Schneekanone

kritisierte der umweltpolitische Sprecher der Landtagsfraktion, Ludwig Wörner, in München. Das sei eine völlig absurde Entwicklung. Seit 2009 seien Beschneiungsanlagen mit mehr als 22 Millionen Euro subventioniert worden.

Die künstlich beschneite Fläche im Freistaat sei in den vergangenen acht Jahren von 413 Hektar auf 765 Hektar angewachsen, sagte Wörner. Der Stromverbrauch der Schneekanonen liege bei 27,5 Millionen Kilowattstunden pro Jahr. Damit könnte man 7.900 Privathaushalte ein ganzes Jahr lang mit Strom versorgen, sagte der SPD-Politiker. Das von den Schneekanonen verbrauchte Wasser würde den Jahresbedarf von 56.000 Personen decken.
 
In manchen Regionen laufen die Schneekanaonen Tag und Nacht, damit die zahlreichen Ski- und Snowboardfahrer für zwei bis vier Wochen pro Winter garantiert die Abfahrten genießen können. Die Energiekosten für die Beschneiung sind hoch, stellenweise werden extra Trafostationen gebaut oder es laufen Dieselaggregate. (dapd/sw)
 
Was meinen Sie? Wahnsinn oder Riesenspaß? Entfallen dann nicht auch manchmal lange Fahrten zu höher gelegenen Gebieten? Wir freuen uns über Ihre Meinung!