Unwetter im Süden: 6.000 Haushalte ohne Strom, Verletzte nach Blitzschlag
In Reutlingen sind Tausende Haushalte ohne Strom, in Garmisch-Partenkirchen wurden mehrere Soldaten in Folge eines Blitzeinschlags verletzt. Alle Infos im folgenden Artikel.
In Süddeutschland hat ein schweres Unwetter in Reutlingen und Garmisch-Partenkirchen Rettungseinsätze ausgelöst. In Reutlingen ist der Strom ausgefallen, in Garmisch-Partenkirchen wurden mehrere Personen durch einem Blitzeinschlag verletzt.
Schweres Unwetter fegt über Reutlingen: Straßen überflutet, Strom ausgefallen
Ein schweres Unwetter mit starkem Hagel hat am frühen Mittwochmorgen (15. Juli) in Reutlingen Straßen überflutet und einen stundenlangen Einsatz von Feuerwehr und Polizei ausgelöst. Meldungen über Verletzte gab es laut der dpa zunächst nicht.
Nach Angaben der Beamten zog das Unwetter gegen 5 Uhr über die Stadt und umliegende Gemeinden. Zahlreiche Abflussschächte verstopften und mehrere Straßenabschnitte wurden teilweise überflutet. Betroffene Bereiche mussten laut Mitteilung abgesperrt werden.
Feuerwehr und Polizei waren weiter im Einsatz, um die Schäden zu beseitigen und den Verkehr zu regeln. Die Polizei bat Verkehrsteilnehmer:innen, abgesperrte Bereiche zu meiden.
Straßen bedeckt: Berge von Hagelkörnern legen Verkehr lahm
Nach Einschätzung des Deutschen Wetterdiensts (DWD) prasselten Hagelkörner mit einem Durchmesser von bis zu fünf Zentimetern vom Himmel. Straßen waren über und über von Hagelkörnern bedeckt, teils sammelten sich richtige Berge an. Mitarbeiter:innen der Stadtreinigung setzten bei den Aufräumarbeiten Bagger ein.
Schwerpunkte der Einsätze waren laut Feuerwehr Verkehrsknotenpunkte in Senken. "Dort gab es Überflutungen. Der Verkehr ist teilweise zum Erliegen gekommen", sagte Feuerwehrkommandant Stefan Hermann. Verletzt worden sei niemand.
Ladengeschäft unter Wasser
Ahmet Yilik, dessen Ehefrau ein Juweliergeschäft in Reutlingen betreibt, war am Morgen fassungslos. Nach einem Anruf, dass es gehagelt habe, habe er sich gedacht, "wird schon nicht so schlimm sein". "Fast 40 bis 50 Zentimeter Schnee mitten im Sommer", sagt
Yilik. Im Keller habe er dann den Schaden festgestellt, denn der war überschwemmt.

Berge von Hagelkörnern liegen in der Reutlinger Innenstadt. (picture alliance/dpa | Jennifer Kramer )
Stromausfall betraf rund 6.000 Hausanschlüsse
Zudem fiel in Teilen des Stadtgebiets vorübergehend der Strom aus, wie die Polizei mitteilte. Laut dem zuständigen Netzbetreiber, der Fairnetz GmbH, waren rund 6.000 Hausanschlüsse im Bereich der Kernstadt am Morgen des Mittwochs für etwas mehr als eine Stunde ohne Strom. Ursache war aller Voraussicht nach ein Blitzeinschlag im Zuge des Gewitters. Seit etwa 7 Uhr sei die Stromversorgung wiederhergestellt, heißt es weiter. Die Aufräumarbeiten dauerten jedoch noch an. Ein Zusammenhang mit dem Brand im Umspannwerk Reutlingen-West vom Juni bestehe nicht. Nach einem mutmaßlichen Brandanschlag dort waren zeitweise Zehntausende Menschen über Stunden ohne Strom gewesen.
Unwetter auch in Oberbayern: Sechs Soldaten bei Blitzeinschlag in Garmisch-Partenkirchen verletzt
Bei einem Blitzeinschlag im oberbayerischen Landkreis Garmisch-Partenkirchen sind sechs Soldaten der Bundeswehr verletzt worden. Die Soldaten im Alter von 18 bis 26 Jahren befanden sich am frühen Mittwochmorgen während eines Gewitters in einem Biwak am Hohen Brendten, einer Anhöhe am Kranzberg bei Mittenwald, wie die Polizei mitteilte. Fünf von ihnen erlitten leichte Verletzungen, ein weiterer wurde mittelschwer verletzt.
Wie man sich bei Gewitter im Freien verhalten sollte
Da zunächst unklar war, wie viele Menschen betroffen waren, rückten mehrere Rettungs- und Einsatzfahrzeuge an. Alle Verletzten wurden in eine Klinik gebracht. Bleibende Schäden sind laut Polizei nach ersten Erkenntnissen nicht zu befürchten. Nach dem Verletzungsbild deutet vieles darauf hin, dass ein 18-Jähriger direkt vom Blitz getroffen wurde.

Ein heftiges Gewitter zog am Mittwoch über Bayern. (picture alliance / CHROMORANGE | Li Bro.photo)
Nach Autounfall: Ein Schwerverletzter in Biberach
Auch in Biberach schlug ein Unwetter zu, dort gestaltete es sich ähnlich wie in Reutlingen. Auch hier türmten sich nach einem heftigen Gewitter am Mittwochmorgen die Hagelkörner. Feuerwehrleute schaufelten die zentimeterhohe Hagelschicht von der Straße und räumten die Schächte frei.
Auch Bäume stürzten um. Ein Autofahrer kam auf der B30 von der nassen Fahrbahn ab, landete mit seinem Wagen im Graben und verletzte sich schwer. Zudem musste ein Teilstück der B30 kurzzeitig gesperrt und von herabgefallenen Ästen befreit werden.
Verschmorte Stromkästen in Oberschwaben
Schwere Gewitter hielten auch im Landkreis Ravensburg Polizei und Feuerwehr auf Trab. Eine 43-jährige Frau wurde nach Polizeiangaben leicht verletzt. In Aitrach schlug ein Blitz ein, mehrere Stromkästen verschmorten. Teils wurden laut Polizei Stichflammen aus Steckdosen in den Häusern gemeldet. Die 43-Jährige hielt zu diesem Zeitpunkt ihr Smartphone, das zum Laden an der Steckdose angeschlossen war, in der Hand. Sie erhielt demnach einen Stromschlag und ging selbstständig in ein Krankenhaus.
Viele umgestürzte Bäume in Bodenseeregion
In der Bodenseeregion hat die Feuerwehr zur Wochenmitte wegen Unwettern zu zahlreichen Einsätzen ausrücken müssen. Es habe sich in fast allen Fällen um umgestürzte Bäume gehandelt, sagte ein Polizeisprecher. Verletzt wurde den Angaben zufolge niemand. Am Nachmittag hatte es in der Region Gewitter und Starkregen gegeben.
In Friedrichshafen (Bodenseekreis) habe es fünf Einsätze wegen Bäumen auf der Straße gegeben, in Wangen im Allgäu (Landkreis Ravensburg) waren es demnach zwei Einsätze. In Kressbronn am Bodensee habe es drei Einsätze gegeben. Unter anderem sei auf einem Campingplatz ein Baum auf ein Wohnmobil gestürzt.
Starkregen auf Autobahn: Auto überschlägt sich
Bei einem Unfall auf der A81 zwischen dem Autobahnkreuz Hegau und Singen (Landkreis Konstanz) hat sich ein Auto mehrfach überschlagen. Die 44 Jahre alte Fahrerin war am Mittwochnachmittag in Richtung Schaffhausen unterwegs, wie die Polizei mitteilte. Als plötzlich Starkregen einsetzte, geriet ihr Kleinwagen demnach ins Schleudern, überschlug sich mehrfach und durchbrach einen Wildschutzzaun.
Das Auto sei schließlich neben der Fahrbahn liegen geblieben. Die 44-Jährige kam den Angaben nach mit dem Schrecken davon und blieb unverletzt. Sie wurde dennoch zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht.
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Dieser Text wurde mit Hilfe von KI-Systemen erstellt und von der Redaktion überprüft.
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