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Natur & umwelt

Gefährlicher Eichenprozessionsspinner kommt zurück: So wird der Schädling bekämpft

Di 31.03.2026 | 11:46 Uhr - Redaktion - Quelle: dpa
Die Haare des Eichenprozessionsspinners können allergische Reaktionen, Hautreizungen und Atembeschwerden auslösen. ©Adobe Stock

Die Larven des Eichenprozessionsspinners könnten mancherorts in Deutschland schon um Ostern schlüpfen. Es gibt verschiedene Methoden, wie der Nachtfalter hierzulande bekämpft wird.

Mit dem Frühling beginnt in vielen Teilen Deutschlands auch die Zeit des Eichenprozessionsspinners. Die Raupen des Nachtfalters, dessen Ausbreitung durch den Klimawandel begünstigt wird, stellen zunehmend eine Herausforderung für Kommunen und Forstbetriebe dar. Viele gehen dagegen vor, wie eine Umfrage der Nachrichtenagentur dpa ergeben hat.

Diese Beschwerden können durch Eichenprozessionsspinner auftreten

Während der Falter selbst harmlos ist, entwickeln die Raupen etwa ab dem dritten Larvenstadium - meist ab Mitte Mai - feine Brennhaare, die das Nesselgift Thaumetopoein enthalten. Diese Haare brechen leicht ab, werden vom Wind verbreitet und können bei Menschen und Tieren starke allergische Reaktionen, Hautreizungen und Atembeschwerden auslösen.

Welche Regionen in Deutschland betroffen sind

In Brandenburg befinden sich die Populationen der Raupen aktuell in der frühen Aufbauphase, wobei Experten mit einem Anstieg und lokalem Kahlfraß an Eichen rechnen. Besonders betroffen sind hier die Landkreise Prignitz, Uckermark und der Spreewald. In Berlin wird die Lage als stabil eingeschätzt, wobei die Larven des Eichenprozessionsspinners bei beständigem Wetter um Ostern schlüpfen könnten.

In Hessen konzentriert sich der Befall vor allem auf die wärmeren Regionen in Süd- und Mittelhessen. Auch in Rheinland-Pfalz breiten sich die Raupen weiter aus, insbesondere im Neuwieder Becken, im Hunsrück, in der Rheinebene und Teilen des Pfälzer Waldes.

<p>Eichenprozessionsspinner sind Gift-Raupen, die für Mensch und Tier gefährlich werden können. Meist findet man sie in Wäldern und dort vor allem an Eichen. Sie können aber auch in Parks und an Straßenrändern auftreten. Was genau sie im menschlichen Körper auslösen und wie, erfährst du in unserem Video.</p>

Wie wird der Schädling bekämpft?

Um die Gesundheitsbelastung im Frühsommer zu minimieren, setzen Fachleute auf ein breites Spektrum an Maßnahmen:

Prävention durch natürliche Feinde

Einige Städte setzen verstärkt auf ökologische Lösungen. In Trier und Marburg wurden tausende Nisthilfen für Vögel - insbesondere Meisen - und Fledermäuse aufgehängt, um die natürlichen Fressfeinde des Eichenprozessionsspinners zu fördern. Zudem experimentiert Trier mit der Pflanzung südwesteuropäischer Eichenarten, die weniger anfällig für den Befall sein sollen.

Eichenprozessionsspinner-Warnung

Waldbereiche könnten wegen des Eichenprozessionsspinners temporär gesperrt werden. (Quelle: AdobeStock)

Befall durch Eichenprozessionsspinner lässt sich nicht überall verhindern

Trotz aller Maßnahmen lässt sich ein Befall nicht überall verhindern. In sensiblen Bereichen wie an Schulen und Kitas sowie in Parkanlagen ist die Wachsamkeit besonders hoch. Forstbehörden und Stadtverwaltungen warnen davor, den Raupen oder ihren gespinstartigen Nestern nahezukommen.

Bei starkem Befall können Waldbereiche oder öffentliche Wege temporär gesperrt und Warnschilder aufgestellt werden. Die höchste Gesundheitsgefahr besteht zwischen Mitte Mai und Juni, wenn die Raupen ihre Millionen Gifthärchen entwickeln.

Weitere Empfehlungen der Redaktion zum Thema: Garten und Umwelt 

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