Hitzedom über Europa: Erste Todesopfer und neue Temperaturrekorde - So geht es jetzt weiter

- Redaktion - Quelle: wetter.com
Hitzeglocke in Europa mit Toten: Wie geht's weiter?
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Europa erlebt die erste extreme Hitzewelle des Jahres. Bereits jetzt gibt es Todesopfer, Temperaturrekorde und Warnungen vor gefährlicher Hitze. Und noch ist ein Hitzeende in manchen Ländern nicht in Sicht.

Die erste große Hitzewelle des Jahres hat nicht nur Deutschland erfasst, sondern weite Teile Mittel-, West- und Südeuropas. Vielerorts wurden Temperaturen deutlich über 30 Grad gemessen, begleitet von einer Wetterlage, die als "Hitzedom" oder "Hitzeglocke" bezeichnet werden kann.

"Das ist ein riesiges Hochdruckgebiet und in einem Hochdruckgebiet sinkt die Luft ab. Dadurch trocknet sie aus und erwärmt sich. Zusätzlich hatten wir auch eine südliche bis südwestliche Strömung in höheren Schichten. Das heißt, die Luft kam aus heißen Regionen zu uns und hat sich dann durch diesen meteorologischen Effekt des Absinkens noch weiter erwärmt und ausgetrocknet", erklärt Meteorologe Gernot Schütz bei wetter.com. "Und so kamen eben auch diese Höchsttemperaturen zustande."

Bereits mehrere Todesopfer in Zusammenhang mit Hitze

Die frühe Hitzewelle bleibt leider nicht ohne Folgen. In mehreren europäischen Ländern wie Frankreich oder England gab es bereits Todesopfer im Zusammenhang mit den hohen Temperaturen. Oft handelte es sich dabei um tödliche Badeunfälle.

Rekordhitze in Europa fordert mehrere Menschenleben

Italien: Warnstufe Rot in vier Städten

Besonders betroffen ist auch Italien. Dort herrscht seit Tagen große Hitze. Das italienische Gesundheitsministerium rief für Rom, Florenz, Bologna und Turin sogar die höchste Hitze-Warnstufe am Donnerstag, 28. Mai, aus. Diese Warnstufe bedeutet, dass selbst gesunde Menschen gesundheitliche Probleme durch die extreme Wärme bekommen können.

In Rom reagierte Bürgermeister Roberto Gualtieri mit umfangreichen Schutzmaßnahmen. Öffentliche Gebäude mit Klimaanlagen müssen Bürgern nun an extrem heißen Tagen offenstehen. Zusätzlich gelten neue Regeln für Baustellen und die Landwirtschaft: Während der Mittagshitze sind Pausen in gekühlten oder schattigen Bereichen vorgeschrieben.

Hintergrund sind mehrere Todesfälle von Arbeitern während früherer Hitzewellen in Italien.

Temperaturrekorde in Großbritannien

Die Hitzewelle sorgte auch für außergewöhnliche Rekorde in Großbritannien. In London wurden erstmals überhaupt im Mai 35 Grad gemessen.

Noch bemerkenswerter war allerdings die tropische Nacht in einem Londoner Vorort: Dort sank die Temperatur nicht unter 21,3 Grad - ebenfalls ein neuer Mai-Rekord seit Beginn der Wetteraufzeichnungen.

Neue Hitzewelle baut sich bereits wieder auf

Ein Ende der außergewöhnlichen Wärme ist vorerst nicht in Sicht. Schon zum Ende der Woche deutet sich die nächste Hitzeglocke über Südwest- und Westeuropa an.

Besonders betroffen bleiben dabei Zentralspanien, die Westhälfte Frankreichs sowie Teile Nordwestafrikas. Dort sind erneut Temperaturen von 36 Grad oder mehr möglich.

Hitze auch weiterhin in Deutschland

Deutschland liegt zwar eher am Rand dieser extremen Hitzezone, dennoch steigen auch hier die Temperaturen nach einer kurzen Verschnaufpause wieder deutlich an. Vor allem im Westen Deutschlands sind erneut über 30 Grad möglich.

Zum Wochenende nimmt allerdings die Gewittergefahr deutlich zu. 

Kräftige Schauer und Gewitter könnten die große Hitze zwar etwas dämpfen, gleichzeitig steigt dadurch aber die Luftfeuchtigkeit stark an.

Die Folge:

  • schwüle Luft
  • unangenehm hohe Belastung
  • regional kräftige Gewitter mit Starkregen

Damit bleibt die Wetterlage insgesamt sehr belastend.

Auch Anfang Juni weiter deutlich zu warm

Die Wettermodelle zeigen zudem, dass die Temperaturen auch in der ersten Juniwoche überdurchschnittlich bleiben. "Da fällt weiterhin auf, dass wir hier über Spanien und auch über Nordwestafrika, also vor allem Marokko und der Norden Algeriens deutliche Temperaturabweichungen haben, teilweise mehr als 5 bis 6 Grad. Aber man sieht auch, dass es in ganz Mitteleuropa auch in Deutschland weiterhin zu warm ist", erläutert Wetterexperte Gernot Schütz. 

Aber auch in Deutschland bleibt es seinen Ausführungen zufolge trotz kleinerer Abkühlungen insgesamt zu warm für die Jahreszeit.

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Dieser Text wurde von der Redaktion mit Hilfe von KI-Systemen und auf Basis von wetter.com-Daten erstellt und überprüft.

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