Hochwasser-Gefahr steigt!

- Alexander Marx
Hochwasser-Gefahr steigt!
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Vor allem von Sachsen und dem südlichen Brandenburg bis nach Nordrhein-Westfalen regnet es kräftig. Dabei nach Westen zu Dauerregen (teils unwetterartig) mit nur einzelnen Gewittern, nach Osten zu teils schwere Gewitter. Auch im Süden Gewitter bzw. Starkregen. Im Norden im Verlauf des Dienstags zunehmend Wind- und Sturmböen.

Die Entwicklung der Wetter- und Warnlage für die nächsten 24 Stunden bis Mittwochmittag:

Im Bereich einer großräumigen Tiefdruckzone bestimmt feuchte und zu Gewittern neigende Luft das Wetter in großen Teilen Deutschlands. Der Norden und Osten hingegen liegen zunächst noch unter Hochdruckeinfluss.

Starke Gewitter in Mitteldeutschland
Die teils schauerartigen Regenfälle in einem Streifen von Nordrhein-Westfalen bis zur Lausitz hin dauern an. Von Tschechien greifen Gewitter und kräftige Niederschläge über das Erzgebirge nach Norden aus, so dass es auch in Mitteldeutschland zu teils starken Gewittern kommt.

Im Norden bleibt es dagegen noch ruhig. Dort frischt allerdings der Nordost- bis Ostnordostwind mitunter böig auf mit Windspitzen der Stärke 7 bis 8 an der Küste. 

Speziell in einem Streifen von der Neiße bis nach Benelux muss mit teils ergiebigen Regenmengen gerechnet werden. In diesem Streifen zeichnet sich nach jetzigem Stand ein Schwerpunkt über dem nördlichen Thüringen, dem südlichen Sachsen-Anhalt und dem nordwestlichen Sachsen ab. Ein weiterer befindet sich über Nordrhein-Westfalen.

Heftiger Starkregen macht Osten zu schaffen
Während in letzterem Gebiet Dauerregen fällt, der nur lokal gewittrig ist, muss im Osten mit Starkregen oder sogar mit teils heftigem Starkregen, Hagel und auch Sturmböen gerechnet werden. Vor allem in den westlichen Gebieten lässt die Gewitterneigung im Tagesverlauf weiter nach.

Neben den angesprochenen Gebieten muss auch im Süden erneut mit Starkregen und Sturmböen gerechnet werden, Gewitter sind dort allerdings nicht das prägende Wetterphänomen.

Im Norden ist der Wind sehr lebhaft, es kommt dort verbreitet zu Windböen Bft 7 und teils zu stürmischen Böen, an der Ostseeküste treten einzelne Sturmböen auf. 

Gewitter lassen in der Nacht zu Mittwoch nach
In der Nacht zu Mittwoch lässt die Gewittertätigkeit allmählich nach. Während zu Beginn der Nacht mit Ausnahme des äußersten Südens und Westens sowie des Ostseeküstenumfeldes verbreitet mit teils heftigen Gewittern  gerechnet werden muss, herrscht ausgangs der Nacht nur noch im Bereich der östlichen Mittelgebirge ein geringes Gewitterrisiko vor. Allerdings regnet es verbreitet die gesamte Nacht hindurch, von der polnischen Grenze bis zur Nordsee und nach Benelux ist dabei erneut mit kräftigen und teils unwetterartigen Regenmengen zu rechnen.

Es bleibt allgemein windig, im Norden gibt es Windböen Bft 7, an den Küsten stürmische Böen oder auch einzelne Sturmböen.

Auch am Mittwoch viel Regen in der Hauptstadt
Am Mittwoch regnet es bis Mittag in einem Streifen vom Emsland ostwärts bis nach Berlin hinüber weiter, dabei können vor allem im nördlichen Sachsen-Anhalt auch recht ergiebige Mengen fallen.
Gewitter treten allerdings nur noch vereinzelt, primär im Osten, auf. Im Norden bleibt es weiterhin windig, mit Böen Bft 8 bis 9 an den Küsten der Ostsee.

Vorabinformation vor heftigem/ergiebigem Regen
Speziell von Mitteldeutschland bis nach Benelux teils kräftige Gewitter und schauerartige Regenfälle. Dabei Gefahr von Starkregen von 25 bis 40 Liter pro Quadratmeter (l/qm) innerhalb 1 Stunde oder
35 bis 60 l/qm innerhalb 6 Stunden. Über einen längeren Zeitraum auch noch höhere Mengen zu erwarten.

Unwetterwarnung vor schweren Gewittern
In Sachsen gebietsweise schwere Gewitter mit heftigem Starkregen (um 30 l/qm) und Hagel um 3 cm Korngröße.

Unwetterwarnung vor Starkregen
Im Westen starke Regenfälle mit über 35 l/qm innerhalb von 6 Stunden.

Unwetterwarnung vor Dauerregen
Im Süden gebietsweise Dauerregen mit Mengen über 40 l/qm innerhalb von 12 Stunden.

Die aktuellen Unwetterwarnungen für Deutschland

Warnung vor Stark- und Dauerregen
Im Westen verbreitet lang anhaltender Regen, dabei bis zum Dienstagnachmittag Mengen zwischen 25 und 35 l/qm. Im Südosten gebietsweise Starkregen.

Warnung vor Gewittern
In der Osthälfte erste, noch schwache Gewitter, die sich im Verlauf des Dienstags intensivieren.

Warnung vor Wind-/Sturmböen
Im Norden gegen Dienstagnachmittag zunehmender Wind aus Nordost bis Ost, dabei Böen Bft 7 bis 8, sehr vereinzelt auch Bft 9.

(Quelle: DWD)

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