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Garten

Schön, aber gefährlich - Giftpflanzen

Mi 04.11.2015 | 14:33 Uhr - Alexander Marx

Im Garten stehen manche Pflanzen, die schön aussehen - aber extrem giftig sind. Dazu gehören Blauer Eisenhut, Engelstrompete und Wunderbaum. Laut des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) werden etwa zehn Prozent der Vergiftungen durch Pflanzen oder Pilze ausgelöst, wie auch in der Broschüre "Ärztliche Mitteilungen bei Vergiftungen 2011-2013" dokumentiert wird.

Ein gefährlicher Kandidat: Blauer Eisenhut
Alle Teile des Blauen Eisenhuts enthalten das giftige Aconitin. Für einen Erwachsenen sind schon zwei bis sechs Milligramm reines Aconitin tödlich. Das Problem: Die Knolle des Eisenhuts lässt sich mit Sellerie- oder Meerrettichwurzeln verwechseln. Die Blätter gleichen ungeschulten Augen außerdem denen von Petersilie. Schon beim Pflücken der Blüten können sich Symptome zeigen.

Gar nicht engelsgleich - Engelstrompete
Die Engelstrompete ziert den Garten, weil sie so schöne hängende Trompetenblüten besitzt. Aber auch sie ist giftig. Verwirrtheit und der Verlust des Bewusstseins sind Symptome einer Vergiftung.

Auch gefährlich ist der Wunderbaum
Die tiefroten Blätter des Wunderbaums sehen toll aus. Aber Vorsicht vor den Früchten! Sie enthalten Ricinussamen, die hochgiftig sind. Bei Kindern können schon drei bis fünf gut zerkaute Samen eine tödliche Dosis sein. Hautkontakt mit den Samen kann außerdem eine Allergie auslösen.

Hilfe bringt die App
Wer Angst hat, ob er oder die Kinder eine giftige Pflanze verzehrt haben, kann sich bei einer der acht deutschen Giftnotrufzentralen melden. Außerdem gibt es vom BfR eine kostenlose App - "Vergiftungsfälle bei Kindern" - in der Verbraucher Informationen finden. Im Notfall kann auch direkt aus der App das zuständige Giftinformationszentrum angerufen werden.

dpa

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