Sonnenfinsternis 2026: Die besten Orte und alles was du für heute wissen musst

- Laura Weismantel - Quelle: wetter.com/BfS/Websites der Städte und Einrichtungen
Sonnenfinsternis 2026: Die besten Orte und alles was du für heute wissen musst
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Bei einer Sonnenfinsternis kommt es auf die richtige Brille an.

Am 12. August wird der Mond den Großteil der Sonne verdecken. Eine partielle Sonnenfinsternis wird bei idealen Bedingungen auch von Deutschland aus zu sehen sein. Wetter.com liefert die besten Spots zur Sichtung!

Die Sonnenfinsternis am 12. August zeigt sich nur in einigen Ländern als totale Sonnenfinsternis. In Deutschland wird sie als partielle Sonnenfinsternis zu sehen sein und sicherlich vielerorts für in den Himmel gestreckte Köpfe sorgen. Kein Wunder, denn das Himmelsspektakel ist ziemlich selten!

Die nächste ähnliche Sonnenfinsternis wird man von deutschem Boden aus erst 2075 wieder sehen können. Ein Grund also, sich das besondere Ereignis nicht entgehen zu lassen. Aber von wo lässt sich die SoFi besonders gut beobachten? Wetter.com hat für dich recherchiert – und die besten Spots hier im Überblick. 

Das Wichtigste vorab

In den meisten Regionen Deutschlands beginnt die partielle Sonnenfinsternis gegen 19:10 Uhr, enden wird sie gegen 21 Uhr mit dem Sonnenuntergang. Hierzulande werden je nach Standort maximal etwa 90 Prozent der Sonnenscheibe vom Mond bedeckt.

Wer die SoFi beobachten möchte, sollte auf einen freien Blick zum Westhorizont achten. Weil die Sonne zum Zeitpunkt der Finsternis nur wenige Grad über dem Horizont steht, reicht unter Umständen schon ein Haus oder eine Baumreihe aus, um die Sicht zu verdecken.

Sonnenfinsternis beobachten: Auf die richtige Brille kommt es an

Ein Blick in die verfinsterte Sonne ist ohne Schutz genauso gefährlich wie ein Blick in die volle Sonne. Zwar ist die Fläche der Sonne bei einer Finsternis geringer, die Strahlkraft des sichtbaren Teils ist aber unverändert stark und stellt damit weiterhin eine Gefahr für die Augen dar. Weil die Netzhaut keine Schmerzrezeptoren besitzt, bleibt ein Schaden zunächst oft unbemerkt und ist dann bereits irreversibel.

Eine gewöhnliche Sonnenbrille reicht also unter keinen Umständen aus – egal, wie dunkel die Gläser auch sind. Auch eine 3D-Kinobrille ist keine geeignete Brille für eine Sonnenfinsternis, selbst wenn die Form oft der einer geeigneten Brille ähnelt. 

Worauf du unbedingt achten solltest:

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) rät, auf folgende zwei Punkte besonders zu achten, wenn es um den Kauf einer geeigneten Brille für die Sonnenfinsternis geht. 

  • Kennzeichnung nach DIN EN ISO 12312-2 und einem CE-Zeichen auf dem Bügel.
  • Prüfe jede Brille vor Gebrauch und halte sie gegen eine helle Lampe: Sind Kratzer, Löcher oder durchscheinende Lichtpunkte zu erkennen, gehört sie in den Müll. 

Wo bekomme ich eine geeignete Brille?

Zertifizierte Modelle gibt es im Astronomie-Fachhandel, online bei Teleskop- und Optik-Händlern, in Volkssternwarten und Planetarien sowie bei einigen Optikern – meist schon für unter drei Euro. Wichtig: Kurz vor früheren Sonnenfinsternissen waren die Brillen in den letzten Tagen vor dem Termin an einigen Orten oft ausverkauft. Wer sichergehen will, eine passende Brille zu ergattern, sollte also nicht mehr zu lange zögern. 

Die Zeiten der Sonnenfinsternis


Der Höhepunkt der Sonnenfinsternis am 12. August in deutschen Großstädten. (wetter.com)

Wichtig: Je weiter südwestlich ein Ort liegt, desto später beginnt die Sonnenfinsternis und desto größer ist der verfinsterte Anteil der Sonne. Allerdings wird das Ende der Finsternis in Deutschland nirgends zu sehen sein, da die Sonne überall bereits teilverfinstert untergeht. Wer das Ereignis beobachten möchte, sollte deshalb rechtzeitig am Beobachtungsort sein. 

Sonnenfinsternis 2026: Die besten Beobachtungsspots in den Städten

Der wichtigste Tipp gilt für alle Städte: Sucht euch einen Standort mit freier, möglichst unverbauter Sicht nach Westen bis Westnordwesten. Erhöhte, offene Flächen, wie beispielsweise Hügel, Seeufer, Flussufer, Aussichtstürme oder Dächer, sind fast immer besser als Plätze in dicht bebauten Innenstädten. 

Die besten Spots in Köln

  • Rheinpark (Deutz): offene Wiesenfläche direkt am Fluss, der Rhein selbst hält die Sichtachse nach Westen frei
  • Rheinufer Altstadt / Rodenkirchen: Uferpromenaden mit freiem Blick über den Fluss
  • Volkssternwarte Köln: Öffentliche Beobachtung mit Teleskopen und Leinwand-Projektion

Die besten Spots in Hamburg

  • Elbstrand Övelgönne / Blankenese: einer der schönsten Plätze der Stadt für Sonnenuntergänge, freie Horizontsicht über die Elbe
  • Stadtpark Winterhude: weite, offene Wiesenflächen
  • Planetarium Hamburg: veranstaltet an diesem Abend im Rahmen der "Langen Nacht der Astronomie" ein Programm mit Kurzvorträgen und Teleskopbeobachtung durch Filter, Sonnenfinsternisbrillen sind dort vor Ort erhältlich

Die besten Spots in München

  • Olympiaberg (Olympiapark): erhöhter, offener Ort mit weitem Blick nach Westen, erreichbar über U3 Olympiazentrum
  • Fröttmaninger Berg (Nordmünchen): unverbaute Horizontsicht, erreichbar über U6 Fröttmaning

Die besten Spots in Frankfurt am Main

  • Deutschherrnufer / Osthafen (Mainufer): der Fluss bildet einen natürlichen Sichtkorridor nach Westen
  • Lohrberg: Blick auf die Skyline und den westlichen Horizont 
  • Goetheturm (Sachsenhäuser Wald): höher gelegener Aussichtspunkt am Stadtrand

Die besten Spots in Nürnberg

  • Burgberg / Kaiserburg: erhöhte Lage über der Altstadt mit freiem Blick über die Dächer nach Westen
  • Dutzendteich (Reichswald): weites, offenes Gelände ohne hohe Gebäude in Sichtachse

Die besten Spots in Berlin

  • Teufelsberg (Grunewald): einer der höchsten Punkte der Stadt, weiter freier Blick nach Westen
  • Tempelhofer Feld: riesige, komplett offene Fläche des früheren Flughafens mitten in der Stadt, praktisch keine Horizonteinschränkung
  • Zeiss-Großplanetarium: Live-Beobachtung durch Teleskope


Das Zeiss-Planetarium hat auch am Tag der Sonnenfinsternis am 12. August seine Türen geöffnet. (Adobe Stock)

Die besten Spots in Stuttgart

  • Birkenkopf ("Monte Scherbelino"): mit rund 511 Metern einer der höchsten Punkte der Stadt, Panoramablick, ideal für die tief stehende Sonne
  • Killesberg (Aussichtsturm im Höhenpark): guter, freier Blick nach Westen
  • Sternwarte Uhlandshöhe: Eintritt frei, anschließende öffentliche Himmelsführung 

Die besten Spots in Leipzig

  • Fockeberg: aus Trümmerschutt aufgeschütteter Hügel im Süden, einer der besten Panoramablicke der Stadt
  • Cospudener See (südlich der Stadt): offene Wasserfläche mit ungestörtem Blick zum Westhorizont

Bonus-Wissen: Sternschnuppen satt in derselben Nacht 

Wer nach der Sonnenfinsternis noch wach bleibt, wird doppelt belohnt: In der Nacht zum 13. August erreichen die Perseiden ihr jährliches Maximum.

Unter dunklem Himmel außerhalb der Stadt sind bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde möglich. Dafür braucht es weder Brille noch Teleskop – nur eine Decke, warme Kleidung und einen Blick Richtung Nordosten. Für Astronomie-Fans bietet der 12. August also gleich zwei Himmelsspektakel, die es sich zu beobachten lohnt!

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