Hitze-Nachwehen! Erste Engpässe - Auswirkungen auf diese Lebensmittel

- Redaktion - Quelle: dpa
Hitze-Nachwehen! Erste Engpässe - Auswirkungen auf diese Lebensmittel
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Die Hitze hat Folgen: In Lebensmittelmärkten drohen erste Engpässe.

Die Hitze 2026 hat ernsthafte Konsequenzen für die Lebensmittel-Industrie. Erste Produkte werden knapp, Ernteerwartungen sind teils ernüchternd.

Hitze und Trockenheit hinterlassen Spuren: Sardinen werden im Handel knapp, die Apfelernte fällt kleiner aus und auch Hopfenbauern rechnen mit Ertragseinbußen. 

Teilweise nicht verfügbar: Sardinen werden knapp 

Wer derzeit Sardinen kaufen möchte, könnte in einigen Supermärkten und Discountern leer ausgehen. Aldi Nord, Rewe, Lidl und Kaufland berichten laut der dpa von eingeschränkter Verfügbarkeit.

Ein Grund sind die seit Jahren rückläufigen Sardinenbestände vor den Küsten von Marokko und der Westsahara. Dort befindet sich die für den europäischen Markt wichtigste Sardinenfischerei. 2022 wurden noch 965.000 Tonnen angelandet, 2024 waren es nur noch 525.000 Tonnen.

Als Ursachen gelten die Folgen des Klimawandels, veränderte Meeresbedingungen – 2026 sind die Meere so warm wie noch nie – und hoher Befischungsdruck. Seit Februar 2026 sind die Exporte von gefrorenen Sardinen aus Marokko zudem stark eingeschränkt beziehungsweise ausgesetzt.

Copernicus: Weltmeere so warm wie noch nie

Eine schnelle Entspannung auf dem Sardinenmarkt ist laut dem Fisch-Experten Stefan Meyer nicht zu erwarten. Auch steigende Preise seien möglich.


Erste Supermärkte haben Lieferengpässe von Sardinen gemeldet. (Adobe Stock)

Europaweiter Rückgang: Apfelernte fällt kleiner aus 

Auch die Apfelernte fällt in diesem Jahr geringer aus. Davon gehen jedenfalls Obstbauern in Sachsen aus. Nach vorläufigen Schätzungen betrage die Erntemenge rund 44.300 Tonnen, sagte Jörg Geithel, Chef des Obstverbandes Sachsen & Sachsen-Anhalt. Damit liege die sächsische Ernte um 14,7 Prozent unter dem Vorjahresertrag (51.960 Tonnen).  

Gründe seien unter anderem eine kleinere Anbaufläche, Frost, Hagel, Hitze und Trockenheit. Hinzu komme die sogenannte Alternanz, also schwankende Erträge im zweijährigen Rhythmus. 2025 galt als starkes Apfeljahr.

Trotz des Rückgangs und anders als bei Sardinen gibt es bei Äpfeln keinen Grund zur Sorge. Der Obstbauverband erwartet ausreichend frische und hochwertige Früchte. Auch beim Preis wird mit einem ähnlichen Niveau wie im Vorjahr gerechnet.

Der Rückgang zeigt sich allerdings europaweit. In den wichtigsten EU-Ländern wird eine Apfelproduktion von rund 9,5 Millionen Tonnen erwartet – etwa 16 Prozent weniger als im Vorjahr.

Auch Hopfen leidet unter der Hitze

Der heiße Sommer macht sich auch beim Hopfen bemerkbar: Der einzige Hopfenbauer in Rheinland-Pfalz rechnet mit einer Ernte von nur 500 bis 600 Zentnern. Im Vorjahr waren es noch knapp 900 Zentner.

Vor allem extreme Temperaturen von 38 bis 40 Grad setzten den Pflanzen zu. Die Spitzen des noch nicht vollständig ausgewachsenen Hopfens seien kaputtgegangen und nicht weitergewachsen.


Hopfenpflanzen haben unter der extremen Hitze 2026 gelitten. (Adobe Stock)

Die Regenfälle der vergangenen Tage und die kühleren Temperaturen wirken sich dagegen positiv aus. Die Qualität des Hopfens könne noch steigen. Zudem bilde die Pflanze Reservestoffe für die kommende Saison.

Wetterextreme stellen Erzeuger:innen vor Herausforderungen

Sardinen, Äpfel und Hopfen zeigen, wie unterschiedlich sich Hitze, Trockenheit und andere Wetterextreme auf die Produktion auswirken. Während bei Sardinen bereits erste Verfügbarkeitsprobleme auftreten, fallen die Ernteprognosen bei Äpfeln und Hopfen geringer aus.

Für die Erzeuger:innen wird es damit wichtiger, sich an zunehmende Wetterextreme und klimatische Gegebenheiten und Veränderungen anzupassen.

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