Kamp-Lintfort - Zechenpark am Bergwerk West

Kamp-Lintfort

Kamp-Lintfort - Zechenpark am Bergwerk West
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Die Webcam befindet sich am Förderturm von Schacht 1 der ehemaligen Zeche Friedrich Heinrich in Kamp-Lintfort. Von dort blickt sie über den Zechenpark, der auf dem Gelände des früheren Bergwerks West entstanden ist. Gut erkennbar sind die Grünflächen und Wege des Parks sowie Bauten aus der Bergbauzeit, darunter das stählerne Fördergerüst von Schacht 2 und die Backsteinhallen der Zeche. Der Blick reicht über das urbane Zentrum von Kamp-Lintfort hinaus in die flache niederrheinische Landschaft und auf die industriell geprägte Kulisse des Ruhrgebiets. Das Kamerabild vermittelt einen Eindruck vom aktuellen Wetter am linken Niederrhein nordwestlich von Moers.

Die Stadt Kamp-Lintfort liegt in der Region Niederrhein, am westlichen Rand des Ruhrgebiets. Über ein Jahrhundert lang bestimmte der Steinkohlenbergbau das Leben der Stadt. Aus der Zeche Friedrich Heinrich wurde später das Bergwerk West. Und bis zur Stilllegung im Jahr 2012 förderten die Bergleute hier weit über 200 Millionen Tonnen Kohle. Dass der rot-weiße Förderturm heute noch steht, verdankt die Stadt ihren Bürgerinnen und Bürgern: Beim Bürgerentscheid im September 2017 stimmten zwei Drittel der Teilnehmenden für seinen Erhalt. Der rund 80 Meter hohe Turm ist das Wahrzeichen von Kamp-Lintfort und von weit her zu sehen. 

Nach der Sanierung wurde das Areal zum Herzstück der Landesgartenschau 2020, die in sechs Monaten mehr als 450.000 Gäste anzog. Geblieben ist ein rund 25 Hektar großer Park, der frei und kostenlos zugänglich ist. Entlang der Friedrich-Heinrich-Allee reihen sich Backsteinbauten, deren älteste um 1909 entstanden, von der Maschinenhalle bis zum Magazingebäude. Im Süden des Geländes liegt der Tierpark Kalisto, in der Nähe ein Spielplatz, auf dem Fördertürme im Kleinformat als Rutsche und Klettergerüst dienen. Als einziger Ankerpunkt der Route Industriekultur westlich des Rheins zieht der Zechenpark Ausflügler vom Niederrhein ebenso an wie aus dem Ruhrgebiet.

Wer die Aussicht der Kamera selbst erleben möchte, kann den Förderturm im Rahmen einer Führung besuchen. Ein Aufzug bringt die Gäste zur Aussichtsplattform in rund 70 Metern Höhe, von der der Blick weit über den Niederrhein und die Industrielandschaft des Ruhrgebiets reicht. In der Saison vom Frühjahr bis in den Herbst ist der Turm sonntagnachmittags geöffnet, im Winterhalbjahr sind Führungen nur auf Anfrage möglich. Unter Tage geht es im benachbarten Lehrstollen weiter. Auf mehr als 2.500 Quadratmetern erklären ehemalige Bergleute, wie die Berglehrlinge der Zeche einst auf ihre Arbeit in bis zu 1.000 Metern Tiefe vorbereitet wurden.

Für Ausflügler ist das Livebild eine nützliche Ergänzung zur Wettervorhersage für Kamp-Lintfort. Ob sich ein Spaziergang durch den Park, eine Radtour oder ein Nachmittag im Tierpark lohnt, lässt sich am Himmel über dem Förderturm schnell ablesen. In der flachen Landschaft am Niederrhein ziehen Schauer und Wolkenfelder oft zügig durch, während sich an ruhigen Herbsttagen Nebel gern bis in den Vormittag hält.

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