In diesen Tagen beginnt die Holzeinschlagssaison. Waldarbeiter fällen ausgewählte Bäume aus dem Bestand und sorgen für einen schonenden Abtransport. Die Deutsche Säge- und Holzindustrie wirbt um Verständnis für die notwendigen Arbeiten im Wald. Lars Schmidt, Generalsekretär beim Bundesverband Säge- und Holzindustrie Deutschland (BSHD) und selbst Förster, gibt Antworten auf wichtige Fragen:
Sicherheit und Bodenschutz spielen eine Rolle: Die Sicht in die Baumkronen ist frei und Waldarbeiter können Gefahren besser einschätzen, zum Beispiel durch sogenannte Totäste. Zudem nimmt der harte, und im Winter idealerweise gefrorene Boden keinen Schaden, wenn die notwendigen Erntemaschinen die Stämme aus den Beständen ziehen. Ein weiterer Aspektist die Qualität: Die Stämme können angesichts des geringeren Wassergehalts bei den entsprechenden Temperaturen im Wald länger ohne Qualitätseinbußen gelagert werden.
Laubbäume werden von unterschiedlichen Holzverarbeitern wie zum Beispiel der Säge-, Furnier- oder Parkettindustrie eingesetzt. Den größten Wert haben lange, ast- und fehlerfreie sowie möglichst gerade Schäfte. Die Förster sprechen bei der Dicke des Baumes vom BHD (Brusthöhendurchmesser), der in 1,30 Meter Höhe gemessen wird. Für die Furnierproduktion beispielsweise wird der Baum ab einem BHD von 60 Zentimeter interessant.
Experten sprechen ab diesem Durchmesser vom Starkholz. Die Bäume haben dann häufig ein Alter von mehr als hundert Jahren. Bei der Eiche sind zudem möglichst enge Jahresringe gefragt, das Holz hat dann eine gleichmäßig helle Farbe. Laubholz wird heute vor allem im Innenausbau (Fußböden und Treppen) und bei der Herstellung von Möbeln verwendet. Im Außenbereich kommen zunehmend massive Terrassendielen in Mode.
Worauf muss der Waldbesucher achten?
Mächtige Maschinen hat der Waldbesucher bei den Fällarbeiten von Laubholz eher selten zu erwarten: Um den Eingriff für den Wald so schonend wie möglich zu gestalten, wird überwiegend manuell gearbeitet. Trotzdem kann auch hier nicht auf den Einsatz von Forstmaschinen verzichtet werden. Damit durch die Arbeiten und das Verladen der Stämme auf Lkws keine Gefahr für Spaziergänger und Waldbesucher entsteht, werden die betroffenen Bereiche kurzzeitig abgesperrt. Schmidt rät, auf Absperrungen zu achten, um sich und andere nicht zu gefährden. Eventuell beschädigte Wege werden nach dem Ende der Arbeiten wieder instand gesetzt. Nach wenigen Jahren sind die Spuren des letzten Holzeinschlags nicht mehr zu sehen.
Was bedeutet die Holzernte für die Wirtschaft?

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