Straßenchaos nach Schneefällen

Veröffentlicht: Mo 05.12. | 21:38 Uhr - Redaktion
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Straßenchaos nach Schneefällen

Schneefälle haben am Montag im Süden und Osten Bayerns zu zahlreichen Unfällen geführt. In Niederbayern krachte es am Morgen und am Vormittag wegen der Witterungsverhältnisse mehr als 50 Mal, wie die Polizei mitteilte. Sieben Menschen wurden leicht verletzt. Meist waren die Fahrer zu schnell auf den glatten Fahrbahnen unterwegs. Trotz des Dauereinsatzes der Räumdienste blieben in Niederbayern viele Straßen mit Schnee bedeckt.

Auch im Bereich des Polizeipräsidiums Bayern Süd zählte die Polizei zahlreiche Glätteunfälle. Rund 40 Mal mussten die Beamten dort bis zum Mittag ausrücken. Bei Weißensberg im Kreis Lindau musste die Bundesstraße mehrere Stunden gesperrt werden, nachdem ein Lkw in den Graben gerutscht war, wie ein Polizeisprecher auf Anfrage sagte. Im oberpfälzischen Kirchendemenreuth im Kreis Neustadt an der Waldnaab kam ein Lastwagen von der Fahrbahn ab und krachte in eine Hausmauer. Verletzt wurde bei diesen Unfällen niemand. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes fielen in Bayern in der Nacht zu Montag bis zu zwei Zentimeter Neuschnee.
 
Knapp 50 Unfälle nach Schneefall im Saarland
 
Der Wintereinbruch mit ersten größeren Schneefällen hat im Saarland am Montag zu knapp 50 Verkehrsunfällen geführt. Bei vier Unfällen gab es Leichtverletzte, wie ein Polizeisprecher in Saarbrücken auf dapd-Anfrage sagte. Verkehrsbehinderungen wurden vor allem durch querstehende Lastwagen ausgelöst. So musste die Autobahn 8 in Richtung Luxemburg in Höhe der Anschlussstelle Schwalbach-Hülzweiler etwa wegen eines umgekippten Sattelzugs voll gesperrt werden. Die Bergung dauerte am frühen Abend noch an.
 
Schneefall bringt Autofahrer in Rheinland-Pfalz ins Rutschen
 
Wegen glatter Straßen kam es  auch in Rheinland-Pfalz zu kleineren Behinderungen und Unfällen. Eine Person wurde am Montag auf der Bundesstraße 269 bei Morbach im Hunsrück schwer verletzt, wie die Polizei mitteilte. Der Wagen kam von der glatten Straße ab, rutschte eine Böschung hinunter und prallte gegen einen Baum. Der Beifahrer konnte sich leicht verletzt befreien, der Fahrer musste von der Feuerwehr befreit und in ein Krankenhaus gebracht werden.
Polizeiangaben zufolge rutschte auf der gleichen Bundesstraße ein Lastwagen auf schneebedeckter Fahrbahn in den Graben. Der Fahrer zog sich leichte Verletzungen zu. Der Lkw musste von einem Abschleppdienst geborgen und die Straße teilweise gesperrt werden.
Probleme gab es auch in der Eifel: Auf der Autobahn 1 in der Nähe von Mehren (Vulkaneifel) rutschte laut Polizei ein Sattelschlepper in den Graben und es kam kurzzeitig zu Behinderungen. Dichter Schneefall wurde auch im Westerwald und der Westpfalz gemeldet.
Die Polizei in Kaiserslautern verzeichnete mehrere Unfälle wegen Glätte im gesamten Stadtgebiet. Bis zum Nachmittag blieb es aber bei Blechschäden. Die Räumdienste waren besonders auf den Autobahnen im Dauereinsatz.

Warten auf Saisonstart am Erbeskopf
 
Während die Autofahrer gestresst waren, freuten sich die Kinder über den Wintereinbruch. Auf dem Herbeskopf, dem mit 816 Meter höchsten Berg in Rheinland-Pfalz, waren Familien mit Schlitten unterwegs. "Das Wetter ist für einen Winterspaziergang bestens geeignet", sagte der Leiter des Wintersportzentrums im Hunsrück, Klaus Hepp. Seinen Angaben zufolge sind auf dem Erbeskopf die Vorbereitungen für den Start der Wintersportsaison abgeschlossen.
Hepp setzt daher auf weiteren Schneefall oder dauerhaften Frost. Erst bei Minus vier Grad würden die Schneekanonen in Betrieb genommen, sagte er. Derzeit zeige das Thermometer aber erst Minus zwei Grad an. "Trotzdem hoffe wir, dass es am Samstag los gehen kann", fügte Hepp hinzu. In den nächsten Tagen soll es in Rheinland-Pfalz im Bergland weiter schneien und die Temperaturen sollen um den Gefrierpunkt liegen.
 
(dapd)
 

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