Unfall mit LKW
Im Laufe des Montags krachte es auf den Straßen immer wieder. Ein 44-Jähriger starb bei einem Unfall auf der A 7 bei Unterickelsheim. Er war mit seinem Lastwagen auf schneeglatter Straße ins Rutschen gekommen. Dabei stellte sich der Lastwagen quer zur Fahrbahn. Ein nachfolgender Lkw fuhr auf das Unfallfahrzeug auf. Dadurch wurde der 44-Jährige aus seiner Fahrerkabine geschleudert und unter seinem Lastwagen eingeklemmt. Er erlag noch an der Unfallstelle seinen Verletzungen. Die A 7 blieb mehrere Stunden gesperrt.
 
Allein in Mittelfranken gab es bis zum Montagvormittag mehr als 150 Unfälle und damit etwa drei Mal so viele wie üblich, wie die Polizei mitteilte. Dabei blieb es meist bei Blechschäden. Nur wenige Menschen wurden verletzt.
 
 
Gefahrguttransporter auf A 6 umgekippt
 
Im Saarland registrierte die Polizei bis zum späten Vormittag rund 50 Unfälle. Dabei seien drei Menschen leicht verletzt worden. In Rheinland-Pfalz kam es auf der Autobahn 6 in Richtung Saarbrücken zu starken Beeinträchtigungen: Dort war die Autobahn mehr als fünf Stunden gesperrt, nachdem ein mit einem Gemisch aus Alkohol und Wasser beladener Gefahrguttransporter bei Grünstadt umgekippt war. Der 49 Jahre alte Fahrer hatte die Kontrolle über seinen Lkw verloren und war ins Rutschen geraten, wie die Polizei mitteilte. Der Mann wurde bei dem Unfall leicht verletzt, Flüssigkeit trat nicht aus.
 
 
Flüge annuliert
 
Am Flughafen in Frankfurt am Main wurden am Montagmorgen 106 Verbindungen annulliert, wie eine Flughafensprecherin auf dapd-Anfrage mitteilte. Betroffen seien 54 ankommende und 52 abfliegende Maschinen. Gründe für die Ausfälle waren den Angaben zufolge Schnee auf den Start- und Landebahnen sowie die aufwendige Enteisung der Flugzeuge. Von den Behinderungen seien hauptsächlich Flüge innerhalb Deutschlands und Europas betroffen.
 
 
Zoo geschlossen
 
Der Nürnberger Tiergarten blieb wegen der starken Schneefälle am Montag geschlossen. Es bestand die Gefahr, dass Bäume unter den Schneelasten umstürzten, wie die Stadt mitteilte. Für die Tiere sei die Situation aber nicht gefährlich, betonte Zoo-Direktor Dag Encke. "Die merken vorher, wenn ein Baum umfällt", sagte er. Die meisten könnten auch ins Freie, da ausreichend Schnee geräumt werde. Wann der Zoo für Besucher wieder geöffnet wird, war zunächst unklar.
 
 
Auch am vergangenen Wochenende sorgte das Winterwetter für chaotische Verhältnisse
 

In Hessen machten Schnee und Glätte den Autofahrern zu schaffen. Im Schwalm-Eder-Kreis kam es am Samstag eine 18-jährige Beifahrerin bei einem missglückten Überholmanöver auf schneeglatter Fahrbahn ums Leben, drei weitere Menschen wurden bei dem Unfall schwer verletzt, wie die Polizei mitteilte. Insgesamt krachte es auf hessischen Straßen den Angaben zufolge rund 100 Mal. Mehrere Menschen wurden verletzt, einige von ihnen schwer. Bei einem Crash auf der Bundesstraße 279 in der Rhön erlitt eine 40 Jahre alte Frau schwere Verletzungen. Sie war nach einem Unfall ausgestiegen, von dem nachfolgenden Auto erfasst und 20 Meter weit mitgeschleift worden. Die Feuerwehr musste die unter dem Wagen festhängende Frau befreien.

Chaotisch ging es auch auf den Straßen in Mitteldeutschland zu. In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen kam es allein am Samstag zu Hunderten witterungsbedingten Unfällen. Dutzende Menschen wurden verletzt, einige schwer. Im Landkreis Anhalt-Bitterfeld starb am Samstagabend eine Frau. Sie saß als Beifahrerin in einem Wagen, der auf glatter Straße ins Schleudern geriet und mit einem entgegenkommenden Pkw kollidierte. Auch auf den Autobahnen krachte es mehrfach. Zudem blockierten dort querstehende Lkw den Verkehr, es bildeten sich kilometerlange Staus.
 
(dapd)