Erkältung Schnupfen
"Menschen ab 60 Jahren, chronisch Kranke und Schwangere sollten sich durch Impfung und Prophylaxe vor einer Infektion schützen", erklärte der Wissenschaftliche Leiter des CRM, Tomas Jelinek, am Mittwoch in Düsseldorf. Dies gelte für Aufenthalte in Ländern, die sich in der Grippesaison befänden oder aktuelle Ausbrüche verzeichneten.

In New York wurden mehr als 20.000 Grippe-Erkrankungen gemeldet. Der Gouverneur von New York, Andrew Cuomo, rief am Samstag den Gesundheitsnotstand aus. Auch in Deutschland hat die Grippesaison begonnen. Die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut (STIKO) rät älteren Menschen, chronisch Kranken, Schwangeren sowie Menschen mit erhöhter Gefährdung, also etwa medizinischem Personal, sich gegen Influenza impfen zu lassen.
 
 
Schweiz wird von Grippe-Welle überrollt
Die Schweiz wird derzeit von einer Grippe-Welle überrollt. Wie das Schweizer Bundesamt für Gesundheit (BAG) mitteilte, stieg die Zahl der grippebedingten Arztbesuche im Vergleich zur Vorwoche von 98 auf neu 140 pro 100.000 Einwohner. Der nationale Schwellenwert in der Schweiz liegt in der laufenden Grippe-Saison 2012/13 bei 69 Verdachtsfällen.

Das BAG geht davon aus, dass die Zahl der Grippekranken in der Schweiz in den kommenden drei bis fünf Wochen weiter zunimmt. Besonders betroffen sind bei den Eidgenossen derzeit die Kantone Graubünden und Tessin. Die Behörde versicherte jedoch, dass für die laufende Grippesaison genügend Impfstoff vorhanden sei.
 
 
Warum ist eine Grippe so gefährlich?
In schweren Fällen oder bei Risikopatienten kann die Influenza sogar tödlich verlaufen. Was macht die Erkrankung so heikel? 
 
„Die Influenza ist eine Viruserkrankung, die den ganzen Körper betrifft und selbst junge, gesunde Menschen für eine Woche mit schwerem Krankheitsgefühl ans Bett fesseln kann,“ betont Dr. Silke Buda, stellvertretende Leiterin des Fachgebiets respiratorisch übertragbare Erkrankungen am Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin. Schwere und tödliche Verläufe sind zum Glück normalerweise selten. Aber obwohl es eine vorbeugende Impfung gibt, wir über Medikamente und zahlreiche intensivmedizinische Möglichkeiten verfügen, sterben praktisch jedes Jahr Menschen in Deutschland an Grippe.
 
Schwere Krankheitsverläufe, die im schlimmsten Fall auch tödlich enden können, treten vor allem in den sogenannten „Risikogruppen“ auf: Dazu gehören zum Beispiel Menschen über 60 Jahren, Personen mit chronischen Erkrankungen wie Diabetes, Immundefekten oder chronischen Herz- oder Lungenleiden. Aber auch Schwangere sind häufiger von schweren Verläufen betroffen.
(dapd/sw)