Unwetterwarnung Deutschland

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Warnlagebericht für Deutschland

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ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst am Sonntag, 05.07.2015, 16:00 Uhr

Gebietsweise kräftige Gewitter. Nachmittag und abends von Westen her teils schwere Gewitter (Unwetter) möglich.

Entwicklung der Wetter- und Warnlage für die nächsten 24 Stunden bis Montag, 06.07.2015, 16:00 Uhr:

An der Ostseite eines Tiefs bei Irland strömt von Süden her sehr heiße Luft nach Deutschland. Abends erreicht die Kaltfront des Tiefs den äußersten Nordwesten des Landes und überquert uns größtenteils bis Montagmorgen. Vorderseitig und mit Passage der Kaltfront steigt die Gefahr schwerer Gewitter an.

Aktuell gibt es vor allem in den nordwestlichen Landesteilen und über der Mitte Gewitter, lokal eng begrenzt mit Starkregen bis 25 mm in einer Stunde, stürmischen Böen und vereinzelt kleinkörnigem Hagel. Vereinzelt sind durch Starkregen Unwetter möglich.

Am späten Nachmittag und Abend ziehen dann im Westen erneut Gewitter auf, die allgemein deutlich kräftiger ausfallen und hohes Unwetterpotential aufweisen. Dabei ist dann mit Starkregen über 25 mm in kurzer Zeit zu rechnen, vereinzelt auch über 40 mm (extremes Unwetter). Vor allem aber können lokal eng begrenzt Hagel über 3 cm, vereinzelt auch über 5 cm und Orkanböen um 120 km/h auftreten. Vereinzelt sind Tornados möglich.

Der Schwerpunkt der Gewittertätigkeit lässt sich aktuell schwer ausmachen. Voraussichtlich sind vor allem Nordrhein-Westfalen, das nördliche Rheinland-Pfalz, Teile von Hessen, das südliche, vielleicht mittlere Niedersachsen und im weiteren Verlauf Thüringen und Sachsen-Anhalt betroffen. Weiter südlich treten erst zum Abend lokale Gewitter auf, am ehesten im Bergland, die dann lokal eng begrenzt ebenfalls Unwetterpotential aufweisen können.

Während die Hitze im Nordwesten nachlässt, bleibt die extreme Wärmebelastung in weiten Landesteilen bestehen und die Temperatur steigt häufig über 35 Grad, im äußersten Südwesten vereinzelt bis nahe 40 Grad.

In der Nacht zum Montag verlagert sich die Hauptgewittertätigkeit in die östlichen Landesteile, wobei die ganze Nacht über mit Unwettern zu rechnen ist, deren Intensität aber zögernd nachlässt. Vor allem die Gefahr von Großhagel und die Sturm- bzw. Tornadogefahr nimmt im Laufe der Nacht ab.

Im Süden gibt es ebenfalls Gewitter, wobei diese nicht so heftig ausfallen dürften und seltener Unwetterpotential aufweisen. Im Westen und Norden, später auch in der Mitte beruhigt sich das Wetter rasch und es bleibt dort oft trocken.

Am Montag beruhigt sich das Wetter in fast dem ganzen Land. Lediglich an den Küsten und im unmittelbar angrenzenden Binnenland sind starke Böen (um 55 km/h, Bft 7) möglich, an exponierten Küstenabschnitten gibt es auch stürmische Böen Bft 8, bis 70 km/h. Im äußersten Süden hält sich noch die schwülheiße Luft mit örtlichen Gewittern an den Alpen und vielleicht noch im Südschwarzwald. Dort sind auch Unwetter durch Starkregen und Hagel nicht ausgeschlossen.

Warnungen vor Gewitter/Unwetter:
Im Nordwesten und über der Mitte örtlich kräftige Gewitter mit Starkregen. Lokal Unwetter mit heftigem Starkregen um 30 Liter pro m in kurzer Zeit, Hagel um 3 cm Korngröße und Sturmböen um 90 km/h.

Vorabinformation Unwetter:
Im Nordwesten, Westen und in den mittleren Landesteilen vor allem ab den späten Nachmittagsstunden schwere Gewitter möglich, lokal eng begrenzt mit Starkregen über 25 mm in kurzer Zeit, teils auch über 40 mm, größerem Hagel und Orkanböen.

Warnung vor Hitze:
Im Nordwesten starke, sonst vielfach auch extreme Wärmebelastung durch gefühlte Temperaturen über 38C. Aktuelle Informationen zur Unwetterlage und zu den herausgegebenen Unwetterwarnungen präsentiert Dipl.-Met. Tobias Reinartz in einem Video aus dem DWD TV-Studio (Stand:
05.07.2015 13:00 Uhr) https:/
/youtu.be/N5g_rv6NgXM

Nächste Aktualisierung:
spätestens Sonntag, 05.07.2015, 21:00 Uhr

Deutscher Wetterdienst, VBZ Offenbach / Dipl.-Met. Bernd Zeuschner

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