Nach DORIAN: HUMBERTO zu Hurrikan hochgestuft

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Nach DORIAN: HUMBERTO zu Hurrikan hochgestuft
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Die Bahamas könnten nach DORIAN erneut von einem Sturm getroffen werden.

Nachdem Hurrikan DORIAN auf den Bahamas für viele Tote gesorgt hat, kam ein weiterer Sturm der Inselgruppe gefährlich nahe. HUMBERTO hat nun Hurrikan-Stärke 1 erreicht und zieht weiter nach Nordosten.

Nach dem verheerenden Hurrikan DORIAN zog nun HUMBERTO nördlich an den Bahamas vorbei. Wie das US-Hurrikan-Zentrum mitteilte, hat sich HUMBERTO über dem Atlantik zu einem Hurrikan der niedrigsten Stufe 1 entwickelt. Seine Böen erreichten Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 Kilometern pro Stunde.

Sturm wächst sich zu Hurrikan aus

HUMBERTO befindet sich rund 1260 Kilometer westlich von Bermuda und bewegt sich mit einer Geschwindigkeit von sechs Kilometern pro Stunde nach Nordosten. Das Hurrikan-Zentrum rät Einwohnern des britischen Überseegebiets, die Entwicklung des Sturms zu beobachten. Für andere Küstengebiete, etwa in den USA, gibt es keine Warnung.     

Da der Wirbelsturm auf das offene Meer zieht, sollte sich sein Effekt auf die US-Südostküste in Grenzen halten.

DORIAN wütete 68 Stunden über die Bahamas

DORIAN hatte am 1. September die Abaco-Inseln im Norden der Bahamas als Hurrikan der höchsten Kategorie 5 getroffen und war später über der Insel Grand Bahama beinahe zum Stillstand gekommen. Erst nach 68 Stunden mit enormen Zerstörungen zog er komplett über die Bahamas hinweg. Nach Schätzung des Roten Kreuzes wurden etwa 13 000 Wohnhäuser schwer beschädigt oder zerstört.

Wie groß die Schäden durch Hurrikan DORIAN waren, zeigt dieses Video:

Nichts steht mehr! Bahamas-Inseln nach DORIAN ein Trümmerfeld
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Noch rund 1300 Menschen werden vermisst

Derzeit werden noch rund 1300 Menschen vermisst. Es ist offiziellen Angaben zufolge damit zu rechnen, dass die Zahl der bislang 50 bestätigten Toten deutlich steigen wird. 

Deutsche und niederländische Marinesoldaten auf dem Bahams angekommen

Am Mittwoch traf das Docklandungsschiff "Johan de Witt" - ein Hubschrauberträger - auf den Bahamas ein. Deutsche und niederländische Marinesoldaten begannen mit ihrem Hilfseinsatz.

UN-Generalsekretär António Guterres kündigte an, die Inselgruppe am Freitag zu besuchen. Er wolle damit die internationale Gemeinschaft für die Situation vor Ort sensibilisieren, sagte er am Donnerstag in New York.

Guterres sieht die Klimakrise als Grund für DORIAN

Den ungewöhnlich starken Hurrikan sieht Guterres als Auswirkung der Klimakrise:

"Der Klimawandel rennt schneller als wir, und wir müssen einen viel ehrgeizigeren Ansatz verfolgen, um den Klimawandel zu bekämpfen."  

Immer mehr extreme Wetterereignisse in 2019

Weltweit hatten extreme Wetterereignisse in diesem Jahr bereits verheerende Folgen.

Bereits im ersten Halbjahr 2019 machten Überschwemmungen, Zyklone und andere Wetterkatastrophen rund sieben Millionen Menschen zu Binnenflüchtlingen, teilte die in Genf ansässige Beobachtungsstelle für intern Vertriebene (IDMC) mit.

Zyklone FANI und IDAI als bisher schlimmste Stürme

Zu den schlimmsten gehörten demnach bis Juni Zyklon FANI in Indien und Bangladesch sowie Zyklon IDAI, der vor allem in Mosambik, aber auch Malawi, Simbabwe und Madagaskar wütete. Bis zum Jahresende könnte sich die Zahl der durch Wetterereignisse Vertriebenen auf 22 Millionen mehr als verdreifachen, schreibt die Beobachtungsstelle.

Die zweite Jahreshälfte sei anfälliger für Wetterrisiken. 2019 könne somit eines der verheerendsten Jahre seit Beginn der Aufzeichnungen werden.

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