Was ist Dauerregen - Definition und Warnstufen

Was ist Dauerregen - Definition und Warnstufen

Definition

Von Dauerregen wird gesprochen, wenn mindestens sechs Stunden ohne Unterbrechung Regen fällt. Häufig wird das auch Landregen genannt. Dabei muss jedoch auch eine gewisse Intensität auftreten, sodass große Niederschlagsmengen fallen. Der Grenzwert für Dauerregen liegt bei 0,5 Liter pro Quadratmeter je Stunde.
 
dauerregen

 

Warnstufen für Dauerregen

Abgesehen vom unteren Schwellwert kann Dauerregen natürlich deutlich intensiver ausfallen und damit gefährlich werden. Der Deutsche Wetterdienst hat das Wetterphänomen Dauerregen in drei Warnstufen eingeteilt:
 
Markanter Dauerregen: 
  • 25 bis 40 l/m² in 12 Stunden
  • 30 bis 50 l/m² in 24 Stunden
  • 40 bis 60 l/m² in 48 Stunden
  • 60 bis 90 l/m² in 72 Stunden
 
Unwetterartiger Dauerregen: 
  • > 40 l/m² in 12 Stunden
  • > 50 l/m² in 24 Stunden
  • > 60 l/m² in 48 Stunden
  • > 90 l/m² in 72 Stunden
 
Schwerer unwetterartiger Dauerregen:
  • > 70 l/m² in 12 Stunden
  • > 80 l/m² in 24 Stunden
  • > 90 l/m² in 48 Stunden
  • > 120 l/m² in 72 Stunden

Dauerregen: Auswirkung und Entstehung

 
Je nach Region fällt häufiger oder seltener Dauerregen. Besonders betroffen sind davon Gebirge. Hier stauen sich bei entsprechender Luftströmung die Wolken an den Bergen. Dann kann es langanhaltend und auch intensiv regnen. Nicht selten steigen auch die Pegel der Flüsse und im Extremfall sind große Hochwasser die Folge, wie beispielsweise auch an der Isar im Jahr 2010 oder das große Jahrhunderthochwasser an der Donau und ihren Zuflüssen im Jahr 2013.
 
Deutlich schwächerer, aber häufiger auftretender Dauerregen entsteht beim Durchzug einer Warmfront. Aus den Nimbostratuswolken kann es längere Zeit regnen. Hochwasser durch Dauerregen benötigen eher mehre Fronten in Folge, stationäre Tiefs oder sogenannte Vb-Tiefs.
 
 
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