Unwetterwarnung Deutschland

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Warnlagebericht für Deutschland

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ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst am Sonntag, 01.03.2015, 11:00 Uhr

Bis in tiefe Lagen Windböen, im Bergland und an der Nordsee stürmische Böen, in den Hochlagen Sturmböen, auf dem Brocken orkanartige Böen. Im Mittelgebirgsraum vor allem nach Osten und Süden hin anfangs Schneefall oder gefrierender Regen. Im Schwarzwald bis Montagnachmittag Unwettergefahr durch starkes Tauwetter.

Entwicklung der Wetter- und Warnlage für die nächsten 24 Stunden bis Montag, 02.03.2015, 11:00 Uhr:

Der Ausläufer eines Tiefdruckgebietes vor Südnorwegen überquert heute Deutschland. Ihm folgt etwa mildere Atlantikluft nach. Morgen strömt von Westen auf der Rückseite einer Frontalwelle erneut Meeresluft subpolaren Ursprungs.

Heute gibt es anfangs besonders nach Osten hin noch Niederschläge, die im östlichen und südöstlichen Mittelgebirgsraum anfangs noch als Schnee oder gefrierender Regen fallen. Im Schwarzwald, auf der Alb und im Allgäu beginnt der vorhandene Schnee bis in die Hochlagen der Berge zu tauen. Zusammen mit dem fallenden Regen muss mit Abflussmengen von 30 bis 50 l/qm bis Montagmittag gerechnet werden. Im Schwarzwald ist sogar vereinzelt starkes Tauwetter (Unwetter) bei einem Niederschlagsdargebot von über 50 l/qm möglich.

Der Wind weht kräftig und dreht auf Südwest. Im Westen muss mit starken Böen (Bft 7, bis 60 km/h) gerechnet werden. An der Nordsee und in den Hochlagen der Berge sind Sturmböen Bft 8 bis 10, auf dem Brocken Orkanböen (Bft 12, um 120 km/h) möglich.

In der Nacht zu Montag erreicht eine Frontalwelle den Nordwesten Deutschlands. Damit breitet sich ein neues Niederschlagsgebiet über große Teile des Landes aus. Während im Süden bis in die Hochlagen der Berge Regen fällt, kann in höheren Mittelgebirgslagen über der Mitte auch zeitweise Schnee fallen. Dabei sinkt die Schneefallgrenze von anfänglich 600 bis 800 m zum Morgen von Westen her auf 400 m ab. Auch im Norden von Schleswig-Holstein ist vorübergehend etwas Nassschnee möglich.

Der Wind nimmt vorübergehend deutlich ab, sodass nur vereinzelt noch starke Böen, im Bergland und an der See stürmische Böen aus West bis Südwest auftreten. Ausgangs der Nacht muss in der Westhälfte dann wieder häufiger mit starken Böen gerechnet werden, im Bergland mit Sturmböen.

Warnung vor Tauwetter (teils starkes Tauwetter/Unwetter):
Bis Montagnachmittag kommt es im süddeutschen Bergland zu häufigen Niederschlägen, die zum Teil länger anhalten. Gleichzeitig setzt bis in die Hochlagen der Berge Tauwetter ein. Das resultierende Niederschlagsdargebot führt damit zu Abflussmengen von 30 bis 50 Liter pro qm bis Montagmittag. Im Schwarzwald sind vereinzelt auch unwetterartige Mengen über 50 mm möglich.

Warnung vor Wind- und Sturmböen (Brocken Orkan):
Vor allem im Westen und an der See starke Böen (Bft 7, bis 60 km/h), in höheren Lagen und an der Nordsee auch stürmischen Böen (Bft 8, bis 75 km/h) möglich. Auf exponierten Bergen auch Sturmböen Bft 9 bis 10 (75 bis 100 km/h). Auf dem Brocken orkanartige Böen (Bft 11, bis 110 km/h).

Warnung vor Schneefall/Glätte:
Im östlichen und südöstlichen Mittelgebirgsraum Glätte durch Schneefall oder anfangs auch durch gefrierenden Regen.

Nebel:
In Höhenlagen vereinzelt Nebel mit Sichtweiten unterhalb von 150 m.

Nächste Aktualisierung:
spätestens Sonntag, 01.03.2015, 16:00 Uhr

Deutscher Wetterdienst, VBZ Offenbach / Dipl. Met. Olaf Pels Leusden

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