Ozonloch über der Antarktis schrumpft: Ozonschicht auf Erholungskurs

- Redaktion - Quelle: dpa
Ozonloch über der Antarktis schrumpft: Ozonschicht auf Erholungskurs
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Die Ozonschicht schützt die Erde vor gefährlichen UV-Strahlen.

Das Ozonloch über der Antarktis war 2025 so klein wie seit Jahrzehnten nur selten. Warum sich die Ozonschicht erholt und weshalb die UV-Strahlung in Teilen Europas trotzdem zunimmt.

Im Jahr 2025 zeigte sich das Ozonloch über der Antarktis in einer bemerkenswert geringen Ausdehnung. Laut der Weltwetterorganisation (WMO) erreichte es einen Minimalwert, der seit den frühen 1990er Jahren nur selten beobachtet wurde. 

Ozonloch so klein wie selten seit 1990 – Ursachen für den positiven Trend

Das Ozonloch über der Antarktis war 2025 so klein wie selten seit Beginn der 1990er Jahre. Nach Angaben der Weltwetterorganisation (WMO) war es bereits das zweite Jahr in Folge, in dem sowohl die horizontale Ausdehnung als auch die vertikale Tiefe deutlich unter dem Durchschnitt der Jahre 1990 bis 2010 lagen.

"Das ist eine Erfolgsgeschichte im Umweltschutz. Seit dem Jahr 2000 erholt sich die Ozonschicht, und wir können davon ausgehen, dass sie sich innerhalb weniger Jahrzehnte vollständig erholen wird", sagte WMO-Chefin Celeste Saulo zum Welt-Ozon-Tag am 16. September.

Erfolgstreiber Montrealer Protokoll

Die WMO führt den Erfolg auf das Montrealer Protokoll von 1987 zurück. Auf dieser Basis wurden schädliche Stoffe wie Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) schrittweise verboten. Diese hatten das 1985 erstmals beschriebene Loch über der Antarktis verursacht. Die Substanzen wurden unter anderem in Kühlanlagen und Löschschäumen eingesetzt.

Die Ozonschicht ist wichtig, weil sie Menschen und die Erde vor gefährlichen UV-Strahlen schützt. Diese können zum Beispiel Hautkrebs verursachen.

Service: NASA-Animation zeigt: So hat sich das Ozonloch verändert

UV-Strahlung in Europa gestiegen

Auch über der Arktis deute der langfristige Trend auf eine Erholung der Ozonschicht hin, sagte Paolo Laj, Leiter des WMO-Programms für atmosphärische Beobachtungen, der dpa. 2025 seien die Ozonwerte wegen anderer meteorologischer Phänomene über einigen Gebieten der nördlichen Hemisphäre gesunken. Dabei handele es sich aber nicht um ein Loch wie über der Antarktis. Vielmehr gebe es dort vorübergehend eine Art Verdünnungseffekt.

In Teilen Europas habe die UV-Strahlung seit Mitte der 1990er Jahre um bis zu 20 Prozent zugenommen, heißt es in dem jährlichen WMO-Ozonbulletin. Das liege vor allem daran, dass es dort weniger Wolken gebe und die Sonnenscheindauer damit steige. "Angesichts dieser Entwicklung sind gezielte und wirksame Maßnahmen zum UV-Schutz von größter Bedeutung", heißt es weiter.

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