Autofahren im Nebel
Doch wann kommt die lebenswichtige Sonne nun zu uns?

Nachdem in der vergangen Woche meist tiefer Druck mit feucht kaltem Wetter dominierte, schiebt sich in den nächsten Tagen von Norden ein Hoch nach Deutschland. Im Sommer würde dies zu einem sonnigen und trockenen Wetterabschnitt führen. Durch die absinkenden Bewegungen im Hochdruckgebiet erwärmt sich die Luft auf ihrem Weg zum Boden um 0.65 bis 1 Grad pro 100 m. Gleichzeitig lösen sich die noch vorhandenen Wolken durch Verdampfen der Wolkentröpfchen auf.

Doch wie ist es im Winter?

Im Winter kühlt sich die Luft am Boden durch Ausstrahlung oder durch Heranführen von kalter Luft häufig stark ab. Wenn nun im Hochdruckgebiet Absinken einsetzt und sich die Luft auf ihrem Weg zum Boden erwärmt, kommt es zu einer Grenzschicht zwischen der erwärmten und der kalten Luft am Boden, die im meteorologischen Sprachgebrauch auch als Inversion bekannt ist. In diesem Bereich kann die warme Luft nicht weiter absinken. Gleichzeitig kühlt die kalte Luft die erwärmte Luft wieder etwas ab, sodass im Grenzbereich Kondensation eintritt. Es entsteht der sogenannte Hochnebel. Je nachdem wie kalt und feucht die Luft am Boden ist, desto stärker ist der Hochnebel.

Dieses Phänomen wird uns auch in den nächsten Tagen beschäftigen. Durch die doch recht lange Frostperiode und der teilweise noch vorhandenen Schneedecke erwärmt sich die Luft am Boden nur langsam und ist vielerorts noch kälter als die herangeführte bzw. absinkende Luft in der Höhe. Vielerorts muss daher mit Nebel oder Hochnebel gerechnet werden. Lediglich in Gebieten ohne Schneedecke bzw. bei schon gut durchmischter Luftmasse besteht die Möglichkeit, dass die Wolken bzw. der Hochnebel aufreißen und sich die Sonne zeigt.
 
Bevorzugt sind hier in den nächsten Tagen die Küstengebiete sowie das Alpenvorland. Aber lokal kann es auch in anderen Bereich auflockern, wie z. B. am heutigen Dienstag im Bereich des Mains. Da die Temperaturen nun aber langsam steigen und auch die Sonne Tag für Tag an Kraft gewinnt, erhöht sich auch die Wahrscheinlichkeit für Sonnenschein täglich. Der Körper und die Seele werden es gerne hören.

DWD/öt