Unwetterwarnung Deutschland

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Warnlagebericht für Deutschland

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ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst am Dienstag, 21.10.2014, 22:54 Uhr

Schauer und Gewitter, verbreitet mit Sturmböen, im Süden auch Orkanböen, höhere Alpengipfel Böen bis Orkanstärke. In einigen Staulagen der Mittelgebirge einsetzender Dauerregen, am Alpenrand ergiebig (Unwetter).

Entwicklung der Wetter- und Warnlage für die nächsten 24 Stunden bis Mittwoch, 22.10.2014, 21:00 Uhr:

Aktuell überquert die Kaltfront des Ex-Hurrikans Gonzalo" auch den Osten und Südosten Deutschlands. Ihr folgt polare Meeresluft.

Im Frontbereich fällt schauerartiger Regen, vor allem nach Südosten zu gibt es Gewitter mit Graupel. Dabei muss mit Sturmböen um 80 km/h, vereinzelt mit schweren Sturmböen um 100 km/h aus West bis Nordwest gerechnet werden. Im Süden sind lokal orkanartige Böen oder Orkanböen möglich, entsprechende Unwetterwarnungen wurden ausgegeben. Außen vor von dieser Windentwicklung bleibt nur der Nordosten.

Rückseitig der Kaltfront gibt es nachts weitere Schauer und kurze Gewitter mit Graupel und vereinzelt mit Sturmböen. Auf den Alpengipfeln und auf den höchsten Gipfeln der Mittelgebirge gibt es auch die Nacht über hinweg einzelne orkanartige Böen oder Orkanböen. Auch an der Nordsee sind abseits der Schauer Sturmböen, später wieder schwere Sturmböen möglich. Ansonsten nimmt der Wind im Laufe der Nacht etwas ab.

Rückseitig der Kaltfront sinkt die Schneefallgrenze ab, und liegt am Mittwochmorgen bei 900 bis 600 m. Im Schwarzwald und an den Alpen gibt es kräftige Niederschläge, so dass sich dort oberhalb etwa 600 bis 900 m eine (Nass)schneedecke bilden kann. Hier besteht Glättegefahr durch Schneematsch und in höheren Lagen kann es Schneebruch geben. An den Alpen wird bis in den Freitag hinein in Lagen unterhalb von 900 bis 600 m eine Dauerregenlage erwartet, wobei verbreitet 60 bis 90 l/qm, in Staulagen auch um 100 l/qm Niederschlag fallen können. Eine entsprechende Unwetterwarnung ist in Kraft, wobei bzgl. der Schneefallgrenze noch Unsicherheiten bestehen. Bis Freitagmittag steigt die Schneefallgrenze zögernd wieder auf knapp über 1000 m. Auch im Erzgebirge sind bis Freitagfrüh unwetterartige Regenmengen möglich, weshalb dort eine entsprechende Vorabinformation aktiv ist.

Am Mittwoch tagsüber gibt es vor allem im Westen und Süden weitere Schauer, auch kurze Graupelgewitter sind möglich. Im Tagesverlauf nimmt die Gewitterwahrscheinlichkeit ab. Der Wind frischt im Westen und Süden sowie in der Mitte wieder auf mit stürmischen Böen, in Schauern vereinzelt auch Sturmböen aus Nordwest. An der Nordseeküste gibt es auch außerhalb der Schauer schwere Sturmböen, auf exponierten Gipfeln einiger Mittelgebirge und der Alpen ebenfalls, vereinzelt gibt es dort auch Orkanböen. Erst zum Nachmittag und Abend hin nimmt der Wind vor allem im Westen allmählich ab. Der Nordosten bleibt von der Windentwicklung weiter ausgespart. In der Osthälfte setzt schauerartiger Regen ein. Vor allem in der Lausitz, in Sachsen und Thüringen fallen dabei mehr als 20 mm in 6 Stunden bzw. mehr als 25 mm in 12 Stunden. Am Erzgebirge und im Zittauer Gebirge sind vor allem in Staulagen unwetterartige Mengen über 40 mm in 12 Stunden nicht ausgeschlossen. Die Schneefallgrenze schwankt allgemein zwischen 700 und 1100 m. An den Alpen lassen die Stauniederschläge vorübergehend nach, ehe sie sich zum Abend hin wieder verstärken.

Unwetterwarnung vor Orkanböen:
Auf den Alpengipfeln Orkanböen um 120 km/h aus Nordwest.

Warnung vor Sturmböen:
Mit Ausnahme des Nordostens starke bis stürmische Böen aus West bis Nordwest, in Schauern auch Sturm- oder schwere Sturmböen.

Unwetter-Vorabinformation orkanartige Böen:
Auf den ostfriesischen Inseln in der zweiten Nachthälfte der Nacht zum Mittwoch aufkommend und bis in den Mittwochvormittag hinein schwere Sturm- und orkanartige Böen, unmittelbar an der See und auf Inseln bis 115 km/h aus Nordwest.

Unwetterwarnung vor ergiebigem Dauerregen:
Im Nordstau der Alpen länger andauernder Regen, teils ergiebig. Dabei bis in den Freitag hinein 60 bis 90 l/qm, in Nordstaulagen teils um 120 l/qm Niederschlag. Schneefallgrenze meist zwischen 600 und 1000 m.

Unwetter-Vorabinformation vor ergiebigem Dauerregen:
Im Nordstau des Erzgebirges länger anhaltender Regen, teils ergiebig. Dabei bis Freitagfrüh 50 bis 80 l/qm, gebietsweise auch um 100 l/qm.

Warnung vor Dauerregen:
In einigen Mittelgebirgslagen wiederholt Regen, dabei 30 bis 50 Liter Regen pro Quadratmeter innerhalb von 24 Stunden.

Warnung vor Gewittern, teils mit Orkanböen (Unwetter):
Im Westen und Süden einzelne Gewitter mit Graupel und schweren Sturmböen um 95 km/h, im Süden vereinzelt auch Orkanböen bis 120 km/h aus West bis Nordwest.

Warnung vor Schneefall:
An den Alpen und im Hochschwarzwald oberhalb von etwa 600 bis 800 m gebietsweise Glätte durch Schneematsch und Ausbildung einer dünnen Schneedecke, in Staulagen der Alpen oberhalb von 1000 m auch über 5 cm.

Aktuelle Informationen zur Unwetterlage und zu den herausgegebenen Orkanartige Böen und ergiebiger Dauerregen präsentiert Diplom-Meteorologe Marcus Beyer in einem Video aus dem DWD TV-Studio (Stand:
21.10.2014, 15 Uhr Uhr) http:/
/youtu.be/yNF44j2N6J4 Nächste Aktualisierung:
spätestens Mittwoch, 22.10.2014, 05:00 Uhr

Deutscher Wetterdienst, VBZ Offenbach / Dipl.- Met. Jens Winninghoff

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Deutschland: Kaltfront walzt über uns hinweg

Am Dienstag breiten sich von Nordwesten her dichte Bewölkung aus und nachfolgend regnet es verbreitet, am Nachmittag auch schauerartig verstärkt oder gewittrig. Bis in die Niederungen gibt es Sturmböen, in Gipfellagen sind Orkanböen möglich.
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