Stau, Schnee (dapd)
Ein Toter bei Glätteunfall - Schneekettenpflicht für Lkw

Starker Schneefall hat in Teilen Baden-Württembergs am Samstag zu starken Verkehrsbehinderungen geführt. Auf glatten Straßen kam es zu zahlreichen Unfällen mit Blechschäden und Verletzten, wie die Polizei am Samstag mitteilte. Auf der Bundesstraße 27 bei Walddorfhäslach (Landkreis Reutlingen) kam am Morgen ein Autofahrer ums Leben, als er nach einem Überholvorgang vermutlich wegen zu hoher Geschwindigkeit auf glatter Straße die Kontrolle über seinen Wagen verlor. Sein Auto geriet ins Schleudern und raste gegen eine Leitplanke. Obwohl er angegurtet war, wurde der 69-Jährige aus dem Auto geschleudert. Er starb noch an der Unfallstelle.

Im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald rief die Polizei wegen der angespannten Verkehrslage am Samstag dazu auf, nach Möglichkeit ganz auf das Auto zu verzichten. Die Landesstraße 126 zwischen Oberried und Notschrei durfte von Lastwagen nur noch mit Schneeketten benutzt werden. Auf der Autobahn 5 bei Freiburg kamen mehrere Autos durch Glätte von der Straße ab.

Auf der Bundesstraße 36 bei Kehl geriet ein mit Obst und Gemüse voll beladener Lkw am Samstag bei einem Bremsmanöver auf glatter Fahrbahn ins Rutschen, kollidierte mit einem Auto und stürzte um. Der Fahrer wurde von Ersthelfern aus seinem Führerhaus verletzt. Die B 36 zwischen Marlen und Kehl musste voll gesperrt werden.

 
Auch weitere Autobahnen vom Schneechaos betroffen
 
Auf der Autobahn 72 nahe Hof blieben an den Steigungen des Saaleaufstiegs immer wieder Lastwagen liegen und blockierten teilweise beide Fahrspuren. Es bildeten sich kilometerlange Staus. Erst nach Stunden konnten Polizei, Autobahnmeisterei und Technisches Hilfswerk den Verkehrsfluss soweit herstellen, dass ein geordneter Räum- und Streudienst möglich war.

Heftige Schneefälle verwandelten am Freitag auch die Autobahn 73 zwischen Eisfeld und Lichtenfels innerhalb kürzester Zeit in eine Rutschbahn. Auf der glatten und schneebedeckten Straße kam es zu fünf Unfällen durch zu hohe Geschwindigkeit. Verletzt wurde niemand.

In Unterfranken führte der Wintereinbruch von Freitagnachmittag bis Samstagmorgen zu rund 100 Unfällen mit insgesamt elf Verletzten. Eine Frau, die in Würzburg von einem Pkw angefahren worden war, wurde schwer verletzt. Starker Schneefall behinderte unter anderem den Verkehr auf der Autobahn 3 bei Waldaschaff. Dort ereigneten sich in der Nacht auch die meisten Verkehrsunfälle. Auf der Bundesstraße 26 zwischen Bischborner Hof und der Abzweigung Rothenbuch ging stundenlang nichts mehr. Dort waren auf spiegelglatten Fahrbahnen 15 Fahrzeuge hängengeblieben. Es kam zu mehreren Unfällen. Die B 26 musste für eine Stunde gesperrt werden.

 
Linienbus kracht in Wartehäuschen