Veröffentlicht
26.11.2012 | 09:12
Das Sturmtief FRANZISKA zog am Wochenende von England zur Nordsee und brachte vor allem in Norddeutschland einen stürmischen Sonntag. Viele Bäume, Ampelmasten und Zäune wurden umgerissen oder flogen durch die Gegend. Größerer Sachschaden blieb aber aus. Verletzt wurde niemand.
Bisher war der November wettertechnisch ein ruhiger Monat gewesen. Am Sonntag änderte sich das in weiten Teilen Deutschlands. In der Nacht zum Sonntag entwickelte sich das Tief FRANZISKA zu einem Sturm und brachte starken bis stürmischen Wind bis ins Flachland mit. In Nordrhein-Westfalen und in Rheinland-Pfalz blies der Wind mit Böen, beispielsweise in Trier von 91 km/h, ordentlich. Besonders betroffen von dem Sturm waren Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Die absoluten Spitzenböen, die das Sturmtief mit einem Kerndruck von 979 hPa bescherte, lagen bei 120km/h auf Hörnum/Sylt, bei 122 km/h auf Helgoland - Oberland und sogar bei 126 km/h auf dem Brocken.
Zahlreiche Feuerwehreinsätze waren die Folge. Der Sturm entwurzelte Bäume, warf Schilder und Ampelmasten um oder beschädigte Baustellenabsicherungen. In Schleswig krachte am Sonntagabend ein Baum auf ein Auto, in Sankt Peter Ording fielen Teile von einem Baugerüst an einem Krankenhaus herab, wie ein Sprecher der Feuerwehr sagte. Es gab viele kleinere Einsätze, der Sachschaden konnte noch nicht beziffert werden. Verletzt wurde niemand.
Tief FRANZISKA ist in der Nacht zum Montag weiter nach Südschweden gezogen, so dass der Wind in Deutschland langsam nachlässt. Von Westen nähert sich aber schon ein neues Tief namens GABRIELE, das in den nächsten Tagen mit einer südlichen Strömung zunächst viel Regen und Wind bringt. Ab Donnerstag dreht der Wind auf Nord und es wird pünktlich zum Advent langsam kälter und winterlicher!
(nk)