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Bauernregeln im November: Nach Nebel viel Schnee im Winter?

Letzte Aktualisierung: Mi 09.09.2026 | 12:51 Uhr - Bettina Harter
Bauernregeln im November: Viel Nebel, viel Schnee im Winter?

Der November bietet mit jeder Menge Grau oft wenig Spektakuläres beim Wetter. Aber es gibt Bauernregeln, die uns etwas über das künftige Wetter sagen wollen. Doch stimmen sie auch?

Im November werden die Tage immer kürzer und das Wetter ist häufig bestimmt von Nebel. Doch auch Schnee kann schon fallen. Können alte Bauernweisheiten zum November Hinweise auf das Wetter im Winter geben? Wir erklären euch, wie viel Wahrheit hinter den Bauernregeln steckt. 

Allerheiligen (1.11.) bringt den Nachsommer.

Auch im später Herbst kann sich in Alpennähe durch Föhnunterstützung kurzzeitig warme Luft durchsetzen. Dabei sind Temperaturen von knapp 20 Grad möglich. Die Wahrscheinlichkeit für solche Werte nimmt im Laufe des Novembers stark ab. Warme Temperaturen zwischen 15 und 20 Grad traten in den letzten Jahren um den 1. November treten recht häufig auf. Der Wahrheitsgehalt dieser Bauernregel liegt also bei etwa 70 Prozent.

Hat Martini einen weißen Bart, dann wird der Winter lang und hart.

Der 11. November ist der Tag des heiligen Martin und zahlreichen Laternenumzügen. Mit dem weißen Bart ist vermutlich Reif gemeint. Allerdings gibt es keinen statistischen Zusammenhang zwischen Reif am St. Martinstag und einem nachfolgenden harten Winter. Daher liegt der Wahrheitsgehalt bei 0. Diese Bauernregel stimmt nicht. 

Viel Nebel im November, viel Schnee im Winter.

Im November erleben wir es oft: Typisch für den Herbst liegt eine dichte Nebeldecke über dem Land. Tagelanges Dauergrau ist angesagt. Doch wer sich davon Schnee im Winter erhofft, wird enttäuscht. Es gibt nach Auswertung langjähriger meteorologischer Daten keinen Zusammenhang zwischen Nebelhäufigkeit im November und Schneetagen im Winter. Also auch hier ein Wahrheitsgehalt von 0 Prozent.

Unter Inversion versteht man in der Meteorologie die Umkehr der vertikalen Temperaturverhältnisse. Doch wie entsteht eine Inversionswetterlage? Bernd Madlener klärt auf.

Friert im November zeitig das Wasser, wird’s im Januar umso nasser.

Ein früher Wintereinbruch bedeutet nichts Gutes für die noch kommenden Wintermonate. Ist die Anzahl der Tage mit Frost in der ersten Novemberdekade - also von 1. bis 10. November - überdurchschnittlich hoch, fällt im Januar nämlich häufig Regen und wenig Schnee. Und das trifft sogar in 3 von 4 Jahren zu. Diese Bauernregel hat also ein Wahrheitsgehalt von 75 Prozent. 

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