Starkregen

Starkregen

Wenn große Niederschlagsmengen innerhalb einer bestimmten, meist nur recht kurzen Zeitspanne fallen, wird von Starkregen gesprochen. Aber auch Dauerregen kann sehr intensiv ausfallen und damit in die Kategorie des Starkregens fallen.

 

Warngrenzen für Starkregen

Die offiziellen Richtlinien dazu hat der Deutsche Wetterdienst als nationale Behörde festgelegt. Er unterscheidet zwei Stufen des Starkregens:

 

Starkregen-Stufe 1 / markantes Wetter

• Mehr als 10 Liter pro Quadratmeter in einer Stunde oder

• Mehr als 20 Liter pro Quadratmeter in sechs Stunden

 

Starkregen-Stufe 2 / Unwetter

• Mehr als 25 Liter pro Quadratmeter in einer Stunde oder

• Mehr als Liter pro Quadratmeter in sechs Stunden

 

Folgen von Starkregen

Bei Starkregenereignissen sind die Auswirkungen schnell recht drastisch. Da in kurzer Zeit sehr viel Regen fällt, hat der Boden meist kaum Zeit, diesen aufzunehmen. Auch die Kanalisation ist oft überfordert. Somit sind rasch ansteigende Wasserpegel und nachfolgende Überschwemmungen, Sturzfluten oder Erdrutsche die Folge.

 

Entstehung von Starkregen

Starkregen entsteht meist bei kräftigen Schauern oder Gewittern. Damit sind konvektive Wolken der Auslöser für die heftigen Niederschläge. Dabei können sie auch mit Hagel durchmischt sein und von Fallböen begleitet werden, weil die vielen Regentropfen die Luft mit sich in die Tiefe reißen.

 

Starkregenereignisse treten lokal auf und treffen selten eine ganze Region. Das wäre nur bei sehr kräftigen Tiefs der Fall, wo Dauerregen die Starkregenschwelle überschreitet. Besonders gefährlich sind Wetterlagen, wo konvektive Zellen sich kaum oder gar nicht von der Stelle verlagern. Der Starkregen kann dann längere Zeit in einem kleinen Gebiet fallen und enorme Hochwasser produzieren. Ein prominenter Fall war das heftige Hochwasser in Simbach am Inn in Niederbayern im Sommer 2016.

 

Generell ist Starkregen ein Phänomen, das hauptsächlich im Sommerhalbjahr auftritt. Für die großen Niederschlagsmengen in recht kurzer Zeit müssen massive Quellwolken mit großen Wassermengen entstehen. Dies ist jedoch nur bei ausreichend warmer Luft möglich, da kalte Luft weniger Feuchtigkeit und auch weniger Energie enthält. Ausgenommen davon sind die oben angesprochenen Tiefdrucksysteme mit Dauerregen, besonders in Staulagen der Gebirge.

 

Beeinflussung durch den Klimawandel

Entgegen mancher Medienberichte gibt es nach wie vor keine eindeutige Entwicklung von Starkregenereignissen im Zuge des Klimawandels. Laut einer Statistik des Deutschen Wetterdienstes ist die Anzahl derartiger Wetterphänomene seit 1960, also seit über 50 Jahren, weder gesunken noch angestiegen. Es gibt aber gewiss Jahre, in denen deutlich mehr Starkregen auftritt als in anderen.

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