Hitze gefährdet Fledermäuse: Warum sie besonders unter Hitze leiden
Sie leiden enorm unter der Hitze: Immer mehr Fledermäuse werden bei extremen Temperaturen schwach aufgefunden. Warum das so ist und was du tun kannst, um zu helfen.
Langanhaltende Hitze setzt nicht nur Menschen und anderen Wildtieren zu, sondern auch Fledermäusen. Besonders während Hitzewellen geraten die Tiere in Gefahr. Naturschützer:innen berichten von deutlich mehr Fundtieren als in den vergangenen Jahren. Vor allem gebäudebewohnende Arten sowie Jungtiere sind betroffen. Warum das so ist, welche Folgen Trockenheit hat und was du bei geschwächten Tieren tun solltest. Alle Infos hier im Überblick.
Warum Fledermäuse durch Hitze besonders gefährdet sind
Viele Fledermausarten – in Deutschland gibt es laut der Deutschen Wildtierstiftung etwa 25 Stück – nutzen im Sommer Spalten an Fassaden oder unter Dachverkleidungen als Quartiere. Dort sind sie auf ein möglichst stabiles Mikroklima angewiesen.
Während längerer Hitzewellen können sich diese Rückzugsorte jedoch stark aufheizen. Die Koordinationsstelle Fledermausschutz Rheinland-Pfalz verweist darauf, dass sich Schwalben- oder Mauerseglernester bei 38 Grad Außentemperatur auf bis zu 60 Grad aufheizen.
Für Fledermausquartiere gebe es zwar keine Messungen. Aufgrund der Bauweise der engen Spaltenquartiere und der vielen Tiere darin dürfte die Temperatur jedoch noch höher liegen. Eine enorme Belastung für die Flugtiere.
Nach Angaben des Naturschutzbundes Rheinland-Pfalz kann dies zu Hitzestress und Dehydrierung führen. Im schlimmsten Fall sterben die Tiere, die hierzulande streng geschützt sind.
Enormer Anstieg durch Extremtemperaturen: Immer mehr Fundtiere
Nach Angaben der Koordinationsstelle Fledermausschutz Rheinland-Pfalz hat sich die Situation der Tiere in diesem Sommer deutlich verschärft. Das habe auch Auswirkungen auf bestehende Pflegestellen, wie Kerstin Krämer von der Koordinationsstelle laut der dpa erklärt:
"Es gab seit dem extremen Temperaturanstieg im Juni einen enormen Anstieg bei den Fundtieren. Vergleichbares haben wir in den letzten Jahren noch nicht erlebt. Die hohe Anzahl der Fundtiere bringt die Fledermauspflegestellen in Rheinland-Pfalz leider auch an ihre Grenzen. Alle Pflegestellen arbeiten ehrenamtlich und haben keine unendlichen Kapazitäten zur Aufnahme."
Diese Fledermausarten leiden besonders unter Hitze
Wie die Koordinationsstelle weiter berichtet, betreffe die Hitze allen voran gebäudebewohnende Fledermausarten wie Zwerg- und Mückenfledermäuse. Am schwersten hätten es Jungtiere, die noch nicht flügge seien oder gerade ihre ersten Flugversuche unternehmen. Aber auch erwachsene Tiere könnten durch Dehydrierung so geschwächt sein, dass sie nicht mehr fliegen können.

Feldermäuse sind in Deutschland streng geschützt. Es gibt hierzulande etwa 25 Arten. (Adobe Stock)
Tiere in Not müssten gesichert, in Pflegestellen versorgt und später wieder ausgewildert werden, so Kerstin Krämer. Nicht alle Tiere würden die Folgen von Hitze und Flüssigkeitsmangel jedoch überstehen – ganz egal, wie groß die Bemühungen seien.
Trockenheit und Starkregen setzen Fledermäusen ebenfalls zu
Trockenheit und Starkregen verschärfen die Situation für die Tiere zusätzlich.
Ausgetrocknete Wasserstellen sowie eine durch Starkregen verringerte Anzahl an Insekten hätten negative Auswirkungen auf das Nahrungsangebot der Fledermäuse.
Geschwächte Fledermaus gefunden: Was du jetzt tun solltest
Findest du eine geschwächte oder dehydrierte Fledermaus, solltest du das Tier nicht sich selbst überlassen. Der Naturschutzbund empfiehlt vielmehr, in einem solchen Fall Kontakt zu einer Expertin oder einem Experten aufzunehmen.
Service: Hier findest du alle Fledermaus-Pflegestellen in deiner Region.
Spezielle Fledermauskästen können nach Angaben des NABU fehlende oder zerstörte natürliche Quartiere übrigens nicht ersetzen. Sie können jedoch dazu beitragen, das kleiner werdende Angebot an Quartieren zu verbessern.
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Dieser Text wurde zum Teil mit Hilfe von KI-Systemen erstellt und von der Redaktion überprüft.
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