Glatteis bremst Verkehr aus: Erneut viele Unfälle und Einschränkungen in Deutschland

- Redaktion - Quelle: dpa
Glatteis sorgt für Unfall: Krankenwagen prallt gegen Leitplanke
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Tief GUNDA hat Deutschland von Montag bis Dienstagmorgen Glatteis und Tauwetter beschert. Es kam zu zahlreichen Unfällen mit Verletzten. In Hamburg mussten der Elbtunnel und die A7 vorübergehend gesperrt werden.

Glatteis auf den Straßen durch Tief GUNDA  hat in vielen Bundesländern am Montagabend und frühen Dienstagmorgen zu Einschränkungen, zahlreichen Unfällen und Polizeieinsätzen geführt. So wurden etliche Menschen bei Unfällen auf bayerischen Straßen verletzt, mehrere von ihnen schwer, wie die Polizeien mitteilten. Darunter seien auch Kinder. Überdies meldeten die Beamten viele Blechschäden, teils mit hohen Summen.

In Niederbayern zählte die Polizei seit Montagabend mindestens 18 Unfälle auf spiegelglatten Straßen. Fünf Menschen seien leicht verletzt worden.

Mindestens eine Million Euro Schaden durch Auffahrunfall - Toter auf A6

Im oberfränkischen Lichtenfels wurden 13 Menschen bei einer Massenkarambolage auf einer Bundesstraße verletzt. Zwei von ihnen erlitten schwere Verletzungen, wie die Polizei mitteilte. Die Straße sei so glatt gewesen, dass die Streufahrzeuge kaum von der Stelle gekommen seien. In die Massenkarambolage seien 18 Autos, ein Lastwagen und ein Streufahrzeug verwickelt gewesen - zehn Fahrzeuge seien abgeschleppt worden.

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Wenige Stunden zuvor starb am Montag bei einem schweren Unfall auf der A6 bei Nürnberg ein Mensch in einem brennenden Auto. Ein Lkw war ins Schlingern geraten und mit dem Wagen zusammengestoßen. 

Tweet Unfall auf A6

Auf der Autobahn 9 bei Bayreuth meldete die oberfränkische Polizei bis zum Morgen 14 Unfälle bei Glätte. Mindestens neun Menschen seien leicht verletzt worden, sagte eine Sprecherin. Das Eis auf der Fahrbahn war nach Schätzungen der Polizei teilweise bis zu zwei Zentimeter dick. Demnach waren 39 Fahrzeuge beteiligt, darunter mehrere Lastwagen. Der größte Unfall war wohl ein Auffahrunfall mit mehreren Autos und Lastwagen. Am frühen Morgen seien alle Fahrstreifen wieder freigegeben worden, hieß es. Die Polizei schätzte den Schaden auf mindestens eine Million Euro.

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Zwei vierjährige Kinder verletzt

Auch in Oberbayern rückten die Einsatzkräfte aus: Bei der Eisglätte seien etliche Fahrzeuge auf der Bundesstraße 20 an der Landesgrenze zu Österreich stecken geblieben. Zwei Lastwagen steckten in einer Kurve bei Bayerisch Gmain fest und blockierten damit die gesamte Straße, wie die Polizei berichtete. Erst nach etwa drei Stunden wurden die Sattelzüge befreit. Die Straßenmeisterei verteilte Streusalz.

Bei Tuntenhausen (Landkreis Rosenheim) wurden bei einem Frontalzusammenstoß sieben Menschen verletzt. Als Unfallursache vermutete die Polizei Glätte. Unter den Verletzten seien auch zwei vierjährige Kinder, eines davon habe schwere Verletzungen erlitten, sagte ein Sprecher. Eine 32-Jährige war zuvor mit ihrem Auto in einer Kurve auf die Gegenfahrbahn geraten.

Müllwagen kippt um

Bei Obertaufkirchen (Landkreis Mühldorf) kam ein Müllwagen von der Straße ab und kippte um - möglicherweise auch aufgrund der Witterungsverhältnisse, wie ein Polizeisprecher sagte. Zwei Menschen seien in dem Wagen eingesperrt worden, seien aber nicht groß verletzt worden. Die Bergung mit einem Kran sei aber aufwendig gewesen. 

Die Polizei im oberbayerischen Trostberg erinnerte an die erhöhte Unfallgefahr bei winterlichen Straßenverhältnissen und bat darum, die Fahrweise anzupassen. Anlass war ein Unfall bei Altenmarkt (Landkreis Traunstein). Ein Lastwagenfahrer war mit seinem Gefährt offenbar ins Rutschen geraten und frontal in einen entgegenkommenden Lkw gekracht, dessen Fahrerin mittelschwer verletzt wurde.

Transporter gerät bei Glätte ins Schleudern - Fahrer tot

In Sachsen-Anhalt ist der Fahrer eines Kleintransporters in der Nähe von Colbitz (Landkreis Börde) bei einem Überholmanöver auf glatter Straße tödlich verletzt worden. Ersten Erkenntnissen zufolge kam der Transporterfahrer in der Nacht wegen Glätte von der Straße ab, als er ein Auto überholen wollte. Der Transporter geriet ins Schleudern, krachte in das Heck des vorausfahrenden Autos und danach gegen einen Baum. Der 64-Jährige starb wenige Stunden später in einer Klinik. Der 52-jährige Autofahrer wurde leicht verletzt.

MV meistert Blitzeis - wenige Unfälle und einige Stürze

Das Blitzeis in der Nacht und am Morgen hat laut Polizei in Mecklenburg-Vorpommern nur zu einzelnen Unfällen geführt. Verletzt wurde nach Angaben der beiden Polizeipräsidien in Rostock und Neubrandenburg dabei niemand.

Die Universitätsmedizin Greifswald (UMG) musste infolge von Glatteis mehrere Menschen nach Stürzen behandeln. Binnen drei Stunden seien am Dienstagvormittag 15 Patienten teils mit Knochenbrüchen in die Notaufnahme gekommen. Es sei zu merken, dass derartige Diagnosen vermehrt auftreten, sagte ein Sprecher der UMG. Das Neubrandenburger Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum verzeichnet seit etwa 5 Uhr vermehrt Patienten nach Stürzen auf glatten Wegen, teils mit Frakturen.

In Rostock habe es Einzelfälle gegeben, sagte ein Sprecher der Universitätsmedizin Rostock, etwa sturzbedingte Prellungen. Das Helios Hanseklinikum Stralsund verzeichnete nach eigenen Angaben keine Häufung. "Bei uns hat es nicht so viel geregnet, und die Straßen sind weitgehend frei", teilte ein Sprecher mit. Auch in Wismar gab es keinen wetterbedingten Ansturm auf die Notaufnahme, wie eine Sprecherin des Sana Hanse-Klinikums schrieb.

Busverkehr am Morgen teilweise eingestellt

Aus dem Polizeipräsidium Rostock hieß es am Morgen, die Autobahnen und großen Straßen seien geräumt, glatt war es da mitunter noch auf Nebenstraßen. Im Laufe des Tages besserten sich die Verhältnisse immer mehr.

Im Landkreis Ludwigslust-Parchim wurde der Busverkehr mit Betriebsbeginn um 5 Uhr wegen spiegelglatter Straßen ausgesetzt, ebenso im Binnenland des Landkreises Rostock. Um 10 Uhr meldeten die beiden kommunalen Verkehrsbetriebe die Rückkehr zum Normalbetrieb. In den anderen Landkreisen fuhren die Busse auch am frühen Morgen, es wurde aber vor Verspätungen wegen der Witterung gewarnt. 

Im Südwesten des Landes, im Bereich der Polizeiinspektion Ludwigslust, kam es bis 10 Uhr zu neun Glätteunfällen, wie eine Sprecherin sagte. Zwei Autos rutschten demnach beim Ausparken gegen andere Wagen, eines in Parchim in einer Kurve gegen ein Bushaltestellenschild. Ein Autofahrer in Ludwigslust sei trotz geringer Geschwindigkeit in ein parkendes Auto gerutscht. "Es blieb bei Blechschäden."

Schneepflug rammt Rettungswagen: Polizist verletzt

In Thüringen hat ein Schneepflug auf der A71 bei Suhl einen Rettungswagen an einer Unfallstelle gerammt. Ein 38 Jahre alter Polizist und eine 48 Jahre alte Mitarbeiterin des Rettungsdienstes wurden dabei verletzt, wie die Polizei mitteilte. Die beiden kamen nach dem Unfall am Montagabend in eine Klinik. Zuvor hatte der MDR über den Unfall berichtet.

Bisherigen Erkenntnissen zufolge war der Rettungswagen auf der A71 nach einem Unfall zwischen dem Autobahndreieck Suhl und der Anschlussstelle Meiningen Nord im Einsatz. Der Polizist und ein durch den vorherigen Unfall verletzter Autofahrer befanden sich in dem Rettungswagen. Der Schneepflug wollte den Rettungswagen links überholen und prallte dabei allerdings mit der Räumschaufel gegen das Einsatzfahrzeug.

Wo sich die Mitarbeiterin des Rettungsdienstes befand, war zunächst nicht klar. Auch zur Schwere der Verletzungen lagen keine Angaben vor. Der Autofahrer kam ebenfalls in eine Klinik. Die A71 war zwischenzeitlich Richtung Schweinfurt gesperrt.

Auch auf einigen anderen Autobahnabschnitten in Türingen gab es nach Angaben der Polizei Glätteunfälle wegen unangepasster Geschwindigkeit. Das Unfallgeschehen habe sich aber im Rahmen gehalten.

Notaufnahmen in Thüringen nicht überlastet

Die Glätte-Auswirkungen in den Notaufnahmen halten sich ebenfalls in Grenzen. So berichtet etwa das Klinikum Weimar von vereinzelten Menschen, die wegen der Glätte gestürzt seien. Es gebe aber keine Häufung und keine schweren Unfälle. Das Uniklinikum Jena spricht von einem "Tag wie jeder andere".

In einigen Straßenzügen, etwa in Erfurt, bildeten sich zuvor spiegelglatte Eisschichten. Erfurts Friedhöfe bleiben daher heute für Besucher geschlossen. Allerdings habe der Winterdienst bereits damit begonnen, die Wege zu räumen, sagte eine Sprecherin der Stadtverwaltung. Trauerfeiern und Beisetzungen sollen wie geplant stattfinden.

Glätte in Berlin und Brandenburg

Glatteis durch etwas Schnee und Regen auf den sehr kalten Untergrund hat auch auf den Berliner Straßen am Dienstagmorgen zu Einschränkungen geführt. Auf den glatten Straßen ging es vielerorts nur langsam voran. Auch die Busse der BVG waren betroffen. Vereinzelt wurden laut BVG Streckenabschnitte wegen des Glatteises gesperrt.

Der Tiergartentunnel musste von Eis befreit werden, wie die Verkehrsinformationszentrale VIZ mitteilte. "Weil die Fahrbahn in den Tunnel bergab führt, ist die Eisbeseitigung etwas komplizierter."

Auch U-Bahnen wegen Eises verspätet

Vereiste Oberleitungen sorgten in Berlin für Verspätungen auf einigen Straßenbahnlinien. Und auch auf oberirdischen Abschnitten der U-Bahnlinien U2 und U3 kam es zeitweise zu Verspätungen wegen des Eises auf den Stromschienen. Ein Spezialzug der BVG beseitigte die Eisschicht.

Auffällig viele Verkehrsunfälle gab es nicht. Die Zahlen seien am Morgen nur etwas erhöht, sagte ein Polizeisprecher. 125 Meldungen von Unfällen gingen bei der Polizei von der Nacht bis 11 Uhr vormittags ein. Im Vergleichszeitraum vor einer Woche waren es 99 Unfallmeldungen. 

Polizei: Tauwetter bringt Lebensgefahr auf zugefrorenen Seen

Allerdings kommt nun eine andere Gefahr hinzu. Die Polizei warnte wegen der einsetzenden Wärme vor dem Betreten von zugefrorenen Seen. Es bestehe Lebensgefahr. "Betreten Sie keine Eisflächen." Die gefrorenen Gewässer verlören mit den steigenden Temperaturen rasch ihre Tragfähigkeit. "Was gestern noch sicher wirkte, kann heute schon tückisch und dünn sein."

Besonders im Uferbereich und an Stellen mit Strömungen werde es zuerst kritisch. Kinder sollte man nicht ohne Aufsicht an Gewässern spielen lassen und auch andere Menschen warnen. "Ein Schritt aufs Eis kann einer zu viel sein."

Unfallzahl in Brandenburg im unteren zweistelligen Bereich

In Brandenburg lag die Unfallzahl bis zum Dienstagmorgen im unteren zweistelligen Bereich, wie der Lagedienst der Polizei mitteilte. Darunter waren zunächst vor allem Blechschäden.

Auf der Autobahn 10 kamen in der Nacht auf der glatten Straße gleich zwei Laster ins Schleudern, wie die Polizeidirektion Nord mitteilte. Zwischen den Anschlussstellen Mühlenbeck und Birkenwerder kamen die beiden 30 und 33 Jahre alten Fahrer kurz nacheinander von der Straße ab, durchbrachen beide die Schutzplanke und blieben im Graben liegen. Die beiden Männer wurden demnach nicht verletzt.

Einschränkungen im Brandenburger Berufsverkehr

Der Berufsverkehr kam in einzelnen Bereichen Brandenburgs am Morgen zunehmend zum Erliegen. Einige Steigungen und Brücken waren laut Polizei wegen der Glätte nicht mehr befahrbar. Betroffen waren demnach vor allem Nebenstrecken, die vom Winterdienst noch nicht gestreut wurden.

Das hatte auch Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr: In mehreren Landkreisen in Brandenburg wurde der Linienverkehr mit Bussen komplett eingestellt, wie auf Webseiten der Verkehrsbetriebe zu lesen war.

Glatteislage im Westen entspannt sich

Im Westen Deutschlands entspannte sich die Lage, da mildere Luft von Westen ins Land zog. Zuvor hatte starker Regen auf den gefrorenen Böden für gefährlich glatte Straßen gesorgt. Noch am Montag war es zu etlichen Unfällen auf glatten Straßen gekommen.

Tweet St. Wendel

Tauwetter in Hamburg beschäftigt die Feuerwehren

In Hamburg beschert das dort einsetzende Tauwetter mit Regen der Feuerwehr seit der Nacht zahlreiche Einsätze. Die Einsatzkräfte würden vermehrt gerufen, weil etwa Schmelzwasser in Wohngebäude eindringe, sagte ein Sprecher der Feuerwehr Hamburg.

Auch wegen zunehmender Schneelast auf Dächern - durch den Regen wird der Schnee nasser und schwerer - wird die Feuerwehr gerufen. Das werde die Einsatzkräfte auch tagsüber beschäftigen, sagte der Sprecher.

Elbtunnel von Eisklumpen befreit - A7 gesperrt

Weil größere Teile von Schnee und Eis kurz vor dem Elbtunnel auf die Fahrbahn zu stürzen drohten, war die Autobahn 7 in Richtung Norden für gut zwei Stunden gesperrt worden. Die Feuerwehr war mit zwei Spezialfahrzeugen im Einsatz und befreite die Lamellen am südlichen Tunnelportal von den sogenannten Eisplanken, wie ein Sprecher der Autobahn GmbH des Bundes in Hamburg sagte. 

Einsätze dieser Art seien durchaus ungewöhnlich. "Das ist schon eine besondere Situation, dass der Schnee so lange liegen bleibt und sich so verhärtet. Das haben wir hier im Norden eher selten."

Bereits in der Nacht waren kleinere Schnee- und Eisklumpen auf die Fahrbahn gekracht, sagte der Sprecher weiter. Dabei sei allerdings kein Fahrzeug getroffen worden. Am Dienstagmorgen sei schnell entschieden worden, dass die übrigen Schnee- und Eisplanken aus Sicherheitsgründen entfernt werden sollen. 

In der Zeit war die A7 Richtung Norden gesperrt worden. Die Polizei hatte den Verkehr ab Waltershof abgeleitet. Zwischenzeitlich mussten Auto- und Lastwagenfahrer deshalb mehr als eine Stunde mehr Fahrtzeit einplanen. Unmittelbar nach der Freigabe der A7 ging es aber auch wieder relativ schnell gut voran.

Einsatzkräfte in Braunschweig stark gefordert

Nach Niedersachsen. Dort haben Glatteis, Tauwetter und Dachlawinen die Einsatzkräfte in Braunschweig am Montag stark gefordert. Zwar habe es nur wenige Sturzunfälle gegeben, teilte die Feuerwehr mit. Dennoch seien die Einsatzkräfte wegen eines insgesamt erhöhten Einsatzaufkommens sowie längerer Transport- und Einsatzzeiten stark ausgelastet gewesen.

Der Rettungsdienst sei vorsorglich deutlich verstärkt worden, hieß es. Allein in Braunschweig waren demnach acht zusätzliche Rettungs- und Krankenwagen im Einsatz. Trotz des angekündigten überfrierenden Regens gab es nach Angaben der Stadt jedoch nur wenige unwetterbedingte Verletzungen. 

Straße in Innenstadt wegen Schneemassen gesperrt

Ein Schwerpunkt lag laut Feuerwehr in der Gefahrenabwehr durch herabstürzende Dachlawinen und Eiszapfen. Durch einsetzendes Tauwetter hätten sich teils große Schneemassen und Eiszapfen an Gebäuden gebildet. In mehreren Fällen sei der öffentliche Straßenraum abgesperrt worden.

In der Nacht zum Dienstag musste zudem eine Straße in der Innenstadt gesperrt werden, weil dort Schneemassen von Dächern zu fallen drohten. Die Feuerwehr wies darauf hin, dass Grundstücks- und Gebäudeeigentümer für die Sicherung ihrer Gebäude verantwortlich sind.

Winterwetter hat Sachsen weiter im Griff

In Sachsen beeinträchtigt das Winterwetter die Menschen weiterhin enorm. Alleine im Bereich der Polizeidirektion Dresden registrierten die Beamten von Mitternacht bis 10 Uhr am Dienstagmorgen 68 Unfälle, bei denen nach derzeitigem Stand sieben Menschen verletzt worden sind. Dies sind den Angaben zufolge fast so viele Verkehrsunfälle wie sonst innerhalb von 24 Stunden.

Betonteile auf der A14 durch Kälte herausgebrochen

Auf der A14 bei Leipzig hatte sich nach den seit Tagen eisigen Temperaturen sogar an einigen Stellen der Beton gelöst. Vier Fahrzeuge, die über die Betonteile gefahren waren, wurden beschädigt. Nach Polizeiangaben waren Löcher mit einem Durchmesser von 50
Zentimetern und einer Tiefe von 30 Zentimetern entstanden. Die Autobahnmeisterei konnte die Fahrbahn provisorisch flicken.

Landesweit war der Winterdienst seit den frühen Morgenstunden im Einsatz. Regen hatte die noch gefrorenen Straßen teils in gefährliche Rutschbahnen verwandelt. Vor allem an Steigungen gab es Probleme im Straßenverkehr. Der ÖPNV startete in Sachsen zumeist planmäßig. In den höher gelegenen Regionen kam es aber immer wieder zu Verzögerungen.

Rekordzahl an Pannen-Notrufen in Sachsen

In Sachsen hat der strenge Frost beim dortigen ADAC für eine Rekordzahl an Notrufen gesorgt. Am Montag wurde mehr als 800 Pannenopfern geholfen, so vielen wie seit 2020 nicht mehr, wie der ADAC mitteilte. Das waren 50 Prozent mehr Aufträge als an einem regulären Montag im Winter. 93 Prozent der Pannenopfer wurde demnach erfolgreich geholfen, vorzugsweise durch eine reine Starthilfe. Die Wartezeiten waren aufgrund des hohen Auftragsvolumens hoch. Nur bei jedem zweiten Pannenopfer war Hilfe innerhalb einer Stunde vor Ort, alle Anderen warteten länger.

Aufgrund der Straßenverhältnisse erwartet der ADAC auch für diesen Dienstag ein hohes Auftragsvolumen. Dabei müssen sich die Autofahrer auch weiterhin in Geduld üben, weil auch die Pannenhilfe mit den widrigen Straßenverhältnissen und Staus kämpft.

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