Hartnäckiger Winter in Deutschland: Kaltluft dominiert auch im Februar
Der Februar 2026 in Deutschland bleibt winterlich: Ein mächtiges Hochdruck-Bollwerk hält die Kaltluft fest im Griff. Vor allem im Norden und Osten dominiert Dauerfrost. Milde Luft hat vorerst kaum eine Chance.
Auch wenn viele bereits auf ein erstes Anzeichen von Frühling hoffen, bleibt der Februar in diesem Jahr meteorologisch ein klassischer Wintermonat. Ein Blick auf die aktuellen Wetterkarten zeigt: Der Winter ist noch längst nicht am Ende. Zwar stellt sich die Frage, ob sich zwischendurch mildere Luft nach Deutschland vorarbeiten kann, doch die aktuellen Prognosen sprechen eine klare Sprache, erklärt Meteorologe Alexander König im 16-Tage-Trend von wetter.com.
Hochdruck-Bollwerk über Nord- und Osteuropa
"Derzeit liegt ein ausgeprägtes Hochdruck-Bollwerk über dem Norden und Osten Europas. Dieses Hoch speichert sehr kalte Luftmassen, die aufgrund ihrer hohen Dichte besonders schwer sind", so König. "Hat sich diese Kaltluft einmal eingenistet – so wie aktuell –, lässt sie sich nur sehr schwer von leichterer, milderer Luft verdrängen."
Die Folge: Auch bis zum kommenden Wochenende und in die erste Februar-Woche hinein bleibt es verbreitet sehr kalt. Besonders die Nordosthälfte Deutschlands liegt weiterhin in einer östlichen Strömung, die eisige Luft heranführt. Im Südwesten kann zwar zeitweise etwas mildere Luft ankommen, doch selbst dort sind zweistellige Temperaturen nur kurzzeitig möglich.
Jetstream blockiert milde Luftzufuhr
Ein entscheidender Faktor für die anhaltende Kälte ist der Jetstream. "Dieses Starkwindband verläuft derzeit und bis auf Weiteres über dem Süden Europas. Dort ziehen auch die meisten Tiefdruckgebiete entlang. Solange der Jetstream nicht deutlich weiter nach Norden wandert, hat milde Atlantikluft kaum eine Chance, sich bis nach Mitteleuropa durchzusetzen", erläutert Wetterexperte König.
Aktuell gibt es keine belastbaren Hinweise, dass sich diese Lage kurzfristig ändern könnte. Die Westwindzirkulation bleibt blockiert, was ein klassisches Szenario für anhaltende Kälteperioden im Winter darstellt.
Mittelfristprognose: Deutlich zu kalt im Norden und Osten
Die Mittelfristvorhersage des Europäischen Wetterdienstes (ECMWF) für die Woche vom 2. bis 9. Februar bestätigt diesen Trend. Die Temperaturabweichungen im Vergleich zum langjährigen Mittel zeigen:
- Norden und Nordosten Deutschlands: deutlich zu kalt
- Südwesten: zeitweise leicht zu mild, aber ohne nachhaltige Erwärmung
In der Woche danach, also bis Mitte Februar, dominiert die Kaltluft dann nahezu flächendeckend über Deutschland. Eine grundlegende Wetterumstellung ist nicht in Sicht.
Was bedeutet das konkret für die Temperaturen?
Ein Blick auf die Temperaturentwicklung im Detail verdeutlicht die Lage. Für Berlin zeigt der 16-Tage-Trend der Luftmassentemperatur in rund 1500 Metern Höhe (850 hPa) kaum Bewegung. Am Boden bedeutet das häufig Höchsttemperaturen um den Gefrierpunkt, teils sogar leichter Dauerfrost.
Auch im Westen, etwa im Raum Köln, verläuft der 16-Tage-Trend ähnlich - allerdings auf einem etwas höheren Niveau. Dort sind tagsüber Werte um 5 Grad möglich, bevor es in den Nächten wieder deutlich abkühlt. Selbst hier besteht die Möglichkeit, dass es Richtung Mitte Februar noch einmal kälter wird.
Winter bleibt - mit regionalen Unterschieden
Zusammengefasst lässt sich festhalten:
- Das Hochdruck-Bollwerk über Nord- und Osteuropa bleibt bestehen.
- Der Jetstream verläuft weiterhin über Südeuropa, Tiefdruckgebiete ziehen südlich an uns vorbei.
- Milde Luft erreicht allenfalls kurzzeitig den Südwesten.
- Besonders im Nordosten Deutschlands bleibt es eisig mit häufigem Frost.
Der Winter zeigt sich damit weiterhin von seiner hartnäckigen Seite. Auch wenn es regional kleine milde Ausreißer geben kann, bleibt die Grundtendenz winterlich. Der Februar macht seinem Ruf als echter Wintermonat also alle Ehre, ein nachhaltiger Abschied von Frost und Kälte ist vorerst nicht in Sicht.
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Dieser Text wurde mit Hilfe von KI-Systemen erstellt und von der Redaktion überprüft.
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