Superzelle - Die Königin unter den Gewitterwolken

Superzelle - Die Königin unter den Gewitterwolken

Selten aber gefährlich

Eine Superzelle ist eine besonders gefährliche Gewitterart. Charakteristisch für sie ist ein rotierender Aufwindbereich, der auch Mesozyklone genannt wird. Superzellen können sehr langlebig sein und bis zu mehreren Stunden existieren. 

Oft gehen extreme Wettererscheinung mit dem Auftreten einer Superzelle einher. Dazu gehören unter anderem Wolkenbrüche, die plötzlich und in sehr kurzer Zeit extreme Niederschlagsmengen mit sicher bringen, sehr großer Hagel von über 4cm Durchmesser und schwere Downbursts (Fallböen). In einigen Fällen bringt eine Superzelle sogar einen Tornado hervor.

Die Zutaten für eine Superzelle

Wichtige Voraussetzung für die Entstehung einer Superzelle ist zunächst, wie für jedes Gewitter, das Vorhandensein einer feuchtwarmen Luftmasse in der unteren Atmosphäre. Diese führt zu einer labilen Luftschichtung. Das heißt, dass Luftpakete die einmal leicht gehoben wurden nicht, wie bei einer stabilen Schichtung, in ihre ursprüngliche Lage zurückkehren, sondern immer weiter aufsteigen. Ein Aufwind, auch Updraft genannt, entsteht.

Eine weitere wichtige Zutat für die Entstehung einer Superzelle ist die Zunahme der horizontalen Windgeschwindigkeit mit der Höhe. Diese Zunahme der Windgeschwindigkeit mit der Höhe versetzt die Luft in eine Rotationsbewegung um eine horizontale Achse. 

Trifft nun der Aufwind auf die um eine horizontale Achse rotierende Luftmasse, so richtet dieser die Rotationsachse auf und fängt dadurch selber an um eine vertikale Rotationsachse zu rotieren. Eine Superzelle ist geboren.

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