Orkan SEBASTIAN hinterlässt Tote und Verletzte

Do 14.09.17 | 06:20 Uhr - Quelle: dpa
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Orkan SEBASTIAN hinterlässt Tote und Verletzte
© dpa
Ein umgestürztes Baugerüst hat am Mittwoch einen Passanten in der Hamburg erschlagen.

Sturmflut, entwurzelte Bäume, umgestürzte Baugerüste! Das ist die Bilanz von SEBASTIAN. Leider gab es auch Tote und Verletzte.

Orkantief SEBASTIAN hat zahlreiche Bäume entwurzelt. Auch am Donnerstagmorgen bekommen Pendler im Norden die Folgen des Sturms noch zu spüren. Im Südwesten gerechnet werden der  mit den nächsten Unwettern.

Pendler kämpfen mit Sturmfolgen

Nach dem ersten großen Herbststurm des Jahres müssen Pendler im Berufsverkehr in Norddeutschland auch am Donnerstagmorgen noch mit den Folgen kämpfen.

Nach Angaben der Deutschen Bahn sind im Norden weiterhin vier Strecken gesperrt, auf einigen weiteren waren nur einzelne Gleise befahrbar.

Weitere Unwetter erwartet

Derweil wird am Donnerstag vor Unwettern im Südwesten Deutschlands gewarnt.

In den Morgenstunden könnte es im südlichen Hessen, Teilen Baden-Württembergs, in Rheinland-Pfalz und dem Saarland zu Dauerregen mit Hochwasser, Überschwemmungen und Erdrutschen kommen.

Orkan SEBASTIAN fordert Todesopfer

Orkantief SEBASTIAN war am Mittwoch mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 150 Stundenkilometern über Deutschland gezogen. Etliche Bäume wurden entwurzelt, Baugerüste umgeworfen.

Im Hochsauerlandkreis fiel eine 20 Meter hohe Fichte auf einen 53-jähriger Mann, der dabei tödlich verletzt wurde. In Hamburg wurde ein Mann von einem umgestürzten Baugerüst getroffen und starb. 

Sturmflut in Hamburg

Am späten Mittwochabend setzte eine Sturmflut den Fischmarkt im Stadtteil St. Pauli unter Wasser.

Der Herbststurm setzte am Mittwoch den Fischmarkt in Hamburg unter Wasser (Quelle: dpa).

Die Bahn sowie der private Anbieter Metronom rechneten auch am Donnerstag mit Verspätungen bei vielen Verbindungen. Die Strecken Hamburg-Flensburg (RE7), Kiel-Husum (RE74), Kiel-Rendsburg (RB75) und Lübeck-Puttgarden (RB85) blieben zunächst gesperrt.

Beeinträchtigungen im Fernverkehr

Engpässe gab es am Morgen zudem auf den Strecken Bremen-Oldenburg und Bremen-Norddeich, teilte ein Sprecher der Bahn mit. Da etwa in der Nähe von Delmenhorst nicht alle Gleise befahrbar seien, komme es dort auch zu Verspätungen für den Fernverkehr. Auch Verbindungen von und nach Rostock waren von den Sturmfolgen betroffen. Der Betreiber Metronom teilte am Mittwochabend mit, dass zwischen Hamburg und Stade sowie zwischen Stade und Cuxhaven kein Zugverkehr möglich sei. Auf den weiteren Strecken sei mit Verspätungen zu rechnen.

SEBASTIAN zog in der Hansestadt zudem Einschränkungen im U- und S-Bahnverkehr nach sich. In Berlin rief die Feuer am Mittwochnachmittag wegen der vielen wetterbedingten Einsätze für knapp zwei Stunden den Ausnahmezustand aus.

Etliche Feuerwehreinsätze im Norden

Zu etlichen Feuerwehreinsätzen kam es auch in Ostfriesland und in Bremen. An der Nordsee fielen viele Fährverbindungen aus. Zuvor hatte SEBASTIAN bereits die Niederlande erreicht. Am Amsterdamer Flughafen Schiphol wurden zeitweise Start- und Landebahnen geschlossen.

Etliche Bäume wurden entwurzelt, die Feuerwehr war im Dauereinsatz (Quelle: dpa).

Die Bahn setzte nach eigenen Angaben Hunderte Mitarbeiter ein, um die Sturmschäden zu beseitigen. So mussten Bäume von den Gleisen geräumt und beschädigte Oberleitungen repariert werden. Für gestrandete Passagiere stellte die Bahn Hotelzüge in den Bahnhöfen von Bremen, Dortmund, Hamburg und Hannover bereit. Dort konnten Reisende übernachten. Das Technische Hilfswerk habe Decken organisiert, sagte ein Bahnsprecher. Außerdem seien die Reisenden mit Suppen und Getränken versorgt worden.

Quelle: dpa

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