Unwetterwarnung Deutschland

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Warnlagebericht für Deutschland

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ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst am Montag, 02.03.2015, 16:48 Uhr

Verbreitet windig, teils stürmisch, dazu schauerartige, teils gewittrige Niederschläge, im Bergland meist als Schnee. Kommende Nacht vielerorts Glätte durch Schnee, Schneematsch oder gefrierende Nässe.

Entwicklung der Wetter- und Warnlage für die nächsten 24 Stunden bis Dienstag, 03.03.2015, 16:00 Uhr:

Deutschland liegt am Rande einer umfangreichen Tiefdruckzone über Skandinavien bzw. dem Europäischen Nordmeer. Dabei gelangt mit einer lebhaften westlichen Strömung erwärmte Meereskaltluft in den Vorhersageraum, die zusammen mit kleinen Randtiefs bis auf Weiteres für einen wechselhaften und windigen Witterungscharakter sorgt.

Heute Nachmittag kommt es im Norden zu weiteren Regen-, Graupel- oder Schneeregenschauern. Auch im Süden fällt gebietsweise schauerartiger Niederschlag, wobei die Schneefallgrenze bis zum Abend auf 800 bis 500 m sinkt. Vor allem am Alpenrand kann es in höheren Lagen auch mal stärker schneien. In der Mitte bleibt es vorübergehend trocken. Von Westen her zieht aber bereits die nächste Schauerlinie heran, die sich am Abend und in der kommenden Nacht nach Osten verlagert. Darin eingelagert sind kurze Gewitter, die mit Graupel und Sturmböen (Stärke 8 bis 9 Bft), in seltenen Einzelfällen sogar mit schweren Sturmböen (10 Bft) einhergehen können. Die Schneefallgrenze liegt bei etwa 400 m, in kräftigen Schauern kann es punktuell aber auch bis weiter unten schneien. Es weht weiterhin ein mäßiger bis frischer westlicher Wind mit steifen Böen 7 Bft, an der Küste, im Bergland sowie bei kräftigen Schauern oder Gewittern mit Sturmböen 8 bis 9 Bft. In exponierten Kamm- und Gipfellagen können auch schwere Sturmböen, auf den Alpengipfeln vereinzelt orkanartige Böen (11 Bft) auftreten.

In der Nacht zum Dienstag kommt es in Alpennähe zunächst noch bis in die Täler zu Schneefällen, die in der zweiten Nachthälfte aber mehr und mehr nachlassen. Ansonsten muss vor allem im Norden und Osten noch mit Schauern gerechnet werden, die bis in tiefe Lagen als Schnee, Schneeregen oder Graupel fallen können. Vereinzelt sind auch noch kurze Gewitter möglich. Vorsicht, Glättegefahr durch Schneematsch oder gefrierende Nässe, in den Mittelgebirgen durch Schnee. Im Westen und später auch in der Mitte lässt die Schaueraktivität rasch nach, vielerorts klart es auf. Da die Temperatur zumindest in Bodennähe auf Werte um oder unter den Gefrierpunkt zurückgeht, kann es besonders auf noch nicht abgetrockneten Fahrbahnen und Wegen glatt werden durch gefrierende Nässe Der Südwest- bis Westwind nimmt zwar von Westen her deutlich ab, im Norden und Osten bleibt es aber noch längere Zeit windig mit Böen 7 Bft, an der Küste sowie bei kräftigen Schauern 8 bis 9 Bft. Auch im höheren Bergland bleibt es stürmisch, in exponierten Kamm- und Gipfellagen vereinzelt mit schweren Sturmböen.

Am Dienstag entwickeln sich nach einer kurzen Pause erneut schauerartige, teils gewittrige Niederschläge, die sich von Westen her über Norddeutschland und die Mitte ostwärts ausbreiten. Die Niederschläge fallen als Regen, Graupel oder Schneeregen, oberhalb etwa 400 bis 600 m als Schnee. In den Hochlagen einiger Mittelgebirge kann es einige Zentimeter, örtlich auch über 5 cm Neuschnee geben. Oberhalb von 600 m muss durchweg mit winterlichen Straßenverhältnissen gerechnet werden. Nach Süden und Südosten hin bleibt es weitgehend trocken. Vor allem im Nordosten weht noch ein lebhafter, an der Ostsee in Böen stürmischer Südwestwind. Auch in den mittleren Landesteilen sowie allgemein im Bergland frischt der südwestliche bis westliche Wind mitunter stark bis stürmisch auf.

Warnung vor Wind/Sturm:
Verbreitet steife Böen (7 Bft, bis 60 km/h), an der See und in höheren Lagen sowie bei kräftigen Schauern/Gewittern auch stürmische Böen oder Sturmböen (8 bis 9 Bft, bis 75 km/h). Auf exponierten Bergen schwere Sturmböen bzw. orkanartige Böen 10 bis 11 Bft (95 bis 110 km/h).

Warnung vor Schneefall/Glätte:
In höheren Lagen Süd- und Südostdeutschlands sowie im Westen und in der Mitte Schneefall und Glätte. Neuschneemengen 1 bis 8 cm, an den Alpen zum Teil auch darüber.

Warnung vor Gewitter:
Von Westen kurze Wintergewitter mit Graupel und/oder Sturmböen 8 bis 9 Bft, vereinzelt auch schwere Sturmböen 10 Bft möglich.



Nächste Aktualisierung:
spätestens Montag, 02.03.2015, 21:00 Uhr

Deutscher Wetterdienst, VBZ Offenbach / Dipl. Met. Jens Hoffmann

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