Unwetterwarnung Deutschland

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21. Dezember 2014 | 02:42 Min.
Wetter-Update: Oft trüb, mild und stürmisch

Warnlagebericht für Deutschland

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ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst am Sonntag, 21.12.2014, 16:00 Uhr

Wieder zunehmend windig, an der See und auf den Bergen stürmisch.

Entwicklung der Wetter- und Warnlage für die nächsten 24 Stunden bis Montag, 22.12.2014, 16:00 Uhr:

Deutschland liegt zwischen hohem Druck in Südwesteuropa und einem Sturmtief über Karelien in einer kräftigen West- bis Nordwestströmung. Dabei fließt wieder zunehmend mildere Meeresluft ein.

Von Nordwesten her kommen erneut Niederschläge auf, die anfangs oberhalb etwa 600 m noch mit Schnee vermischt sein können. Bis zum Abend steigt die Schneefallgrenze aber abgesehen vom Osten schon wieder auf 1000 m an. Nennenswerte Neuschneemengen gibt es nicht. Der Wind nimmt von Nordwesten und Westen her wieder zu. Bis zum Abend muss dann in Küstennähe und im höheren Bergland verbreitet mit Windböen oder stürmischen Böen gerechnet werden. Auch in der übrigen Nordhälfte kommt es zunehmend zu Windböen. In exponierten Lagen des östlichen Berglands gibt es wieder Sturmböen oder schwere Sturmböen, in den Hochlagen des Harzes auch orkanartige Böen, wobei der Wind allmählich auf Südwest zurückdreht.

In der Nacht zum Montag ist im Norden und in der Mitte mit weiteren leichten Regenfällen zu rechnen. In Nordseenähe regnet es zum Teil längere Zeit. Der Westsüdwestwind nimmt in der zweiten Nachthälfte noch etwas zu und erreicht am Montagmorgen im Norden und in der Mitte verbreitet Stärke 7 bis 8, an den Küsten gibt es Sturmböen Stärke 9. Auf exponierten Gipfeln im Harz, Erzgebirge und Bayerischen Wald sind dann orkanartige Böen oder Orkanböen möglich.

Am Montag kommt es vor allem im nördlichen Schleswig-Holstein weiterhin zu anhaltenden Regenfällen, die auch am Dienstag noch anhalten sollen. Bis Dienstagabend werden gebietsweise 40 bis 60 Liter pro Quadratmeter Regen innerhalb 48 Stunden erwartet. Vereinzelt kann auch die Unwetterschwelle von 60 l/qm überschritten werden. Auch im westlichen und nördlichen Bergland regnet es am Montag zeitweise stärker, dort werden aber voraussichtlich keine Warnschwellen erreicht. Der Wind nimmt noch etwas zu. Es werden dann in der gesamten Nordhälfte sowie in den Mittelgebirgen stürmische Böen Bft 8 erwartet, nach Süden zu gebietsweise Windböen Bft 7. Vor allem an der Nordsee und vereinzelt auch an der Ostsee muss mit Sturmböen Bft 9 aus Westsüdwest gerechnet werden. In exponierten Lagen der Mittelgebirge kommt es zu schweren Sturmböen bis Orkanböen (Bft 10 bis 12).

Warnung vor Wind- und Sturmböen:
In der Nordhälfte gebietsweise Wind-, an der Nordsee Sturmböen bis Bft 9. Auch im Westen aufkommend vor allem in höheren Lagen Windböen bis Bft 8. In den Hochlagen der östlichen Mittelgebirge und auf Alpengipfeln Sturmböen bis Bft 9 (85 km/h), auf exponierten Bergen vereinzelt orkanartige Böen Bft 11.



Nächste Aktualisierung:
spätestens Sonntag, 21.12.2014, 21:00 Uhr

Deutscher Wetterdienst, VBZ Offenbach / Dipl.-Met. Peter Hartmann

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