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Unwetter

Herbststurm fegt über Frankreich: Frau bei Erdrutsch getötet

Mo 04.11.2019 | 10:31 Uhr - Quelle: dpa/wetter.com
Herbststurm AMÉLIE lässt in Frankreich Bäume entwurzeln. ©dpa

Ein Sturmtief hat in Frankreich große Schäden angerichtet. Haushalte waren ohne Strom, zahlreiche Bäume stürzten um. Durch einen Erdrutsch in Nizza wurde eine Seniorin getötet.

Wegen eines Sturmtiefs sind am Sonntagmorgen rund 140.000 Haushalte im Südwesten Frankreichs zeitweise ohne Strom gewesen. Besonders betroffen waren die Regionen Nouvelle Aquitaine, Pays de la Loire, Auvergne und Occitanie, wie der Netzbetreiber Enedis mitteilte.

Entwurzelte Bäume: Sturm wütet in Frankreich 

Mit heftigem Wind und starkem Regen war der Herbststurm AMÉLIE, der bei uns den Namen ARNE trägt, in der Nacht zu Sonntag über Frankreichs Atlantikküste hinweggefegt.

Am frühen Sonntagmorgen wurden Spitzenböen bis 160 km/h gemessen. Zahlreiche Bäume wurden entwurzelt: 

https://twitter.com/fabien_laine/status/1190926915567333377 

Seniorin bei Erdrutsch in Nizza verschüttet

Nach einem Erdrutsch in Nizza wurde eine Seniorin zunächst als vermisst gemeldet, wie die Zeitung "Nice Matin" am Sonntagnachmittag berichtete.  Die 71-Jährige hatte sich im Garten aufgehalten, als wegen heftigen Regens eine Schutzmauer nachgegeben hatte. Tonnenweise Erde fiel auf das Grundstück.

Nun haben Einsatzkräfte die Leiche der Frau gefunden. Die Feuerwehr und Nachbarn hatten seit Sonntagnachmittag nach der Frau gesucht, sie wurde am Montagvormittag tot geborgen. Die Feuerwehr sprach den Angehörigen ihr Beileid aus. 

Zugausfälle wegen Unwetter 

Der Wetterdienst warnte am Sonntag noch in zahlreichen Regionen vor heftigem Wind. Das Sturmtief sollte im Laufe des Sonntags Richtung Osten ziehen, aber an Stärke verlieren, so der französische Wetterdienst.

Wegen des Unwetters fielen in einigen Regionen Züge aus, Straßen waren gesperrt. Die Menschen wurden dazu aufgerufen, vorsichtig zu sein und nicht in Wäldern spazieren zu gehen.

Sturmwarnung auch in Deutschland

Auch bei uns in Deutschland ist es zum Start in die neue Woche teils noch ungemütlich und stürmisch. Vor allem in den Hochlagen des Südwestens (z.B. Feldberg) drohen Sturmböen.

Wo auch Schnee dabei ist, erklären wir dir in folgendem Video.

Am Samstag gibt es nach einzelnen Schauern und Gewittern wieder viel Sonnenschein, besonders im Osten mit bis zu 25 Grad. Im Süden halten sich vormittags noch dichtere Wolken mit Regen am Alpenrand, sonst wechseln Sonne und Wolken. Am Sonntag zeigt sich die Sonne vor allem im Osten und Süden noch einmal kräftig, bevor sich von Westen her langsam eine Kaltfront mit Regen nähert. Montag wird unbeständiger, doch nach Durchzug der Front lockert es im Westen wieder auf, erklärt unsere Meteorologin Denise Seiling in der 3-Tage-Wettervorhersage "Deutschland AKTUELL".

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