E10: Tanken ohne Risiko?

Anfang 2011 verunsicherte der E10-Kraftstoff eine ganze Autofahrernation: Tanken oder nicht tanken? Das sorgte für Aufregung in Deutschland. Mittlerweile gibt es an allen Tankstellen neben dem E10 auch das vorher übliche E5 zu kaufen. Doch was ist E10 überhaupt?
Veröffentlicht: Di 17.11.15 | 00:00 Uhr Anfang 2011 verunsicherte der E10-Kraftstoff eine ganze Autofahrernation: Tanken oder nicht tanken? Das sorgte für Aufregung in Deutschland. Mittlerweile gibt es an allen Tankstellen neben dem E10 auch das vorher übliche E5 zu kaufen. Doch was ist E10 überhaupt?

Im Januar 2011 konnte man überall fragende Gesichter an den Tankstellen Deutschlands erblicken: Soll ich dieses „E10“ nun tanken, oder nicht? Mittlerweile hat sich die Aufregung über den vermeintlich umweltschonenderen Kraftstoff gelegt.

Autofahrer sollten mittlerweile wissen, ob ihr Wagen überhaupt E10 verträgt oder nicht. Wer es noch nicht herausgefunden hat, der kann beim Hersteller nach der Freigabe für E10 fragen oder die Internetseite der Deutschen Automobil Treuhand (www.dat.de) konsultieren.

Doch was ist E10 überhaupt? E10 - das steht erst einmal für eine Sonderform von Benzin. „E“ steht dabei für die Beimengung von Bioethanol, „10“ beschreibt die Prozentzahl von rund zehn Prozent Bioethanol, die dem Kraftstoff zugesetzt ist. Bis 2011 waren Super Benzin und Super Plus Benzin nur mit „E5“ - also rund fünf Prozent Bioethanol - erhältlich. Langzeitstudien zur Verträglichkeit von E10 gibt es nicht - einige Autohersteller raten deshalb vom Tanken ab.

„Bei Zweifeln an der E10-Tauglichkeit bzw. wenn das Erstzulassungsdatum des Fahrzeugs nahe an den Grenzen des angegebenen Baujahrs liegt, wird eine Beratung beim Vertragshändler bzw. über die genannten Hersteller-Hotlines empfohlen“, sagt der ADAC.

Die Idee hinter E10 ist dabei denkbar simpel: Durch den höheren Anteil an Ethanol sollte der Verbrauch fossiler Brennstoffe zurückgehen, damit die Welt länger was davon hat. Bioethanol wird derzeit vor allem aus Zuckerrohr, Mais, Zuckerrüben und Weizen gewonnen - was die Frage aufwirft, ob E10 wirklich „umweltschonender“ ist als die E5-Variante.

Egal ob aus Verunsicherung oder berechtigten Zweifeln an der Nachhaltigkeit: Der E10-Kraftstoff ist in Deutschland nur schwach angenommen worden. Der Absatz liegt deutlich hinter dem herkömmlichen E5-Sprit zurück.

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