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Gartenwetter

Unsere Garteninfos im September

Jede Menge reife Äpfel und viel frisches Gemüse bestimmen den Erntemonat September. Hier lesen Sie, was jetzt zu tun ist.


    • Äpfel pflücken

      Apfelsorten wie 'Gravensteiner' oder 'Rubinola' reifen nicht einheitlich und müssen mehrfach geerntet werden. Nur bei trockenem Wetter pflücken. Bei hoher Luftfeuchtigkeit geerntete Äpfel sind druckempfindlicher und lassen sich nur für kurze Zeit einlagern. 'Berlepsch', 'James Grieve' und 'Goldparmäne' werfen ihre Früchte vor allem an zugigen Standorten oft schon vor der Vollreife ab. Beernten Sie diese Sorten frühzeitig und wiederholt, um Fallobst zu vermeiden. Wenn Sie einen Obstpflücker verwenden, dann polstern Sie die Metallzinken am besten mit alten Stoffstreifen und ernten Sie jeden Apfel einzeln, um Druckstellen zu vermeiden.

      Apfelernte
      Viele Apfelsorten sind im September erntereif
      Credits: MSG/Martin Staffler
    • Birnen nicht ausreifen lassen

      Ernten Sie Birnen, solange sie noch hart und grün sind! Die Früchte lassen sich so länger lagern, denn sie reifen bei Zimmertemperatur rasch nach.

    • Leimringe anbringen

      Legen Sie Ende September Leimringe um Ihre Obstbäume, um Frostspanner abzuwehren. Die flugunfähigen Weibchen klettern ab Oktober die Baumstämme hoch, um ihre Eier abzulegen. Wichtig: Bringen Sie den Leimring entweder oberhalb der Verbindung zum Baumpfahl an oder versehen Sie den Baumpfahl ebenfalls mit einem Leimring, damit die Insekten nicht über Umwege in die Baumkrone gelangen können.

    • Wunden behandeln

      Kontrollieren Sie die Obstbäume nach Gewitterstürmen auf eingerissene Äste und Zweige. Beschädigte Triebe so weit wie nötig zurückschneiden, größere Wunden mit Wundverschlussmittel bestreichen.

    • Haselnüsse ernten

      Haselnüsse sind reif, wenn sich der untere Teil der Schale braun färbt. Zeller-Nüsse haben eine kurze Fruchthülse und fallen beim kräftigen Rütteln der Sträucher von selbst zu Boden. Lambert-Nüsse werden von langen Hülsen umschlossen und müssen von Hand gepflückt und ausgelöst werden.

    • Letzter Schnitt für Spalierobst

      Bei Spalierobst sollten Sie die Zweige bis spätestens Mitte des Monats ein letztes Mal formieren und zu lang gewordene Seitentriebe einkürzen. Befestigen Sie die Leitäste am Rankgerüst, solange das Holz noch biegsam ist.

    • Weinreben entblättern

      Weinreben wie die pilzfeste Sorte 'Venus' reifen im September. Den richtigen Erntezeitpunkt erkennen Sie daran, dass die Stängel der Trauben langsam verholzen und die Beeren ihre sortentypische Farbe entwickeln. Schmecken die Beeren säuerlich, sollten sie noch etwas Sonne tanken: Entfernen Sie alle Blätter, die die Trauben verdecken, und lassen Sie die Früchte noch ein bis zwei Wochen hängen.

    • Kornelkirschen gut ausreifen lassen

      Im August/September werden Kornelkirschen im fast überreifen, das heißt dunkel- bis schwarzroten Zustand geerntet. Die Früchte sind dann süßer, weicher und lassen sich besser pflücken. Auch die Steine lösen sich besser vom Fruchtfleisch. Der Ertrag kann von einem Jahr zum anderen stark variieren. Großfrüchtige Sorten für den Hausgarten sind z. B. 'Cornello' und 'Cornella' sowie 'Jolico'.

    • Sanddorn rechtzeitig ernten

      Sanddorn-Beeren müssen geerntet werden, bevor sie umschlagen. Lässt man sie zu lange am Strauch, verblasst ihre leuchtend orangerote Farbe und sie entwickeln gleichzeitig einen ranzigen Beigeschmack. Gute Sorten für den Hausgarten sind 'Dorana' und 'Orange Energy'. Sie sind Anfang bis Mitte September erntereif.

    • Rückschnitt für Pfirsichbäume

      Bis Mitte des Monats sollten Sie Ihr Pfirsichbäumchen zurückschneiden und dabei vor allem die Krone kräftig auslichten, damit die Früchte im nächsten Jahr gut ausreifen können.

    • Hagebutten früh ernten

      Lassen Sie die Früchte der Wildrosen, die Hagebutten, nicht zu lange am Strauch hängen. Wenn Sie die Hagebutten für Gelee oder Marmelade verwenden wollen, sollten Sie sie bis Mitte September ernten. Die Früchte werden sonst zu mehlig und verlieren ihre feine Säure.

    • Rhabarber teilen

      Große Rhabarberstauden sollten Sie teilen, sobald die Blätter vergilben. Graben Sie die Stauden aus und teilen Sie den Wurzelstock mit dem Spaten in etwa faustgroße Stücke. Bereiten Sie den Boden am neuen Standort für die nährstoffliebenden Stauden gründlich vor, indem Sie viel reifen Kompost oder - noch besser - gut abgelagerten Kuhmist in den Boden einarbeiten. Wichtig: Pflanzen Sie den Wurzelstock auf keinen Fall tiefer als am alten Standort.

    • Erdbeeren feucht halten

      Ein trockener Herbst ist für frisch gepflanzte Erdbeeren ungünstig, da die Stauden bis zum Frühjahr nicht genügend Wurzelmasse bilden und die erste Ernte entsprechend gering ausfällt. Achten Sie deshalb darauf, dass die neuen Erdbeerbeete gleichmäßig feucht bleiben.

    • Andenbeeren schützen

      Andenbeeren brauchen auch in milden Klimaregionen Zeit zum Ausreifen. Bis Ende September dauert es in der Regel, bis die Hüllblätter eintrocknen und man die ersten Früchte ernten kann. Damit kein früher Nachtfrost die Ernte vernichtet, sollten Sie das Beet in Erwartung kalter Nächte mit einem Vlies schützen. Fertigen Sie am besten einen großen Rahmen aus Dachlatten an und legen Sie das Kunststoffvlies darüber, so dass ein isolierendes Luftpolster entsteht.

    • Reifeprüfung für Zuckermais

      Der richtige Erntezeitpunkt für Zuckermais lässt sich leicht bestimmen: Ziehen Sie die Hüllblätter beiseite und drücken Sie Ihren Daumennagel fest auf die Körner. Ist die austretende Flüssigkeit noch wässrig, müssen die Kolben noch reifen. Tritt milchig-weißer Saft aus, können sie geerntet werden.

    • Sellerieknollen düngen

      Knollen-Sellerie legt im September deutlich an Umfang zu und braucht deshalb einen Nährstoff-Nachschub. Arbeiten Sie rund um die Knolle Gemüsedünger ein oder gießen Sie die Pflanzen im Abstand von zwei Wochen zweimal mit verdünnter Beinwelljauche.

    • Stangensellerie bleichen

      Stangen-Sellerie muss etwa zwei Wochen vor dem Erntetermin gebleicht werden, damit er ein mildes Aroma entwickelt. Entfernen Sie zunächst die äußeren, oft schon leicht welken Blätter. Hüllen Sie die Pflanzen anschließend zu etwa zwei Dritteln in Packpapier ein, das Sie mit einer Schnur oder Bindedraht an zwei Stellen fixieren. Der obere Blattschopf muss frei bleiben, damit die Pflanzen weiterhin genügend Licht bekommen.

    • Knoblauch pflanzen

      Knoblauch benötigt einen winterlichen Kältereiz, um dicke Zwiebeln mit vielen Tochterzehen zu bilden. Auch ein paar Minusgrade schaden nicht, vorausgesetzt, Sie pflanzen robuste Sorten wie 'Sultop' oder 'Messidor'. Stecken Sie die Zehen etwa fünf Zentimeter tief in lockere, humusreiche Erde (Pflanzabstand 10 cm, Reihenabstand 20 cm). Sehr sandige Boden sind für den Anbau von Knoblauch nur bedingt geeignet, da das flache Wurzelwerk leicht vertrocknet. In diesem Fall empfiehlt sich der Anbau im Balkonkasten.

    • Gemüse aussäen

      Noch ist es nicht zu spät - auf frei gewordenen Beeten können Sie noch Feldsalat, Asiasalat und Winterspinat aussäen. Decken Sie die Gemüse in rauen Lagen mit Vlies ab. Steigen die Temperaturen am Tag über 15 °C, sollten Sie die Abdeckung wieder entfernen.

    • Thymian ernten

      Thymian liefert im September eine zweite Ernte. Schneiden Sie die Pflanzen dabei um die Hälfte zurück. Bester Zeitpunkt: am späten Vormittag. Dann die Zweige zu kleinen Bündeln zusammenfassen und an einem luftigen, halbschattigen, vor Regen geschützten Ort aufhängen und trocknen lassen.

    • Salat pflanzen

      Winterkopfsalat wie 'Waldor' wächst rasch und bildet große, zarte Köpfe. Letzter Aussaattermin: 10. September für die Pflanzung Ende September (Abstand 25 x 30 cm). Ernte: Acht Wochen nach der Pflanzung oder im Frühjahr ab Anfang April.

      Salat pflanzen
      Wer Salat spät sät und pflanzt, sollte auf besonders frostharte Sorten zurückgreifen
      Credits:MSG/Bodo Butz
    • Kürbisse mit Stroh unterlegen

      Betten Sie reifende Kürbisse auf einer dicken Schicht Stroh. Das Strohpolster passt sich der Kontur an und stellt sicher, dass die schweren Früchte sich nicht asymmetrisch verformen, sondern gleichmäßig rund bleiben. Außerdem sind sie so besser vor Verunreinigungen und Fäulnispilzen geschützt.

    • Tomaten und Paprika: Neue Blüten entfernen

      Brechen Sie die neu gebildeten Blüten Ihrer Tomaten und Paprika ab September regelmäßig aus. Grund: Die vorhandenen Früchte reifen besser aus und werden größer, wenn die Pflanzen keine neuen Tomaten mehr bilden können. Sie können beide Gemüsearten im September noch einmal mit flüssigem Gemüsedünger oder Brennnesseljauche versorgen und sollten alle vergilbten Blätter laufend entfernen.

    • Gründüngung einsäen

      Abgeerntete Beete sollten nicht brach liegen bleiben. Säen Sie stattdessen noch eine Gründüngung ein. Sie verhindert Erosion, Auswaschung von Nährstoffen und reichert den Boden mit organischem Material an.

    • Zwiebeln bündeln und trocknen

      Frisch geerntete Ziebeln sollten Sie jetzt mit dem eingetrockneten Laub zu Zöpfen verflechten. Hängen Sie die Zwiebelbündel anschließend an einem luftigen Ort zum Trocknen auf.

      Zwiebeln trocknen
      Zwiebeln sollten vor dem Einlagern unbedingt trocknen
      Credits: MSG/Martin Staffler
    • Rote Bete gießen

      Rote Bete brauchen auch im Spätsommer noch viel Wasser, damit das Fleisch schön zart bleibt und nicht holzig wird.

    • Wildschutz anlegen

      "Je früher, desto besser" ist die Devise beim Schutz junger Obstbaumrinden gegen Wildverbiss durch Kaninchen oder Rehe.Legen Sie rechtzeitig vor der kalten Jahreszeit einen Schutz aus Maschendraht oder stabile Kunststoffmanschetten um die Baumstämme.

    • Leere Gewächshäuser nutzen

      Winterpotulak ist eine ideale Spätkultur für ungeheizte Gewächshäuser. Die Kälteliebenden Pflanzen sind nach etwa sechs Wochen erntereif und können von September bis März immer wieder gesät werden.

    • Kräuter umpflanzen

      Estragon, Liebstöckel, Bergbohnenkraut Echter Salbei, Dost, Zitronen-Melisse und Minze liefern mehr und gesündere Blätter, wenn sie alle drei Jahre, am besten bereits Anfang September, umgepflanzt werden. Scheiden Sie die Kräuter vorher kräftig zurück und arbeiten Sie am neuen Standort reichlich Kompost oder humusreiche Gartenerde unter.

    • Wühlmäuse bekämpfen

      Wühlmäuse beginnen im September mit der Anlage von Vorräten für den Winter. Damit die Nager sich nicht an Ihren Wurzeln und Knollen im Gemüsegarten vergreifen, sollten Sie sie jetzt mit Wühlmausfallen bekämpfen.

     
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