Hobby-Gärtner: Mann beim Heckenschneiden von Wespen totgestochen

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Hobby-Gärtner: Mann beim Heckenschneiden von Wespen totgestochen
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Ein Kleingärtner aus Herne starb nach mehreren Wespenstichen, nachdem er das Nest beim Schneiden der Hecke übersehen hatte.

Ein 50-jähriger Hobby-Gärtner war in der Kleingartenanlage Herne-Süd gerade dabei, die Hecke zu schneiden, als er versehentlich in ein Wespennest schnitt. Der Mann wurde totgestochen.

Ein tragischer Vorfall. Als der 50-jährige Kleingärtner seine Hecke schnitt, übersah er vermutlich ein Wespennest. Wenig später war der Mann tot.

So kam es zu dem Unglück

Nach Angaben der Polizei hatte der Mann in seiner Parzelle am vergangenen Freitag mit einer Heckenschere in das Nest der Insekten geschnitten. Dieses hatte er vermutlich übersehen. Anschließend wurde er wohl mehrfach in Gesicht gestochen und sackte zu Boden.

Ob er auch Wespen eingeatmet hatte, war zunächst unklar. Der Notarzt versuchte vergeblich, den Mann wiederzubeleben - der Kleingärtner sei jedoch noch in der Anlage gestorben. Die Polizei schließt einen allergischen Schock nicht aus.

Der richtige Umgang mit Wespen

Wespen schlagen normalerweise nur zu, wenn sie sich bedroht fühlen. Da der Mann das Nest übersehen hatte und wahrscheinlich hineinschnitt, kann man davon ausgehen, dass sie aggressiv wurden.

Wespen greifen nie aus eigenem Antrieb einen Menschen an, betont der Naturschutzbund Deutschland (Nabu). Sondern nur, wenn sie sich bedroht fühlen oder ihr Nest es zu sein scheint. Bedrohungen sind für die winzigen Tiere heftige Bewegungen.

Wie halte ich Wespen von mir fern?

Die Tricks klingen simpel, aber sie helfen: Wer sich draußen auf Terrasse oder Balkon aufhält, sollte Lebensmittel und zuckerhaltige Getränke mit einer Abdeckhaube schützen und Honig- und Marmeladengläser verschlossen halten, rät der Deutsche Schädlingsbekämpfer-Verband (DSV).

Es gibt aber auch eine Möglichkeit, die Tiere auszutricksen, worauf der Nabu hinweist: Experimente haben gezeigt, dass zur Ablenkung aufgestelltes überreifes Obst in einer Entfernung von fünf bis zehn Metern die Tiere von dem gedeckten Tisch ablenkt. Wespen stehen übrigens auch auf bunte Kleidung, Parfüms und Cremes.

Ich habe ein Nest in Hausnähe, was tue ich?

Am besten kommt der Schädlingsbekämpfer. Ist das Nest wirklich an einer problematischen Stelle, muss er die Tiere nicht töten, er kann sie oft auch umsiedeln. 

Allerdings löst sich das Problem nach einer Zeit auch von alleine:

Die Tiere sterben je nach Art ab August und bis spätestens Anfang November ab. Nur die Jungköniginnen überleben, überwintern und gründen im Frühjahr neue Kolonien, erklärt der DSV. Für die Zeit des Zusammenlebens den Sommer über gilt auch hier: Die Tiere in Ruhe lassen und nicht bedrohen. Bleibt man laut Nabu zwei bis drei Meter vom Nest entfernt, wird die Flugbahn der Tiere nicht gestört.

Welche Pflanzen vor Wespen und Mücken schützen, erfährt du im Video: 

Diese Pflanzen schützen vor Mücken und Wespen
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