Unwettergefahr in Italien: Bis zu 210 Liter Regen möglich!

- Alexander Marx - Managing Editor Digital Newsroom - Quelle: wetter.com
Unwettergefahr in Italien: Bis zu 210 Liter Regen möglich!
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In Italien wird es in dieser Woche regional massive Regenfälle geben.

Italien drohen zur Wochenmitte heftige Regenfälle und lokale Überflutungen. Gleichzeitig sorgen die Temperaturen in Spanien in einigen Landesteilen für Hitze und Schwitzen.

Das Wetter in Teilen Südeuropas gerät zur Wochenmitte kräftig in Bewegung. Während sich über Italien teils ergiebiger Regen und Gewitter zusammenbrauen, bleibt es in Spanien hochsommerlich bis heiß. Besonders deutlich zeigt sich der Gegensatz zwischen den beiden Ländern beim Blick auf die erwarteten Niederschlagsmengen.

Italien: Große Regenmengen vor allem an der Küste

Am Mittwoch und Donnerstag (9. und 10. September) liegt der Niederschlagsschwerpunkt in Oberitalien. "Besonders betroffen sind die Regionen von Ligurien bis in die Toskana. Dabei kommt der meiste Regen über dem Meer und unmittelbar an der Küste herunter", erklärt wetter.com-Meteorologe Gernot Schütz.

Entspannter sehe es seinen Ausführungen nach weiter im Landesinneren aus, dort seien die Niederschlagsmengen deutlich geringer.

Überflutungsgefahr im Nordosten Italiens

Ein zweiter markanter Schwerpunkt zeichnet sich laut Schütz in Venetien sowie in Friaul-Julisch-Venetien ab. Nach der Prognose des deutschen Wettermodells ICON-EU können dort bis Donnerstagabend bis zu 210 Liter Regen pro Quadratmeter zusammenkommen.

Besonders am Donnerstag verschärft sich die Lage dort deutlich. In Venetien sind mit bis zu 145 Liter auf den Quadratmeter sehr große Regenmengen möglich. Auch Friaul-Julisch Venetien ist mit bis zu 125 Litern Regen pro Quadratmeter stark betroffen. In der Toskana können am Donnerstag bis zu 114 Liter zusammenkommen, während in der Lombardei nochmals bis zu 39 Liter fallen.

Solche Regenmengen fallen nicht überall flächendeckend, können lokal aber erhebliche Folgen haben. Wo innerhalb kurzer Zeit besonders viel Wasser vom Himmel kommt, sind Überflutungen und voll laufende Bäche möglich. Entscheidend wird dabei auch sein, wie stark die Gewitter ausfallen und wo sich die kräftigsten Niederschlagszellen festsetzen.

Am Freitag lässt der Regen in einigen Regionen nach, bleibt im Nordosten Italiens aber weiter kräftig. In Venetien sind bis zu 63 Liter möglich, in Friaul-Julisch Venetien bis zu 49 Liter pro Quadratmeter.

Starkregen zieht Richtung Balkan

Generell verlagert sich der Schwerpunkt der Niederschläge aber zunehmend nach Osten. "Die Starkregenfälle und Gewitter breiten sich laut ICON-EU immer weiter in Richtung Slowenien, Kroatien und Serbien aus", so Wetterexperte Gernot Schütz. Damit bleibt die Unwettergefahr zum Start ins Wochenende in Teilen des Balkans ein Thema.

Allerdings gibt es bei den Wettermodellen noch Unterschiede bei der erwarteten Niederschlagsmenge. Andere Modelle rechnen teilweise mit weniger Regen als das ICON-EU. Die grundsätzlichen Schwerpunkte liegen jedoch in ähnlichen Regionen.

Spanien: Nach kurzer Abkühlung kommt die Hitze zurück

Während Italien regional mit viel Regen zu kämpfen hat, gibt es in Spanien völlig anderes Wetter. Dort bleibt es vor allem im Süden oft trocken und sehr warm. Bereits zu Wochenbeginn wurden in Andalusien bis zu 41 Grad erreicht. Am Dienstag legt die Hitze vor allem in der Comunidad Valenciana noch einmal zu: Dort sind Höchstwerte von bis zu 42 Grad möglich.

Anschließend gehen die Temperaturen zunächst etwas zurück. Die Hitze ist damit allerdings offenbar nur vorübergehend gebannt. Zu Beginn der neuen Woche, vom 13. bis 15. September, deutet sich bereits die nächste kräftige Erwärmung an.

Meteorologe Schütz dazu: "Nach dem europäischen ECMWF-Modell könnten die Höchstwerte dann wieder 36 bis 38 Grad erreichen. Das amerikanische GFS-Modell fällt für diesen Zeitraum sogar noch heißer aus und berechnet 38 bis örtlich 40 Grad."

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