Warnungen in Portugal und Spanien: Sturmtief LEONARDO sorgt bereits für Überschwemmungen

- Redaktion - Quelle: dpa
Nochmal 500 Liter! Regenkatastrophe in Portugal
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Das nächste Sturmtief trifft Portugal und Spanien! LEONARDO bringt erneut starke Regenfälle und Sturmböen. An einigen Küsten gilt die höchste Warnstufe.

Über die Iberische Halbinsel ziehen derzeit ungewöhnlich viele Atlantiktiefs hinweg. Nun sorgt Sturm LEONARDO mit Starkregen und stürmischen Winden für chaotische Verhältnisse im Süden Spaniens und Portugals. 

Vergangene Woche hatte der Sturm KRISTIN mit Windgeschwindigkeiten von teils mehr als 200 Kilometern pro Stunde in Portugal schwere Zerstörungen angerichtet.

Höchste Warnstufe auf den Azoren

Für einige Küstenabschnitte der portugiesischen Azoren-Inseln wurde wegen der Gefahr sehr hoher Wellen durch LEONARDO die höchste Warnstufe Rot ausgerufen, wie der staatliche TV-Sender RTP berichtete. Auf dem Festland bereiteten sich die Menschen so gut es ging auf weitere Überschwemmungen vor.

Es droht eine weitere Eskalation der Wetterlage - vor allem, weil die Böden durch die vorherigen Regenmengen bereits stark durchnässt und die Stauseen gut gefüllt sind. Zu befürchten sind:

  • großflächige Überschwemmungen
  • Sturzfluten
  • Erdrutsche
  • massive Schäden an Infrastruktur
  • verbreitet Stromausfälle

Mehr dazu erfährst du im Video zu Beginn dieser Meldung oder im Artikel: Regenkatastrophe droht! Portugal vor Jahrhundertflut mit bis zu 1000 Litern Regen

Dörfer von Außenwelt abgeschnitten

Einige Dörfer in Portugal waren am Mittwochvormittag bereits durch Überschwemmungen infolge von LEONARDO von der Außenwelt abgeschnitten. Flüsse traten über die Ufer, Schulen mussten geschlossen bleiben und der Straßen- und Bahnverkehr wurde vor allem durch Erdrutsche und umgestürzte Bäume behindert. 

Menschen in Portugal sollen Notfallpaket vorbereiten 

Die portugiesische Polizei rief die Menschen auf, ein Notfallpaket für 72 Stunden mit Trinkwasser, haltbaren Lebensmitteln, Medikamenten, einer Powerbank, wichtigen Dokumenten, Kleidung und anderen essenziellen Dingen vorzubereiten. Landesweit waren am Dienstagmittag noch immer rund 116.000 Menschen ohne Strom.

Überschwemmungen im Süden Spaniens

Auch in Spanien gab es Warnungen vor Starkregen und Sturm, vor allem in Andalusien. Dort kam es bereits in der Nacht auf Mittwoch zu Überschwemmungen, rund 3000 Menschen mussten aus tiefergelegenen Wohngebieten evakuiert, Schulen geschlossen, der Zugverkehr auf einigen Strecken eingestellt und Straßen gesperrt werden, wie der staatliche spanische TV-Sender RTVE berichtete.

Der nationale Wetterdienst AEMET warnte, in einigen Regionen könne in wenigen Stunden die durchschnittliche Regenmenge eines ganzen Jahres niedergehen.

Mallorca unter Sturmwarnung

AEMET warnte darüberhinaus vor sehr hohen Wellen an den Küsten im Süden und sogar auf Mallorca und anderen Baleareninseln. Die Menschen in der Region sind aufgerufen, Vorsichtsmaßnahmen zu treffen.

Die Ausläufer des Sturmtiefs sollen am Donnerstag Mallorca erreichen. Es gilt die Warnstufe Gelb, die dritthöchste Sturmwarnung des Wetterdienstes. In Böen auf den Bergen könne es Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 Kilometern pro Stunde geben. Im Osten und im Süden, wo auch der Strand des Ballermanns ist, soll es bis zu zehn Meter hohe Wellen geben. Hier hat der Wetterdienst die zweithöchste der drei Warnstufen mit der Farbe Orange ausgegeben.

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