Erdkugel aus dem Weltall

Unsere erste Station soll Estland sein. Das nördlichste baltische Land feiert vor allem am 24., teils auch noch am 25. Dezember das Weihnachtsfest. Dabei wird am Heiligabend vom Präsidenten der
Weihnachtsfrieden ausgerufen, anschließend gibt es Gottesdienste, Essen und Geschenke. Eine durchschnittlich 10 bis 30 cm hohe Schneedecke, dazu Tageshöchstwerte kaum über -10 Grad und zeitweilige Schneefälle machten dieses Jahr den Traum der perfekten Weißen Weihnachten mal wieder wahr.

"Fliegen" wir weiter zu den Britischen Inseln. Schnee gab es Heiligabend zum Höhepunkt des Fests kaum zusehen. Und auch der 1. und 2. Weihnachtsfeiertag mit Besuchen bei der Familie waren ähnlich grün wie bei uns.

Den nächsten Halt machen wir nach einem Flug über den "Großen Teich" in Kanada. Dort kommt der Weihnachtsmann meist in der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember. Am Morgen des 1. Weihnachtsfeiertages werden die Geschenke geöffnet. Zur Freude der Schneefans lag dabei fast das
ganze Land unter einer bis zu 84 cm hohen Schneedecke (in den Bergen selbstverständlich noch mehr). Allenfalls rund um die Großen Seen und an den Küsten war es auch mal grün und knapp über 0 Grad "warm". Im Binnenland dagegen herrschte Dauerfrost, zum Teil lagen die Höchstwerte nur bei -20 Grad.

Weiter zum nächsten Kontinent machen wir Halt in Paraguay. Dort gibt es Geschenke erst am Dreikönigstag (6. Januar). Am Weihnachtstag selber gibt es Besuche von Freunden und Nachbarn, um die im Land sehr beliebten Krippen zu bewundern. In der Weihnachtsnacht kommt dann die Familie zusammen und feiert oft bis zum nächsten Morgen. Das alles konnten sie in sommerlicher Kleidung tun - bei viel Sonnenschein und Temperaturen um 40 Grad! Selbst nachts kühlte es sich kaum unter 25 Grad ab.

Wieder zurück über den Atlantik legen wir den nächsten Stopp im afrikanischen Ghana ein. In Afrika wird das Weihnachtsfest eher selten begangen. In Ghana gibt es am 25. Dezember Gottesdienste und
Familienfeiern, am 26. Dezember zum Teil auch Geschenke. Bei Temperaturen zwischen 33 und 40 Grad wurde häufig auf den Straßen gefeiert, vereinzelte Gewitter störten nur selten.

Die nächste Weltreise-Station ist Neuseeland. Die Feiern dort werden häufig am 1. Weihnachtsfeiertag mit Familien und Freunden am Strand oder im Park begangen, was bei Temperaturen von 16 bis 28 Grad und nur wenigen Schauern auch gut möglich war.

Beim letzten Stopp unserer Reise kommen wir in Südkorea an. Am Heiligabend gehen Pärchen gerne in Restaurants, der 25. Dezember wird oft mit Gottesdiensten und der Familie oder Freunden gefeiert. Und vor allem im Norden und in der Mitte des Landes waren die Weihnachten bei klirrender Kälte von -6 bis -1 Grad auch weiß. Im Süden war es bei leichten Plusgraden etwas wärmer und leider gab es keine geschlossene Schneedecke.
 
(dwd/nk)