Schnee zu Eisheiligen: Brocken und Harz schneeweiß im Mai - Unfälle in Bayern
Zu den Eisheiligen zeigt sich der Mai Sachsen-Anhalt winterlich: Auf dem Brocken fielen mehrere Zentimeter Schnee - und es soll weiter schneien.
Wintereinbruch im Mai: Auf dem Brocken hat es geschneit. Am Vormittag lag dort eine Schneedecke von zwei bis drei Zentimetern, wie ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD) mitteilte. Demnach könnte der Schnee in den kommenden Stunden noch etwas mehr werden. Wer die Winterlandschaft sehen möchte, müsse sich aber beeilen. Denn schon morgen werden dort Plusgrade erwartet. In den kommenden Tagen könnten weitere Schneeflocken fallen.
Schnee kam pünktlich zu den Eisheiligen
Aber nicht nur auf dem Brocken schneite es im Harz. Auch auf dem Wurmberg waren die Wiesen laut DWD leicht angezuckert. Und auch in anderen Hochlagen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen fiel Schnee. Eine matschige Schneedecke aus ein bis zwei Zentimetern sei am Morgen oberhalb von 600 Metern vorzufinden, teilte der DWD mit. Auf den Straßen blieben die Flocken eher nicht liegen, hieß es.
Hier kannst du das Schneetreiben live auf unseren Webcams verfolgen:
- Torfhaus im Oberharz - Harzresort - Nationalpark Harz
- Brocken - Brockenhaus - Nationalpark Harz
- Sankt Andreasberg - Oberharz - Alberti-Lift
Heute sind im Flachland Höchsttemperaturen von 8 bis 13 Grad zu erwarten. In den drei Bundesländern wird es stark bewölkt sein und immer wieder Schauer und Gewitter sowie Graupel geben. Im Bergland taut die dünne Schneeschicht tagsüber auf.
Schneefall auch in Bayern
Auch in Bayern fiel in höheren Lagen Schnee. In der Folge kam es zu mehreren Unfällen auf Bayerns Straßen. Auch in der Nacht auf Donnerstag könnte es in den Alpen wieder Neuschnee geben.
Unfälle auf schneebedeckter Straße
Im Allgäu kam es nach dem Schneefall zu gleich mehreren Unfällen. So verlor ein 74-Jähriger auf der Autobahn 96 auf schneebedeckter Fahrbahn im Landkreis Lindau die Kontrolle über seinen Sportwagen. Er schlitterte mit dem Auto in den Graben und stieß gegen ein Straßenschild. Laut Polizei entstand ein Schaden von 140.000 Euro.
Der Fahrer blieb unverletzt.
Nach zwei weiteren Unfällen binnen weniger Minuten in unmittelbarer Nähe sperrte die Polizei die A96 in Richtung München für etwa eine Stunde. Zuerst rutschte ein 34-Jähriger mit seinem Wagen gegen die Leitplanke. Kurz darauf kam ein 38-jähriger Autofahrer ins Schlittern und überschlug sich mit seinem Wagen. Das Auto blieb auf dem Dach liegen. Der Mann habe sich aber selbst befreien können und sei leicht verletzt in ein Krankenhaus gebracht worden. Allen drei Fahrern droht laut Polizei ein Bußgeld, da ihre Fahrweise nicht an die Witterung angepasst gewesen sei.
Woanders wurde vor Glätte speziell gewarnt. Wer etwa den Riedbergpass im Oberallgäu mit dem Auto befahren wollte, brauchte dafür Winterausrüstung, wie auf einem Schild zu lesen war. Auch der Deutsche Wetterdienst hatte zuvor vor Glätte durch Schnee und Schneematsch gewarnt.
Wie geht es mit dem Wetter weiter?
Die Tiefstwerte fallen in der Nacht zum Mittwoch auf 7 bis 2 Grad. In den Hochebenen liegen die Temperaturen um 0 Grad und darunter. Am Mittwoch ist weiterhin mit Schauern und Gewittern zu rechnen. Die Temperaturen steigen auf maximal 13 bis 17 Grad. Im Bergland kann es teilweise stürmisch werden. Und auch am Donnerstag bleibt turbulent und wechselhaft. Ein wenig Sonnenschein kann sich hin und wieder zeigen.
Mehr zum Wetter in Deutschland:
Der Schneefall kommt pünktlich zu den Eisheiligen. Nach einer alten Bauernregel gelten als Eisheilige die Tage vom 11. bis 15. Mai. Demnach soll dann der letzte Nachtfrost des Jahres auftreten.