Unwetterwarnung Deutschland

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23. Oktober 2014 | 02:08 Min.
Wetter-Update: Sturmtief verzieht sich

Warnlagebericht für Deutschland

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ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst am Donnerstag, 23.10.2014, 13:51 Uhr

Am Alpenrand weiterhin ergiebige Niederschläge (Unwetter), oberhalb 800 bis 1000 m als Schnee. Sonst Wetterberuhigung, im Süden nachlassender Wind, im Bayerischen Wald und auf Alpengipfeln aber noch stürmisch.

Entwicklung der Wetter- und Warnlage für die nächsten 24 Stunden bis Freitag, 24.10.2014, 11:00 Uhr:

Die eingeflossene polare Meeresluft gerät unter schwachen Hochdruckeinfluss. Lediglich der äußerste Süden und Südosten verbleiben zunächst noch im Einflussbereich eines Tiefs über dem Balkan und der Adria.

An den Alpen bleibt voraussichtlich bis in den Freitag hinein in Lagen unterhalb von 800 m eine unwetterartige Dauerregenlage bestehen, wobei unter Berücksichtigung bisher gefallener Mengen verbreitet 60 bis 90 l/qm, in Staulagen auch mehr als 100 l/qm Regen fallen können. Oberhalb von 800 bis 1000 m schneit es weiterhin kräftig, nach Osten hin intensiver als in Richtung Allgäu, wo die Niederschläge allmählich nachlassen. Bis Freitagvormittag fallen oberhalb von 1000 m - aufsummiert seit Mittwoch - 30 bis 70 cm, in exponierten Staulagen auch um 100 cm Schnee. Dabei besteht weiterhin die Gefahr von Schneebruch, in höheren Lagen durch Schneeverwehungen. Bis zum Abend nimmt der anfangs im Süden und Südosten zum Teil noch lebhafte nordwestliche Wind weiter ab. Anfangs muss in tiefen Lagen aber noch mit Böen der Stärke 7 Bft, auf den Bergen weiterhin mit Sturmböen (8 bis 9 Bft), in exponierten Gipfellagen auch mit schweren Sturmböen (10 Bft) gerechnet werden. Am Abend und in der Nacht zum Freitag lebt der Wind auch im Nordseeumfeld wieder auf, kommt dabei aber aus Süd bis Südwest. An der nordfriesischen Küste und auf Helgoland kann es dann einzelne steife Windböen (7 Bft) geben.

In der Nacht zum Freitag dauert die Dauerregen- und Schneefalllage an den östlichen Alpen noch an, die Intensität der Niederschläge nimmt aber weiter ab. Ansonsten kann sich bei vorübergehend gering bewölktem Himmel vor allem in der Mitte, im Südwesten und in der Osthälfte gebietsweise Nebel bilden. Sollte es auch mal länger aufklaren, gibt es in ungünstigen Lagen örtlich leichten Frost oder zumindest Bodenfrost. Im Nordseeumfeld weht dann ein weiterhin frischer Südwest- bis Südwind mit einzelnen Böen 7 Bft in exponierten Küstenlagen.

Unwetterwarnung vor ergiebigem Dauerregen:
Im Nordstau der Alpen unterhalb von 800 m länger andauernder Regen, teils ergiebig. Dabei an den Alpen zusammen mit dem bereits gefallenen Niederschlag bis in den Freitag hinein 60 bis 90 l/qm, in Nordstaulagen teils um 120 l/qm Niederschlag. Schneefallgrenze zwischen 800 und 1000 m.

Unwetterwarnung vor starkem Schneefall:
In Südbayern am Alpenrand oberhalb 1000 m starker Schneefall mit Mengen von 30 bis 100 cm bis Freitagvormittag.

Warnung vor Wind-/Sturmböen:
Im Süden und Südosten noch frischer Wind um Nordwest mit Böen 7 Bft. In einigen Mittelgebirgslagen des Bayerischen Waldes und auf den Alpengipfeln Sturmböen oder schwere Sturmböen (8 bis 10 Bft).

Warnung vor Nebel:
In den Hochlagen des Erzgebirges Sichtbehinderungen durch aufliegende Wolken.

Aktuelle Informationen zur Unwetterlage und zu den herausgegebenen Orkanartige Böen und ergiebiger Dauerregen präsentiert Diplom-Meteorologe Marcus Beyer in einem Video aus dem DWD TV-Studio (Stand:
21.10.2014, 15 Uhr Uhr) http:/
/youtu.be/yNF44j2N6J4 Nächste Aktualisierung:
spätestens Donnerstag, 23.10.2014, 16:00 Uhr

Deutscher Wetterdienst, VBZ Offenbach / Dipl.- Met. Thomas Schumann

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