Unwetterwarnung Deutschland

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22. Oktober 2014 | 01:38 Min.
Wetter-Update: Sturmtief verzieht sich

Warnlagebericht für Deutschland

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ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst am Mittwoch, 22.10.2014, 16:03 Uhr

Verbreitet Böen bis Sturmstärke. Auf höheren Alpengipfeln Orkanböen. In einigen Staulagen der Mittelgebirge Dauerregen, am Alpenrand und im Erzgebirgsraum ergiebig (Unwetter). In den Alpen aufkommender starker Schneefall (unwetterartig).

Entwicklung der Wetter- und Warnlage für die nächsten 24 Stunden bis Donnerstag, 23.10.2014, 16:00 Uhr:

An der Rückseite des aus dem Ex Hurrikan Gonzalo entstandenen Sturmtiefs gelangt aus Nordwesten frische Meeresluft polaren Ursprungs nach Deutschland.

In der Südosthälfte fällt noch verbreitet z. T. schauerartiger Regen. Vereinzelt sind auch kurze Gewitter mit Graupel und Sturmböen, lokal mit Sturmböen um 80 km/h möglich. Auf den Alpengipfeln und auf den höchsten Gipfeln der Mittelgebirge gibt es einzelne orkanartige Böen oder Orkanböen. Auch an der Nordsee sind abseits der Schauer ebenfalls schwere Sturmböen möglich. Ansonsten kommt es zu starken bis stürmischen Böen, im Bergland zu Sturmböen. Zum Abend hin nimmt der Wind von Nordwesten und Westen her allmählich ab. Der Nordosten bleibt von der Windentwicklung weiter ausgespart. Bis Donnerstagmittag wird auch im Osten und Südosten der Wind allmählich schwächer.

An den Alpen wird bis in den Freitag hinein in Lagen unterhalb von 1000 bis 600 m eine Dauerregenlage erwartet, wobei verbreitet 60 bis 90 l/qm, in Staulagen auch mehr als 100 l/qm Niederschlag fallen können. Eine entsprechende Unwetterwarnung ist bereits in Kraft. Oberhalb von etwa 1000 Metern fällt Schnee. Dabei verstärken sich die Schneefälle. Bis Donnerstag früh kommen 30 bis 50, bis Freitagfrüh noch einmal ähnliche Mengen hinzu. Zu den Ostalpen hin kann es bis in den Freitag hinein bis 100 cm Neuschnee geben. Dies hat Schneebruch zur Folge; anfangs muss zudem mit Schneeverwehungen gerechnet werden.

Am Erzgebirgsnordrand kommt es ebenfalls zu ergiebigen Niederschlägen, die nahezu durchweg als Regen fallen. Dort sind bis Freitagfrüh 50 bis 70 l/qm Niederschlag möglich. Entsprechende Unwetterwarnungen sind daher in Kraft, wobei bzgl. der Schneefallgrenze noch Unsicherheiten bestehen. Bis Freitagmittag steigt die Schneefallgrenze im Erzgebirge bis in die Gipfellagen und auch in den Alpen zögernd wieder auf knapp über 1000 m. Weiterhin fällt in den Staulagen einiger Mittelgebirge und im Nordosten länger andauernder Regen. Dort sind innerhalb von 24 Stunden 30 bis 50 l/qm Niederschlag zu erwarten. Dort dürften die Niederschläge in der Nacht und am Donnerstagvormittag nachlassen.

Unwetterwarnung vor orkanartige Böen und Orkanböen:
Auf den Alpengipfeln Orkanböen um 120 km/h aus Nordwest.

Unwetterwarnung vor ergiebigem Dauerregen/starkem Schneefall:
Im Nordstau der Alpen sowie des Erz- und Lausitzer Gebirges länger andauernder Regen, teils ergiebig. Dabei bis in den Donnerstag hinein im Stau des Erzgebirges 50 bis 70 l/qm. Im Alpenraum oberhalb 1000 m bis Donnerstag mittag 50 bis 90 cm Schnee. Sonst an de Alpen bis in den Freitag hinein 60 bis 90 l/qm, in Nordstaulagen teils um 120 l/qm Niederschlag. Schneefallgrenze zwischen 600 und 1000 m.

Unwetterwarnung vor starkem Schneefall:
In Südbayern am Alpenrand oberhalb 1000 m starker Schneefall mit Mengen von 50 bis 90 cm bis Donnerstag mittag.

Warnung vor Sturmböen:
Mit Ausnahme des Nordostens starke bis stürmische Böen aus West bis Nordwest, in Schauern Sturmböen bis Bft 9 (um 80 km/h) aus Nordwest.

Warnung vor Dauerregen:
In einigen Mittelgebirgslagen wiederholt Regen, dabei 30 bis 50 Liter Regen pro Quadratmeter innerhalb von 24 Stunden.

Warnung vor Schneefall / Glätte:
An den Alpen, im Bayerischen Wald und im Erzgebirge oberhalb von etwa 800 m gebietsweise Glätte durch Schneematsch und Ausbildung einer dünnen Schneedecke bis 5 cm, in Staulagen der Alpen oberhalb von 1000 m auch über 5 cm.

Warnung vor Gewittern:
Im Raum Osthessen/Thüringen vereinzelt kurze Gewitter.

Aktuelle Informationen zur Unwetterlage und zu den herausgegebenen Orkanartige Böen und ergiebiger Dauerregen präsentiert Diplom-Meteorologe Marcus Beyer in einem Video aus dem DWD TV-Studio (Stand:
21.10.2014, 15 Uhr Uhr) http:/
/youtu.be/yNF44j2N6J4

Nächste Aktualisierung:
spätestens Mittwoch, 22.10.2014, 21:00 Uhr

Deutscher Wetterdienst, VBZ Offenbach / Dipl.- Met. R. Hering-Zieringer

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Deutschland: Zum Teil kräftiger Schneefall

Am Mittwoch regnet es häufiger schauerartig verstärkt. Oberhalb von 600 bis 800 Meter ist auch Schnee möglich. Zudem legt der Wind abgesehen vom Nordosten im Tagesverlauf wieder kräftig zu. Es muss mit Sturmböen gerechnet werden.
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