Unwetterwarnung Deutschland

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Warnlagebericht für Deutschland

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ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst am Mittwoch, 28.01.2015, 21:31 Uhr

Mit Durchzug einer Kaltfront Wind- und Sturmböen. Auf den Bergen und an der See schwere Sturmböen. Vor allem im Bergland teils kräftige Schneefälle und Verwehungen.

Entwicklung der Wetter- und Warnlage für die nächsten 24 Stunden bis Donnerstag, 29.01.2015, 21:00 Uhr:

In den kommenden Stunden überquert die Kaltfront eines zur Norwegischen See ziehenden Sturmtiefs das Vorhersagegebiet von West nach Ost. Dahinter folgt ein Schwall sehr höhenkalter polarer Meeresluft.

Nachts gibt es - mit Ausnahme Südostbayerns - recht verbreitet starke bis stürmische Böen (Bft. 7 bis 8) aus Südwest. Mit Frontpassage kann es in den kommenden Stunden Sturmböen, ganz vereinzelt schwere Sturmböen geben, dabei treten auch vereinzelte Gewitter mit Graupel auf. An den Küsten muss verbreitet mit Sturmböen (Bft. 9), in exponierten Küstenabschnitte und in den Kamm- sowie Gipfellagen der Mittelgebirge und der Alpen auch mit schweren Sturmböen (Bft. 19), auf einigen Gipfeln sind orkanartigen Böen (Bft. 11) möglich. Rückseitig der Front schwächt sich der Wind in der Mitte und später auch im Süden zumindest in den Niederungen rasch ab. Im Norden, vor allem an den Küsten bleibt es aber stürmisch.

Des Weiteren treten schauerartige Niederschläge auf, wobei die Schneefallgrenze auf 200 bis 400 m sinkt, Graupel und Nassschnee kann es kurzzeitig bis in tiefe Lagen geben, dabei tritt stellenweise Glätte durch Schneematsch auf. In Lagen oberhalb von etwa 300 bis 400 m fallen bis zu 5 cm Neuschnee, stellenweise mehr. Im Süden und Osten dauern die schauerartigen Niederschläge länger an, an den Alpen schneit es bis Donnerstagvormittag. In den östlichen Mittelgebirgen und im südlichen Alpenvorland können bis 10 cm Neuschnee fallen, im Schwarzwald und an den Alpen bis 15 cm, im Allgäu in Staulagen bis 20 cm. In freien Kammlagen treten Schneeverwehungen auf. In der Nordhälfte und im Nordwesten entwickeln sich Schneeregen-, Schnee- und Graupelschauer, dabei kann es kurze Gewitter geben. Dann sind erneut bis weit ins Binnenland Sturmböen möglich und schwere Sturmböen nicht ausgeschlossen. Gebietsweise bildet sich eine dünne Schneedecke aus oder es gibt Glätte durch Schneematsch.

Am Donnerstag gibt es in der Nord- und Osthälfte Schneeregen- und Graupelschauer, dabei sind auch kurze Gewitter möglich. Kurzzeitig kann dabei bis in tiefe Lagen Glätte durch Schneematsch auftreten. In kräftigen Schauern sind Sturmböen aus Südwest möglich. Im Westen setzen morgens schauerartige Niederschläge ein, die sich auf den Südwesten und auf die Mitte ausweiten. Diese fallen oberhalb von 200 bis 400 m durchweg als Schnee, je nach Intensität kann es auch in tiefen Lagen schneien. Oberhalb von 400 m fallen 5 bis 10 cm Neuschnee, in der Eifel, im Hunsrück sowie in Spessart, Rhön und Thüringer Wald bis 15 cm, in exponierten Staulagen bis 20 cm. In tiefen Lagen bildet sich nur vorübergehend eine dünne Schneedecke mit Glätte durch Schneematsch. Im Alpenraum und im südostdeutschen Mittelgebirgsraum klingen die Schneefälle ab, um 5 cm Neuschnee, im Allgäu auch mehr, sind aber noch möglich. Der Wind weht auch außerhalb der Schauer lebhaft aus Südwest mit starken Windböen, in freien Lagen vor allem im Norden auch stürmischen Böen. An den Küsten gibt es Sturmböen, auf den Bergen schwere Sturmböen.

Warnungen vor Glätte und Schneefall:
Zunächst vor allem in höheren Lagen Glätte durch Schnee und Schneematsch, dabei oberhalb von 400 m 1 bis 5 cm, nach Süden zu auch bis 10 cm Neuschnee, in Staulagen vor allem des Allgäus, des Südschwarzwaldes und des Bayerwaldes auch mehr. In freien Kammlagen Schneeverwehungen. Später auch in tiefen Lagen Glätte durch Überfrieren oder Schneematsch.

Warnung vor Wind- und Sturmböen:
Mit Ausnahme des Südostens starke, vereinzelt stürmische Böen (Bft. 7 bis 8). An den Küsten Sturm- und schwere Sturmböen (Bft. 9 bis 10). Mit Frontdurchgang vor allem im Norden, Westen und in der Mitte im Binnenland Sturm- oder schwere Sturmböen. In den Hochlagen einiger Mittelgebirge schwere Sturmböen bis Bft 10 aus Südwest. Auf dem Brockenplateau und dem Fichtelberg orkanartige Böen bis 115 km/h (Bft. 11).

Warnung vor Gewitter:
Im Westen einzelne Gewitter, dabei Graupel und teils schwere Sturmböen (Bft. 9 bis 10) aus West möglich.

Nächste Aktualisierung:
spätestens Donnerstag, 29.01.2015, 05:00 Uhr

Deutscher Wetterdienst, VBZ Offenbach / Dipl. -Met. Bernd Zeuschner

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