Nach Hurrikan MARIA: Viele Teile Puerto Ricos noch ohne Strom

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Nach Hurrikan MARIA: Viele Teile Puerto Ricos noch ohne Strom
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Hurrikan MARIA richtete im September 2017 verheerende Schäden auf Puerto Rico an.

Auch rund 100 Tage nach dem verheerenden Wirbelsturm MARIA haben fast die Hälfte der Puerto Ricaner noch immer keinen Strom.

Puerto Rico scheint bei US-Präsident Donald Trump und seiner Regierung in Vergessenheit geraten zu sein. Auch rund 100 Tage nach Hurrikan MARIA haben fast die Hälfte der Puerto Ricaner noch immer keinen Strom. Erst 55 Prozent der Haushalte seien wieder an das Elektrizitätsnetz angeschlossen, teilte der Direktor des Stromversorgers AEE, Justo González, am Freitag mit.

Eine Ortschaft ist demnach noch immer ganz ohne Strom und keine einzige Gemeinde des US-Außengebiets wird vollständig mit Elektrizität versorgt.

Krankenhäuser und Fabriken werden bevorzugt behandelt

Es war das erste Mal, dass AEE Angaben zu den ans Stromnetz angeschlossenen Kunden machte. Bislang hatte das Unternehmen immer nur über die Kapazität zur Stromerzeugung informiert, die derzeit bei rund 70 Prozent liegt. Allerdings werden Krankenhäuser, Einkaufszentren und Fabriken bevorzugt mit Energie versorgt.

Gouverneur appelliert an die USA

Am 20. September war Hurrikan MARIA auf die Karibikinsel getroffen und hatte das Stromnetz fast vollständig zerstört. Der Wiederaufbau verzögert sich auch immer wieder, weil es an Personal und Material fehlt.

Gouverneur Ricardo Rosselló bat am Freitag die US-Energieindustrie um die Entsendung von bis zu 1500 zusätzlichen Arbeitern, um die Wiederherstellung der Stromversorgung zu beschleunigen. Zudem forderte er das Ingenieurscorps des US-Heeres auf, seinen Einsatz in Puerto Rico auszuweiten.

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