"Thousand shades of grey" – Stimmungstief im Kopf

Di 07.11.17 | 13:38 Uhr - Steven Garcia
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"Thousand shades of grey" – Stimmungstief im Kopf
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Ein Mann schaut traurig aus dem Fenster.

Wer kennt es nicht, den sogenannten "Herbstblues" oder auch "Winterdepression" genannt. Doch woher kommt dieses Stimmungstief und was kann man dagegen tun?

Wenn die letzten Farben nach dem kurzen Farbenspiel der Blätter weichen und die Natur in Dauergrau und Tristesse versinkt, dann setzt sich der Nebel auch gefühlt auf unser Wohlbefinden ab. Es ist Herbst. Für viele Menschen ist das die schwerste Jahreszeit. Denn durch das umgebende Grau sinkt nicht nur einfach die Stimmung bei vielen, sondern es drohen oft sogar depressive Zustände. 

Die Tage werden kürzer und mit ihnen auch die Zeiten des Sonnenlichts. Letzteres kommt manchmal tagelang nicht durch die Wolken- und Nebeldecke durch. Somit sind auch Wochen mit so gut wie keinen Sonnenstunden nicht abwegig. 

Saisonales Stimmungstief hat viele Facetten

Die, nennen wir sie mal sanften Schwankungen, kennt eigentlich fast jeder. Man kommt in der Früh kaum aus dem Bett, kann sich zu Sport oder anderen Freizeitaktivitäten schwer aufraffen und man fühlt sich den ganzen Tag über schlapp und unmotiviert.

Aber vereinzelt gibt es auch heftigere Anzeichen eines "Herbstblues", nämlich die, die einer richtigen Depression in fast nichts nachstehen. Dazu gehören Symptome wie massive Schlafstörungen, ständiges Grübeln, sehr starke Konzentrationsschwierigkeiten, pessimistische Gedanken und Selbstvorwürfe, fehlendes sexuelles Interesse und auch das Gefühl der Wertlosigkeit.

Vitamin D als strahlender Held?

Abseits von "realen Problemen" wie Stress und Druck ist dieses saisonale Tief auf einen Vitamin-D-Mangel zurückzuführen. Vitamin D ist für unser Immunsystem unverzichtbar. In der Regel stellt unser Körper dieses selbst her, er benötigt aber ausreichend Sonnenlicht dafür.

In der dunklen Jahreszeit bekommen wir in unseren Breitengraden jedoch oft zu wenig davon. Gerade daher werden wir in dieser "Grippezeit" häufiger krank. Unser Körper hat durch den Mangel an Vitamin D ein schwaches Immunsystem und kann die Erreger, die uns im öffentlichen Leben begegnen und attackieren, nicht gut genug bekämpfen. Und da es vielen Menschen dann so geht, erreichen diese Krankheitswellen beinahe epidemieartige Zustände.

Der Jahreszeit entsprechend leben

Wir Menschen haben es aufgrund vieler Faktoren schlichtweg verlernt, den Jahreszeiten entsprechend zu leben. Somit ernähren wir uns im Herbst oder Winter oft genauso wie im Sommer und verbringen Mittagspausen lieber in der klimatisierten Mensa statt im Freien. Aber gerade in dieser dunklen Jahreszeit sollte man Mittagspausen draußen verbringen, sobald die Sonne scheint. Auch die frische, kalte Luft ist ein zusätzlicher positiver Faktor. 

Es gibt sie zwar, die Helferlein aus der Apotheke, aber man muss nicht immer künstliche Präparate nehmen. Lebensmittel wie Hering, Lachs, Leber, Eier, Käse und Butter enthalten auch das wertvolle Vitamin D. Auch das Solarium oder Tageslichtlampen sind eine gute und wichtige Alternative. Aber wie immer gilt: Die Dosis macht's.

Was sonst noch gegen Herbstdepressionen hilft? In folgendem Video geben wir weitere Tipps.

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