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Gesundheit

Lebensgefahr! So hilfst du Obdachlosen und älteren Menschen bei Hitze

Letzte Aktualisierung: Mo 27.07.2026 | 14:36 Uhr - Laura Weismantel - Quelle: BMG/Caritas/hitzeservice.de/BIÖG/DRK
Zu wenig trinken: Das passiert im Körper

Eine neue Hitzewelle erfasst Deutschland. Wie du ältere Menschen und Obdachlose bei extremer Hitze schützt – Warnzeichen erkennen, richtig handeln, Hilfsangebote finden. Wetter.com hat den Überblick.

Während viele Menschen bei einer Hitzewarnung wohl zunächst an Sonnencreme und gekühlte Getränke denken, kann eine Hitzewelle für einige Gruppen schnell lebensgefährlich werden: Vor allem ältere Menschen und Menschen ohne festen Wohnsitz leiden oft unter extremen Temperaturen – und sind der Hitze oft schutzloser ausgeliefert als der Rest der Bevölkerung. Was du tun kannst, um ihnen zu helfen, erfährst du im folgenden Artikel hier auf wetter.com.

Warum ist Hitze für ältere Menschen und Obdachlose besonders gefährlich?

Bei anhaltender Hitze und tropischen Nächten steigt die Zahl der hitzebedingten Krankenhauseinweisungen und Todesfälle deutlich an. Wie das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) berichtet, sind vor allem ältere Menschen betroffen. Weil im Alter das Durstgefühl deutlich nachlässt, gleichzeitig die körpereigene Temperaturregulation aber schlechter funktioniert, kommt es zu Problemen mit dem Flüssigkeitshaushalt. Oft kommen dann noch Vorerkrankungen wie Herz-Kreislauf-Probleme oder Diabetes dazu, die dem Körper zusätzlich Kraft und auch Wasser entziehen. Die Folge: Ältere Personen dehydrieren oft, der Flüssigkeitsmangel im Körper wird dann schnell zur Lebensgefahr. 

Obdachlose Menschen wiederum haben schlicht keinen Rückzugsort. Ihnen fehlt tagsüber oft der Zugang zu Schatten, kühlen Räumen und ausreichend Trinkwasser – Dehydrierung und auch Verbrennungen können hier die Folge sein. Oft sind auch in dieser Personengruppe viele Menschen zusätzlich gesundheitlich vorbelastet, was das Risiko eines Hitzschlags zum Beispiel deutlich erhöhen kann. 

Service: Hier findest du einen Überblick über Hitzerkrankungen und wie du im Ernstfall reagieren solltest

Risikofaktoren im Überblick

Warnzeichen erkennen: Hitzeerschöpfung und Hitzschlag

Wichtig ist, frühzeitig zu handeln, bevor aus Hitzestress ein Notfall wird. Folgende Anzeichen lassen auf eine beginnende Hitzeerschöpfung bzw. auf einen Hitzschlag schließen. Bei Letzterem handelt es sich um einen medizinischen Notfall. 

<p>Bei hohen Temperaturen fühlen wir uns oft schlapp, müde und unkonzentriert. Kein Wunder, denn Hitze ist eine Extrem-Situation für unseren Körper, auf die er reagieren muss.</p>

Anzeichen einer beginnenden Hitzeerschöpfung

Alarmzeichen eines Hitzschlags (Notfall!)

Bei diesen schweren Symptomen zählt jede Minute. Es ist daher umso wichtiger, die betroffene Person in den Schatten oder einen kühlen Raum zu bringen, für Flüssigkeitszufuhr zu sorgen (sofern die Person bei Bewusstsein ist und schlucken kann) und sofort den Rettungsdienst unter der 112 zu alarmieren.

So hilfst du älteren Menschen konkret durch schwere Hitzewellen 

Wie das Hilfsportal hitzeservice.de im Auftrag des BMG erklärt, sind regelmäßige Anrufe und Besuche die einfachste Art, um "nach dem Rechten zu sehen". Besonders bei alleinlebenden Angehörigen, Bekannten oder Nachbar:innen, denn diese können im Notfall nicht eigenständig reagieren. Hilfreich kann es auch sein, bei älteren Personen zu lüften, bevorzugt natürlich in den frühen Morgen- und Abendstunden. 

Auch die regelmäßige Erinnerung, zu trinken, ist wichtig. Auch ohne Durstgefühl ist eine Flüssigkeitszufuhr unbedingt notwendig, um eine Dehydrierung zu vermeiden. Ratsam kann es außerdem sein, mit der betroffenen Person einmal zum Hausarzt zu gehen, um eine mögliche Anpassung verschriebener Tabletten bei Hitze ärztlich abklären zu lassen. Eine Empfehlung, leichte, luftige Kleidung und eine Kopfbedeckung im Freien zu tragen ist übrigens ebenso sinnvoll, wie das dringende Anraten, ungewöhnliche Beschwerden ernst zu nehmen und im Zweifel ärztlichen Rat einzuholen. 

Service: Weitere ausführliche Tipps speziell für Senior:innen und Angehörige bietet die Klima-Mensch-Gesundheit (BIÖG)

So hilfst du obdachlosen Menschen bei Hitze

Direkte, alltagstaugliche Unterstützung

Auf lokale Hilfsangebote hinweisen

In vielen Städten gibt es speziell für die warme Jahreszeit organisierte Unterstützung – etwa Streetwork-Teams, die Trinkwasser und Sonnenschutz verteilen, oder kühle Tagestreffs mit Dusch- und Ruhemöglichkeiten. Träger wie das Deutsche Rote Kreuz, die Caritas oder der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) betreiben solche Angebote in einzelnen Städten auch gezielt während Hitzewellen. Ein Blick auf die Website der örtlichen Wohlfahrtsverbände oder ein Anruf beim Sozialamt zeigt meist schnell, welche Angebote vor Ort verfügbar sind.

Wenn akute Hilfe nötig ist

Zeigt eine Person auf der Straße Anzeichen eines Hitzschlags – etwa Verwirrtheit, Bewusstlosigkeit oder Krämpfe – gilt auch hier: sofort den Rettungsdienst unter 112 rufen und die Person bis zum Eintreffen der Hilfe nach Möglichkeit in den Schatten bringen.

Checkliste: Hitzewellen im Blick behalten

<p>Der Wochenstart bringt vereinzelte Schauer aus Richtung Nordsee, ansonsten sorgt ein Hoch über dem Ärmelkanal für einen meist trockenen, teils sonnigen Start in die Woche. Ab Donnerstag zieht kurzzeitig ein Tief mit Schauern und vereinzelten Gewittern durch, bevor sich zum Wochenende von Südwesten her wohl der Altweibersommer durchsetzt, erläutert unser Meteorologe Georg Haas in der 7-Tage-Wetterprognose "Deutschland TREND".</p>

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