Großbrand im Müritz-Nationalpark: Feuer wurde eingekesselt
In Iserlohn und im Müritz-Nationalpark wüten heftige Waldbrände. Rettungskräfte sind im Einsatz. Alle Infos im folgenden Artikel.
Zahlreiche Einsatzkräfte kämpfen bei Waldbränden in Iserlohn und im Müritz-Nationalpark gegen die Flammen. Bedrohte Monteure konnten in Sicherheit gebracht werden, zahlreiche Menschen wurden aus ihren Häusern evakuiert.
Update, 19. Juli: Brand im Müritz-Nationalpark wurde eingekesselt
Das Feuer im Müritz-Nationalpark ist laut Landkreis Mecklenburgische Seenplatte eingekesselt worden. Es wurden sogenannte Wasserriegel aufgestellt, wie der Landkreis mitteilte.
Diese bewässern den Boden und die Bäume auf der Waldfläche, die bisher nicht brennt. Somit verhindern die Wasserriegel, dass sich das Feuer weiter ausbreiten kann. Zuletzt hatten die Flammen eine Fläche von 388 Hektar eingenommen.
Update, 18. Juli: Hubschrauber auch Samstag im Einsatz
Im Brandgebiet im Müritz-Nationalpark kämpfen Hunderte Feuerleute weiter gegen eine Ausbreitung des Flächenbrandes. Auch am Samstag werden dazu Bundeswehrhubschrauber ab 10.30 Uhr wieder eingesetzt, teilte der Landkreis mit. Die beiden Maschinen vom Typ CH-53 können Tanks mit einem Volumen von rund 5.000 Litern Wasser transportieren.
Die für Teile Mecklenburg-Vorpommerns vorhergesagten schweren Gewitter zogen am Nachmittag ohne den erhofften Niederschlag an der Brandregion im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte vorbei. Wie lange die Brandbekämpfung noch andauert, ist ungewiss.
Update, 16. Juli: Feuer im Müritz-Nationalpark breitet sich aus: 318 Hektar betroffen
Der Großbrand auf einem ehemaligen Truppenübungsgelände im Müritz-Nationalpark hat sich weiter ausgebreitet. Nach Angaben des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte sind inzwischen 318 Hektar betroffen, was in etwa der Fläche von 445 Fußballfeldern entspricht. Es sind etwa 375 Einsatzkräfte vor Ort, am Donnerstagvormittag wird voraussichtlich Unterstützung aus Bayern eintreffen.
Derzeit sei es windstill, was für die Situation gut sei, so ein Sprecher des Landkreises. Es sei aber schwer einzuschätzen, wie sich das Wetter in den nächsten Tagen entwickle. Derzeit breitet sich das Feuer vor allem in südöstlicher Richtung aus. Die Löscharbeiten werden erheblich erschwert, weil im Boden Altmunition lagert und die Feuerwehr wegen der Explosionsgefahr nicht nah genug an den Brand herankommt.
Zur Brandbekämpfung wurden Kreisregner, die sonst zur Bewässerung genutzt werden, von anderen Bundesländern angefragt. Aus Sachsen und Brandenburg sollen welche kommen. Auch Bayern schickt Kreisregner und zudem einen Schlauchwagen mit 2000 Meter langem Schlauch sowie 20 Feuerwehrkräfte zur Unterstützung. Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) will sich heute in der betroffenen Region selbst ein Bild von der Lage machen.
Waldbrand in Iserlohn: Mehr als zehn Monteure von Hochspannungsleitung gerettet
Aus bislang ungeklärter Ursache sei am Dienstagnachmittag, den 14. Juli, gegen 16:00 Uhr ein Waldbrand in Iserlohn im Sauerland ausgebrochen. Das Feuer breitete sich durch den Wind entlang eines Berghangs aus und erforderte einen Großeinsatz der Feuerwehr.
Über 200 Feuerwehrleute waren laut Angaben der dpa im Einsatz, um mehr als zehn Monteure zu retten, die Arbeiten an einer Hochspannungsleitung verrichteten. Die Arbeiter konnten unversehrt in Sicherheit gebracht werden.
Erschwerte Löscharbeiten: Über 200 Rettungskräfte im Einsatz
Die Löscharbeiten gestalteten sich zunächst schwierig. Da die Hochspannungsleitung noch unter Strom stand, während sich die Flammen darunter ausbreiteten, konnte ein Polizeihubschrauber mit seinem Wasserbehälter die Löscharbeiten nicht unterstützen.

Hochspannungsleitungen erschwerten den Einsatz in Iserlohn. (picture alliance/dpa | Alex Talash)
Das Feuer sei letzten Endes mithilfe von Tanklöschfahrzeugen von Hand bekämpft worden, schilderte ein Sprecher. Die Lage sei unter Kontrolle. Wie eine Drohne gezeigt hat, habe das Feuer eine Fläche von 10.000 Quadratmetern eingenommen.
Drohnen im Einsatz: Großbrand auch im Müritz-Nationalpark
Auch im Müritz-Nationalpark in Mecklenburg-Vorpommern kämpfen Rettungskräfte gegen einen Waldbrand. Nach Angaben des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte hat sich das Feuer mittlerweile auf eine Fläche von 118 Hektar ausgedehnt.
Zur Unterstützung des Einsatzes sind derzeit Drohnen über dem Brandgebiet im Einsatz. Sie sollen den Einsatzkräften ein möglichst genaues Bild der Lage verschaffen und die Entwicklung des Feuers überwachen.
Feuer bedroht Ortschaften: Menschen müssen Häuser verlassen
Bereits am Dienstagabend meldeten Einsatzkräfte, das Feuer sei nur noch 1,4 Kilometer von Granzin entfernt. Die Evakuierung von Granzin und Granziner Mühle sei, nachdem der Wind gedreht hatte, angeordnet worden.
Polizist:innen klingeln an den Haustüren, überprüfen, ob sich noch Menschen in den Häusern befinden, und fordern die Bewohner:innen zum Verlassen der Ortschaft auf. Benötigen insbesondere ältere Menschen Unterstützung, hilft die Feuerwehr bei der Evakuierung. Für Betroffene steht weiterhin das Gemeindezentrum in Peckatel als Unterkunft zur Verfügung.
Auch Urlauber:innen wurden aufgefordert, das Gebiet weiträumig zu meiden.
Munition im Boden erschwert die Löscharbeiten
Besonders schwierig gestaltet sich der Einsatz, weil der Brand auf einem stark munitionsbelasteten ehemaligen Truppenübungsplatz ausgebrochen ist. Die Feuerwehr kann das Gebiet deshalb nicht direkt betreten und muss einen Sicherheitsabstand von 1.000 Metern zum Feuer einhalten. Auch unabhängig vom Brand dürfen belastete Flächen nicht betreten werden.

Feuerwehrkräfte stehen am Müritz-Nationalpark. (picture alliance/dpa | Jens Büttner)
Aus diesem Grund können Schutzmaßnahmen wie eine Abwehrlinie mit Kreisregnern erst vergleichsweise nah an der Ortschaft Granzin aufgebaut werden.
Nach Einschätzung des Landkreises wird der Waldbrand die Einsatzkräfte noch mehrere Tage beschäftigen. Zeitweise waren rund 250 Feuerwehrleute im Einsatz, weitere Kräfte wurden angefordert. Mit nennenswertem Regen rechnen die Verantwortlichen frühestens am Donnerstag, wahrscheinlicher jedoch erst am Freitag.
Bereits Ende Juni hatte ein Waldbrand auf einem nahegelegenen ehemaligen Truppenübungsplatz im Müritz-Nationalpark mehr als 100 Hektar Fläche zerstört. Auch damals erschwerte die vorhandene Altmunition die Löscharbeiten erheblich.
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Dieser Text wurde mit Hilfe von KI-Systemen erstellt und von der Redaktion überprüft.
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