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Wakeboarder und Stehpaddler erobern Badesee

Mo 29.06.2015 | 14:14 Uhr - Redaktion

Die Niedersachsen nutzen ihre Binnengewässer zunehmend als Wassersportrevier. Disziplinen wie Stehpaddeln werden immer beliebter, etwa auf dem Bad Zwischenahner oder Steinhuder Meer. Zulauf verzeichnen auch die Anlagen für Wasserskifahrer und Wakeboarder auf dem Alfsee im Kreis Osnabrück und im Wolfsburger Allerpark. "Wakeboarden ist wie Snowboarden auf dem Wasser", sagt Torsten Lienesch, der sich am Alfsee um die rasanten Wassersportler kümmert. Partygänger bevorzugen BBQ-Boote auf dem Dümmer - dabei handelt es sich um runde Schlauchboote mit Grillstation. Daneben behaupten sich Klassiker wie Tret- und E-Boote, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab.

Hotspots fürs Kiten und Surfen
Das Steinhuder Meer ist mit 32 Quadratkilometern der größte See Niedersachsens. "Wir sind einer der Hotspots fürs Kiten und Surfen", sagt Nina Vanessa Bergmann vom Steinhuder Meer Tourismus. "Der Andrang hat in den letzten Jahren noch zugenommen." Anfänger schätzten das flache Wasser.

Zulauf gibt es auch beim Stehpaddeln, "Stand Up Paddling" genannt. Sportler stehen hier auf einem Schwimmbrett und bewegen sich mit einem Stechpaddel vorwärts. Auch Miriam Kösters, Touristikerin am Bad Zwischenahner Meer, bestätigt ein wachsendes Interesse am Stehpaddeln. Das drittgrößte Binnengewässer Niedersachsens sei jedoch vor allem das Revier der Segler und Surfer.

Wasserski und Wakeboard
Rasant geht es auf dem Alfsee zu, einem Stausee mit Freizeit- und Campingpark im Landkreis Osnabrück. "Die Nachfrage nach Wasserski steigt stetig", sagt Torben Lienesch von der Strandarena Alfsee. Auch das Wakeboarden werde immer beliebter. Damit geht es auch über Hindernisse. Wer kein Schwimmabzeichen in Bronze vorweisen kann, muss auf die Brettertour aber verzichten.

Wasserski und Wakeboard brummen auch im Allerpark in der Wolfsburger Innenstadt. Auch dem Dümmer gibt es dagegen Party statt Sport: Dort kann man sogenannte BBQ-Boote mieten, runde Schlauchboote mit Grillstation werden gerne für Junggesellenabschiede gebucht.

Neben den neuen Angeboten behaupten sich die Klassiker. "Tretboot- und E-Bootfahren war immer schon angesagt. Das machen Eltern gerne", sagt Miriam Kösters aus Bad Zwischenahn. Ungebrochen populär ist auch das traditionelle Badevergnügen, Städte wie Steinhude und Wolfsburg bieten kostenlos bewachte Strände mit Spielplatz und Sanitäranlagen an.

Auch im Harz gibt es Seen zum Schwimmen: Rund um Clausthal-Zellerfeld können Besucher im Unesco-Welterbe "Oberharzer Wasserwirtschaft" baden. Die Teiche wurden einst für den Bergbau angelegt, rund 50 von ihnen sind zum Baden freigegeben.

dpa

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