Unwetterwarnung Deutschland

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Warnlagebericht für Deutschland

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ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst am Dienstag, 01.09.2015, 01:50 Uhr

In der Osthälfte anfangs noch einzelne, teils kräftige Gewitter. Im Südwesten von Frankreich her aufkommende Gewitter, örtlich mit Starkregen, Unwetter möglich.

Entwicklung der Wetter- und Warnlage für die nächsten 24 Stunden bis Mittwoch, 02.09.2015, 21:00 Uhr:

Aktuell erreicht eine Kaltfront den Nordwesten Deutschlands und überquert unser Land bis Mittwochfrüh allmählich südostwärts. Hinter ihr fließt deutliche kühlere und feuchte Atlantikluft ein.

In Sachsen und Brandenburg gibt es aktuell noch einzelne, teils kräftige Gewitter, lokal eng begrenzt mit Starkregen, kleinkörnigem Hagel und stürmischen Böen. Die Gewitter ziehen allmählich nordostwärts und schwächen sich dann zögernd ab. Im Südwesten kommen dagegen von Frankreich her teils kräftige Gewitter auf, wobei es ebenfalls kleinkörnigen Hagel, stürmische Böen und Starkregen um 20 mm in einer bzw. um 30 mm in sechs Stunden geben kann. Unwetterartige Mengen mit mehr als 35 mm in sechs Stunden sind dabei lokal eng begrenzt möglich.

Tagsüber weiten sich die Gewitter bzw. die teils mit Gewittern durchsetzten Regenfälle von Südwesten her allmählich ostwärts bis in die mittleren Landesteile aus. Weiterhin besteht dabei die Gefahr von Starkregen. Weiter östlich und im Südosten - etwa von Brandenburg bzw. Sachsen-Anhalt über Thüringen bis nach Bayern - scheint anfangs noch zeitweise die Sonne. Ab mittags oder dem frühen Nachmittag ziehen auch dort von Westen her einzelne kräftige Gewitter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen auf. Vor allem bzgl. Starkregens können lokal eng begrenzt auch unwetterartige Entwicklungen nicht ausgeschlossen werden. An den Alpen setzt zum Abend hin länger anhaltender Regen ein, der voraussichtlich bis Mittwochmittag andauern wird. Dabei werden Regenmengen um 30 Liter pro Quadratmeter erwartet, vereinzelt auch mehr. Im Nordwesten und äußersten Westen gibt es dagegen nur noch vereinzelt Schauer, ein kurzes Gewitter nicht ausgeschlossen.

In Sachsen und Ostbayern ist vor Eintreffen der Gewitter noch einmal mit einer starken Wärmebelastung zu rechnen.

Im Nordwesten frischt hinter der Kaltfront der westliche Wind deutlich auf. Vor allem an der Nordsee, vereinzelt auch an der Ostsee sind dabei steife Böen bis 60 km/h zu erwarten. Vereinzelt sind an exponierten Stellen und auf den Inseln auch stürmische Böen bis 70 km/h möglich. Auch in exponierten Lagen des Berglands sind teils stürmische Böen bis 70 km/h aus West möglich.

In der Nacht zum Mittwoch ziehen die Gewitter im Südosten ostwärts ab. An den Alpen regnet es noch längere Zeit. Ansonsten ist es wolkig, gebietsweise auch gering bewölkt, vereinzelt kann sich Nebel bilden. Vor allem im Nordseeumfeld gibt es noch einzelne Schauer oder kurze Gewitter mit stürmischen Böen, auch außerhalb der Gewitter sind an den Küsten von Nord- und Ostsee starke Windböen aus West bis Nordwest möglich.

Warnung vor Hitze:
Morgen Mittag und Nachmittag im äußersten Südosten - in Sachsen und Ostbayern - nochmals verbreitet starke Wärmebelastung durch gefühlte Temperaturen über 33 Grad, im Süden teils über 36C.

Warnung vor Gewitter:
In Sachsen und Brandenburg einzelne Gewitter mit Sturmböen, kleinkörnigem Hagel und Starkregen.

Nächste Aktualisierung:
spätestens Mittwoch, 02.09.2015, 05:00 Uhr

Deutscher Wetterdienst, VBZ Offenbach / Dipl.-Met. Jens Winninghoff

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