Winterfest in vier Schritten: Das solltest du jetzt in Haus und Wohnung erledigen
Die Blätter färben sich, die Temperaturen sinken, bald läuft die Heizung wieder auf Hochtouren. Höchste Zeit, Dach, Rinne und Fenster zu checken, bevor der erste Frost kommt und es teuer werden kann.
Die Blätter färben sich, die Luft wird kühler und die Tage werden bereits kürzer: Der Herbst ist also da. Anfang September ist deshalb genau der richtige Zeitpunkt, um Wohnung und Haus auf die kalte Jahreszeit vorzubereiten. Wer jetzt aktiv wird, kann Schäden durch Frost und Sturm vorbeugen und gleichzeitig etwas bei den Heizkosten sparen. Wir zeigen vier Maßnahmen, mit denen du dein Zuhause fit für den Winter machen kannst.
Vor dem ersten Frost: Wasserleitungen und Regenrinnen leeren
Bevor die Temperaturen wieder deutlich fallen, lohnt sich ein Blick auf die eigenen Regenrinnen. Sind sie durch Laub und Schmutz verstopft, kann sich das Wasser im Inneren stauen. Im schlimmsten Fall kann es bei Minusgraden einfrieren und lässt das Rohr platzen.
Aus demselben Grund raten Expert:innen, im Herbst den Zulauf aller Wasserleitungen im Außenbereich abzusperren, wie auch die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet. Die Bayerische Ingenieurekammer-Bau empfiehlt zudem, die Leitungen komplett zu leeren und das Ventil anschließend offen zu lassen. So werden die Dichtungen in der kalten Jahreszeit weniger stark beansprucht.
Blick aufs Dach: Sind alle Zigel intakt?
Mit dem Herbst kommen wieder stürmischere Tage, womit jeder lose oder gebrochene Dachziegel zum Risiko werden kann. Deckt ein starker Sturm Teile des Daches ab, drohen nicht nur Wasserschäden im Haus, sondern auch Gefahr für vorbeigehende Passant:innen. Ein Blick aufs Dach lohnt sich daher.
Wer zusätzlich vorsorgen will, kann Dachklammern nachrüsten lassen, das erhöht die Widerstandsfähigkeit gegen Wind spürbar. Bei neu gedeckten Dächern gehören sie ohnehin zum Standard. Laut der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau lassen sich ältere Dächer aber ebenso unkompliziert nachrüsten.
Fenster putzen und den Papiertest machen
Ein Fensterputz im Herbst sorgt nicht nur für einen klaren Blick nach draußen. Wer dabei gleich die Dichtungen von Tür- und Fensterrahmen mitreinigt, verhindert langfristig, dass diese porös werden und wertvolle Heizungswärme nach außen entweicht.
Gleich im Anschluss lässt sich zum Beispiel auch testen, wie dicht die eigenen Fenster tatsächlich überhaupt noch sind. Zukunft Altbau empfiehlt dafür den sogenannten Papiertest: Ein Blatt Papier wird beim Schließen des Fensters zwischen Dichtung und Rahmen geklemmt. Lässt es sich danach mühelos herausziehen, obwohl das Fenster geschlossen ist, deutet das meist auf undichte Stellen beim Fenster hin.
Vor der Heizperiode: Möbel verstellen und Staub wischen
Bevor die Heizung demnächst in Haus und Wohnung wieder auf Hochtouren läuft, lohnt sich ein Rundgang von Heizkörper zu Heizkörper. Vorhänge, Heizkörperverkleidungen und Möbel direkt vor einer Heizung können die Luftzirkulation deutlich einschränken, sodass sich die Wärme direkt am Heizkörper staut, erklärt Zukunft Altbau gegenüber der dpa. Die Folge: Der Heizkörper muss länger und stärker heizen, um den Raum überhaupt warm zu bekommen. Dadurch können höhere Kosten enstehen.
Vor Beginn der kühleren Periode sollten Möbel deshalb etwas Abstand zu den Heizkörpern bekommen. Auch zu lange Vorhänge, die den Heizkörper verdecken, lassen sich bei Bedarf einfach kürzen. Kleine Handgriffe, die am Ende spürbar Energie sparen.
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