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Unwetter

Mindestens drei Tote! Unwetter toben im Südwesten Frankreichs

Mo 16.12.2019 | 07:30 Uhr - Quelle: dpa
Unwetter mit Sturmböen und Überschwemmungen sorgen in Frankreich für Straßensperrungen. ©dpa

Nachdem Anfang Dezember Hochwasser den Südosten Frankreichs heimgesucht hatten, fegte nun ein Sturm über den Südwesten hinweg. Mindestens drei Menschen kamen ums Leben.

Heftige Sturmböen haben den Südwesten Frankreichs und die Mittelmeerinsel Korsika getroffen. In der Gemeinde Ilharre im Département Pyrénées-Atlantiques kam Medienberichten zufolge ein Mann ums Leben.

Drei Tote durch die Unwetter

Ein seit Freitag vermisster Mann wurde am Sonntag in seinem Wagen in der Gemeinde Onard im Département Landes tot aufgefunden, teilte die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung des zuständigen Staatsanwalts mit. Wie dieser erklärte, steht der Tod des Mannes im Zusammenhang mit den Unwettern. 

Ein Mann sei mit seinem Auto gegen einen auf die Straße gestürzten Baum gefahren, berichtete der Nachrichtensender Franceinfo. Insgesamt fünf Menschen erlitten demnach Verletzungen, als in den Départements Lot-et-Garonne und Landes mehrere Bäume auf Fahrzeuge gestürzt waren.

In Espiens im Département Lot-et-Garonne wurde ein Rentner von den Wassermassen eines Baches mitgerissen, als er seinen Briefkasten leeren wollte. Die Leiche wurde am Samstag, 24 Stunden nach seinem Verschwinden, rund einen Kilometer von seiner Wohnung entfernt gefunden.

Auch am Samstag wurde mit wechselhaftem Wetter und starken Windböen gerechnet. 

Das Klima in Frankreich ist durch die Lage am Atlantik eher maritim, am Mittelmeer dagegen aber mediterran geprägt. Kompakt und kompetent finden Sie alle wichtigen Wetter-Informationen für Frankreich in einem Video, vom Ärmelkanal bis zu den Pyrenäen und nach Nizza. Mit dem Wetter für Frankreich sind Sie immer bestens über die Wettersituation im westlichsten Teil Mitteleuropas informiert.

Orkanböen bis 175 km/h: Rekord in Frankreich

Der Wind erreichte am Freitag eine Geschwindigkeit von bis zu 142 Kilometern pro Stunde, wie der französische Wetterdienst Météo-France auf Twitter mitteilte. Auf Korsika wurden bis zu 175 Kilometer pro Stunde verzeichnet. An manchen Messstationen waren demnach neue Höchstwerte gemessen worden.

Mehrere Départements wurden wegen der Stürme in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt.

Höchste Warnung vor Überschwemmungen

An der Küste im Südwesten des Landes wurde vor Überflutung gewarnt. Aus Sicherheitsgründen wurden in mehreren Gemeinden auch Bewohner evakuiert.

Im Département Pyrénées-Atlantiques galt ab Freitagabend wegen Überschwemmungsgefahr die höchste Warnstufe.  

Sturm legt Stromversorgung lahm

Am Freitagabend seien rund 70.000 Haushalte im Südwesten wegen der Sturmböen ohne Strom gewesen, teilte der Netzbetreiber Enedis mit. In der Nacht zu Freitag war demnach die Stromversorgung für rund 400.000 Kunden unterbrochen gewesen.

Auch am Sonntag waren noch rund 15.000 Haushalte ohne Strom.

Auch bei uns in Deutschland besteht am Samstag Sturmgefahr. Welche Regionen betroffen sind, erfährst du in unserem Wetterbericht: 

Am heutigen Freitag, 29. August 2025, bessert sich das Wetter in Deutschland spürbar: Nach den teils kräftigen Schauern und Gewittern vom Donnerstag ziehen die Regenwolken im Laufe des Tages nach Osten ab. Zwar kann es dort am Vormittag noch kräftig regnen, doch von Westen her lockert es zunehmend auf. Im Südosten können sich am Alpenrand nochmals Gewitter bilden, während aus Westen am Nachmittag neue Wolken heranziehen. Insgesamt wird es heute zwar deutlich freundlicher, aber auch kühler, erläutert unsere Meteorologin Denise Seiling.

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