Unwetterwarnung Deutschland

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Warnlagebericht für Deutschland

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ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst am Montag, 20.10.2014, 14:41 Uhr

Gebietsweise starke Böen, in exponierten Lagen teils auch Sturmböen. Nachts im äußersten Süden örtlich Stark- oder Dauerregen.

Entwicklung der Wetter- und Warnlage für die nächsten 24 Stunden bis Dienstag, 21.10.2014, 11:00 Uhr:

Die Kaltfront eines nordeuropäischen Tiefdrucksystems verlagert sich heute Nachmittag über das südöstliche und südliche Deutschland langsam südwärts Richtung Alpen. Während auf der Rückseite der Kaltfront etwas kühlere Meeresluft in den größten Teil Deutschlands einfließt, ist im Süden noch einmal die feuchtmilde Atlantikluft wetterbestimmend.

An den Küsten von Nord- und Ostsee gibt es verbreitet starke vis stürmische Böen(Bft. 8) aus West bis Südwest. Auch im nord- und ostdeutschen Binnenland frischt der Wind vorübergehend stark auf, so dass dort ebenfalls starke Windböen (Bft. 7) auftreten können. Im Bergland gibt es Sturmböen(Bft. 9). Im Laufe des Nachmittags nimmt der Wind allmählich ab.

Die Kaltfront bringt im Süden Deutschlands zunächst wenig Regen, zum Abend hin setzt dort aber gebietsweise schauerartiger Regen ein. Dann kann es am Südrand des Regengebiets, also im Südschwarzwald, im Alpenvorland und an den Alpen, auch einzelne Gewitter geben, örtlich mit Starkregen. Auch im Norden und Nordosten einzelne Schauer, Gewitter sind aber dort eher unwahrscheinlich.

In der Nacht zum Dienstag fällt vor allem südlich der Donau noch gebietsweise schauerartiger Regen, anfangs kann es auch noch einzelne Gewitter geben. Dabei können örtlich mehr als 20 mm in sechs Stunden bzw. mehr als 30 mm in 12 Stunden fallen. An den Küsten treten noch einzelne Schauer auf. Stellenweise kann sich Nebel bilden. Der Wind nimmt zunächst weiter ab und ist, bis auf einzelne stürmische Böen im Bergland, vorübergehend nicht mehr warnwürdig. In den Frühstunden frischt er im Nordseeumfeld dann wieder auf, mit starke bis stürmische Böen aus Süd bis Südwest.

Am Dienstag tagsüber ist mit Durchzug einer weiteren Kaltfront auch im Binnenland mit Sturm-, vor allem in Verbindung mit Gewittern teils auch mit schweren Sturmböen (Bft. 9 bis 10) zu rechnen, selbst orkanartige Böen Bft. 11 können bei kräftigeren Entwicklungen nachmittags und abends im Westen und Süden ganz vereinzelt nicht ausgeschlossen werden. Auf den Bergen gibt es dann Orkanböen (Bft. 11 bis 12). Die Gewitter werden zudem noch begleitet von Graupel oder kleinkörnigem Hagel, Starkregen dürfte dagegen kaum auftreten. Mit Passage der Kaltfront sinkt die Schneefallgrenze rasch ab, vorübergehend kann es im westlichen Bergland, abends dann auch an den Alpen bis 500 m herab nasse Flocken geben. Für eine dünne Nassschneedecke dürfte es aber unterhalb von 1000 m (noch) nicht reichen.

Warnung vor Wind- und Sturmböen:
An Nord-und Ostsee stürmische Böen der Stärke 8. In exponierten Lagen des östlichen Berglands sowie der Alpen Sturmböen bis 85 km/h (8-9 Bft). Darüber hinaus im nord- und ostdeutschen Binnenland vor allem in Schauernähe gebietsweise starke Windböen bis 60 km/h (7 Bft) aus Südwest bis West.

Nächste Aktualisierung:
spätestens Montag, 20.10.2014, 16:00 Uhr

Deutscher Wetterdienst, VBZ Offenbach / Dipl.- Met. Jens Winninghoff/Michael Goethel

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