänderung zu erzielen. Die Änderung des Luftdrucks mit der Höhe erfolgt nicht linear. In Bodennähe beträgt die barometrische Höhenstufe 8 Meter, in 5 Kilometer Höhe 16 Meter und in 10 Kilometer Höhe 32 Meter.

  • A-Z

    Höhentief

    Tiefdruckgebiet in etwa 5500 Metern Höhe. Es wird in der Höhenwetterkarte in 500 hPa mittels Isohypsen (Linien gleicher geopotentieller Höhe) dargestellt. Diese Tiefs sind oft auf der Bodenwetterkarte nicht nachweisbar, spielen aber eine wesentliche Rolle für den Wetterablauf am Boden.

  • A-Z

    Humboldtstrom

    Kalte, nach Norden gerichtete Meeresoberflächenströmung im Pazifischen Ozean vor der Küste Perus und Chiles. Er ist benannt nach dem deutschen Naturforscher Alexander von Humboldt (1769 – 1859). Das kalte Wasser des Humboldtstromes ist Ursache für die wüstenhafte Trockenheit in den Küstengebieten....

  • A-Z

    Hundertjähriger Kalender

    Genaue Wetteraufzeichnungen (mit himmelskundlichen Beobachtungen vermischt) des fränkischen Zisterzienser Abtes Mauritius Knauer (1613-1664) von 1652 bis 1658. Die (von späteren) Bearbeitern daraus abgeleiteten Wetterprognosen gehen von der (fälschlichen) Annahme aus, dass sich das Wetter unter dem...

  • A-Z

    Hundstage

    Hitzetage, die in Mitteleuropa mit einer gewissen Regelmäßigkeit in der zweiten Hälfte des Monats Juli auftreten. Häufig werden in Mitteleuropa in dieser Zeit die heißesten Tage des Jahres verzeichnet. Siehe auch das Special über die Hundstage

  • A-Z

    Hurrikan

    Regionaler Spezialfall eines Wirbelsturmes. Hurrikans entstehen meistens vor der Nordküste Südamerikas oder vor Westafrika und ziehen über den Atlantik auf gebogener Bahn über die Karibische See ins Gebiet der amerikanischen Südost-Staaten. Dort können sie vor allem in den Küstenstaaten viel...

  • A-Z

    Hydrometeore

    Kondensationsprodukte aus Wasser in fester oder flüssiger Form. Sie fallen entweder als Niederschläge (Niesel, Regen, Eisnadeln, Schnee, Griesel, Reifgraupeln, Frostgraupel, Hagel) oder werden an festen Gegenständen abgelagert (Tau, Reif, Raureif, Raufrost, Glatteis, Schneedecke, Frostbeschlag).

  • A-Z

    Hydrosphäre

    Die Gesamtheit des Wassers der Ozeane, Seen, Gewässer, Grundwasser und des Eises, insgesamt etwa 1,3 Mrd. km³.

  • A-Z

    Hygrometer

    Gerät zur Messung der relativen Luftfeuchte. Das älteste heute noch eingesetzte Gerät ist das Haarhygrometer. Das Messprinzip beruht auf der Eigenschaft des menschlichen Haares, sich bei Feuchtigkeitsaufnahme auszudehnen und bei Feuchtigkeitsentzug wieder zu verkürzen. Diese Längenänderung wird...

  • A-Z

    Immissionen

    Luftverunreinigungen, Geräusche, Strahlen oder Erschütterungen die auf Menschen, Tiere, Pflanzen und Gegenstände einwirken.

  • A-Z

    Indian Summer

    Zwischen September und Oktober zeigen sich die Wälder der Neuenglandstaaten im Osten der USA in einer unglaublichen Farbenpracht. Hervorgerufen wird dies durch schon kalten Nächte und noch warmen Tage. Aufgrund dieser Temperaturschwankungen produzieren die Bäume eine korkhaltige Substanz, die den...

  • A-Z

    Industrieschnee

    Das sind seltene, örtlich begrenzte Schneefälle, die durch freigesetzte Luftbeimengungen oder auch einfach Abwärme in der Nähe von Industrieanlagen ausgelöst werden können. Immerhin können bei einer Andauer von einigen Stunden Schneehöhen bis etwa 10 cm erreicht werden. Vor allem im November und...

  • A-Z

    Innere Tropen

    Die Klimazone am Äquator mit einer ununterbrochenen oder nur ganz kurz unterbrochenen Regenzeit. Vegetationsraum des Regenwaldes. Starke Konvektionsniederschläge sind Ursache der immerfeuchten Bedingungen. Die Monatsmittel der Temperatur schwanken im Jahresverlauf maximal um nur 5°C, und das...

  • A-Z

    Innertropische Konvergenz

    Auch ITC. Im Bereich des Äquators fließen die Luftströmungen in Bodennähe zusammen. Sie konvergieren und werden dadurch zum Aufsteigen gezwungen, was zu Wolkenbildung und Niederschlag führt. Sie ist relativ windschwach und wird über den Ozeanen Doldrums genannt. Diese "äquatoriale Tiefdruckrinne"...

  • A-Z

    Inversion

    Umkehrschicht. In der Atmosphäre sinkt die Temperatur mit zunehmender Höhe standardmäßig um 0,65°C/100 m. Gelegentlich jedoch schichtet sich wärmere Luft über kältere, d. h. die Temperatur nimmt in diesem Bereich mit der Höhe zu, die übliche Temperaturabnahme kehrt sich um. Dies kann z. B. in...

  • A-Z

    Ionosphäre

    Siehe unter Thermosphäre

  • A-Z

    Isallotherme

    Linie gleicher Temperaturänderung

  • A-Z

    Islandtief

    Konstantes, fast permanent vorhandenes Tiefdruckgebiet mit Kern über dem Nordatlantik im Bereich Islands. Als Aktionszentrum der subpolaren Tiefdruckrinne und durch die Steuerung der Störungsfronten ist es auch für Mitteleuropa außerordentlich wetterbestimmend.

  • A-Z

    Isobaren

    Linien gleichen Luftdruckes. Da sich der Luftdruck mit der Höhe ändert, würden die Isobaren im wesentlichen die Topographie der Erdoberfläche wiedergeben. Daher reduziert man den Luftdruck in der Bodenwetterkarte auf Meeresniveau.

  • A-Z

    Isohypsen

    Linien gleicher Höhe für eine konstante Druckfläche nach dem Vorbild von topographischen Landkarten. Isohypsen werden in Höhenwetterkarten verwendet und in geopotentiellen Metern (gpm) angegeben. Die Zahlenwerte in gpm sind etwa gleich den Zahlenwerten in m.

  • A-Z

    Isolinien

    Meist in Karten eingezeichnete Linien gleicher Werte z. B. einer meteorologischen oder hydrologischen Eigenschaft, wie z. B. Temperatur (Isothermen) oder Luftdruck (Isobaren).

  • A-Z

    Isotherme

    Linie gleicher Temperatur

  • A-Z

    ITC

    siehe unter Innertropische Konvergenz

  • A-Z

    Jahresmitteltemperatur

    Die mittlere Jahrestemperatur wird aus den 12 Monatsmittelwerten berechnet. Die Monatsmittelwerte werden wiederum aus den Tagesmittelwerten bestimmt und die Tagesmittelwerte errechnen sich aus 3, zu festen Zeiten des Tages abgelesenen Temperaturen.

  • A-Z

    Jahresringe

    Die Jahresringe von Bäumen können zur Altersdatierung sowie zu klimatologischen Untersuchungen herangezogen werden. Jahre mit guten Wachstumsbedingungen (warm und feucht) äußern sich in dickeren Jahresringen, schlechte in entsprechned dünneren Ringen. Man spricht im Zusammenhang mit der...

  • A-Z

    Jet-Stream

    Bänder starken Windes, die in großen Höhen der mittleren Breiten die gesamte Erde umspannen. Diese "Strahlströme" werden durch die großen vertikalen Temperaturunterschiede hervorgerufen. Sie werden von den in großer Höhe interkontinental verkehrenden Flugzeugen ausgenutzt. Aus diesem Grund beträgt...

  • A-Z

    Kalmen

    Windschwache Zone, auch Rossbreiten genannt, im Bereich des subtropischen Hochdruckgürtels, etwa zwischen 25 – 40 ° N und 25 – 35 ° S. In diesem Divergenzgebiet findet großräumiges Absinken statt, wobei die absinkende Luft aus Richtung Pol am Boden wieder polwärts als Westwindzone der gemäßigten...

  • A-Z

    Kältehoch

    Winterliches kontinentales Hochdruckgebiet, welches durch andauerndes Absinken der durch Ausstrahlung abgekühlten Luft entsteht. Die großen Kältehochs der nördlichen Kontinente (Sibirisches Hoch, Kanada-Hoch) erstrecken sich über die untere Troposphäre bis 2-3 km Höhe und beeinflussen die...

  • A-Z

    Kältepole

    Die Kältepole der Erde treten vorzugsweise in Gebieten der großen winterlichen Kältehochs (vor allem über Sibirien) sowie in der Antarktis auf. Dies liegt vor allem daran, dass in diesen Gebieten mehrere Effekte zusammenkommen, die die Ausbildung bodennaher Kaltluftmassen begünstigen: dies sind vor...

  • A-Z

    Kältewelle

    Anhaltend starke Abkühlung durch meist in mehreren Staffeln herantransportierte Kaltluftmassen polaren und/oder kontinentalen Ursprungs.

  • A-Z

    Kaltfront

    Die Grenzfläche zwischen warmer und kalter Luft auf der Rückseite des Warmluftsektors im Tiefdruckwirbel. Der Durchzug einer Kaltfront führt zu einem plötzlichen Temperaturabfall um einige Grad. Unmittelbar auf der Rückseite der Front setzen aus losen Haufenwolken (Cumulonimbus) schauerartige...

  • A-Z

    Kaltluftsee

    Ansammlung von nächtlicher Kaltluft in Tälern und Mulden.

  • A-Z

    Kaltlufttropfen

    Ein isoliertes Kaltluftpaket, welches aus einer Kaltluftmasse abgeschnürt wurde. Werden an der planetarischen Frontalzone große und mächtige Kaltlufttropfen aus der polaren Kaltluftmasse abgeschnürt, können sich eigenständige Tiefdruckwirbel entwickeln.

  • A-Z

    Kelvin

    Eine weitere Temperaturskala, deren Einteilungsschritte denen der Celsius-Skala entsprechen. Allerdings legt die Kelvin-Skala den absoluten Nullpunkt (-273,16°C) als Ausgangspunkt fest und definiert diese Temperatur als 0 K. Somit entspricht der Gefrierpunkt des Wassers 273,16 K. Benannt wurde...

  • A-Z

    Klareis

    Klareis ist eine glatte, kompakte, durchsichtige und sehr fest anhaftende Eisablagerung. Klareis entsteht bei Temperaturen zwischen 0 und -3°C durch langsames Anfrieren von unterkühlten Nebeltröpfchen an Gegenständen. Es kann zu extrem schweren Eislasten anwachsen.

  • A-Z

    Kleine Eiszeit

    Im mittelalterlichen Klimaoptimum (800 bis 1300 n.Chr.) war es in Mitteleuropa etwa 2 Grad wärmer. Das erlaubte Weinanbau in England und die Besiedlung Grönlands (Grünland). In der kleinen Eiszeit (ca. 1550 bis 1850 n. Chr.) ging die Temperatur wieder zurück, und so mussten die Siedlungen in...

  • A-Z

    Klima

    Typische Zusammenfassung der erdnahen und die Erdoberfläche beeinflussenden atmosphärischen Zustände und Witterungsvorgänge während eines längeren Zeitraumes. Das Klima beinhaltet die Beschreibung der für einen Ort, eine Landschaft oder einen größeren Raum charakteristischen Verteilungen der...

  • A-Z

    Klimadatenbank

    Die Werte der Klimadatenbank basieren überwiegend auf Stationsmessungen des Zeitraums 1961 bis 1990. Falls nicht vorhanden, beziehen sie sich auf eine andere, mindestens 20-jährige Reihe der letzten Zeit.

  • A-Z

    Klimaelemente

    Klimaelemente sind die messbaren Einzelerscheinungen der Atmosphäre, z. B. Bewölkung, Strahlung, Luftdruck, Luftfeuchtigkeit, Niederschlag, Temperatur, Verdunstung, Wind. Der typische Verlauf der Klimaelemente über einen bestimmten Zeitraum kennzeichnet ein bestimmtes Klima.

  • A-Z

    Klimamodell

    Ein Klimamodell ist ein Computer-Modell zur Berechnung und Vorhersage des Klimas für eine bestimmten Zeitabschnitt. Das Modell basiert in der Regel auf einem Meteorologiemodell, an das ein Ozeanmodell, ein Schnee- und Eismodell für die Kryosphäre und ein Vegetationsmodell für die Biosphäre...

  • A-Z

    Klimatologie

    Die Lehre vom Klima. Sie erforscht und stellt das vergangene und heutige Klima dar und macht Aussagen über das zu erwartende Klima.

  • A-Z

    KO-Index

    Gewitterindex: Er ist eine Maßzahl, die Informationen zur Gewitterneigung gibt. Gewitterindizes basieren auf Temp-Daten und berücksichtigen vertikale Temperatur- und Feuchteverteilung. Für den KO-Index gelten folgende Werte: > 6 keine Gewitter > 2 vereinzelt Gewitter < oder = 2 zahlreiche Gewitter...

  • A-Z

    Koagulation

    Sind Eiskristalle in einer Wolken größer als die Wolkentröpfchen und haben demnach eine höhere Fallgeschwindigkeit. Berühren sich ein Eiskristall und ein unterkühltes Wassertröpfchen, so gefriert dieses spontan am Eiskristall an. So kann dieser weiter wachsen und ab einer Größe von 1,5 – 30 mm als...

  • A-Z

    Koaleszenz

    Während kleinere Tröpfchen noch von den Aufwinden in der Wolke getragen werden können, fallen größere bereits nach unten. Da sie eine deutlich höhere Fallgeschwindigkeit als kleine Tröpfchen haben, kollidieren sie auf ihrem Weg mit anderen Tropfen und verschmelzen miteinander. So wachsen Tröpfchen...

  • A-Z

    Kondensation

    Der Übergang des Wasserdampfes vom gasförmigen in den flüssigen Zustand. Bei Kondensationsprozessen in der Atmosphäre bilden sich Nebel und Wolken. Voraussetzung für Kondensationsprozesse ist Abkühlung von Luft, denn das Vermögen von Luft, eine bestimmte Menge Wasserdampf zu halten, geht mit...

  • A-Z

    Kondensationskerne

    Siehe unter Gefrierkerne

  • A-Z

    Kondensationsniveau

    Höhe, in der aufsteigende und sich abkühlende Luft die Taupunktstemperatur unterschreitet. Der in der Luft enthaltene Wasserdampf kondensiert zu Tröpfchen.

  • A-Z

    Kondensstreifen

    Kondensstreifen sind "echte" Wolken, die sich in der Bahn eines Düsenflugzeuges bilden, wenn die umgebende Luft genügend kalt und feucht ist. Die vom Flugzeug ausgestoßenen Abgase enthalten hohe Anteile an Wasserdampf. Entweder kondensiert dieser zu Wassertröpfchen, die bei minus 40 bis 45°C...

  • A-Z

    Konimeter

    Ein Konimeter ist ein Gerät zur Messung des Aerosolgehaltes der Luft. Hierbei wird Luft eine zeitlang durch einen schmalen Spalt gepresst. Dahinter ist ein mit einer klebrigen Substanz beschichtetes Glasplättchen angebracht, auf welchem die Aerosolpartikel haften bleiben. Nach Schließen des Spaltes...

  • A-Z

    Kontinentalklima

    Das Klima der inneren, meerfernen Festlandsgebiete. Typisch sind große Temperaturschwankungen im Tages- und Jahresgang, warme Sommer und kalte Winter, niedrige Luftfeuchte und geringe Bewölkung, geringe Jahresniederschlagssummen mit einem Maximum im Frühjahr oder Sommer durch Konvektionsregen. Bei...

  • A-Z

    Konvektiv

    Durch eine labile Luftschichtung bewirkter vertikaler Transport von Luftpaketen. Durch Aufheizen des Erdbodens steigt warme Luft mit entsprechend geringerer Dichte dem archimedischen Prinzip folgend nach oben, bis sie die gleiche Dichte wie die sie umgebende Luft hat. Typische Wettererscheinungen...

  • A-Z

    Konvergenz

    Unter Konvergenz versteht man die Einengung des Strömungsfeldes der Luft. Konvergenz in der unteren Troposphäre folgt Aufsteigen der Luft und Divergenz in der oberen Troposphäre (Neigung zu Wolkenbildung und Niederschlag).

  • A-Z

    Kratzindex

    Der Kratzindex gibt an, wie stark die Reifablagerung an nachts draußen geparkten Autos sein werden. Drei meteorologische Größen sind hierfür entscheidend. Die Temperatur, die Luftfeuchte und der Wind. Index 0 = nichts Index 1 = gering: Reif wenig haftend, teils weich und läßt sich von Hand oder...

  • A-Z

    Kugelblitz

    Elektrisch geladener, leuchtender Ball, der angeblich bei Gewittern auftritt. Er bewegt sich sprunghaft parallel zum Boden ohne erkennbare, bevorzugte Richtung und löst sich entweder explosionsartig mit Knalleffekt oder still auf. Wissenschaftlich ist der Kugelblitz nur wenig erforscht, da man ihn...

  • A-Z

    Künstlicher Regen

    siehe unter Regen, künstlicher

  • A-Z

    Kürzestfristprognose

    Wettervorhersage für die einem bestimmten Zeitpunkt folgenden 12 Stunden, z. B. vom frühen Morgen aus gesehen "bis heute Abend" oder vom Abend "bis morgen früh". Der Vorhersagezeitraum bis zu 2 Stunden heißt Nowcasting.

  • A-Z

    Labilität

    In labil geschichteter Luft ist der aktuelle Temperaturgradient größer als der adiabatische Temperaturgradient. Ein aufsteigendes Luftpaket ist also immer wärmer als seine Umgebungsluft, wird also weiter steigen.

  • A-Z

    Labradorstrom

    Kalte, nach Süden gerichtete Meeresströmung vor der Nordostküste Nordamerikas. Er entstammt den Nordpolarmeeren und ist deshalb relativ salzarm. Beim Zusammentreffen mit dem Golfstrom bei den Neufundlandbänken kommt es häufig zu Nebelbildung und Zyklonenbildung. In der Strömung südwärts driften...

  • A-Z

    Landklima

    Auch Kontinental- oder Binnenklima, das durch ausgedehnte Landmassen geprägt wird. Es kommt zu großen Temperaturschwankungen im Tages- und Jahresverlauf.

  • A-Z

    Landregen

    Niederschlag, der hauptsächlich im Bereich großflächiger Aufgleitvorgänge auftritt, z. B. an einer Warmfront. Warme Luft gleitet an kälterer Luft auf und es bildet sich eine hochreichende und horizontal weit ausgedehnte Wolke, der Nimbostratus. Landregen ist durch eine langanhaltende Dauer...

  • A-Z

    Landwind

    Nachts auftretende, meist schwache Luftströmung vom Land zum Meer. Landwind entsteht als Folge der stärkeren Abkühlung der bodennahen Luft über dem Land im Vergleich zur Luft über angrenzendem Meer. Voraussetzung ist die Ausbildung einer thermischen Zirkulation.

  • A-Z

    Latenter Wärmestrom

    Energietransport durch Wasserdampf. Aufnahme der Energie bei Verdunstung (Übergang des Wassers von flüssig zu gasförmig) bzw. Sublimation (fest zu gasförmig), Freisetzung der Wärme bei Kondensation (gasförmig zu flüssig) bzw. Resublimation (gasförmig zu fest). Der latente Wärmestrom transportiert...

  • A-Z

    Lawine

    Ruckhaftes und rasches Niedergehen von Schnee und Eis in einem Hang auf einer Gleitschicht im Schnee oder auf dem Untergrund. Es werden Lockerschnee- (trockener Schnee), Festschnee- (nasser Schnee) und Eislawinen unterschieden. Lawinen lagern bilanzmäßig große Schneemengen um. Die wichtigsten...

  • A-Z

    Lee

    Windabgewandte Seite eines Hindernisses oder Gebirges

  • A-Z

    Leewellen

    Wellenförmige auf- und absteigende Luftbewegung hinter einem Gebirge. Hierzu muss das Gebirge quer zur Windrichtung liegen und die Atmosphäre in einem bestimmten Grad stabil geschichtet sein. Innerhalb dieser Leewellen enstehen typische Lenticularis-Wolken (Linsenwolken).

  • A-Z

    Lenticularis

    Altocumulus lenticularis. Linsenförmige Wolken, die an den aufsteigenden Ästen der wellenförmigen Luftbewegung im Lee eines Gebirges entstehen.

  • A-Z

    Leuchtende Nachtwolken

    In den Breitengraden zwischen 50 und 65 ° Nord und Süd nach Sonnenuntergang zu beobachtende silberne, dünne Wolkenschleier, die hell gegen den dunklen Nachthimmel erscheinen. Die Strahlen der Sonne, die bereits tief unter dem Horizont steht, erreichen noch Wolken in Höhen über 80 km. Diese Wolken...

  • A-Z

    Lichtsäule

    Sie gehört zu den Spiegelungshalos und tritt auf, wenn die Sonne nahe am Horizont steht. Die Lichtstrahlen treffen fast streifend auf die Grundfläche von Kristallen und werden gespiegelt. Ändert der Kristall seine Lage um die Längsachse nur um wenige Winkelgrade, so wandert das reflektierte...

  • A-Z

    Local Time

    Local Time, LT, aktuelle Ortszeit

  • A-Z

    Lostag

    Merktag für Bauernregeln, aus deren Wetterverhältnissen man auf die Witterung der folgenden Zeit oder auf die bevorstehende Ernte schließt. Diese Regeln sind kaum an bestimmte Daten gebunden. Vielmehr sind sie mit den Namenstagen der fast ausschließlich katholischen Heiligen verbunden.

  • A-Z

    Low Index Lage

    In der Meteorologie betrachtet man die Wellenzahl (die wandernden Hochs und Tiefs) eines gesamten Breitenkreises. Im zeitlichen Mittel lassen sich so die großen, stehenden planetaren Wellen der Wellenzahl 3 in mittleren Breiten identifizieren. Ist die Zahl kleiner, spricht man von einer Low Index...

  • A-Z

    Low-Level-Jet (LLJ)

    Niedertroposphärisches Windmaximum. Durch das Ausbilden einer nächtlichen Bodeninversion und damit verringerter Turbulenz fällt die Bodenreibung fast weg. Der Wind wird oberhalb dieser stabilen Grenzschicht stärker und erreicht wenige hundert Meter über dem Boden übergeostrophische...

  • A-Z

    Luftdichte

    Als Dichte bezeichnet man die Masse, die ein bestimmtes Volumen hat. Gerade bei Gasen ist die Dichte abhängig von Druck und Temperatur. Je höher die Temperatur, umso geringer ist die Dichte und je höher der Druck, umso höher ist die Dichte. Für die international festgelegte Standardatmosphäre durch...

  • A-Z

    Luftdruck

    Die Luft übt infolge der Schwerkraft einen Druck aus, der als Luftdruck bezeichnet wird. Die Maßeinheit für den Luftdruck ist Hektopascal (hPa). Sie sagt aus, mit welcher Kraft die Luftsäule auf genau einen Quadratmeter drückt. 1 Pascal entspricht 1 Newton/m² (N/m²). 100 Pascale sind 1 Hektopascale...

  • A-Z

    Luftdruckreduktion

    Damit man die Luftdruckwerte, die ja weltweit unter verschiedenen Bedingungen gemessen werden, miteinander vergleichen kann, werden diese auf Meeresniveau (MSL= mean sea level) reduziert. Dadurch wird es erst möglich, die Lage von Druckgebieten genau zu fixieren. Die Reduktion des Luftdruckes...

  • A-Z

    Luftfeuchte

    Wasserdampfgehalt der Luft, angegeben als Dampfdruck (in Hektopascal), als relative Feuchtigkeit (in Prozent), absolute Feuchtigkeit (in Gramm Wasserdampf pro Kubikmeter Luft), als Mischungsverhältnis (in Gramm Wasserdampf pro Kilogramm trockener Luft), spezifische Feuchtigkeit (in Gramm...

  • A-Z

    Luftloch

    Es gibt keine Löcher in der Luft. Gemeint ist das plötzliche Absinken von Flugzeugen infolge starker Abwinde oder eines Strömungsabrisses an den Tragflächen. Dieser Strömungsabriss wird verursacht durch heftige Turbulenzen.

  • A-Z

    Luftmasse

    (Auch: Luftkörper). Die Veränderlichkeit der Witterung in den gemäßigten Breiten ist eine Folge des ständigen Wechsels unterschiedlicher Luftmassen. Ihr geografischer Ursprung ist ein wesentlicher Faktor für ihre Kennzeichnung. Weitere Einteilungsprinzipien sind der Wanderweg und ihre typischen...

  • A-Z

    Luftmassen Mitteleuropas im Sommer

    Im Sommer sind zwölf Luftmassen in unterschiedlicher Häufigkeit am Wettergeschehen Mitteleuropas beteiligt. Am bekanntesten ist die atlantische Tropikluft aus Südwesten, die warme, feuchte und zu Gewittern neigende Tropikluft nach Deutschland führt.

  • A-Z

    Luftmassen Mitteleuropas im Winter

    Zwölf Grundströmungen beinflussen das Wetter Mitteleuropas im Winter. Extremwerte des Wetters enstehen z. B. bei Einströmen nordsibirischer Polarluft. Sie stößt aus dem winterlichen kontinentalen Kältehoch mit starkem Nordostwind bis nach Deutschland vor und verursacht extreme Kälteperioden.

  • A-Z

    Luftspiegelung

    Spiegelung tritt an der Grenzfläche zwischen zwei Luftschichten auf. Solche Grenzflächen entstehen, wenn die Dichte von Luftschichten infolge stark schwankender Temperaturen unterschiedlich ist. Zum Beispiel eine heiße Asphaltfläche, die aus der Entfernung wie eine Wasserfläche aussieht, weil sich...

  • A-Z

    Luftzusammensetzung

    Abgesehen von Wasserdampf ist die chemische Zusammensetzung der Luft bis in etwa 100 km Höhe konstant. Ihre Hauptbestandteile sind Stickstoff (78,084 %) Sauerstoff (20,948 %) Argon (0,934 %) Kohlendioxyd (0,035 %) Wasserdampf (0 bis 4 %)

  • A-Z

    Luv

    Windzugewandte Seite eines Gebirges oder Hindernisses.

  • A-Z

    Lysimeter

    Gerät zur Bestimmung der verdunsteten Wassermenge von einer Grasfläche. Dabei wird ein Stück Grasfläche ausgehoben, in einen Behälter gegeben und wieder in das entstandene Loch zurückgesetzt. Unter dem Behälter ist eine Wiegevorrichtung angebracht. Aus den Gewichtsveränderungen kann die Verdunstung...

  • A-Z

    Magnus-Formel

    Die Magnus-Formel ist eine 1844 von H. G. Magnus abgeleitete Formel zur Berechnung des Sättigungsdampfdruckes der Luft über einer ebenen Wasserfläche bei einer gegebenen Temperatur. Sie zeigt, daß der Sättigungsdampfdruck von der Temperatur exponentiell abhängt, das heißt der Sättigungsdampfdruck...

  • A-Z

    Maritimes Klima

    (Auch: ozeanisches Klima). Klima, das vom Meer beeinflusst ist. Das Maritime Klima der Außertropen zeigt einen ausgeglichenen Jahresgang der Temperatur mit mildem Herbst und Winter, kühlem Frühjahr und mäßig warmem Sommer. Die Niederschlagsmengen sind höher als auf dem meerferneren Festland, dort...

  • A-Z

    Martinssommer

    Regelfall der Witterung. Der Martinssommer tritt in rund zwei Drittel aller Jahre in der ersten Novemberhälfte, also häufig um den Martinstag (11. November) auf. Er entsteht durch eine über Mitteleuropa für mehrere Tage ausgeprägte Hochdruckzone, die schönes, für die Jahreszeit eigentlich zu mildes...

  • A-Z

    Märzwinter

    Ein häufig auftretender Spätwintereinbruch. Er stellt sich meist ein, wenn der vorangegangene Winter milde ausgefallen ist und nur wenig Schnee gebracht hat. Man bezeichnet den Märzwinter auch als Singularität. Die Entwicklung der Natur gerät meist ins Stocken und wird um ein bis zwei Wochen...

  • A-Z

    Maskierte Kaltfront

    Hinter einer Kaltfront wird kältere Luft herangeführt. Nun kann es im Winter sein, dass durch bodennahe Auskühlung vor der Kaltfront noch kältere Luft entstanden ist. Diese sehr kalte Luft wird nun durch die rückseitige kalte Luft der Kaltfront weggeräumt. Da diese aber nicht so sehr kalt war, ist...

  • A-Z

    Maximumthermometer

    Das Maximumthermometer ist ein Quecksilberthermometer für die Messung der Tageshöchsttemperatur. Es hat eine Engstelle in der Glaskapillare, durch die das Quecksilber bei Abkühlung von selbst nicht wieder zurück kann, da die Gewichtskraft allein zu klein ist. So bleibt das Quecksilber somit so in...

  • A-Z

    Mediterranes Klima

    (Auch: Mittelmeerklima, Etesienklima). Ein Klima mit trockenen heißen Sommern und niederschlagsreichen milden Wintern. Das mediterrane Klima ist praktisch frostfrei. Genetisch betrachtet handelt es sich um ein Wechselklima, welches im Sommer unter dem Einfluss des subtropischen Hochdruckgürtels und...

  • A-Z

    Meeresnebel

    Nebel besteht aus feinsten Wassertröpfchen. Damit der Wasserdampf in der Luft kondensiert, muss die Temperatur soweit abgekühlt werden, dass die Luft Sättigung erreicht. Dies kann erreicht werden, wenn durch Advektion feuchtwarme Luft über kälteren Untergrund geführt wird oder sich feuchtwarme und...

  • A-Z

    Meereswellen

    Schwingende Bewegungen des Meerwassers ohne nennenswerte Verfrachtungen von Wassermassen. Die Wasserteilchen vollführen an Ort und Stelle kreisende und schwingende Bewegungen, die sich auf die Umgebung übertragen. Angetrieben werden die Meereswellen durch den Wind, manchmal auch durch...

  • A-Z

    Meldestufen

    Hochwassersituationen werden in Meldestufen unterteilt. Jeder Pegel hat eine bestimmte Meldestufe, z. B. die Donau bei Passau bei einem Wasserstand von 850 cm die Meldestufe 4. Erläuterungen zu den Meldestufen: Meldestufe 1: Stellenweise kleinere Ausuferungen Meldestufe 2: Land- und...

  • A-Z

    Meltemi

    Der Meltemi, bei den Griechen als Etesien bekannt, ist ein Schönwetterwind, der aus nördlichen Richtungen weht und im Sommer als angenehm kühlend empfunden wird. Er kann sehr stark werden. Siehe auch unter <388>Etesien

  • A-Z

    meridional

    Bei einer meridionalen Wetterlage verlaufen die Isobaren überwiegend in nord-südlicher Richtung (und somit auch die Luftströmung). Gegensatz: zonale Wetterlage, bei der sich die Isobaren in west-östlicher Richtung erstrecken.

  • A-Z

    Mesobare

    Die Isobare auf der Bodenwetterkarte, die die Gebiete von hohen und tiefen Luftdruck trennt. Ursprünglich war die Bezeichnung Mesobare für die 1013 hPa-Isobare geprägt worden. Heute ist es die 1015 hPa-Isobare.

  • A-Z

    Mesopause

    Obergrenze der Mesosphäre, liegt in einer Höhe von ca. 80 bis 85 km.

  • A-Z

    Mesosphäre

    Vom Griechischen „mesos“ (mittel). Sie erstreckt sich von 50 bis 85 km Höhe. Die Temperatur nimmt pro 100 Meter um 0,3 °C ab und erreicht minus 90 °C.

  • A-Z

    METAR

    Mit Hilfe des METAR-Schlüssels (Meteorological Aerodrome Routine Report) wird eine aktuelle Bodenwettermeldung für die Luftfahrt gemeldet. Sie besteht aus der Meldung des Wetters am Beobachtungsort zum Beobachtungstermin und einer Entwicklungsvorhersage (dem sog. Trend) für die der Beobachtung...

  • A-Z

    Metar Schlüssel

    Beispiel Metar: 2008/07/28 07:00 CYXU 280700Z 26005KT 15SM SCT120 20/13 A2983 RMK AC4 SLP099 Erklärung: Einegeleitet wird der Schlüssel vom aktuellen Datum und der Uhrzeit CYXU: der ICAO Flughafencode 280700Z: Beobachtungszeitpunkt, 28. Tag aktuellen Monats, 07:00 Uhr UTC 26005KT: Windrichtung und...

  • A-Z

    Meteorologie

    Wissenschaft von den physikalischen Vorgängen in der Atmosphäre bis in etwa 60 Kilometer Höhe.

  • A-Z

    Meteorologische Jahreszeiten

    Die meteorologischen Jahreszeiten sind nach den Kalendermonaten unterteilt. Die Einteilung ist so gewählt, dass sie in der Regel besser mit den charakteristischen Klimabedingungen übereinstimmt als die astronomische Einteilung. Folgende Monate gehören zu den meteorologischen Jahreszeiten: Frühling:...

  • A-Z

    Meteosat

    Europäischer Wettersatellit, der zu einem weltumspannenden Wettersatelliten-System gehört und am Schnittpunkt von Äquator und Null-Meridian (über dem Golf von Guinea) in 36 000km Höhe stationiert ist und die gleiche Umdrehungsgeschwindigkeit wie die Erde hat.

  • A-Z

    Mie-Streuung

    Streuung an Aerosolen und kleinsten Wassertröpfchen, die größer als die Lichtwellenlänge sind, erfolgt mit zunehmender Teilchengröße immer mehr nur nach vorne und wird Mie-Streuung genannt. Der deutsche Physiker Gustav Mie (1868-1957) formulierte die Theorie für diesen Prozess. Aufgrund der starken...

  • A-Z

    Mischungsnebel

    Nebel, der durch Mischung von feuchtwarmer und kühler, trockener Luft entsteht. Der Wasserdampfgehalt in der entstehenden Luftmischung ist so hoch, dass Kondensation eintritt. Dies führt zu Mischungsnebel. Ähnliche Entstehungsursachen haben Seerauch (in kalten Luftschichten entstehende feine...

  • A-Z

    Mischwolken

    Wolken, die sowohl aus Wassertröpfchen als auch aus Eispartikeln bestehen. Die Wolken des mittelhohen Stockwerkes (2 bis 7 km Höhe) sind hauptsächlich Mischwolken. Da der Temperaturbereich in diesem Niveau zwischen 0 und minus 30 Grad liegt, sind die Wassertropfen unterkühlt.

  • A-Z

    Mistral

    Der Mistral ist ein lokales Windsystem aus Nord bis Nordwest, der im Rhonetal (Südfrankreich) häufig im Winterhalbjahr auftritt. Seine Entstehung ist häufig mit der Ausbildung einer Zyklone im Golf von Genua gekoppelt. Der Düseneffekt des Rhonetals kann den Mistral verstärken und Orkanstärken...

  • A-Z

    Mittelmeerklima

    Das Mittelmeerklima ist gekennzeichnet durch trockene, heiße Sommer und milde, regenreiche Winter. Typisches Subtropenklima, welches man vor allem im Mittelmeerraum beobachtet (Etesienklima), aber auch in Südafrika und Kalifornien.

  • A-Z

    Mitteltemperatur

    Das arithmetische Mittel aus mehreren Temperaturablesungen oder aus Minimum- und Maximumtemperatur während einer bestimmten Periode. Mitteltemperaturen für die klimatische Statistik werden am häufigsten als Monats- und Jahresmittel bestimmt. Mitteltemperatur und Niederschlagssumme sind die am...

  • A-Z

    Monatsmitteltemperatur

    Die mittlere Monatstemperatur wird aus den täglich berechneten Tagesmittelwerten aufsummiert und durch die Anzahl der Tage dividiert.

  • A-Z

    Mondfinsternis

    Vollständiges (totale Mondfinsternis) oder teilweises (partielle Mondfinsternis) Unsichtbarwerden des Vollmondes. Eine Mondfinsternis entsteht, wenn Sonne, Erde und Mond in einer Linie liegen und der Mond in den Kernschatten der Erde tritt.

  • A-Z

    Monsun

    Der Monsun ist ein stationäres großräumiges Windsystem mit etwa halbjährlichem Richtungswechsel. Im Sommer weht der Monsun vom Meer zum Land, im Winter vom Land zum Meer. Die feuchten Luftmassen des sommerlichen Monsuns bringen große Niederschlagsmengen. Der Winter-Monsun bringt dagegen nur Regen,...

  • A-Z

    Monsunregen

    In Süd- und Südost-Asien im Zusammenhang mit der Monsunströmung auftretende Niederschläge, die im Mai einsetzen. Dauer und Ergiebigkeit hängen stark von Expositionseinflüssen ab (Wasser-Land-Grenze, Gebirgsrand).

  • A-Z

    Monsuntief

    Durch beständiges Aufsteigen der im Sommer über den Kontinenten erwärmten Luft am Boden entstehendes Hitzetief, das in Innerasien bis in 5-6 km Höhe reichen kann. Das Monsuntief ist ein wichtiges Steuerungsglied der Monsun-Zirkulation.

  • A-Z

    Mure

    Schlamm- und Gesteinsstrom im Gebirge, besonders nach stärkerem Regen und Schneeschmelzen. Die niedergehenden Massen bilden im Tal breite Schutt- oder Schwemmkegel, eine Vermurung. Die Mure ist besonders bei Gerbirgsbewohnern als mächtige und vermeintlich unvorhersehbare Naturkatastrophe...

  • A-Z

    Nachtfrost

    Absinken der Temperatur unter den Gefrierpunkt durch nächtliche Ausstrahlung bei wolkenlosem Himmel und in windgeschützten Lagen. Nachtfrost ist im Frühjahr gefürchtet bei Wein- und Gartenbau.

  • A-Z

    Nebel

    Zu feinsten Tröpfchen (Durchmesser 0,02 mm) kondensierter schwebender Wasserdampf in den untersten Luftschichten und am Boden. Nebel entsteht bei starker Abkühlung der bodennahen Luft, die dadurch den Taupunkt unterschreitet. Bei Ausstrahlungswitterung sammelt sich die kälteste Luft in den tiefsten...

  • A-Z

    Nebeldunst

    Siehe unter <338>Feuchter Dunst <451>Advektionsnebel <459>Bergnebel <381>Bodennebel <480>Hochnebel <273>Meeresnebel <115>Mischungsnebel <121>Nebel <122>Nebelfrost <123>Nebelküste <124>Nebelnässen <125>Nebelreißen <126>Nebeltag <521>Strahlungsnebel

  • A-Z

    Nebelfrost

    Ansatz von Eiskristallen an kalten Gegenständen oder in der Vegetationsdecke durch Gefrieren von...

  • A-Z

    Nebelküste

    Küstenraum, auf den häufig über der kühlen Meeresfläche gebildete Nebel übergreifen (z. B. bei San Francisco, Kalifornien,...

  • A-Z

    Nebelnässen

    Intensive Durchfeuchtung der Vegetationsdecke durch die Anlagerung von niederschlagenden Nebeltröpfchen, die sich aus durchziehenden Nebelschwaden anreichern. Der dadurch gebildete Nebelniederschlag kann im Wasserhaushalt des Standorts bedeutsam sein, insbesondere wenn am Standort sonst eher wenig...

  • A-Z

    Nebeltag

    Ein Nebeltag wird genau dann gemeldet, wenn irgendwann zwischen 00 und 24 Uhr eines Tages in einem horizontalem Sektor von mindestens 90 Grad Winkelerstreckung die Nebeldefinition (Sichtweite kleiner als 1 Kilometer) erfüllt war. Der Begriff Nebeltag spielt eine Rolle in Rahmen der...

  • A-Z

    Nephologie

    Wolkenkunde

  • A-Z

    Nettostrahlung

    In der Bilanz aller Ein- und Ausstrahlungsgrößen an einem Standort als Energiegewinn zur Verfügung stehende Strahlung. Die Nettostrahlung hängt stark vom Witterungsverlauf und den lokalen Verhältnissen an einem Standort ab (Relieflage, Bodenbedeckung etc.).

  • A-Z

    Niederschlag

    Niederschlag ist der Sammelbegriff für das aus der Atmosphäre auf die Erdoberfläche gelangende Wasser. Er tritt in fester (Schnee, Graupel, Hagel, Reif) oder flüssiger Form (Regen, Nebel, Tau) auf. Starke Schwankungen zeigen die Niederschlagshöhen weltweit: in Wüstengebieten regnet es nur wenige...

  • A-Z

    Niederschlagsmenge

    In Millimeter Höhe (mm) oder Liter pro m² (l/m²) gemessenes Niederschlagsvolumen an einem bestimmten Standort. Fällt Niederschlag in fester Form (Schnee, Hagel) muss er vor der Messung geschmolzen werden. Dann wird sein Wasseräquivalent bestimmt.

  • A-Z

    Niederschlagstypen

    Aufgrund ihrer Entstehung lassen sich drei Niederschlagstypen unterscheiden. 1. Konvektive Niederschläge werden durch aufsteigende Luft in kälterer Umgebung verursacht. Sie sind von relativ kurzer Dauer, begrenzter Flächenausdehnung und können teilweise eine hohe Intensität erreichen. Konvektive...

  • A-Z

    Niederschlagswahrscheinlichkeit

    Wahrscheinlichkeit in Prozent, ob in einem bestimmten Zeitraum Niederschlag irgendeiner Art fällt.

  • A-Z

    Nieselregen

    Nieselregen (Sprühregen) ist ein kleintropfiger Regen, der oft aus Stratus oder Nebel fällt. Die Radien der Nieseltropfen liegen zwischen 0.05.und 0.25 mm. Sie entstehen durch zufälliges zusammenstoßen und zusammenfließen von Wolkentröpfchen.

  • A-Z

    Nimbostratus

    Schichtwolkendecke mit sehr ausgedehnter Vertikalstreckung. Sie tritt häufig bei großräumigen Aufgleitvorgängen, z. B. innerhalb von Warmfronten mit meist ergiebigen Landregen auf.

  • A-Z

    Nivales Klima

    Klima, dessen Niederschläge zum größten Teil als Schnee fallen und dessen Gesamtverdunstung so niedrig ist, dass der flächenhaft liegende Schnee in der wärmeren Periode nicht völlig abschmilzt. Die Niederschlagsmengen der nivalen Klimate sind geringer als in humiden Klimaten. Es tritt meist eine...

  • A-Z

    NN

    Abkürzung für "Normal Null" bei Höhenangaben.

  • A-Z

    Nonius

    Verschiebbarer Hilfsmaßstab an Messgeräten (Barometer). Seine Länge beträgt neun Einheiten des Messgerätes und er ist seinerseits in 10 Teile unterteilt. Der Nonius erlaubt eine genaue Ablesung von Zehnteleinheiten.

  • A-Z

    Nowcasting

    Wetterüberwachung und -vorhersage für die nächsten 2-3 Stunden. Nowcasting wird überwiegend mit Hilfe der Extrapolation bereits bestehender Wettererscheinungen betrieben (z. B. Verlagerung von Niederschlagsgebieten), aber auch mit empirischen und statistischen Verfahren, für die der Bearbeiter...

  • A-Z

    Nullschicht

    Sie befindet sich in einigen tausend Metern Höhe unter der Tropopause. In diesem Atmosphärenbereich hören die großräumigen vertikalen Luftbewegungen auf. Gleichzeitig sind hier die größten horizontalen Luftmassenflüsse zu finden wie z.B. der Jet-Stream. Die starken Höhenströmungen gleichen...

  • A-Z

    numerische Wettervorhersage

    Die Simulationen atmosphärischer Prozesse auf einem Computer mit dem Ziel, ausgehend von dem aktuellen Zustand eine Prognose der zukünftigen Entwicklung abzuleiten, wird als numerische Wettervorhersage bezeichnet. Grundlage solcher Simulationen ist, dass das atmosphärische Geschehen sich durch...

  • A-Z

    Ojmjakon

    Ojmjakon liegt auf 726 m NN in der sibirischen Republik Sacha-Jakutien und ist das kälteste Dorf der Welt. Es hat nur wenige hundert Einwohner und liegt 11 Flugstunden östlich von Berlin. Die Tagesmitteltemperatur liegt im Jahr bei –16,3 °C. Im Winter 1926 zeigte hier das Thermometer -71,2 Grad....

  • A-Z

    Okklusion

    Anordnung der Luftmassengrenzflächen in einer alternden Zyklone. Da die Verlagerungsgeschwindigkeit der Kaltfront etwas größer ist als die Warmfront, wird im Laufe der Zeit der Warmsektor eines Tiefdruckgebietes immer enger. Die Kaltluft holt die Warmfront allmählich ein und die Rückseitenkaltluft...

  • A-Z

    Orkan

    Schwerer Sturm, der im 10-minütigen Mittel Windstärke 12 (118 bis 133 km/h) erreicht.

  • A-Z

    Orographische Niederschläge

    Durch aufwärts gerichtete erzwungene Luftbewegung an Gebirgen entstehende Niederschläge. Die aufsteigende Luft kühlt sich adiabatisch ab. Dadurch kondensiert der Wasserdampf nach Erreichen des Taupunktes. Es entstehen Wolken, die auf der in Hauptwindrichtung gelegenen Seite des Gebirges und in den...

  • A-Z

    Orographische Schneegrenze

    Höhengrenze zwischen ganzjährig und nur zeitweise schneebedeckten Gebieten. Sie ist stark von der Geländegestaltung (Besonnung, Bergschatten, Schneeablagerung) abhängig.

  • A-Z

    Ozonloch

    Rapider Ozonabbau am Ende des polaren Winters, der besonders über dem Südpol ausgeprägt auftritt. Verantwortlich dafür sind polare Stratosphärenwolken (psc = polar stratospheric clouds), die sich nur bei Temperaturen um minus 80 Grad in der Polarnacht bilden. Sie bestehen überwiegend aus...

  • A-Z

    Ozonsphäre

    Die mittlere Wärmeschicht in der Atmosphäre zwischen 20 km bis maximal 50 km Höhe, in der die Temperatur wegen der Strahlungsabsorption des Ozons mit der Höhe steigt.

  • A-Z

    Ozonwerte

    Unter Zusammenwirken von UV-Strahlung, Kohlendioxid und Sauerstoff entsteht bodennahes Ozon. Die Ozonwerte werden in Mikrogramm pro Kubikmeter Luft angegeben. Durch Ozon und die Begleitstoffe des Ozons können Befindlichkeitsstörungen wie Reizungen der Atemwege, Husten, Kopfschmerz und...

  • A-Z

    Packeis

    Durch Seegang und Wind zusammengeschobene und aufgetürmte Eisschollen in den polaren Meeren.

  • A-Z

    Paläoklimatologie

    Fachrichtung der Klimatologie, die sich mit dem Studium des Klimas geologisch vergangener Zeiträume beschäftigt.

  • A-Z

    Passat

    Passate sind ständig vorhandene großräumige Windsysteme der Randtropen nördlich und südlich des Äquators. Sie entstehen als Ausgleichsströmung zwischen dem subtropisch-randtropischen Hochdruckgürtel und der innertropischen Konvergenzzone. Auf der Nordhalbkugel der Erde wird der Passat aufgrund der...

  • A-Z

    Passat-Staub

    Passat-Staub wird gelegentlich über Nordafrika und das Mittelmeer mit einer südlichen Luftströmung nach Europa getragen. Er entstammt der afrikanischen Wüste.

  • A-Z

    Passatinversion

    Temperaturumkehr in der Passatströmung in etwa 1-2,5 km Höhe. Sie trennt in der Passatströmung kühlere feuchte Luft am Boden von der wärmeren und trockeneren Luft in der Höhe. Sie ist über kühlen Ozeanen besonders ausgeprägt. Durch diese Sperrschicht wird Vertikalaustausch und...

  • A-Z

    Passatklima

    Durch das Vorherrschen der Passatströmung geprägtes Klima. Es tritt in zwei grundverschiedenen Varianten auf: Ein ausgesprochenes Trockenklima herrscht im Inneren der Kontinente in der Passatzone. Häufig kann sich dort eine Passatwüste ausbilden, beispielsweise im Sahara-Gebiet Nordafrikas. Ein...

  • A-Z

    Passatregen

    Steigungsregen an den Luv-Seiten der Inseln und an den Ostküsten der Kontinente in der Passatzone, wo die über Meeresgebiete wehenden Passate Feuchtigkeit aufgenommen haben. Die räumlich eng begrenzten Niederschläge des Passatregens erreichen während des Strömungsmaximums im Winter ihre höchsten...

  • A-Z

    Passatwetter

    Sonniges stabiles Wetter mit geringer Bewölkung (Ausnahme: Kaltwassergebiete über dem Meer), trockenen, oft staubführenden Winden über dem Land oder wenig ergiebigen Schauerniederschlägen über dem Meer.

  • A-Z

    Passatwüste

    Wüsten, die im Einflussbereich und in der ökologischen Gesamtsituation auf die niederschlagsfeindlichen Passatwinde zurückgehen. So erklärt sich der subtropische Wüstengürtel.

  • A-Z

    Passatzone

    Im Maximum bis 35° N und S reichender Gürtel, in dem Passat-Zirkulation herrscht.

  • A-Z

    Pegel

    Ein Pegel ist ein Messgerät zur Feststellung des Wasserstandes z. B. in Flüssen. Dabei wird im Volksmund fälschlicherweise oft der Pegel mit dem Wasserstand gleich gesetzt. Am Pegel wird der Pegelstand gemessen, aus dem sich der Wasserstand ableiten lässt. Die Messung selber wurde früher anhand von...

  • A-Z

    Perigäum

    Das Perigäum ist der erdnächste Punkt in der Bahn eines Satelliten.

  • A-Z

    Perihel

    Das Perihel ist der nächste Punkt einer elliptischen Umlaufbahn von Planten zur Sonne. Die Erde hat ihren Perihel-Durchgang um den 3. Januar jeden Jahres, dabei beträgt der Abstand etwa 147 Millionen Kilometer.

  • A-Z

    Perlmutterwolken

    Irisierende Wolken in etwa 25 Kilometern Höhe, die auch noch nach Sonnenuntergang länger zu beobachten sind. Sie befinden sich zwischen 55 und 56 Grad nördlicher Breite.

  • A-Z

    Phänologie

    Wissenschaft, die sich mit immer wiederkehrenden periodischen Erscheinungen beschäftigt, nennt sich Phänologie. Aus dem griechischen übersetzt heißt das „Lehre von den Erscheinungen“.

  • A-Z

    Photometer

    Gerät zur Bestimmung der Absorption von Strahlung durch Gasmoleküle. Jedes Gas hat eigene charakteristische, sie von anderen Gasen unterscheidende Absorptionsbanden. Zur Messung wird die Luftprobe durch eine Küvette im Photometer gepumpt. An beiden Enden der Küvette sitzen Strahlungsquelle und...

  • A-Z

    Pilotballon

    Kleiner, mit Wasserstoff gefüllter Ballon ohne weitere Instrumente mit konstanter Steiggeschwindigkeit. Aus der Zeit vom Start bis zum Eintauchen in die Wolke kann die Höhe der Wolke über Grund ausgerechnet werden. Nachts kann ein Lämpchen angehängt werden.

  • A-Z

    Planetarische Frontalzone

    Bereich zwischen der stabil geschichteten warmen tropischen Luft und der stabil geschichteten kalten Polarluft, in dem die planetarischen Temperaturgegensätze konzentriert sind. Das dadurch bedingte starke meridionale Luftdruckgefälle in der Höhe führt nach den Gesetzen des geostrofischen Windes zu...

  • A-Z

    Platzregen

    Starker, großtropfiger Regen in Schauerform, meist mit Gewitter gekoppelt.

  • A-Z

    Pluviograph

    Gerät, das den Niederschlagsverlauf mechanisch oder elektronisch aufzeichnet. Das bekannteste Prinzip eines Pluviographen ist die Kippwaage: Das Wasser wird auf eine Art Wippe geleitet, die beim Überschreiten eines Gewichts von 1 mm Niederschlag kippt, sich entleert und einen Impuls auslöst. Die...

  • A-Z

    Pluviometer

    Gerät zur Niederschlagssammlung. Er besteht aus einer beheizten Kunststoffplatte, auf die Leiterbahnen aufgebracht sind, die abwechselnd unter positiver und negativer Spannung stehen. Fällt Niederschlag, fließt ein elektrischer Strom, der ein Meldesignal auslöst. Dann trocknet die eingebaute...

  • A-Z

    Polarfront

    Der verdichtete Temperatur- und Luftdruckgegensatz zwischen gemäßigter Luft und polarer Luft in der planetarischen Frontalzone. Sie hat eine Breite von wenigen 100 km.

  • A-Z

    Polarhoch

    Beständiges flaches Hochdruckgebiet über den Polkappen, das durch die absinkende Kaltluft entsteht und auf die untere Troposphäre beschränkt ist.

  • A-Z

    Polarlicht

    Leuchterscheinung in der hohen Atmosphäre zwischen 100 und 1000 km Höhe. Auf der Nordhalbkugel heißt das Polarlicht Nordlicht, auf der Südhalbkugel Südlicht. Es hat grünliche, bläuliche und gelegentlich auch rötliche Färbungen und zeigt die verschiedensten Formen. Es entsteht durch kosmische...

  • A-Z

    Polarluft

    Die im Polargebiet entstehende kalte Luftmasse wird mit nördlicher Strömung nach Mitteleuropa transportiert. So entstehen Kaltlufteinbrüche, die unter Tiefdruckeinfluss zu Schauern und starken Windböen führen.

  • A-Z

    Polarnacht

    In Gebieten nördlich bzw. südlich der Polarkreise der Zeitraum von mehr als 24 Stunden, in dem die Sonne nicht über dem Horizont aufgeht. Die Länge der Polarnacht ist je nach Breitenlage unterschiedlich zwischen einem Tag in der Nähe der Polarkreise und einem halben Jahr an den Polen. Die...

  • A-Z

    Polartag

    In Gebieten nördlich bzw. südlich der Polarkreise der Zeitraum von mehr als 24 Stunden, während dem die Sonne nicht unter den Horizont geht. Zu Zeitdauer und Ursache siehe auch Polarnacht.

  • A-Z

    Polymeter

    Aus Thermometer und Hygrometer bestehendes Messgerät, das neben der Temperatur- und der relativen Feuchteanzeige zur raschen Bestimmung des Taupunkts dient.

  • A-Z

    Potentielle Evapotranspiration

    Aufgrund der klimatischen Gegebenheiten maximal mögliche Verdunstung durch die Pflanzendecke und die Bodenoberfläche oder eine offene Wasserfläche. Die potentielle Evapotranspiration wird real nur erreicht, wenn der Boden ständig ausreichend Wasser nachliefern kann.

  • A-Z

    Pseudopotentielle Temperatur

    Temperatur, die ein Luftpaket hätte, wenn der gesamte in ihr enthaltene Wasserdampf kondensieren und ausfallen würde und man es dann wieder trockenadiabatisch absenkt. Während der Wasserdampf kondensiert, kühlt sich die Luft feuchtadiabatisch ab. Ist die Luft trocken, verändert sie ihre Temperatur...

  • A-Z

    Psychrometer

    Gerät zur Messung des Wasserdampfgehaltes der Luft. Prinzip: Luft streicht über eine nasse Fläche und Wasser verdunstet. Die Verdunstungsenergie wird der Luft entzogen, sie kühlt sich ab. Gleichzeitig sinkt auch die Temperatur der nassen Oberfläche. Ist die vorbeistreichende Luft sehr feucht, kann...

  • A-Z

    Purpurlicht

    Ein intensiv leuchtender purpurfarbener Lichtschein, der etwa 10 bis 50 Minuten nach Sonnenuntergang zu beobachten ist. Dabei wird in der oberen Atmosphäre, der Stratosphäre, das Sonnenlicht an einer Aerosolschicht gestreut. Meist ist es kaum zu sehen, das die Konzentration der Aerosole zu gering...

  • A-Z

    QBO

    Quasi-Biennial-Oszillation. Eine Windrichtungsschwingung in der tropischen Stratosphäre mit wechselnden West– und Ostwinden. Damit gehen Erwärmungs- und Abkühlungs-Phasen einher. Sie tritt etwa alle 2,2 Jahre auf.

  • A-Z

    Quecksilberthermometer

    Um die Temperatur, z.B. der Luft, zu bestimmen, verwendete man vor allem früher sogenannte Quecksilberthermometer. Es besteht aus einer hohlen Glasröhre, die Quecksilber enthält. Am unteren Ende der Glasröhre befindet sich ein größerer Hohlraum, die sogenannte Kapillar. Hier befindet sich der...

  • A-Z

    Quellwolken

    Wolken des unteren Stockwerkes. Sie entstehen aus aufsteigender Warmluft, wenn der Wasserdampf bei Erreichen des Taupunktes zu kondensieren beginnt. Sie sind einzelne, voneinander isolierte, dichte und scharf abgegrenzte Wolken. In der Vertikalen zeichnen sie sich durch Quellungen in Form von...

  • A-Z

    Radar

    Radio detection and ranging: Fernerkundungsverfahren, welches die Reflektion von elektromagnetischen Wellen an Wassertröpfchen und Aerosolen auswertet. Es wird in der Meteorologie zur Ortung und Intensitätsmessung von Niederschlägen eingesetzt und heißt daher auch Niederschlagsradar.

  • A-Z

    Radarreflektivität

    Die Radarreflektivität Z kann als Summe über die sechste Potenz der Tropfendurchmesser eines Volumens definiert werden. In diesem Faktor gehen die Anzahl der Niederschlagsteilchen und deren Durchmesser ein. Je mehr Teilchen vorhanden sind und je größer ihr Durchmesser ist, desto besser "sieht"...

  • A-Z

    Radiosonde

    Eine Radiosonde besteht aus einem mit 4 m³ Wasserstoff gefüllten Gummiballon (800 g) und einer 30 Meter darunter befindlichen Instrumentenkapsel (650 g). Beim Aufsteigen messen die Instrumente Temperatur, Luftfeuchte und Luftdruck, die per Funk übermittelt werden. Durch Verfolgung der Sonde mittels...

  • A-Z

    Rauchdunst

    In großen Steppengebieten aus dem feinverteilten, von Steppenbränden herrührenden Rauch gebildeter Dunst.

  • A-Z

    Raunächte

    Auch Zwölf-Nächte genannt; Zeit zwischen dem ersten Weihnachtstag (25. Dez.) und Heiligen Dreikönigstag (6. Jan.). Also die letzten 6 Tage im alten und die ersten 6 Tage im neuen Jahr. Ihr Ende, der 5. Januar gilt als Perchtenabend. Dieser Tag wird in manchen Gegenden mit Maskenumzügen...

  • A-Z

    Raureif

    Zieht Nebel über eine kalte Oberfläche, so lagern sich kleine Wassertröpfchen als Eis ab, und so bildet sich Raureif.

  • A-Z

    Red sprites

    Bei red sprites (engl.: rote Kobolde) handelt es sich um eine Leuchterscheinung, die oberhalb von Gewitterzellen auftritt und eine Höhe von 100 Kilometer erreichen kann. Es ist ein kurzes (etwa 5 Millisekunden) rötliches Aufleuchten und steht im Zusammenhang mit Blitzen unterhalb der Gewitterzelle....

  • A-Z

    Reflexion

    Zurückwerfen der Lichtstrahlung. Diffuse Reflexion an festen Oberflächen hängt von der Beschaffenheit und Farbe der reflektierenden Oberfläche ab. Die spiegelnde Reflexion kann auf Wasseroberflächen bedeutsam sein. An der Erdoberfläche ist die Reflexion außerordentlich unterschiedlich und reicht...

  • A-Z

    Regelfälle der Witterung

    Typische Wetterperioden, die mit hoher prozentualer Häufigkeit (bezogen auf viele Jahre) zu einem bestimmten Zeitpunkt im Jahresverlauf in Erscheinung treten.

  • A-Z

    Regen

    Regen ist die flüssige Form des Niederschlags. Wasserdampf in der Atmosphäre kondensiert an so genannten Kondensationskernen (Eiskeime, Staubpartikel, feine Ascheteilchen z. B. aus Vulkanausbrüchen) und bildet Tropfen verschiedener Größe, die in der Masse als Wolke in Erscheinung treten. Sichtbar...

  • A-Z

    Regen, künstlicher

    Oft existieren Wolken, die Regen bringen könnten, dies aber nicht tun. Für die Niederschlagsbildung sind Eiskristalle eine notwendige Vorraussetzung. Fehlen diese trotz geeigneter Temperaturverhältnisse kann es sein, dass nicht genügend geeignete Gefrierkerne vorhanden sind. Diese kann man...

  • A-Z

    Regenbogen

    Der Regenbogen ist eine optische Erscheinung, die durch Brechung und Reflexion von Sonnenstrahlen an den Regentropfen eines örtlichen Regengebietes entsteht. Durch die Brechung bei Ein- und Austritt an den Tropfen wird das weiße Licht der Sonnenstrahlen in seine Spektralfarben aufgespalten. Dabei...

  • A-Z

    Reibungswind

    Bodennahe Luftströmung, deren Geschwindigkeit und Richtung durch das Zusammenwirken von Gradientkraft, Corioliskraft und Reibung bestimmt wird. Der Reibungswind strömt schräg zu den Isobaren von hohem zu tiefem Luftdruck. Reibungswind ist gegenüber dem Wind auf offener See stets langsamer.

  • A-Z

    Reif

    Kühlt sich in klaren Nächten die bodennahe Luft unter den Gefrierpunkt, so bilden sich an Oberflächen kleine Eiskristalle.

  • A-Z

    Reifgraupel

    In den Quellwolken von Gewittern befindet sich ein Gemisch aus Eisteilchen, Wassertropfen und unterkühltem Wasser, das trotz Minusgraden nicht in den festen Aggregatzustand übergewechselt ist. Starke Winde sorgen durch ein stetiges Auf und Ab für eine gute Durchmischung und Tröpfchenwachstum. Haben...

  • A-Z

    Reizklima

    Bio- und heilklimatische Bezeichnung für ein Klima mit häufigen starken Winden und großen täglichen Temperaturschwankungen.

  • A-Z

    Relative Feuchte

    Wasserdampfgehalt der Luft in Prozent. Die Wasserdampfaufnahmefähigkeit der Luft nimmt mit steigender Temperatur exponentiell zu. Bei gleichbleibendem absolutem Luftfeuchtegehalt (gemessen in g/m³ Luft) nimmt demzufolge die relative Luftfeuchtigkeit mit steigender Temperatur ab und mit sinkender...

  • A-Z

    Richterskala

    Die Skala wurde 1935 von Charles F. Richter am kalifornischen Institut für Technologie entwickelt. Es handelt sich hierbei um eine logarithmische Skala, die von 0,1 bis 10 reicht. Dabei gilt der angegebene Wert (die Magnitude) als Maß für die Bodenbewegung. Jeder Punkt auf der Skala bedeutet etwa...

  • A-Z

    Rossbreiten

    Windschwache Zone, auch Kalmen genannt, im Bereich des subtropischen Hochdruckgürtels, etwa zwischen 25 - 40 ° N und 25 - 35 ° S. In diesem Divergenzgebiet findet großräumiges Absinken statt, wobei die absinkende Luft aus Richtung Pol am Boden wieder polwärts als Westwindzone der gemäßigten Breiten...

  • A-Z

    Rückseitenwetter

    Schauerwetter, das nach Durchzug einer Kaltfront auftritt. Typisch ist ein rascher Wechsel von Aufklarungsabschnitten mit kurzen heftigen Niederschlägen.

  • A-Z

    S-Index

    Gewitterindex: Er ist eine Maßzahl, die Informationen zur Gewitterneigung gibt. Gewitterindizes basieren auf Temp-Daten und berücksichtigen vertikale Temperatur- und Feuchteverteilung. Für ihn gelten folgende Werte: > 39 keine Gewitter < oder = 46 vereinzelt Gewitter > 46 zahlreiche Gewitter...

  • A-Z

    Sahara

    Die nordafrikanische Sahara, abgeleitet vom arabischen Es-Sahra (die Wüste), ist mit rund 9 Millionen Quadratkilometern die größte Wüste der Erde. Sie erstreckt sich vom Atlantik im Westen über mehr als 6000 Kilometer zum Roten Meer im Osten, von der Küstenzone des Mittelmeeres und dem Rand des...

  • A-Z

    Samum

    Der Samum ist ein trockenheißer und staub- und sandbeladener Wüstensturm in Nordafrika (Algerien und Arabien). Er entsteht an der Vorderseite von Mittelmeertiefs oder durch lokale Hitzetiefs. Die gefährlichsten (und heißesten) Samum sind die aus Südost kommenden. Treten sie im Sommer ein,...

  • A-Z

    Sandsturm

    Bei einem Sandsturm werden Sand oder Staub durch den Wind vom Boden aufgewirbelt. Dabei wird die Sichtweite wesentlich herabgesetzt. Sandstürme treten oft im Spätwinter vor dem Einsetzen der Vegetation nach längerer Trockenperiode auf. Es gibt Wetterlagen, bei denen es vorkommen kann, dass...

  • A-Z

    Santa-Ana Wind

    Föhnwind in Südkalifornien, wenn die Winde aus den heißen Wüstengebieten im Osten über die Santa-Ana Berge wehen. So kann die Temperatur in Los Angeles bis auf 40 °C ansteigen.

  • A-Z

    Satellitenbilder

    Mit Hilfe von speziellen Kameras werden Bilder von den Wettersatelliten an die Bodenstationen übermittelt. Das können sowohl Bilder im Infrarotbereich als auch im sichtbaren Bereich sein. Sichtbare Satellitenbilder gibt es nur zwischen Sonnenauf- und untergang. Infrarote sind dagegen Tag und Nacht...

  • A-Z

    Saurer Regen

    Niederschlag mit geringen pH-Werten (bis herunter zu pH 4). Entsteht durch Schwefel- und Salpetersäure sowie Sulfate und Nitrate. Quellen saurer Substanzen sind die Verbrennung fossiler Energieträger (Kohle, Öl, Benzin), die Ölverarbeitung und Prozesse in der chemischen Industrie. Die ausgestoßenen...

  • A-Z

    Scale

    Eigentlich der englische Begriff für Skala. Als Anglizismus versteht man darunter den Maßstab oder die Größenordnung der in der Atmosphäre oder in hydrologischen Einheiten ablaufenden Prozesse. Sie können sich nach Raum und Zeit sehr unterscheiden. Die Raumskalen reichen von der kleinräumigen...

  • A-Z

    Schafskälte

    Regelfall der Witterung, tritt häufig zwischen dem 5. und 18. Juni in Mitteleuropa auf. Sie wird durch Kaltluftvorstöße aus Nordwesten verursacht. Statistisch gesehen tritt sie in über 80 % der Jahre auf. Der Name weist darauf hin, dass die zu dieser Jahreszeit häufig bereits geschorenen Schafe bei...

  • A-Z

    Schauer

    Niederschlagsereignis mit maximal 45 Minuten Dauer und meist hoher, manchmal schnell wechselnder Niederschlagsintensität. Entsteht aus einem eng begrenzten Niederschlagsfeld (kleiner als etwa 10 km²). Da Schauer durch starke vertikale Luftbewegung entstanden sind, werden sie auch als konvektiver...

  • A-Z

    Schirokko

    Schwülwarmer, regenreicher Südwind im Mittelmeerraum, besonders an der jugoslawischen Adriaküste.

  • A-Z

    Schnee

    Häufigste Form des festen Niederschlags. Er besteht aus hexagonalen, dendritischen Kristallen, die sich zu Flocken zusammenballen.

  • A-Z

    Schneefegen

    Von der Luft aufgewirbelter Schnee.

  • A-Z

    Schneeglätte

    Frisch gefallener Schnee ist selbst nicht glatt. Erst wenn er komprimiert, also zusammengepresst wird, wird er glatt. Beim Komprimieren werden die lockeren Eiskristalle dicht aneinander gepresst, vereisen dabei und führen so zur Schneeglätte. Im Eis herrscht normalerweise eine Temperatur zwischen...

  • A-Z

    Schneegrenze

    Die Höhengrenze zwischen dem ganzjährig schneebedeckten und dem im Sommer schneefrei werdenden Gebiet. Ihre Lage ist von den Mitteltemperaturen und den Niederschlagsverhältnissen einer Klimazone abhängig. Sie steigt von den Polargebieten zum Äquator hin vom Meeresniveau bis über 5000 m Höhe an und...

  • A-Z

    Schneehöhe

    Mächtigkeit der Schneedecke vom Boden bis zur Schneeoberfläche. Wird in cm angegeben.

  • A-Z

    Schneeregen

    Niederschlag aus einem Schneeflocken-Regen-Mix. Fällt bei Temperaturen von 0 bis +2°C.

  • A-Z

    Schwefeldioxid Grenzwerte

    Seit dem 1. Januar 2005 beträgt der 1-Stunden-Grenzwert 350 µg/m3 und darf höchstens 24mal im Jahr überschritten werden. Der Tagesgrenzwert von 125 µg/m3 darf nicht öfter als dreimal im Kalenderjahr überschritten werden.

  • A-Z

    Schwendtag

    Auch verworfene Tage für Bauernregeln. Sie gehen auf Überlieferungen aus dem Mittelalter zurück. Schon für die Römer standen diese Tage, als Atri bekannt, unter einem ungünstigen Stern. Um das Schicksal nicht herauszufordern, sollte die Arbeit in Haus und Hof ruhen, Neues erst gar nicht begonnen...

  • A-Z

    Schwüle

    Vom Menschen empfundene subjektive Temperaturerhöhung aufgrund hoher Wärme bei gleichzeitiger hoher relativer Luftfeuchte. Schwüle ist physikalisch nicht exakt definierbar, sondern muss eher am Wohlbefinden gemessen werden. So ergeben sich von Individuum zu Individuum Unterschiede. Ein...

  • A-Z

    Seewind

    Bodennaher Wind vom Wasser zum Land an Tagen mit viel Sonneneinstrahlung an Ufern und Küsten. Seewind ist die tagsüber auftretende Komponente des periodischen Land-See-Windsystems. Er entsteht als Ausgleichsströmung aus einer thermischen Zirkulation, die durch das Aufsteigen der über den...

  • A-Z

    semihumid

    Bezeichnung der Klimate, in denen die Jahresniederschlagssummen meist geringer sind als die Jahresverdunstung. Nur in drei bis fünf Monaten sind die Niederschlagsmengen größer als die Verdunstungssummen.

  • A-Z

    Showalter-Index

    Gewitterindex: Er ist eine Maßzahl, die Informationen zur Gewitterneigung gibt. Gewitterindizes basieren auf Temp-Daten und berücksichtigen vertikale Temperatur- und Feuchteverteilung. Für ihn gelten folgende Werte: > 2 keine Gewitter > 0 Gewitter möglich > -2 Gewitter wahrscheinlich < oder = -2...

  • A-Z

    Sibirisches Hoch

    Das mächtige, stabile kontinentale Kältehoch, welches sich im Winter in Innerasien ausprägt. Es ist ein wichtiges Glied in der Luftdruckverteilung auf der Nordhalbkugel und beeinflusst auch die Monsun-Zirkulation.

  • A-Z

    Siebenschläfer

    27. Juni, bzw. 7. Juli nach dem Gregorianischen Kalender. "Regnet es am Siebenschläfertag, der Regen sieben Wochen nicht weichen mag." Nach dieser alten Bauernregel entscheidet sich am Siebenschläfertag das Schicksal des Sommers in Deutschland. Die Wetterregel ist zwar wissenschaftlich nicht zu...

  • A-Z

    Smog

    Aus den englischen Begriffen "smoke" (Rauch) und "fog" (Nebel) zusammengesetzter Begriff, mit dem sich nahezu alle Schadstoffe in der Atmosphäre kennzeichnen lassen. Smog tritt meist über Großstädten und industriellen Ballungsgebieten bei Wetter mit geringem Luftaustausch auf. Voraussetzungen sind...

  • A-Z

    SOI

    Der Südliche Ozillationsindex (SOI) ist ein Parameter für die Bewegung der Druckschaukel zwischen den zwei Druckzentren im Pazifischen Ozean, Tahiti und Darwin. Im Zusammenhang mit El Niño kann man mit Hilfe des SOI folgende Aussage machen: je negativer der SOI, desto stärker ist der El Niño....

  • A-Z

    Sommermonsun

    Sommerliche Ausprägung einer großräumigen Monsunzirkulation. Diese Ausprägung wird in der Regel stark durch ein sommerliches Hitzetief über einem subtropischen Kontinent beeinflusst (z. B. Sommermonsun über dem indischen Subkontinent).

  • A-Z

    Sommertag

    Meteorologische Bezeichnung für einen Tag, am dem das Temperaturmaximum mindestens bei 25°C liegt.

  • A-Z

    Sommerzeit

    Vorlegung der normalen Stundenzählung um eine Stunde im Sommerhalbjahr, genau vom letzten März-Sonntag bis zum letzen Oktober-Sonntag.

  • A-Z

    Sonnenaufgang

    Der Sonnenaufgang ist der Vorgang, bei dem das Bild der Sonne den Horizont überschreitet. Auch der Zeitpunkt dieses Ereignisses wird so bezeichnet. Das Gegenteil ist der Sonnenuntergang. Ursache ist nicht eine Bewegung der Sonne, sondern die Erdrotation.

  • A-Z

    Sonnenscheindauer

    Zeitliche Länge der direkten Sonnenbestrahlung, welche pro Tag, Monat oder Jahr in Stunden oder in Prozenten der astronomisch möglichen Sonnenscheindauer angegeben wird. Sie beträgt in Mitteleuropa im Flachland nicht ganz 40% und im Gebirge etwa 50% im Jahresmittel.

  • A-Z

    Sonnenuntergang

    siehe Sonnenaufgang.

  • A-Z

    Spätfrost

    Nachtfrost im Frühjahr (in Mitteleuropa bis spätestens Anfang Juni). Er kann die in voller Entwicklung befindlichen Pflanzen schädigen. Extremer Spätfrost während der Pflanzen-Blüte kann große Teile der Ernte vernichten. Lokale Reliefunterschiede (Mulden- und Tallagen) begünstigen die Entstehung...

  • A-Z

    Spezifische Feuchte

    Gibt das Verhältnis der Wasserdampfdichte zur Dichte der feuchten Luft an. Sie wird in kg Wasserdampf/ kg feuchter Luft angegeben. Sie ist bei Vertikalbewegungen von Luftmassen konstant, solange keine Verdunstung oder Kondensation auftritt.

  • A-Z

    Spread

    Differenz zwischen aktueller Temperatur und Taupunkt. Sie ist ein Feuchtemaß. Je geringer der Spread, desto feuchter ist die Luft.

  • A-Z

    Stadtklima

    Lokales Klima, welches sich in größeren Städten und in Ballungsräumen entwickelt. Prägend sind das Fehlen einer Vegetationsdecke, die zusätzliche Wärmeproduktion der Stadt und der verunreinigungsbedingte Dunst. So entstehen relative Sommerhitze (höhere Wärmeaufnahme überbauter Gebiete), relative...

  • A-Z

    Standardatmosphäre

    Für den Vergleich von Leistungsparametern von Flugzeugen und auch für die Eichung von Instrumenten wie Höhen- und Fahrtenmesser wurde von der ICAO (International Civil Aviation Organisation) eine Standardatmosphäre festgelegt. Es gelten folgende Grunddaten für die Höhe Null Meter MSL: Luftdruck:...

  • A-Z

    Starkregen

    Niederschlagsmengen von mindestens 7 Litern in 10 Minuten oder 12 Litern in 30 Minuten oder 17 Litern in 60 Minuten.

  • A-Z

    Staubhose

    Staubhose oder Sandhose. Zur Gruppe der "Klein-Tromben" gehörender Wirbelwind, der Sand und Staub vom Boden säulenartig aufwirbelt; entsteht durch starke Konvektion über trockenen, sandigen Gebieten.

  • A-Z

    Stauniederschläge

    Stauniederschläge, synonym verwendet wird Steigungsregen, sind Niederschläge, die durch Hebung der Luft auf der Luv-Seite eines Gebirges ausgelöst werden.

  • A-Z

    Stauwetterlage

    Wolken- und niederschlagreiches Wetter im Luv eines Gebirges, zum Beispiel auf der Alpennordseite bei nördlichem Wind. Im Lee herrscht dagegen heiteres Wetter.

  • A-Z

    Steigungsregen

    Niederschläge an Gebirgen, die durch aufsteigende feuchte Luftmassen verursacht werden.

  • A-Z

    Steinbeck-Verfahren

    Gewitterindex: Er ist eine Maßzahl, die Informationen zur Gewitterneigung gibt. Gewitterindizes basieren auf Temp-Daten und berücksichtigen vertikale Temperatur- und Feuchteverteilung. Gewitter sind möglich, wenn folgende Bedingungen erfüllt sind: (T850 - T500) > 25 (T850 - TD850) < 7 (T700 -...

  • A-Z

    Steppenklima

    Durch Hochdrucklagen geprägtes kontinentales trockenes Klima mit warmen oder heißen Sommern und kalten Wintern. Die Jahresniederschlagsmenge von 300 - 450 mm fällt vor allem im Frühjahr und Herbst. Die Sommer sind trocken und haben einen sehr hohen Verdunstungsüberschuss. Mitunter treten Dürrejahre...

  • A-Z

    Stickstoffdioxid Grenzwerte

    Der Stunden-Grenzwert für den Schutz der menschlichen Gesundheit liegt bei 200 µg/m3, dieser darf nicht öfter als 18mal im Kalenderjahr überschritten werden. Diese Regelung gilt ab 1. Januar 2010.

  • A-Z

    Stickstoffmonoxid Grenzwerte

    Seit 2001 gibt es einen Jahresgrenzwert zum Schutz der Vegetation, der 30 µg/m3 nicht überschreiten darf.

  • A-Z

    Strahlstrom

    Siehe unter Jetstream

  • A-Z

    Strahlungsfrost

    Frost, der in klaren Nächten durch Ausstrahlung entsteht. Dabei sinken nahe dem Erdboden die Temperaturen am tiefsten ab.

  • A-Z

    Strahlungsnebel

    Bei Nebel handelt es sich um eine Schichtwolke (Stratus), die sich an der Erdoberfläche bildet. Die Sichtweite muss dabei in der Wetterkunde unter 1000 Meter liegen. Der Strahlungsnebel bildet sich durch den Kontakt warmer und feuchter Luft mit der abgekühlten Erdoberfläche. Infolge von Abkühlung...

  • A-Z

    Stratocumulus

    Der Stratocumulus zählt zu den tiefen Wolken. Er besteht überwiegend aus Wassertröpfchen, im Winter auch aus Schneekristallen oder –flocken. Die Bewölkung hat insgesamt das Aussehen von grauen oder weißlichen Flecken, Feldern oder Schichten, die außerdem dunkle Stellen enthalten. Der Stratocumulus...

  • A-Z

    Stratopause

    Obergrenze der Stratosphäre (ca. 50 Kilometer Höhe).

  • A-Z

    Stratosphäre

    Zweites Höhenstockwerk der Atmosphäre, über der Tropopause bis in ca. 50 km Höhe gelegen. Die Stratosphäre ist stabil geschichtet, da sie nach oben zu wärmer wird. Dadurch findet kein vertikaler Austausch statt.

  • A-Z

    Stratus

    Typ der tiefen, z. T. mächtigen Schichtwolke. Sie entstehen häufig an Warmfronten, d. h. im Grenzbereich verschiedener Luftmassen oder in aufsteigenden Luftmassen auf der Luv-Seite von Gebirgen. Sie bringen oft langanhaltenden Niederschlag.

  • A-Z

    Streuung

    Trifft eine Lichtwelle auf ein atmosphärisches Gasteilchen (im wesentlichen Stickstoff- und Sauerstoffmoleküle), so wird dieses seinerseits wieder Ausgangspunkt einer Welle, es wird gestreut. Ähnlich wie beim Wasser: Wird ein im Wasser stehender Pfahl von einer Welle getroffen, so bilden sich um...

  • A-Z

    Sturmtief

    Tiefdruckgebiet mit Windgeschwindigkeiten über 75 km/h, also Windstärke 9. Wird im 10-minütigen Mittel diese Geschwindigkeit gemessen oder aber in Böen Windstärke 11, dann darf sich das Tief ein Sturmtief nennen.

  • A-Z

    Sublimation

    Direkter Übergang der Aggregatzustände fest - gasförmig und umgekehrt.

  • A-Z

    Subtropen

    Subtropen sind die Übergangszone zwischen Tropen und kühlgemäßigten Mittelbreiten. Sie liegen etwa zwischen den Wendekreisen und dem 45. Breitengrad Nord bzw. Süd. Auf den Westseiten der Kontinente sind in den Subtropen häufig Winterregenregime ausgebildet (Winterregensubtropen), auf den Ostseiten...

  • A-Z

    Subtropisch-randtropische Hochdruckgebiete

    Die einzelnen quasistationären Hochdruck-Zellen des subtropisch-randtropischen Hochdruckgürtels. Sie beeinflussen z. B. als Azorenhoch häufig das Wetter in Mitteleuropa, als Nordpazifik-Hoch zwischen Hawaii und Kalifornien das Klima der nordamerikanischen Westküste.

  • A-Z

    Synoptik

    Teilgebiet der Meteorologie, das sich mit den Auswirkungen der atmosphärischen Bedingungen auf das lokale und regionale Wetter befasst.

  • A-Z

    Synoptische Jahreszeit

    Zeitraum von einigen Tagen bis Wochen, der im Jahresverlauf durch eine in typischer Weise und statistisch häufig auftretende Großwetterlage geprägt ist. Die synoptischen Jahreszeiten sind Zeiträume, in denen die Regelfälle der Witterung eintreffen. Sie werden häufig in Bauernregeln charakterisiert....

  • A-Z

    Szenarienrechnung

    Modellrechnungen von globalen Klimamodellen unter Vorgabe bestimmter Bedingungen, Szenarien. Ein bekanntes Szenarium ist die Vorgabe einer Verdopplung des CO2-Gehaltes der Atmosphäre bis zum Jahre 2100.

  • A-Z

    TAF

    Die TAF (Terminal Aerodrome Forecast) ist eine verschlüsselte Flugplatzwettervorhersage. Die vorhergesagten Daten gelten für den Bereich des meldenden Flugplatzes. TAF-Meldungen werden entweder mit einer Ausgabefrequenz von 3 Stunden für einen Vorhersagezeitraum von 9 Stunden oder mit einer...

  • A-Z

    TAF Schlüssel

    Beispiel TAF: 2009/06/12 11:00 TAF EDDS 121100Z 1212/1312 27005KT P6SM BKN080 BECMG 0608 VRB03KT FM1200Z 27008KT P6SM SCT080 FM1600Z 28012KT P6SM SCT050 TEMPO 1622 P6SM -SHRA BKN050 BECMG 0103 VRB03KT RMK NXT FCST BY 12Z Erklärung: Eingeleitet wird der TAF durch das aktuelle Datum und Uhrzeit,...

  • A-Z

    Tagesmitteltemperatur

    Seit dem 1. April 2001 werden für die Berechnung der Tagesmitteltemperatur alle zur vollen Stunde gemessenen Temperaturwerte genommen und durch 24 geteilt. Bis zum 31. März 2001 wurde die mittlere Tagestemperatur durch Mittelung der Temperaturwerte, die zu den drei festen Klimaterminen um 07:30,...

  • A-Z

    Taifun

    Bezeichnung eines tropischen Wirbelsturmes im asiatischen Raum.

  • A-Z

    Talwind

    Teilaspekt des tagesperiodisch auftretenden Berg-Tal-Wind-Systems in Gebirgstälern. Er weht etwa vom frühen Mittag an talaufwärts. Er entsteht als Folge der starken Erwärmung der Gebirgshänge durch direkte Sonnenbestrahlung. Diese bewirkt ein Aufsteigen der über dem Boden erhitzten Luft und setzt...

  • A-Z

    Tau

    Infolge nächtlicher Abkühlung kondensiert der Wasserdampf der Luft an Gräsern, Blättern, etc und bildet Tautropfen.

  • A-Z

    Taupunkt

    Temperatur, auf die die feuchte Luft abgekühlt werden muss, damit der in der Luft befindliche Wasserdampf kondensieren kann.

  • A-Z

    Taupunktsdifferenz

    Siehe unter Spread

  • A-Z

    Temperatur

    Bezeichnung für einen Wärmezustand eines Körpers. Sie ist die mittlere kinetische Energie, in diesem Fall die der Luftmoleküle. Die Moleküle sind stets in Bewegung und stoßen somit auch zusammen. Dabei wird Wärme erzeugt. Je enger nun der Raum ist, in dem sie sich befinden, desto öfter stoßen sie...

  • A-Z

    Temperaturumkehr

    siehe unter Inversion

  • A-Z

    Thermik

    Auch thermische Turbulenz oder Konvektion genannt. Sie entsteht, wenn die Sonne den Erdboden erwärmt. Die darüberliegende Luft heizt sich auf, wird leichter und erfährt einen Auftrieb. "Blasen" oder "Schläuche" wärmerer Luft steigen so als Thermik in die Höhe und verursachen bei ausreichender...

  • A-Z

    Thermische Höhenstufung

    Vertikale Gliederung der Naturräume und Nutzungsstufen in einem Gebirge. Sie ist durch eine bestimmte regelmäßige Abnahme der mittleren Temperaturen gekennzeichnet und somit der landschaftliche Ausdruck der physikalisch bedingten Temperaturabnahme mit zunehmender Höhe in der unteren Lufthülle.

  • A-Z

    Thermosphäre

    Vom Griechischen „thermos“(Wärme), auch Ionosphäre genannt. Dieses ist mit bis zu 500 km Höhe das am weitesten ausgedehnte Stockwerk unserer Atmosphäre. Der Luftdruck sinkt unter 0,001 hPa und die Temperatur steigt auf über 1000° C. Durch die kurzwellige Sonnenstrahlung wird eine Ionisation der...

  • A-Z

    Tiefdruckgebiet

    siehe unter Zyklone

  • A-Z

    Tornado

    Schlauchförmiger wandernder Wirbelwind auf dem Festland mit einem Durchmesser von weniger als 100 m und sehr kurzer Lebensdauer und Weglänge. Aufgrund extremer Windstärken hinterlassen Tornados häufig eine Schneise der Verwüstung. Sie weisen die höchsten auf der Erde bekannten Windstärken auf. In...

  • A-Z

    Tornado-Alley

    Gebiet im Mittleren Westen der USA, in dem es in den Monaten März bis August am häufigsten Tornados gibt. Kalte Luftmassen von Norden treffen im "Tornado Alley" auf die feuchtwarmen von Süden. Es entstehen instabile Luftmassen, die stark zur Bildung von Superzellen und damit zur Bildung von...

  • A-Z

    Total Totals

    Gewitterindex: Er ist eine Maßzahl, die Informationen zur Gewitterneigung gibt. Gewitterindizes basieren auf Temp-Daten und berücksichtigen vertikale Temperatur- und Feuchteverteilung. Er wird wie folgt berechnet: TT=T850 + TD850 - 2*T500 mit T850 = Temperatur in 850 hPa TD850 = Taupunkt in...

  • A-Z

    Trajektorie

    Als Trajektorie bezeichnet man die (Luft-)Bahn, die ein einzeln betrachtetes Luftpartikel in einem gewissen Zeitraum durchläuft. Sie verbindet alle Orte, die ein Teilchen einmal berührt hat. So lässt sich die Herkunft und die Verfrachtung von Luftverunreinigungen bestimmen

  • A-Z

    Treibhauseffekt

    Das Zustandekommen relativ hoher Temperaturen in Räumen, die mit Glas gedeckt und von der Sonne bestrahlt sind. Die kurzwellige Sonnenstrahlung durchdringt das Glas mit geringem Verlust, wird am Boden absorbiert und in Wärme umgewandelt. Für die langwellige Wärmestrahlung ist Glas jedoch praktisch...

  • A-Z

    Trockenadiabate

    Typischer vertikaler Temperaturgradient außerhalb von Wolken. Er beträgt etwa –0,98 °C/100 m. <291>Feuchtadiabate

  • A-Z

    Trockener Dunst

    Im Unterschied zum feuchten Dunst besteht trockener Dunst aus festen in der Atmosphäre schwebenden Teilchen. Er hängt primär nicht von den Feuchteverhältnissen ab.

  • A-Z

    Trog

    Ein Trog ist ein großrämiges Gebiet niedrigeren Luftdrucks im Vergleich zur Umgebung. Im Gegensatz zu Tiefs sind Tröge nicht vollständig von höherem Druck umschlossen. Während Tiefs besonders in Bodennähe vorkommen, sind in höheren Luftschichten etwa oberhalb 4000 m hingegen sehr oft Tröge zu...

  • A-Z

    Trombe

    Bezeichnung für einen engbegrenzten Wirbelwind (einige 10 bis 100 Meter hoch). Tromben entstehen an kleinen engräumigen Temperaturgegensätzen, z. B. lokale Überhitzung des Bodens. Ein Tornado zählt zu den Großtromben, und kann erhebliche Schäden anrichten.

  • A-Z

    Tropen

    Heiße Zone auf beiden Seiten des Äquators zwischen den Sonnen-Wendekreisen.

  • A-Z

    Tropentag

    Ein heißer Tag wurde früher oft auch als Tropentag bezeichnet. Das Temperaturmaximum eines Tages muss über 30°C liegen.

  • A-Z

    Tropische Wirbelstürme

    Tropische Wirbelstürme sind rotierende, wandernde und frontenlose Luftwirbel von 200 bis 500 km Durchmesser. Sie erreichen nicht die Ausdehnung von Tiefdruckgebieten in den gemäßigten Breiten, dafür aber einen sehr niedrigen Kerndruck, der zu orkanartigen Windgeschwindigkeiten führt. Die...

  • A-Z

    Tropopause

    Vom Griechischen „pausis“ (aufhören). Sie ist die Obergrenze der Troposphäre und bildet eine Grenzfläche für das Wettergeschehen. Ab hier nimmt die Temperatur nicht mehr weiter ab, sondern bleibt gleich. Das nennt man Isothermie.

  • A-Z

    Troposphäre

    Hauptzone des Wettergeschehens. Die Troposphäre ist das unterste Stockwerk der Atmosphäre. Sie ist aufgrund der jeweils vorherrschenden Temperaturen in der Nähe des Äquators mächtiger als in den polaren Regionen (17 km bzw. 8 km). In ihr sind ca. 75 % der Luftmassen und fast der gesamte Wasserdampf...

  • A-Z

    Tsunami

    Tsunamis entstehen durch Erd- bzw. Seebeben. Der Begriff kommt aus dem Japanischen und heißt: "Welle im Hafen". Japanische Fischer gaben den Wellen den Namen weil sie die Wellen beim Fischen auf dem Ozean kaum bemerkten und ihre Häfen teilweise komplett zerstört waren als sie vom Fischen nach Hause...

  • A-Z

    Turbulenz

    Turbulenz ist eine ungeordnete Bewegung der Luft, die der geordneten Strömung überlagert ist. Turbulenz ist unheimlich wichtig für den Wärmehaushalt der Atmosphäre, für die Verdunstung und die Ausbreitung von Gasen, Teilchen usw. in der Luft. Man unterscheidet zwischen dynamischer und thermischer...

  • A-Z

    überadiabatisch

    Bezeichnung für eine vertikale Schichtung der Luft, bei der die Temperatur mit zunehmender Höhe um mehr als 1°C/100m abnimmt.

  • A-Z

    Übersättigung

    Relative Feuchte über 100 %. Dies kann kurzfristig und in Abwesenheit von Kondensationskernen auftreten.

  • A-Z

    Unterkühlter Regen

    Regentropfen können bis zu einer Temperatur von minus 30 Grad Celsius flüssig bleiben. Grund ist das Fehlen von geeigneten Gefrierkernen. Erst ab minus 30 Grad Celsius gefriert jedes Tröpfchen zu Eis.

  • A-Z

    UTC

    (Universal Time Coordinated) Die koordinierte Weltzeit wurde 1926 als Ersatz für die Greenwich Mean Time (GMT) eingeführt. Sie wurde aus astronomischen Beobachtungen gewonnen und entspricht etwa der mittleren Sonnenzeit am Meridian durch Greenwich (Großbritannien - nullter Längengrad). Für...

  • A-Z

    UV-Strahlung

    Neben dem sichtbaren Licht gibt die Sonne auch unsichtbare Strahlung ab, die ultraviolette Strahlung, abgekürzt UV-Strahlung. Dies ist physikalisch betrachtet der Wellenlängenbereich zwischen ca. 280 nm und 400 nm. Dieser Bereich wird in drei Teilbereiche unterteilt: UVC, UVB und UVA: Die sehr...

  • A-Z

    Verdunstung

    Übergang von flüssig zu gasförmig. Dazu wird Wärme benötigt, die später bei der Kondensation wieder als latente Wärme freigesetzt wird.

  • A-Z

    Vereisung

    Bildung von Eis auf Wasserflächen, von Firn-, Gletscher- und Inlandeis. 2. In der Luftfahrt Bildung von Eis an Flugzeugen, siehe dazu Flugzeugvereisung

  • A-Z

    Virga

    Siehe unter Fallstreifen

  • A-Z

    VOLMET

    Die vier deutschen VOLMET-Stationen senden Wetterinformationen für Luftfahrzeuge im Fluge. Die Informationen enthalten das Platzwetter mit Trend (Landewettervorhersage) für die genannten Flughäfen und Wetterstationen. Der Trend hat eine Gültigkeit von zwei Stunden. Bremen VOLMET - 127,400...

  • A-Z

    Warmfront

    Grenzbereich des Warmluftsektors auf der so genannten Vorderseite eines Tiefdruckgebietes mit einer charakteristischen Wolkenabfolge.

  • A-Z

    Was ist Feinstaub?

    Als Feinstaub bezeichnet man Staub mit einer Partikelgröße unter 10 µm (Mikrometer). Feinstaub ist mit bloßem Auge nicht sichtbar. Im Unterschied zu Grobstäuben, die nur relativ kurz in der Luft bleiben, können Feinstäube viel länger in der Atmosphäre verbleiben und auch über größere Strecken...

  • A-Z

    Was ist Kohlenstoffmonoxid?

    Kohlenstoffmonoxid (gebräuchlicher Trivialname: Kohlenmonoxid) ist eine chemische Verbindung aus Kohlenstoff und Sauerstoff und gehört damit neben Kohlenstoffdioxid zur Gruppe der Kohlenstoffoxide. Es ist ein farb-, geruch- und geschmackloses Gas. Kohlenstoffmonoxid beeinträchtigt die...

  • A-Z

    Was ist Ozon?

    Ozon ist ein vielseitiges Gas. Es kann hochexplosiv und aggressiv sein, es kann uns aber auch vor den schädlichen UV-Strahlen der Sonne schützen. Es ist ein bläuliches, charakteristisch riechendes, sehr giftiges Gas. Im flüssigen Zustand ist Ozon dunkelblau, im festen Zustand bildet es eine...

  • A-Z

    Was ist Schwefeldioxid?

    Schwefeldioxid ist ein farbloses, stechend riechendes und sauer schmeckendes, giftiges Gas. In der Lebensmittelindustrie findet Schwefeldioxid unter der Bezeichnung E 220 als Konservierungsmittel und Antioxidationsmittel Verwendung, vor allem für Trockenfrüchte, Kartoffelgerichte, Fruchtsäfte,...

  • A-Z

    Was ist Stickstoffdioxid?

    Stickstoffdioxid ist ein rotbraunes, stechend chlorähnlich riechendes hochgiftiges Gas, das leicht verflüssigt werden kann und als Spurengas in der Atmosphäre mit den höchsten Werten in Bodennähe vorkommt. Eingeatmetes Stickstoffdioxid löst Kopfschmerzen und Schwindel aus, ebenso treten...

  • A-Z

    Was ist Stickstoffmonoxid?

    Stickstoffoxide in der Luft stammen insbesondere aus Abgasen von Industrieanlagen, Kraft- und Fernheizwerken, von Gebäudeheizungen und Verkehrsabgasen. Die größte Menge der Stickstoffoxide kommt aus den Auspuffrohren der Autos und wird auch noch direkt im Aufenthaltsbereich der Menschen freigesetzt....

  • A-Z

    Wasserbilanz

    Eine Wasserbilanz beinhaltet die Teilglieder Niederschlag, Abfluss, Verdunstung, Rücklage und Aufbrauch. Sie ist die in Zahlen ausgedrückte Summe der Prozesse des Wasserkreislaufes oder des Wasserhaushaltes. Eine Wasserbilanz kann auf ein Fluss-Einzugsgebiet, einen Wasserkörper, eine Region oder...

  • A-Z

    Wasserdampf

    Unsichtbarer, gasförmiger Zustand des flüssigen Wassers. Der Wasserdampf macht maximal etwa 4 Volumenprozent der Luft aus. Dieser Anteil kann räumlich und zeitlich außerordentlich stark schwanken. Nahezu der gesamte Wasserdampf der Atmosphäre befindet sich in der Troposphäre. Ohne ihn gäbe es kein...

  • A-Z

    Wasserhose

    Heftiger lokaler Wirbelwind, der sich bei stark instabiler Schichtung (Gewitterlage) bildet, wobei aus der Unterfläche der Gewitterwolke ein rüsselartiger Wolkenschlauch bis in Bodennähe herabreicht (über Land Windhose, Staubhose).

  • A-Z

    Wasserkreislauf

    Die permanent ablaufende Bewegung von Wasser auf, über und unter der Erdoberfläche heißt Wasserkreislauf. Er findet in den drei Teilphasen Verdunstung, Niederschlag und Abfluss statt. Wasser verdunstet über den Meeresflächen in die Atmosphäre, wird mit den Luftströmungen zum Festland getragen und...

  • A-Z

    Wasserwolken

    Wolken, die ausschließlich aus Wassertröpfchen bestehen, also keine festen Bestandteile wie Eis in sich haben. Alle Wolken des tiefen Stockwerkes (0 bis 2 km Höhe) sind reine Wasserwolken.

  • A-Z

    Weihnachtstauwetter

    Regelfall der Witterung. Durch westliche Winde und atlantische Warmluftvorstöße wird in Mitteleuropa in rund zwei Drittel der Jahre zwischen dem 22. Dezember und dem 1. Januar eine Periode mit für die Jahreszeit zu warmem Wetter eingeleitet. Im Flachland kann dann häufig der vorhandene Schnee...

  • A-Z

    Westwindzone

    Das Gebiet zwischen den subtropischen Hochdruckgürteln und den subpolaren Tiefdruckrinnen heißt Westwindzone. Charakteristisch für die Westwindzone sind häufige Wetterwechsel. Sie werden von kurzlebigen Tief- und Hochdruckgebieten verursacht, die meist in rascher Folge von West nach Ost über einen...

  • A-Z

    Wetter

    Die Ausprägung und die sich augenblicklich abspielenden Vorgänge des atmosphärischen Geschehens zu einem bestimmten Zeitpunkt an einem bestimmten Ort oder in einer bestimmten Region. Im zeitlichen Ablauf beschreibt Wetter den momentanen Zustand, Witterung bezieht sich auf einige Tage, Klima meint...

  • A-Z

    Wetterbeobachtung

    Die synoptische Wetterbeobachtung übermittelt alle 3 Stunden nach GMT die Elemente wie Wolken, Niederschlag, Wind, Temperatur, Nebel, Gewitter etc.

  • A-Z

    Wetterelemente

    Messbare (Temperatur, Feuchtigkeit usw.) und beobachtbare (Bewölkung, Niederschlag in der Luft) Zustände der Atmosphäre. Diese Elemente können weiter spezifiziert werden, z. B. Höchsttemperatur, Monatsmitteltemperatur usw.

  • A-Z

    Wetterhütte

    Holzhütte mit doppeltem Boden und Dach, weiß gestrichenen Jalousienwänden, um meteorologische Messungen vor der Sonne geschützt durchzuführen. Sie enthält ein Psychrometer, ein Maximum- und Minimumthermometer, ein Hygrometer und Registrierungsinstrumente. Die Wetterhütte wird auf einem freien Platz...

  • A-Z

    Wetterkunde

    Siehe unter Meteorologie

  • A-Z

    Wetterlage

    Meteorologisches Gesamtbild des in einem größeren Raum ablaufenden Wettergeschehens. Wichtige Kennzeichen für die Wetterlage sind Positionen von Druckzentren, Lage von Fronten, Luftschichtung, Strömungsverhältnisse, Wolkenverteilung, Niederschlagsgebiete und Temperaturverteilung. Diese...

  • A-Z

    Wetterleuchten

    Wenn sich Blitze innerhalb von Wolken oder hinter dem Horizont entladen, sind sie für das zwar nicht sichtbar, aber sie beleuchten die Wolken und den Himmel.

  • A-Z

    Wettersatellit

    Künstlicher Erdsatellit zur Beobachtung und Erforschung des Wetters. Mittels verschiedener Messgeräte und spezieller Kameras liefert der Satellit auch aus unzugänglichen Gebieten die Informationen, die die Wetterdienste für ihre Wetterprognosen benötigen. Satelliten befinden sich in ca. 36.000 km...

  • A-Z

    Wetterscheide

    Orographische Grenzgebiete, an denen sich der Wettercharakter auf kleinem Raum häufig ändert. Wetterscheiden sind Gebirge und auch Flüsse.

  • A-Z

    Wetterschiffe

    Ortsfeste Schiffe, die zur Wetterbeobachtung ausgerüstet und eingesetzt werden. Ihre übermittelten Daten werden als Grundlage zur Analyse der Wetterlage benutzt. Ein Beispiel ist das TW (Tiefwasserschiff) Elbe 1 in der Deutschen Bucht.

  • A-Z

    Wetterstation

    Standort für eine international genormte Station von Wetterdaten. Eine Wetterstation beherbergt eine Wetterhütte mit Messinstrumenten, die zu bestimmten Zeiten händisch(oder automatisch) abgelesen werden. Diese Daten werden zentral gesammelt und ausgewertet.

  • A-Z

    Wettervorhersage

    Die Wettervorhersage ist eine zusammenfassende Beschreibung der Wetterlage und der voraussehbaren weiteren Entwicklung des Wettergeschehens. Seit ihren Anfängen vor etwa 100 Jahren hat die Wettervorhersage an Zuverlässigkeit stetig zugenommen. Betrachtet man den Zeitraum der letzten dreißig Jahre,...

  • A-Z

    Wie und auf welcher rechtlichen Grundlage wird die Höhe der Ozonkonzentration bewertet?

    Mit der 33. Verordnung zum Bundesimmissionsschutzgesetz sind europaweit geltende Zielwerte in deutsches Recht übernommen worden. Die Verordnung enthält keine Grenzwerte, sondern Zielwerte, die bis 2010 bzw. 2020 eingehalten werden sollen, sowie eine Informationsschwelle und eine Alarmschwelle für...

  • A-Z

    Wie wird Ozon gebildet?

    Das atmosphärische Ozon entsteht durch Spaltung von Sauerstoffmolekülen durch die ultraviolette Strahlung der Sonne. Dabei wird das Sauerstoffmolekül in zwei Sauerstoffradikale gespalten. Diese vereinen sich entweder wieder zu einem Sauerstoffmolekül (Rekombination) oder verbinden sich mit einem...

  • A-Z

    Willy-Willy

    Ein tropischer Wirbelsturm wird im australischen Bereich Willy-Willy genannt.

  • A-Z

    Wind

    Wind bezeichnet die horizontale Bewegung von Luftmassen zum Druckausgleich. Entsprechend der jeweiligen Geschwindigkeit unterscheidet man z. B. Brise, Sturm und Orkan. Das Maß der Windstärke ist Beaufort (von Admiral F. Beaufort im Jahr 1806 eingeführt). Der Wind ist wegen seiner ausgleichenden und...

  • A-Z

    Windchill

    Siehe unter gefühlte Temperatur

  • A-Z

    Windgesetz

    siehe unter Barisches Windgesetz

  • A-Z

    Windhose

    Kleinräumiger Wirbelwind, der bereits beträchtliche Schäden anrichten kann; zählt zu den Groß-Tromben wie Tornados. Windhosen bilden sich bei Gewitter und können beträchtliche Schäden anrichten, z. B. Dächer abdecken und Bäume entwurzeln. Treten auch über dem wärmeren Ozean als "Wasserhose" auf....

  • A-Z

    Windsack

    Durch einen Metallring aufgespreizter Sack aus leichtem Stoff, der an einer Stange frei drehbar aufgehängt ist. Je nach Füllung zeigt er neben der Windrichtung auch die Windstärke an. Meist auf Flugplätzen und an Autobahnbrücken zu finden.

  • A-Z

    Windscherung

    Als Windscherung bezeichnet man die Änderung der Geschwindigkeit oder Richtung über eine bestimmte Strecke. Dies kann sowohl vertikal als auch horizontal sein. Man muss stets beide Komponenten, die Geschwindigkeit und Richtung, betrachten. Ein reiner Geschwindigkeitsunterschied sagt nicht immer...

  • A-Z

    Windsprung

    Urplötzliche Richtungsänderung des Windes, meist beim Durchzug von Kaltfronten zu finden.

  • A-Z

    Windstärke

    Siehe unter Beaufort-Skala

  • A-Z

    Windstille

    Ruhende Luft. Die Geschwindigkeit des Windes ist geringer als 0,5 Meter/Sekunde und kann von üblichen Windmessgeräten nicht mehr erfasst werden.

  • A-Z

    Winter

    Der Winter ist die kalte Jahreszeit. Astronomisch beginnt der Winter um den 21. Dezember (Wintersonnenwende) und dauert bis zum 21. März (Frühlingstagundnachtgleiche). Meteorologisch zählen in Mitteleuropa die Monate Dezember bis Februar zu den...

  • A-Z

    Wintergewitter

    Wintergewitter sind Gewitter, die im Winter auftreten. Sie entstehen in einer hochreichend instabilen Kaltluftmasse polaren Ursprungs. Wegen der im Winter im Vergleich zum Festland relativ warmen Nordsee treten sie in Küstennähe besonders häufig auf. Wintergewitter gehen häufig auch im Flachland...

  • A-Z

    Winterregen

    Winterregen sind die im Winter fallenden Niederschläge. Klimatisch gesehen sind sie aber ein typisches Kennzeichen der warm-gemäßigten Klimate auf der Westseite der Kontinente, z. B. des Mittelmeergebietes und der monsunbeeinflussten Küstenklimate Ostafrikas. Hinsichtlich der Niederschlagstypen...

  • A-Z

    Wintersmog

    Wintersmog entsteht unter ungünstigen Wetterbedingungen überwiegend in Ballungsgebieten und ist allgemein durch hohe Schadstoffkonzentrationen in der Atemluft - insbesondere Schwefeldioxid und Staub, Stickstoffoxide, Kohlenmonoxid und Kohlenwasserstoffe - gekennzeichnet. Durch strengere...

  • A-Z

    Wirbelsturm

    Siehe unter Tropische Wirbelstürme

  • A-Z

    Witterung

    Für die jeweilige Jahreszeit oft typische Abfolge des Wetters in einem Gebiet. Einzelne Witterungsperioden, die einige Tage bis hin zu einzelnen Jahreszeiten umspannen können, lassen sich oft durch bestimmte Temperatur- und Niederschlagsverhältnisse charakterisieren. Sie können vom langjährigen...

  • A-Z

    WMO

    (World Meteorological Organization). Sie ist seit 1951 eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen (UNO), die zur Nachfolge der 1878 in Wien gegründeten Internationalen Meteorologischen Organisation (IMO) eingesetzt wurde. Die WMO hat die Aufgabe, meteorologische Informationen zu koordinieren,...

  • A-Z

    Woher kommt Feinstaub?

    Staub kann sowohl aus anthropogenen (von Menschen verursachten) als auch aus natürlichen Quellen kommen. Die anthropogenen Feinstäube entstehen vor allem bei Verbrennungsprozessen (Kraftwerke, Straßenverkehr), aber auch Abrieb von Reifen oder aufgewirbelter Straßenstaub spielt hier eine Rolle....

  • A-Z

    Woher kommt Kohlenstoffmonoxid?

    Es entsteht bei der unvollständigen Oxidation von kohlenstoffhaltigen Substanzen. Dies erfolgt zum Beispiel beim Verbrennen dieser Stoffe, wenn nicht genügend Sauerstoff zur Verfügung steht oder die Verbrennung bei hohen Temperaturen stattfindet. Kohlenstoffmonoxid selbst ist brennbar und verbrennt...

  • A-Z

    Woher kommt Schwefeldioxid?

    Es entsteht vor allem bei der Verbrennung von schwefelhaltigen fossilen Brennstoffen wie Kohle oder Erdölprodukten, die bis zu 4 Prozent Schwefel enthalten. Dadurch trägt es in erheblichem Maß zur Luftverschmutzung bei: Es ist der Grund für sauren Regen, wobei sich das Schwefeldioxid mit Wasser zu...

  • A-Z

    Woher kommt Stickstoffdioxid?

    Hauptquelle des Schadstoffs Stickstoffdioxid sind Verbrennungsvorgänge in Industrie- und Energieerzeugungsanlagen und der Straßenverkehr.

  • A-Z

    Woher kommt Stickstoffmonoxid?

    Bei der Verbrennung entsteht zunächst vorwiegend Stickstoffmonoxid (NO), das in der Atmosphäre rasch zu Stickstoffdioxid (NO2) oxidiert wird.

  • A-Z

    Wolke

    Eine Wolke besteht aus einer Ansammlung von Wassertröpfchen oder Eispartikeln in der wasserdampfhaltigen Atmosphäre. Die Wolken finden sich in den verschiedenen Stockwerken der Troposphäre bis zu ihrer Obergrenze, der Tropopause. Die meisten und dichtesten Wolken treten in den untersten Schichten...

  • A-Z

    Wolkenabfolgen

    Bei Durchzug einer Warm- oder Kaltfront innerhalb eines Tiefdruckgebietes kann es zu einer typischen Wolkenabfolge kommen. Warmfront: Cirrus-Schirm (Ci), Cirro-Stratus (CS), Altostratus (As) translucidus, Altostratus opacus, Nimbostratus (Ns). Kaltfront: hochreichende Quellwolken (Cumulonimbus (Cb).

  • A-Z

    Wolkenart

    In der Wetterbeobachtung unterscheidet man hinsichtlich der Höhe der Wolkenuntergrenze zwischen hohen (Cirren), mittelhohen (Altocumulus, Altostratus) und tiefen Wolken (Cumulus). Ein zusätzliches Merkmal richtet sich nach dem Aussehen. Es gibt Quell- oder Haufenwolken (Cumuluswolken) und...

  • A-Z

    Wolkenbruch

    Heftiger Niederschlag (mehr als 60 Liter/m²/Stunde), meist bei Gewittern und häufig begleitet von Hagel und schweren Windböen.

  • A-Z

    Wolkenimpfen

    Einführung von Substanzen in eine Wolke, die zu Niederschlagsbildung führen sollen. Am häufigsten wird Silberjodid verwendet, eine in Wasser nicht lösliche Substanz, bei der die räumliche Anordnung und der Abstand der Atome dem des Eises sehr ähnlich ist und daher die Bildung von Eiskristallen aus...

  • A-Z

    Wolkenklassifikation

    International verbindlich festgelegte Einteilung und Definition der Wolken. Herausgegeben von der WMO (World Meteorological Organization, dt. Weltorganisation für Meteorologie, Sonderorganisation der Vereinten Nationen mit Sitz in Genf, Schweiz). Bis heute geht die Wolkenklassifikation auf 4 von...

  • A-Z

    Wostok

    Russische Station in der Antarktis, einer der zwei Kältepole der Erde. 1983 wurden dort -89°C gemessen.

  • A-Z

    Wüste

    Wüsten sind Gebiete, die sich durch Vegetationsarmut oder das vollständige Fehlen von Vegetation auszeichnen. Diese sind bedingt durch Wärme, Trockenheit oder Kälte. Die Trockenheit der Wüsten hat klimatische Ursachen, auch wenn sonstige Randbedingungen verschieden sein können. Charakteristisch ist...

  • A-Z

    Zentraltief

    Großes, relativ ortsfestes Tiefdruckgebiet, das mehrere Tage bis einige Wochen die Luft-Strömungen eines weiten Gebietes bestimmen kann. Das Zentraltief kann kleinere Tiefdruckgebiete (so genannte Randtiefs) auf ihren Zugbahnen steuern. Über dem Atlantik liegt häufig ein Zentraltief mit Kern bei...

  • A-Z

    Zirkulationsmuster

    Typische Erscheinungsformen der (meist) großräumigen Luftströmung. Weitgehend synonym verwendet wird "Großwetterlage" oder ähnliche Gruppierungen einzelner Luftdruck- oder Strömungsfelder. Z. B. "zonale Zirkulation": Strömung (überwiegend) parallel zu den Breitenkreisen, "meridionale Zirkulation":...

  • A-Z

    Zonda

    Föhn am Ostabhang der südamerikanischen Anden, besonders in Argentinien.

  • A-Z

    Zwischenhoch

    Kleines, wanderndes Hochdruckgebiet, das zwischen zwei aufeinander folgenden Tiefdruckgebieten eingebettet ist und mit diesen meist ostwärts zieht. Das damit verbundene Schönwetter ist dadurch nur von kurzer Dauer.

  • A-Z

    zyklonal

    Gegen den Uhrzeigersinn gerichtete Drehrichtung einer Zyklone(Tiefdruckgebiet)

  • A-Z

    Zyklone

    Tiefdruckwirbel, Tiefdruckgebiet. In den mittleren Breiten wandernde Tiefdruckgebiete mit Warmfront und Kaltfront. Zieht eine Warmfront über ein Gebiet hinweg, kann häufig mit gemächlich einsetzendem, aber mehrstündigem gleichmäßigem Regen (Landregen) gerechnet werden. Zieht eine Kaltfront über ein...

Empfehlungen der Redaktion

Anzeige
Anzeige
Neue Wetterwarnung

Neue Niederschlagsmeldung
Neue Meldung
Regen Liveticker
    sehr starker Regen/Gewitter
    starker Regen/Gewitter
    mäßiger bis starker Regen
    mäßiger Regen
    leichter bis mäßiger Regen
    kein Regen