Winterchaos - Räumdienste im Dauereinsatz

Veröffentlicht: Mi 31.08. | 00:32 Uhr - Ronald Porschke
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Winterchaos - Räumdienste im Dauereinsatz

In Sachsen starben zwei Menschen bei Verkehrsunfällen. Auf der A 72 bei Chemnitz geriet ein 27 Jahre alter Pkw-Fahrer ins Schleudern, kollidierte mit der Mittelleitplanke und prallte gegen einen Lkw. Der junge Mann starb noch an der Unfallstelle. Wenige Stunden später traf es einen Reisebus auf der A 4 bei Hainichen. Bei winterlichen Verhältnissen kam auch er ins Schleudern und prallte gegen einen Brückenpfeiler. Dabei kam ein Mensch ums Leben, mehrere Businsassen wurden verletzt.

Eisglätte sorgte auch im Norden für Verkehrsbehinderungen. Auf der Autobahn 7 bei Hannoversch Münden in Niedersachsen wurde am Morgen ein Mann bei einem Unfall schwer verletzt.

In Bayern und Baden-Württemberg fielen nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) fünf bis zehn Zentimeter Schnee. Im Freistaat wurden bis zum Mittag mehrere Hundert Unfälle registriert, die aber weitgehend glimpflich verliefen.

Das Ende des Dauerfrostes veranlasste die Behörden in mehreren Bundesländern, vor dem Betreten vereister Flächen zu warnen. Denn die Eisdecken sind vielerorts nicht stabil genug.

Binnenschifffahrt stark eingeschränkt

Besonders in Süd- und Ostdeutschland gebe es noch Einschränkungen für die Binnenschifffahrt, sagte der Geschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Binnenschifffahrt (BDB), Jens Schwanen, auf dapd-Anfrage. Der Rhein sei dagegen überhaupt nicht betroffen. Es sei "völlig normal", dass viele Wasserstraßen zu dieser Jahreszeit zugefroren seien.

Auf der Elbe war nur ein vergleichsweise kurzes Stück von der tschechischen Grenze bis ins sächsische Torgau frei, wie die Sprecherin der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Ost, Kristin Hildebrandt, sagte. In den nächsten Tagen sollen Eisbrecher den Fluss von Hamburg aus passierbar machen. Auf der Oder sind ihren Angaben zufolge bereits Eisbrecher unterwegs.

Sperrungen könnten noch länger anhalten

Die Mosel war am Mittwoch ebenfalls noch zu weiten Teilen für die Schifffahrt gesperrt. Dort waren aber schon zwei Eisbrecher im Einsatz. Auch das Eis auf der Saar muss noch aufgebrochen werden. Sollten die beiden Schiffe gut vorankommen, werde die Bergfahrt vermutlich am Freitag und die Talfahrt am Samstag wieder freigegeben, teilte das Wasser- und Schifffahrtsamt Koblenz mit. Derzeit warteten fast 60 Schiffe in Häfen auf die Weiterfahrt. Auch Teile des Mains und die Donau waren noch gesperrt.

Im Bereich von Weser, Jade, Ems und Nordsee waren ebenfalls noch einige Kanäle gesperrt. Betroffen waren der Ems-Seitenkanal und der Küstenkanal, wie ein Sprecher der zuständigen Wasser- und Schifffahrtsdirektion Nordwest sagte. Auch der See- und Binnenhafen Leer sei gesperrt. Der Küstenkanal sollte jedoch am Donnerstagmorgen wieder freigegeben werden.

Gleiches gilt für den Rhein-Herne-Kanal. Danach sei geplant, den Wesel-Datteln-Kanal und den Dortmund-Ems-Kanal mithilfe von Eisbrechern wieder befahrbar zu machen, sagte ein Sprecher des Wasser- und Schifffahrtsamts Duisburg-Meiderich. Von Henrichenburg bis Dortmund sei der Dortmund-Ems-Kanal bereits wieder freigegeben worden. Der Datteln-Hamm-Kanal sei aufgrund der dicken Eisdecke voraussichtlich erst wieder am Freitag befahrbar.


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